2 Herde wohnen, ach, in meiner Brust


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Salat mit gegrilltem Gemüse oder „Flexidingens“

Hühner - Flexi what

Jetzt mal Butter bei die Fische das kann doch nicht so schwer sein, einen Salat zu verbloggen, ganz ehrlich…was zierst du dich denn so? Ist doch sonst nicht so Deine Art, sonst schreibst Du für Freunde seitenweise Briefe, Stellungnahmen und wo ihnen sonst noch die Worte fehlen und jetzt scheiterst Du an diesem läppischen Blogartikel?!

 Ja, ehrlich – vielleicht werdet Ihr es mir nicht glauben, aber das kleine Textteufelchen auf meiner Schulter hat schon recht, wenn es die Tatsache spöttisch belächelt, dass ich mittlerweile seit einer knappen mehr als einer Woche an einem Text schraube, dessen Grundaussage auch einfach lauten könnte: „Hey Leute, is lecker, ehm, Salat mit Dingens…na….gegrillte Gemüse – machste Essig-Öl druff, verstehste – fertich is dat Abendessen.“ Mal abgesehen davon, dass ich das so nie schreiben würde, schon allein nicht, weil es eher stumpfsinnige Nahrungsproduktion als mit Liebe zubereitetes Essen implizieren würde, habe ich mir auch ausgerechnet dieses Salatrezept augesucht um noch eine Message, gewissermaßen ein Outing an den Leser zu bringen (Rührungsschnieftempos an dieser Stelle bitte wieder wegpacken, hat dann auch keiner gesehen, Herr D. spielt nämlich trotz des hochdramatischen Intros im folgenden allenfalls eine Nebenrolle . ^^ Zudem sollte ich eine solche Ankündigung dann vielleicht doch eher mit, sagen wir, einem zünftigen Spanferkel verknüpfen…oder Frikadellen.^^.)

 Genau das gibt’s heute aber nicht, beziehungsweise gab es in den letzten 2 Monaten nicht – wie alle regelmäßigen 2Herde-Leser nämlich bereits stutzig geworden sein dürften, ist diesmal kein Tier auf dem Grill gelandet, sondern ausnahmslos Gemüse. Wer mich und meine Rezepte kennt, weiß, dass ich hin und wieder gern mal vegetarisch gekocht habe, allerdings auch immer wieder Fleisch und Fisch auf den Tisch kamen. Anfang Juni allerdings schaffte es Hagen Rether, mich binnen seines grandiosen dreistündigen Programmes zu bekehren, es doch wirklich jetzt endlich mal zu probieren, das Tier vom Teller zu lassen. Bereits als ich eine Stunde vor Veranstaltungsbeginn zu Herrn D. gesagt hatte „Lass uns doch noch schnell ’nen Burger, ist nicht mehr viel Zeit, bis es losgeht…“ hatte ich beim Biss in eben jenen schon das ungute Gefühl, dass es sich rächen würde, vor dem Besuch des Programms eines eingefleischten Vegetariers (wie ausgelutscht ist dieser Wortwitz denn eigentlich bitte?!?) noch Kunde bei einer Fastfood-Kette gewesen zu sein. Als er jedoch wenig später die Umwelt-Folgekosten jenes verspeisten Burgers auf 200 $* bezifferte, hatte diese Äußerung derart durchschlagenden Erfolg, dass ich die Gelegenheit beim Schopfe packte, ab dem nächsten Morgen Fleisch und Fisch von meinem Teller verbannte und mit lediglich klitzekleinen Ausnahmen (extrem erfolgreich für meine Verhältnisse) bis heute durchgehalten habe.

