2 Herde wohnen, ach, in meiner Brust


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[Mensa-Dienstag] – Die neue Serie auf 2Herde

Mensa-Dienstag 1 Gebackener Camembert 1

Aloha ihr Lieben sw

Liebe Kommilitoninnen und Kommilitonen, liebe Erstsemester & alle, die es hören wollen,

es geht wieder los! Der alljährliche Wahnsinn hat wieder begonnen, das Wintersemester zeigt sich in seiner ganzen Pracht und mit voller Wucht hat der Stundenplan uns nach Wochen, ach, was sage ich, Monaten des Faulenzens* binnen weniger Minuten zwischen Aufstehen und Vorlesungsbeginn in die Realität zurückkatapultiert: Schon bevor ich überhaupt das Gebäude betreten haben, bin ich ganz auf Uni-Alltag eingestimmt, der Wecker klingelt, der Kaffee ist wie immer viel zu fad, der Bus viel zu voll/ viel zu viele Autofahrer auf den Radwegen! Und dann die lang ersehnte Mittagspause: Schlange stehen in der Mensa für erstklassiges & delikates Essen, das einem liebevoll auf den Teller – bisweilen auch direkt auf’s Tablett** – geklatscht drapiert geschöpft wird, um an der Kasse dann festzustellen, dass der Studentenausweis ja noch gar nicht validiert ist und deswegen der 1,85-fachen Preis in bar zahlen fällig wird, sonst gibt’s kein Essen, denn die andern drängeln schon und „Ich musste meinen Studentenausweis noch validieren.“ ist inmitten einer hungrigen Meute von Studenten sicherlich eine der schlechtesten Begründungen für „‚Tschuldigung, darf ich mal durch?!“ Schnell das Essen runterschlingen reinschaufeln genießen, die nächste Veranstaltung ist ja in 30 25 huch, 20 Minuten schon und – naja, sind wir mal ehrlich – der Kartoffelbrei macht es uns ja auch nicht gerade schwer, denn Beikost ist bekanntermaßen schwerer zu kauen!

Klar, es spricht so einiges für die Mensa – es geht schnell, es ist günstig spottbillig und vor allem braucht man selbst nicht den Kochlöffel zu schwingen – aber sind wir mal ehrlich: Lecker geht meistens anders, die Nudeln liegen halt einfach schon Stunden im Warmhaltebehälter, die Konsistenz von Saucen wurde durch die exzessive Verwendung von Fertigpulver & Saucenbinder nicht besser und das Gemüse war irgendwann zwischen 8 und 9 Uhr am Morgen knackig. Natürlich, es gibt rühmliche Ausnahmen, aber das meiste Mensaessen, was mir bis jetzt vor die kritische Nase gekommen ist, hat mich in dem Schluss bestärkt, dass Selberkochen die einzig wahre Alternative ist & dass gut vorbereitetes Proviant die halbe Miete ist.***

Und weil Selberkochen Spaß macht und ich schon länger überlegt habe, eine wöchentliche Serie auf 2Herde zu starten, präsentiere ich mit stolzgeschwellter Brust den neuen

Mensa-Dienstag Logo sw-fertig

Das Prinzip dieser neuen Wochenserie ist denkbar einfach: Während des Wintersemesters (eine Fortsetzung im Sommer ist natürlich denkbar, kommt aber drauf an, ob Ihr Lust darauf habt 😉 ) picke ich mir jeden Dienstag eines der drei Gerichte vom Speiseplan der vegetarischen (!) Mensa St. Paul in Nürnberg &  koche es so, wie es mir nach dem Lesen in den Sinn kommt. Dabei werde ich natürlich genau drauf achten, was es kostet & wie lange ich brauche. Das Ergebnis gibt’s dann immer hier auf dem Blog zu bewundern. Ich bin einfach sehr gespannt auf dieses Experiment: Kriegt man die Gerichte auch nur annäherend so günstig hin wie die Mensa?  (Für Studenten 1,49-2,66€, je nach Gericht) Steht man noch ewig in der Küche oder sind die Sachen ratz-fatz auf dem Tisch? Heute habe ich meine Entscheidung einfach aus dem Bauch heraus getroffen. Gerne kannst aber auch Du bestimmen: Schau Dir den Speiseplan an & sag mir, welches Dienstagsgericht ich kochen soll! Euer Speiseplan ist viel interessanter & ich muss unbedingt ein (bitte vegetarisches) Gericht davon kochen? Dann lass es mich wissen! Schick mir eine e-Mail (zwei.herde[ät]gmail.com) oder hinterlasse einen Kommentar bis Montag morgen (Montag ist Einkaufstag! 😉 ) und nenn mir das Gericht & den Speiseplan, von dem Du es gepickt hast! Ich freue mich auf neue Herausforderungen!

Genug geschwafelt, los geht’s! Zur Auswahl standen in dieser Woche Canneloni nonna (leider nur ein Rezept auffindbar und das war ganz und gar nicht vegetarisch), Bohnen-Kartoffeleintopf mit Tofu & Landbrot (ich bin einfach kein Freund von Tofu) und Camembert gebacken mit Preiselbeeren und Baguette. Da ich schon immer mal gebackenen Camembert selbst machen wollte, weil ich dieses fertige Paniermehl da außenrum einfach schrecklich finde, fiel mir die Wahl echt nicht schwer – Vorhang auf also für den ersten Mensa-Dienstag:

Mensa-Dienstag 1 Gebackener Camembert B

Camembert gebacken mit Preiselbeeren und Baguette Brötchen

& kleinem Rucolasalat mit Preiselbeerdressing

Mensapreis: 1,88€ || Zum  „Original“ auf sigfood geht’s hier

Pro Portion brauchst Du:

  • 1 kleiner Camembert (125g)
  • 1 kleines Ei
  • 3 EL Mehl
  • 3 EL Semmelbrösel
  • 3 EL neutrales Öl zum Ausbacken
  • 1 EL Preiselbeeren aus dem Glas
  • 1 frisches Brötchen oder ein paar Scheiben Baguette
  • Zusätzlich:
    • 1 Handvoll Rucola
    • 2 EL dunkler Balsamico-Essig
    • 1 TL Olivenöl
    • 1 EL Preiselbeeren aus dem Glas
    • etwas Pfeffer

Den Camembert auspacken und in Mehl wenden, dann mit dem verquirlten Ei umhüllen und mit Semmelbröseln bedecken. Dies wiederholen, damit der Käse in der Pfanne nicht ausläuft. In einer kleinen beschichteten Pfanne das Öl erhitzen und den Camembert hineinlegen, von jeder Seite etwa 3 Minuten goldbraun braten (dafür die Hitze kurz nach dem Hineinlegen etwas zurückdrehen, nicht dass der Camembert verbrennt). 

Zwischenzeitlich den Rucolasalat verlesen, waschen, trockenschleudern & alle Zutaten für das Dressing verquirlen. Den Rucola mit dem Dressing vermischen und auf dem Teller anrichten. Den Camembert sobald die Panade goldbraun ist aus der Pfanne nehmen und kurz auf Küchenkrepp abtropfen lassen. Auf den Rucola legen, Preiselbeeren dazugeben und mit dem Baguette oder Brötchen servieren.

Jetzt wollen wir natürlich auch wissen, wie es damit preislich ausschaut****:Mensa-Dienstag 1 Gebackener Camembert Kalkulation

Fazit Mensa-Dienstag Gebackener CamembertMein ganz persönliches Fazit lautet: Gerne wieder! Den fertig panierten Camembert aus dem Kühlregal werde ich sicher nicht mehr anrühren, das Essen stand echt ruck-zuck auf dem Tisch und zudem war es echt günstig. Die Portion macht gut satt – ohne den Salat hätte mir allerdings eindeutig etwas frisches gefehlt, aber das ist ja eben das Schöne, wenn man selbst in der Küche steht: Man hat es in der Hand, was auf den Tisch kommt.