 Ich würde mich – vor allem nach einigen frustrierenden Erlebnissen in der deutschen Gastronomie – noch lange nicht als Vegetarierin bezeichnen, dennoch wollte ich die Gelegenheit nicht verstreichen lassen, mich in die Riege der Flexitarier einzureihen und Euch das auch vollmundig zu verkünden mitzuteilen. Zum Einen, weil es noch ein deutlich größerer Antrieb ist, etwas durchzuziehen, je mehr Leute davon wissen, außerdem aber auch einfach deswegen, weil Ihr ja als Leser im Bilde sein sollt, dass es hier in Zukunft deutlich weniger Fleisch- und Fischgerichte als bisher geben wird. Mir ist schon klar, dass man nicht „ein bisschen Vegetarier“ sein kann (genauso wenig wie „ein bisschen schwanger“ ^^) – aber allein die Erfahrungen der letzten 8 Wochen haben mir eine vollkommen neue Sichtweise auf’s Einkaufen, Essen und Essen gehen eröffnet und je mehr ich über lese, desto sicherer bin ich mir, dass es sicherlich Sinn macht, über den eigenen Fleisch- und Fischkonsum nachzudenken und diesen möglichst stark zu reduzieren.

Am Studentenbudenherd klappt es schon ganz fantastisch und auch am Holdenherd gibt’s ebenfalls ganz viel Vegetarisches – Herr D. beschwert sich nie und macht sich halt zwischendurch, aber ganz selten, mal ein Wurstbrot oder kriegt eine kleine Fleischbeilage. So langsam ist meine „Findungsphase“, was das „neue“ Kochen angeht auch beendet und ich werde wieder etwas wagemutiger – ich freue mich  auch auf’s Stöbern in vielen, vielen tollen Blogs, die für mich jetzt noch deutlich interessanter geworden sind.

 *Sollte ich an dieser Stelle falsch zitieren und es sich doch um € gehandelt haben, bitte ich vielmals um Entschuldigung. Mein schlechtes Zahlen- und Einheitengedächtnis soll jedoch nicht von der Kernaussage „Heidiwitzka, so viel für einen Burger?!?“ ablenken. 

Die Kernaussage dieses Textes sollte ja eigentlich lauten „Hey, Leute, wundert Euch nicht, wenn’s hier in Zukunft weniger Fleisch und Fisch gibt!“ bzw. „Hallo, liebe Vegetarier, ich wäre auch gerne eine von Euch!“ – jetzt ist es doch ein ganz schöner Roman geworden, hoffentlich verzeiht Ihr mir, wenn’s noch etwas drunter und drüber ging. Wenn Ihr Lust habt, berichte ich Euch auch gerne noch ein bisschen ausführlicher von lustigen Einzelerlebnissen, vor allem die Gastronomie hat da, wie schon erwähnt, so einiges zu bieten, das teilweise auch an seelische Grausamkeit grenzt. Bis dahin serviere ich Euch heute einfach mal meine ersten vegetarischen Grill-Gehversuche, abgesehen von den Gemüsespießen, die L. und mich bei Grillparties über Wasser halten. Ich bin mir sicher, dass da in Zukunft noch viel mehr geht. ^^

Salat mit Grillgemüse 2 klein

Salat mit gegrilltem Gemüse

Du brauchst für 2:

1. Zucchini:

  • 100 ml Olivenöl
  • einen halben Bund Basilikum
  • eine große Zucchini (ca. 600 g oder eben mehrere kleine)

2. Champignons:

  • 200 g Champignons
  • 50 g Blauschimmelkäse

3. Salat:

  • einen kleinen Kopf Salat (z.B. Eichblatt)
  • eine Paprika
  • 1/2 Salatgurke

4. Dressing:

  • 2 EL Weißweinessig
  • 1 Bund Frühlingszwiebeln
  • je eine große Prise Salz, Pfeffer und Zucker
  • einen Schwenk Wasser
  • 1 geh. EL Dijonsenf

Zuerst kümmern wir uns mal um die gegrillten Zucchini: Das Gemüse in ca. 0,5 cm dicke Scheiben schneiden und diese salzen, auf Küchenkrepp etwas wässern lassen. Zwischenzeitlich das Basilikum mit dem Öl pürieren, die Zucchinischeiben pfeffern und mit dem Basilikumöl bepinseln, dann etwa eine Stunde durchziehen lassen. Das restliche Basilikumöl für das Dressing aufheben.

Dann bereiten wir mal die Champignons vor: Diese putzen und die Stiele entfernen, stattdessen in die Köpfe jeweils einen kleinen Würfel vom Blauschimmelkäse legen.

Den Salat ganz normal vorbereiten, also waschen und putzen, zupfen und die Gurken und die Paprika stiften. Für das Dressing die Frühlingszwiebeln in dünne Ringe schneiden und mit dem Basilikumöl sowie allen weiteren dafür vorgesehenen Zutaten verquirlen – abschmecken – fertig. Sobald das Gemüse fast fertig gegrillt ist, über den Salat geben, vermischen und mit dem Gemüse servieren.

Beim Grillen natürlich erst die Zucchini auflegen – bei unserem süßen kleinen Elektrogrill haben sie etwa 20 Minuten gebraucht und nach der Hälfte habe ich sie einmal gewendet – wie lange sie bei euch brauchen, dürfte natürlich arg unterschiedlich sein – einfach hin und wieder mal schauen, ob sie auf der unten liegenden Seite schon kräftig Farbe angenommen haben und dann wenden. Nach dem Wenden habe ich die Champignons auf den Grill gegeben und diesen dann mit Alufolie abgedeckt, damit sich die Hitze gleichmäßig verteilen konnte. In dieser Zeit ist der Käse wunderbar geschmolzen und die Champignons waren gar – sie waren allerdings nicht sehr groß. 😉

Ich wünsche Euch einen wunderschönen Sonntag & bin gespannt auf Euer Feedback!

Herzlichst Kristina sw

Salat mit Grillgemüse 1 klein

2Herde hat noch mehr zu bieten sw


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2Herde-News Die Neuigkeiten Box

Lange habe ich nach einer Möglichkeit gesucht, Euch auf das aufmerksam zu machen, was sich auf 2Herde abseits von den neuen Artikeln tut. Hier ein neues Foto vom leckeren, nochmal gekochten Essen, da eine „Perfektionierung“ im Rezept, Neuigkeiten aus der Blogroll – gerne würde ich Euch auch darüber informieren, ohne Euch immer gleich einen neuen Artikel in den Reader zu werfen – irgendwann wäre das sicher ein Informationsoverkill und Ihr hättet sicherlich schnell keine Lust mehr, das immer anzuklicken. 😉 Sarah von (no) plain Vanilla Kitchen hatte die wundervolle Idee, eine kleine Box mit Neuigkeiten in der rechten Leiste anzubringen,  sie nennt es die „Headline“, auf 2Herde sind es ab heute die „Neuigkeiten“, auf jeden Fall sage ich an dieser Stelle Vielen Dank, Sarah! dass ich diese Idee abkupfern durfte! 🙂

Gefällt Euch diese Idee? Ich hoffe sehr, schließlich steht in der Küche der weltbeste Zwetschgen-Baiser-Kuchen, von dem ich jetzt guten Gewissens neue Fotos machen kann – schließlich weiß ich jetzt, dass es eine tolle Möglichkeit gibt, auf diese aufmerksam zu machen! 😉

Herzlichst Kristina sw


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Facelifting

Neues Layout-HeaderpicDie Störche klappern nicht mehr, der Hahn kräht noch nicht, mit ein bisschen Fantasie schreit in der Ferne das Käuzchen und die kleine Kristina kann nicht schlafen. Das liegt bedingt sicherlich auch daran, dass der Nachbar seit einer Woche immer wieder Asaf Avidans „One Day“ in Dauerschleife hört (stundenlang, kein Spaß), noch mehr aber an der Tatsache, dass es ihr nach Veränderung dürstet. Die meisten Frauen würden jetzt einfach anfangen Möbel zu rücken und auf einem großen Einkaufszettel für den nächsten Tag zu vermerken, was vom Möbelschweden dringend zu besorgen ist, damit die Wohnung wieder ein Stück wohnlicher wird (weil sie das ja auf einmal gaaaar nicht mehr ist). Möbel rücken ist hier halt nicht, zumindest ist es nicht mit Erfolg gekrönt, denn wenn Wohnzimmer, Arbeitszimmer, Küche, Schlafzimmer und Essbereich in einem Raum vereinigt sein sollen (es ist ja kein anderer da ^^), dann sind die Möglichkeiten, wie man die Möbel stellen kann…nunja, sagen wir mal…sehr begrenzt. Wie gut, dass das virtuelle Heim da viel flexibler ist. Nicht nur gut für die Kreativität, sondern auch für die Nachbarn, die keine Möbel-schieb-Geräusche ertragen müssen. 🙂 Ich hätte auch gar nicht gedacht, dass es so schnell was wird, aber nach einer Nachtschicht war das neue Design tatsächlich fertig und jetzt seid ihr gefragt: Gefällt’s Euch? ❤