Ich wünsche allen Studies ein erfolgreiches Semester & allen anderen viel Erfolg  im Job/ in der Schule/ zu Hause & bin schon ganz gespannt darauf, wie der Mensa-Dienstag bei Euch ankommt! Ich freue mich auf Eure Kommentare! 🙂

Herzlichst Kristina sw

* Klischees müssen bedient werden!
** Lieber B., dieser Teilsatz ist nur für Dich! 😉
*** Nur, um das gleich mal klarzustellen: Ich habe einen Heidenrespekt vor der logistischen Meisterleistung, die jeden Tag in deutschen Mensen & Kantinen vollbracht wird – so viele Menschen zur gleichen Zeit für einen Spottpreis satt zu kriegen, ist mit Sicherheit nicht einfach. Trotzdem kann ich mich für die meisten Mensaessen auch nach 8 Semestern immer noch nicht – Achtung, Wortwitz! ;D – erwärmen. Ich möchte Ersties, die hilflos in der eigenen Küche stehen, planlosen Kommilitonen, die mal wieder nicht wissen, was sie kochen sollen und überhaupt allen, die auf der Suche nach leckeren, dabei aber sehr günstigen Rezepten sind, eine Inspiration bieten und dabei selber noch ein leckeres Essen auf dem Tisch haben. DAS ist das Anliegen dieses Beitrags, nicht das „dissen“ irgendeines deutschen Studentenwerks.
**** Alles natürlich ungefähre Werte, die ich anhand meiner wöchentlichen Supermarktrechnung ermittle. Energiekosten natürlich exklusive.

EDIT: Ich fände es ganz fantastisch, wenn Ihr auch mitmachen wollt – dass ich da nicht selbst drauf gekommen bin, tz! 😉 Danke also an Ina & Tonia, die mir das Brett vom Kopf genommen haben & Vorhang auf für die Mensa-Dienstag-Mitmachaktion-Verlinkungslogos: 

Ganz einfach: Essen aus einem Mensaspeiseplan Eurer Wahl picken, kochen, fotografieren, bloggen (es zählen nur Posts vom jeweiligen Dienstag) & Logo mit Link zu 2Herde einfügen. Mir bescheid sagen & dann werdet Ihr natürlich auch im jeweiligen Dienstagspost verlinkt! Ich freu mich wie Bolle!!!

Mensa-Dienstag Logo klein zum Mitmachen Hochformat

Mensa-Dienstag Logo klein zum Mitmachen querformat

2Herde hat noch mehr zu bieten sw

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Ein Kommentar

Apfelknödel mit Zimtbröseln – Beikoch Murphy macht’s möglich

Apfelknödel a

Aloha ihr Lieben sw

Knödel, Klopse, Bällchen, kurzum, „alles was rund ist“ sucht Wolfgang von kaquus Hausmannskost noch bis Dienstag bei Zorra auf kochtopf.me. Der perfekte Anlass, etwas auszuprobieren, was ich bisher – aus welchen Gründen auch immer – weder gegessen noch selbst gekocht habe: Zwetschgenknödel. Im Moment sind sie ja – in Anbetracht der wie jedes Jahr zu kurzen Zwetschgensaison – wieder in aller Munde. Kaum war der Entschluss gefasst, zeigte sich der liebe Murphy mal wieder von seiner besten Seite & ließ die Zwetschgen wie von Geisterhand aus beiden Supermärkten verschwinden, die gestern auf dem Weg lagen. Nun bin ich höchstens zeitweise der Typ dafür, für eine einzelne Zutat mehr als zwei Läden zu besuchen und noch seltener kommt es in die Tüte, dafür auch noch einen Umweg einzulegen – kommt Zeit, kommt Rat, kommt Zutat eben – in den wenigsten Fällen fällt deswegen auch gleich ein Abendessen ins Wasser, gibt’s doch genügend Zombies im Vorratsschrank und hat doch ein wenig Umdenken noch niemandem geschadet. 😉 Pech für mich allerdings, dass der liebe Murphy zwar die Zwetschgen hatte verschwinden lassen, nicht aber meinen ungebrochenen Appetit auf süße Knödel. Grmpf. Da mir der Herbst aber nicht nur die Suppenlaune, sondern auch einen quasi permanenten Apfel-Zimt-Jieper eingebrockt hat, beschloss ich kurzerhand, das ausgepickte Zwetschgenknödel-Rezept einfach auf Äpfel anzuwenden – et voilà, sie sind sogar einigermaßen rund geworden. 😉

Blog-Event XCII - Alles was rund ist (Einsendeschluss 15. Oktober 2013)

Apfelknödel mit Zimtbröseln

Für etwa 16 Apfelknödel

  • 1 großer Apfel (bei mir mal wieder ein frischer, knackiger Braeburn)
  • Saft einer halben Zitrone
  • 250g Magerquark
  • 50g Butter
  • 250g Mehl
  • 1 Ei
  • 3 EL Zucker
  • neutrales Öl
  • Außerdem:
    • 2 EL Butter
    • 1 EL Semmelbrösel
    • Zimt & Zucker, je etwa ein gestrichener TL

Den Apfel schälen, entkernen, achteln und die Achtel quer halbieren, so dass mundgerechte Stücke entstehen. Mit dem Zitronensaft vermengt beiseite stellen. In einem großen, breiten Topf ganz leicht gesalzenes Wasser aufkochen, währenddessen aus Quark, Butter, Mehl, Ei & Zucker einen Teig kneten (geht von Hand problemlos). Die Hände mit etwas neutralem Öl benetzen, damit der Teig nicht so krass an den Fingern kleben bleibt, denn er muss sehr feucht sein, damit er nachher noch die nötige „Fluffigkeit“ hat. 😉 Aus dem Teig kleine Kugeln rollen und in die Mitte jeweils ein Stück Apfel drücken und dieses vollständig mit Teig umhüllen. Für 10 Minuten im heißen Wasser ziehen lassen.

Zwischenzeitlich eine kleine, beschichtete Pfanne aufsetzen und zunächst die Semmelbrösel ohne Butter darin rösten, bis sie duften & ein wenig Farbe bekommen. In eine Schüssel geben & mit Zucker & Zimt vermengen. Die Herdplatte ausmachen und die Butter in der Pfanne schmelzen, sobald sie geschmolzen ist, vom Herd nehmen, damit die Butter nicht braun wird oder gar verbrennt.

Die Knödel aus dem Wasser schöpfen, kurz abtropfen lassen, mit etwas geschmolzener Butter begießen und mit den Zimtbröseln bestreut servieren.

Guten Appetit! 🙂

Apfelknödel 3

Fakt ist: Das gibt’s jetzt öfter! Und irgendwann komme ich auch wieder zu Zwetschgen, die ich in den gleichen Teig wickeln kann! 😉

Herzlichst Kristina sw

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Suppenliebe: Brokkolicremesuppe mit Dijonsenf

Brokkolicremesuppe mit Dijonsenf 6

Aloha ihr Lieben sw

Hach, der Herbst. So langsam werden auch hier viele Blätter gelb, wenn ich aus dem Fenster schaue, dann weckt das unweigerlich meinen Herbstappetit. Kürbisse, Pilze, kiloweise Feigen und am liebsten immerzu Suppe. Schmatz, ich könnte jeden Tag Suppe essen, immer wieder eine andere, herzhaft, am besten mit viel Gemüse, einfach ein Stück Brot dazu und fertig. Brokkolisuppe gibt’s hier ja öfter, meistens in der ganz minimalistischen Version – jetzt hat die aber ausgedient, denn in Zukunft kommt mir wohl nur noch die neue Variante auf den Tisch – was so ein bisschen Sahne & Senf doch ausmachen können, unglaublich!