Herzlichst Kristina sw

PS: Eine kleine Hommage ans „Vorher“ sei  trotzdem gestattet:

Screenshot Layout 5


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Danke!!! <3

Danke für 10.000 Klicks Kuh kleinModel: Die Lieblingskuh vom vergangenen Wochenende

 


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Screenshot altes Layout gerahmt

Wenn es schon draußen nicht bunt ist, dann muss es das ganz dringend auf 2Herde wieder werden, deswegen ein kleines Redesign.

Gefällt’s Euch?

Herzlichst Kristina sw


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Huch! Getaggt von Sannes Küchenchaos

Wooohooo, eigentlich wollte ich euch jetzt ein neues Rezept präsentieren, aaaaber ich wurde getaggt – VIELEN DANK an Sannes Küchenchaos!!! Und nachdem mir das zum ersten Mal passiert ist, bin ich natürlich ganz wuschelig und hatte deshalb das dringende innere Bedürfnis, zuerst mal diese vielen Fragen zu beantworten und vor allem auch an interessante Menschen mit tollen Blogs zu stellen, bevor ich wieder aus der Küche berichte. Dann fang ich doch direkt mal an:

Hier die Regeln:

  1. Schreibe 11 Dinge über dich.
  2. Beantworte die 11 Fragen, die dir gestellt wurden.
  3. Denke dir selber 11 Fragen aus.
  4. Suche dir 11 Blogger aus, die du taggen möchtest.
  5. Zurücktaggen ist nicht erlaubt!!!

11 Dinge über mich:

  1. Mit dem, was ich studiere, sind die Jobchancen so blendend, dass ich mir zu jedem Geburtstag „Geld für den Taxischein“ wünsche. Leider nimmt das bisher niemand ernst und alle schenken mir zum Studium passende Bücher.
  2. Ich hasse Stillstand und habe einen Hang zu stetiger Veränderung. Phasenweise betrifft das dann meine Haare, Herrn D.s Wohnung (meine ist leider zu klein, um dort umräumen zu können), das Blog undsoweiterundsofort
  3. Ich stehe weder groß auf Shopping, noch auf Deko. Was Verpackung angeht, bewundere ich immer die schönen Dinge, bin aber selbst eher ein Weiterlesen


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In frightening cases of individuality, apply the emergency brake!

Layout bis 16.02.2013

Das Design bis heute: süß, aber nichtssagend, oder?!

Eierlikör, Pesto, Apfelmus, Apfel-Streusel-Muffins und ein bisschen Schrift…aber: was stand doch da gleich? Küche? Backen? Foodblog? Herde? Ach, Herde…ja, aber…ähm, nö, vergessen, wie das Blog hieß, auf dem ich da neulich per Zufall gesurft bin…

Auf der Facebook-Seite von Christina’s Catchy Cakes wurde neulich eine Diskussion geführt (teils ein wenig hitzig, aber darum soll es hier ausdrücklich NICHT gehen), die mich nachdenklich stimmte: Gerade drei Tage zuvor hatte ich mich weniger schweren Herzens als aus Neugier und im Bewusstsein, es jederzeit rückgängig machen zu können, meinem Blog eine kleine Pediküre verpasst und den „Hauptfont“ vom mir immer noch total gut gefallenden Jellyka Delicious Cakes auf eine selbst erstellte Schriftart umgestellt. Voll individuell, Alter, hatte ich mir gedacht, und sah mich bestätigt, als Christina darüber schrieb, dass sie es immer etwas „doof“ fände, wenn sie „ihre“ Schriftart auf anderen Blogs sehe. Und sind wir doch mal ehrlich, selbst wenn uns allen bewusst ist, dass es eben nur eine begrenzte Anzahl an schönen und leserlichen frei verfügbaren Schriftarten gibt, es ist doch jedes Mal irgendwie seltsam, auf anderen Blogs oder Webseiten genau diese Schriftart mit ganz anderen Farben und Inhalten kombiniert zu sehen. Trotzdem ist es ja toll, gerade diese zu verwenden und diese auf anderen Blogs verwendet zu sehen, sich in seinem Geschmack bestätigt zu sehen und die Wirkung des Fonts in anderem Kontext bewundern zu können.

Das Thema ließ mich trotzdem nicht so richtig los, denn genau darum geht es ja für jeden, der ein Blog betreibt, mit jedem Post und dem „Design“, das innerhalb der vom Theme vorgegebenen Grenzen (Hey, ich blogge bei WordPress, ich weiß wovon ich rede ^^) zusammengebastelt wird, Individualität zu erzeugen, Leser zu gewinnen, zu halten und vor allem: ein Bild in deren Kopf zu schaffen, an das sie sich erinnern. Auf jeden Fall positiv und im besten Fall mit Namen und Blogprovider/ Domain. Damit sie das Blog spätestens im 10ten Google-Treffer ihrer ersten Suche wiederfinden können. Denn sonst geben sie auf,

es gibt ja noch genügend Blogs in den Weiten des Internets und naja – man trifft sich immer zwei mal im Leben, irgendwann wird mir das Blog schon wieder über den Weg laufen und bis dahin – ach, ich kann auch ohne dessen Lasagne leben, die 93 anderen in meinem RSS-Feed/ bei Bloglovin’/ Blog-Connect halten ja genug Lesestoff bereit

Inspiriert von diesen Überlegungen, meinem fiktiven Leser, der krampfhaft versucht, sich dank eines schwach eingeprägten Bildes von meinem bisherigen Header an den Namen und die Domain meines Blogs zu erinnern, wurde mir klar, dass dieser bisher nichts kaum etwas dafür tat, dass man sich an den Namen erinnern könnte. Und dass dieser weder ein Logo darstellte, noch wirklich für sich selbst sprechen konnte. Also tat ich eine dritte Sache, die ich zwar – wie Kochen und Fotografieren auch – gerne tue, bei der ich aber ebenfalls eher als wenig talentiert einzustufen bin: ich zeichnete mir meinen eigenen. Ob euch dieser Weg gefällt, 2Herde noch individueller zu machen, würde mich wirklich mal interessieren. Wie gesagt, mir geht es nicht um optische Perfektion (wenn ich diese anstreben würde, müsste ich auch erstmal auf ne *richtige* Kamera sparen ^^), sondern um den Wiedererkennungswert und darum, dass ich mich hier austoben kann, auch was die Gestaltung angeht (und damit ein ganz ganz wichtiger Punkt auf der Liste „warum ich blogge“).

Headerbild_komplett

Hier sehr ihr das vollständige Headerbild…leider passt das Format, in dem es gezeichnet wurde, in keinen Theme, bei dem ich gleichzeitig diesen Header und die Seitenleiste beibehalten kann. Klitzekleiner Grunz an WordPress an dieser Stelle…Ist Blogger da eigentlich wirklich flexibler?

Genug der Theorie und des Geschwafels…ich geh dann mal wieder in die Küche, damit es heute noch was leckeres zum Abendessen gibt. Und Brot hat auch noch keiner gebacken. Tz. Bis später dann! Und wie gesagt: Keine Scheu beim feedbacken! 😀

Liebste Grüße! Kristina


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Hereinspaziert! :)

Herzlich Willkommen!

 „Kommen Se mal hier rüber, von hier kann mans schon sehen. Ja, da, links, auf der anderen Straßenseite. Sind wirklich nur ein paar Meter, gell, was hab ich Ihnen gesagt? Geh’n se mal rüber, is wirklich nett da. Bleiben Se auf nen Kaffee, gucken Se einfach mal, was die junge Frau so zu bieten hat. Und sagen Se ihr nen schönen Gruß von mir, wir kennen uns ja nun schon was länger…“

 Was passiert, wenn man an Weihnachten in den Gemächern der großelterlichen Verwandtschaftsteile Zeit verbringt? Richtig, zuerst einmal nimmt man jede Menge Kalorien mit nach Hause, ein Teil schon formschön als Hüftgold angebracht, der andere Teil in sämtlichen Baumwolltragetaschen, die das großelterliche Arsenal hergab. Sonst freut man sich möglicherweise über Geschenke, genauso wahrscheinlich ist es allerdings, dass man von Weihnachten die Schnauze voll hat, genauso von der Verwandtschaft und dass man sich die meiste Zeit in die eigenen vier Wände, gelegentlich sogar in den geregelten universitären Alltag zurück wünscht.