Brokkolicremesuppe mit Dijonsenf 1

Brokkolicremesuppe mit Dijonsenf

Für 4 Personen

  • 1 kg Brokkoli
  • 2 EL Butter
  • 1 große Zwiebel
  • 1 Knoblauchzehe
  • 2 Liter Gemüsebrühe
  • 1 Becher Sahne
  • 4 gehäufte TL Dijonsenf

Den Brokkoli waschen und in Röschen teilen, die Zwiebel halbieren und in Scheiben schneiden, den Knoblauch pressen und in einem großen Topf die Butter schmelzen. Die Zwiebel in der Butter glasig dünsten, den Knoblauch zugeben und zusammen mit den Brokkoliröschen 2-3 Minuten unter Rühren dünsten. Wenn Du später auch ein paar ganze Röschen in der Suppe haben möchtest, solltest Du ein paar zurückbehalten. Mit der Brühe auffüllen und 20 Minuten köcheln lassen. Die Suppe pürieren, mit der Sahne auffüllen und den Senf unterrühren. Die ganzen Röschen dazugeben, gar ziehen lassen und abschmecken.

Servieren und frisches Ciabatta-Brot mit Oliven dazu – fertig ist das schnelle, leckere Abendessen.

Lasst es Euch schmecken! 🙂

Herzlichst Kristina sw

Brokkolicremesuppe mit Dijonsenf 3

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Finale Furioso: Linsen-Salat mit Roter Beete und Sternchennudeln – Themenwoche Zombies im Vorratsschrank {Teil 5}

Zombies im Vorratsschrank Themenwoche

Aloha ihr Lieben sw

Bing, bing, bing – Jackpot! 😉 Pünktlich zum Abschluss der Zombies im Vorratsschrank-Themenwoche habe ich es geschafft, einen Volltreffer zu landen und aus einer kuriosen Zutatenzusammenstellung einen sehr leckeren, richtig frischen & fröhlich-bunten Salat zu kreieren, mit dem ich gleich 5 (!) Häkchen auf meiner Vorratsschrank-Liste setzen kann:

  • Rote Beete – Check!
  • Rote Linsen – Check!
  • Worcester-Sauce – Check!
  • Paprika – Check!
  • Sternchen-Suppennudeln – Check!

Ich muss zugeben, ich war in absoluter Probierlaune („Ach, sch*** drauf, wenn’s schief geht, gibt’s halt Nudeln!“ 😉 ) und wäre ohne meine Checkliste wohl sicher nicht auf eine solche Kombination gekommen, aber seht selbst:

Linsensalat 1b

Roter Linsensalat mit Roter Beete & Sternchennudeln

Du brauchst für 2-3 Portionen:

  • 250g rote Linsen
  • einen Rest Sternchennudeln
  • 2 Paprika (z.B. rot & orange)
  • 1 Glas rote Beete
  • 1 Schalotte
  • 3 EL glatte Peterslie, fein gehackt
  • Worcestersauce
    • Die leider Sardellenpaste enthält, deswegen empfehle ich als vegetarische & vegane Alternative Sojasauce
  • 1 Espressolöffel Koriander
  • 1 Espressolöffel Kreuzkümmel
  • Salz & Pfeffer
  • 2 EL Rapsöl

Außerdem:

  • Blattsalat

Die roten Linsen nach Packungsanweisung kochen, abtropfen lassen und mit den Sternchennudeln ebenso verfahren. Beides zusammen in eine Schüssel geben, salzen & pfeffern und schonmal zwei Esslöffel von der Worcester-Sauce dazu geben, alles gut vermischen.

Die Paprika, die rote Beete und die Schalotte vorbereiten und fein würfeln und mit den anderen Zutaten zusammen in die Schüssel geben. Alles gut vermengen & abschmecken – von der Worcester-Sauce hab ich persönlich noch eine ganze Menge mehr zugegeben, das ist allerdings Geschmackssache. Nach einer Stunde im Kühlschrank schmeckt der Salat – wie z.B. Bulgursalat auch – aus frischen Salatblättern.

Linsensalat 2a

Nach fünf Rezepten sieht die Checkliste – und damit auch der Vorratsschrank  – schon deutlich beruhigender aus als vorher:

Vorratsschrankliste Linsensalat

Die restlichen Zutaten unterzubringen dürfte auch nicht allzu schwer werden:

  • Da es ja kälter wird, wünscht Herr D. sich sicher bald mal wieder Sonntagsbraten, da wird mir der Rotkohl dann wieder gerade recht kommen…
  • Der Kaffeesirup will ja noch frisch zubereitet werden, wahrscheinlich sogar noch heute 😉
  • Was den Spinat angeht, kaufe ich einfach eine kleine Packung dazu und freue mich diese Woche auf den Klassiker Spinat, Kartoffeln und Spiegelei.
  • Das Tahin steht ja ohnehin nur auf der Liste, um mir mal in den A*** zu treten, endlich selbst Falafel zu machen – da ich dies jetzt öffentlich geäußert habe, bin ich guter Dinge, dass das nicht mehr lange dauert.
  • Die Spinat-Lasagneplatten und das Pesto nehme ich einfach mit in die Studentenbude, da werde ich sicher mal froh sein, wenn ich nur mal schnell Nudeln kochen muss bzw. nicht extra eine große Packung Platten für eine Single-Lasagne kaufen muss…
  • Der Ingwer ist gestern schon Hugos kleinem Bruder, dem Ingo, zum Opfer gefallen. *prost*
  • Herr D. macht sich gerne Reis mit Buttergemüse, wenn er für sich allein kocht, das dürfte also auch nicht mehr lange im Gefrierfach sein, wenn ich ihn nochmal dran erinnere. ^^
  • Auf den Paradiescrème-Geistesblitz warte ich noch, bin aber guter Dinge, dass er kommt, wenn der Kaffeesirup auf dem Herd steht.

Vorratsschrankzombies kleinAb morgen koche ich dann mal wieder mit frischen statt untoten Zutaten, bin aber ganz gespannt, was ihr für mein Event so zaubern werdet – ich freue mich schon ganz doll, schließlich sind die ersten Beiträge bereits eingetrudelt (guckt mal bei Tonia) und viele von Euch haben ihre Teilnahme angekündigt, juhu! 🙂 Habt einen wunderschönen Sonntag! ❤

Herzlichst Kristina sw

2Herde hat noch mehr zu bieten sw


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Themenwoche „Zombies im Vorratsschrank“ {Teil 4}:Risotto mit Kürbiswürfeln & Schollenröllchen

Zombies im Vorratsschrank ThemenwocheRisotto mit Schollenröllchen und Kürbiswürfeln 1a

Aloha ihr Lieben Halloween

Oh, heute ist es wirklich spät geworden – den Grund seht Ihr in der Instagram-Box rechts unten: Herr D. und ich haben spontan einen neuen Esstisch gekauft & aufgebaut – Juhu! 🙂 Natürlich will ich Euch den vierten Teil der Zombie-Vernichtung nicht vorenthalten, diesmal gab es Risotto (der Reis war immer noch vom Wirsing-Risotto übrig, tztz…) mit Kürbiswürfeln und Schollenröllchen (die Filets fristeten im Gefrierschrank ein eher unrühmliches Dasein, gerade weil es in letzter Zeit deutlich mehr vegetarische Gerichte gab):

Du brauchst für 2:

  • 250g Risottoreis
  • 1l Gemüsebrühe
  • zwei Esslöffel + einen Teelöffel Butter
  • einen  großzügigen Schluck Weißwein
  • eine Schalotte
  • 50g frisch geriebenen Parmesan
  • Salz, Pfeffer & Muskat
  • einen EL Estragon, getrocknet & gerebelt
  • 3-4 kleine Schollenfilets (sind aber kein Muss)
  • einen halben Hokkaido-Kürbis

Die Schalotte fein würfeln & in 1 EL Butter in einem Topf glasig dünsten. Den Reis zugeben, gut rühren und sobald er zu duften anfängt, mit Weißwein und Brühe ablöschen. 20-30 Minuten – je nach Packungsanweisung köcheln lassen – dabei immer wieder umrühren & ggf. zum Ende hin noch etwas mehr Brühe zugeben, wenn die Flüssigkeit nicht ausreicht.

Zwischenzeitlich das Fruchtfleisch des Kürbis‘ klein würfeln, in einer beschichteten Pfanne mit 1 EL Butter anbraten und mit Salz & Pfeffer würzen. Unter Zugabe von etwas Wasser oder Weißwein etwa 15 Minuten weich dünsten und etwas vom Estragon zugeben. Die Schollenfilets längs halbieren, leicht salzen & pfeffern und aufrollen, mit einem Zahnstocher fixieren und wenn der Kürbis fertig ist in der beschichteten Pfanne mit dem TL Butter von allen möglichen Seiten anbraten, dass der Fisch leichte Farbe bekommt.

Den Parmesan und etwas Estragon unter das Risotto rühren und abschmecken, alles zusammen anrichten. 

Ich wünsche Euch einen wunderschönen Abend & ein schönes Wochenende! 🙂

Herzlichst Kristina sw

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Süßer Couscous mit Birnenmus – Meine Zombies im Vorratsschrank {Teil 3}

Zombies im Vorratsschrank Themenwoche

Aloha ihr Lieben Halloween

Couscous und Birnen – eigentlich ja zwei Zutaten, die hier öfter zur Anwendung kommen und die man auf den ersten Blick vielleicht nicht als Vorratsschrankzombies einstufen würde. Beide Packungen hatten allerdings ihre recht eigene Geschichte, die Birnen sollten nämlich eigentlich Teil des Lieblingskuchens meiner kompletten Family aus dem letzten Winter werden, standen aber mangels Gelegenheit dann nur in der letzten Ecke des Vorratsschranks und warteten vergeblich, da ich momentan ja eher ihre frischen Kollegen vorziehe, auf ihren Einsatz. Couscous kommt ja eigentlich auch öfter zum Einsatz (z.B. so oder so), aber ich hatte mir vorgenommen, unbedingt auch mal die süße Variante zu probieren und deswegen kamen mir die Birnen gerade recht, als ich ganz großen Süßspeisen-Hunger entwickelte:

Süßer Couscous 3b

Süßer Couscous mit Birnenmus

Du brauchst für 2 Portionen:

  • 200g Couscous
  • 500ml Milch
  • 3 EL Honig
  • eine Handvoll Rosinen
  • eine Dose Birnen
  • 1 Zimtstange
  • 1 EL Vanillezucker
  • Saft einer halben Zitrone

Für das Birnenmus die Birnen mit dem Zitronensaft, der Zimtstange und dem Zucker (und nach Belieben 2cl Rum) 10 Minuten bei schwacher Hitze köcheln lassen, die Zimtstange rausnehmen & die Birnen pürieren.

Die Milch mit dem Honig aufkochen und den Couscous einrühren. Die Rosinen zugeben, unterrühren, von der Herdplatte nehmen und so lange quellen lassen wie auf der Packung steht. Den süßen Couscous auf dem Birnenmus und mit etwas Zimt bestreut servieren. 

Vorratsschrankliste Süßer Couscous

Für mich eine echte Alternative zu Grießbrei, die zwei Kreuzchen auf der Vorratsschrank-Liste ausmacht – und was sind Eure Lieblings-Süßspeisen? 🙂

Herzlichst Kristina sw

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Gnocchi mit Vodkagemüse

Gnocchi mit Vodkagemüse 2b

Aloha ihr Lieben sw

Gestern war ich ja zu Gast bei Steffi von Baking & Cooking with Love und – Ihr kennt das sicher – wenn man nicht allein ist, dann neigt man ja oft dazu, ein bisschen mehr zu kochen, damit es auch auf jeden Fall reicht. Nun, von der Vodka-Tomatensauce, die ich zu Steffi mitgebracht habe, habe ich auch ein bisschen zu viel gemacht. Ist aber überhaupt kein Problem, dann gibt’s nämlich heute einfach

Gnocchi mit Vodkagemüse 1a

Gnocchi mit Vodkagemüse

Du brauchst für 2: 

  • einen Rest von der Vodkasauce von gestern

oder Du machst die halbe Portion frisch – dann brauchst Du für die Sauce:

  • 1 Schalotte
  • 1 EL Butter
  • 1 Dose stückige Tomaten
  • 1/2 Bund Petersilie
  • Salz & Pfeffer
  • 2 EL Vodka
  • 100 ml Sahne

Außerdem:

  •  500g Gnocchi
  • 1 TL Olivenöl
  • 300 g TK-Erbsen
  • 1 kleine Zucchini
  • 1 kleine Zwiebel
  • frisch geriebener Parmesan
  • 300 ml Gemüsebrühe

 Zuerst machen wir uns an die Vorbereitungen: Dafür müssen wir einfach nur die Schalotte pellen und in feine Würfelchen schneiden und die Petersilie fein hacken (außerdem kochen wir natürlich nebenbei die Pasta). In einer unbeschichteten Pfanne erhitzen wir anschließen die Butter und wenn sie geschmolzen & schön heiß ist, geben wir gleich die Schalottenwürfel hinein. Diese werden einen Moment angeschwitzt, bevor wir sie mit der Hälfte der stückigen Tomaten schwungvoll ablöschen. Unter Rühren lassen wir die Tomaten 4-5 Minuten einkochen, fügen die Hälfte der gehackten Petersilie hinzu und geben dann nach und nach in wiederum etwa 5 Minuten die restlichen Tomaten dazu.

 Nach je einer kräftigen Prise Salz und Pfeffer probieren wir mal, damit das Ganze eine ordentliche Grundwürze erhält und fügen dann den Vodka hinzu – immer schön Rühren und aufkochen lassen. Nach einer weiteren Minute kommt noch die Sahne schwungvoll hinein und nach weiteren 2-3 Minuten mit kurzem Aufkochen und dem finalen Abschmecken ist die Sauce auch schon fertig, deswegen stellen wir sie beiseite und nehmen eine neue Pfanne zur Hand und setzen schonmal Wasser für die Gnocchi auf.

Die Zucchini wird gewaschen und gewürfelt, die Zwiebel geschält und in Ringe geschnitten. Die Gnocchi werden nebenbei gekocht & abgeschüttet. In der Pfanne erhitzen wird das Olivenöl und braten die Zwiebel und die Zucchini darin an. Nach 2-3 Minuten geben wir die Petersilie hinzu & löschen wir das Gemüse mit der Brühe ab, lassen diese 1-2 Minuten einkochen und fügen dann die Tomatensauce hinzu. Wenn alles aufgekocht hat, geben wir für 3-4 Minuten die Erbsen hinzu, damit sie schön bissfest bleiben. Kurz vor dem Ende noch die Gnocchi in die Pfanne geben, schön in der Sauce schwenken und mit Parmesan bestreut servieren.

Lasst es Euch schmecken! 🙂 Und was macht Ihr so mit übrig gebliebener Tomatensauce? Ich freu mich auf Eure Tipps!

Herzlichst Kristina sw

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