Genauso geschehen auch in diesem Jahr, so weit, so gut, so unspektakulär. Bis es mir wie Schuppen von den Augen fiel, wenigstens fiel nur dies und nicht die Goldrandtasse, was einem Desaster gleich gekommen wäre. Beinahe hätte ich den mich in meiner Motivation unglaublich stärkenden entkoffeinierten und den Tassenboden durchschimmern lassenden Kaffee ausgeprustet, hätte ich nicht noch ein letztes bisschen Beherrschung trotz übermäßigen Kuchengenusses an den Tag legen können. Da prangte es mir entgegen, das letzte Puzzleteil in der bis dato nur in meinem Hirn geführten Kampagne „Neues Jahr, neuer Blogname“. Mit KDH war ich nie vollständig zufrieden gewesen. Es war mit Sicherheit verhältnismäßig griffig, die Domain war noch frei und es symbolisierte das, was mich von den meisten anderen Foodblogs (um ehrlich zu sein, habe ich bisher noch kein zweites gefunden, das dieses Merkmal aufweisen würde, für Links bin ich aber sehr dankbar) unterscheidet: das regelmäßige Kochen an zwei verschiedenen Orten, die beide irgendwie „meine Küche“ sind.

 Auf einen Schlag war es allerdings vorbei mit der Küchendoppelherzschen Herrlichkeit, denn ich erkannte anhand des Energydrinks für die Generation, die bereits ins Rentenalter eingetreten ist, dass mein Blogname an genau dieses erinnerte. Zumindest ein wenig. Zumindest diejenigen unter meinen Bekannten und Lesern, die ich in der Folge darauf hinwies. Damit war es also klar: KDH musste weg, ein neuer Name musste her, einer, der meine Intentionen, die ich mit dem Blog verbinde, noch besser symbolisiert, ein Name aus dem zwei Küchen sprechen und für den trotzdem nicht allein diese Konstituenten sinnstiftend sind.

Es war wohl mit ein Grund, weshalb es so lange gedauert hat, bis ich überhaupt wieder bloggte, denn mit dieser Erkenntnis mischte sich ja das bereits von mir thematisierte Zeitproblem. Es ratterte und ratterte, aber mit jedem Namen, der mir gefiel, sah ich die Stunden an mir vorüberziehen, die ich damit verbringen würde, mir ein neues Logo zu basteln, sah Paint.NET Dateien sich öffnen und wieder schließen. Und beschloss, diesen Prozess erstmal zu Ende zu denken. Frei nach Alice im Wunderland „Zu spät, zu spät“ hätte ich sonst all meine Lernphasen zum Teufel jagen können…Da aber schon Herr D. (und er wird auch weiterhin Herr D. heißen ^^) immer weise sagt „Uni geht vor!“, wollte ich genau das nicht. Also sinnierte ich lieber abends in der Studentenbude allein beim 30. Kaffee des jeweiligen Tages darüber, wie denn das Blog heißen sollte. Welch seltsamen Konstellationen ich auf Tafelfolie, Schmierzettel, an den Rand meines Kalenders schmierte und in mein Handy tippte, bleibt besser mein Geheimnis. Ihr sollt mich ja noch minimal ernst nehmen können.

Nach langem Lavieren, an dessen Ende dieser Text steht, den ich in der seligen Hoffnung schreibe, dass er bald auf dem neuen Blog erscheinen kann, sobald ich alle Artikel nochmal angeschaut, alle Grafiken mit der neuen Adresse versehen (Oh Gott, sieht das sch*** aus, aber ich habe schlicht und ergreifend vergessen, die Bilder nicht nur im endgültigen Zustand zu speichern) und einige neue erstellt habe, ist es „2Herde“ geworden. „2 Herde“, das steht für zwei Schlachtfelder, auf denen ich den mehr oder alltäglichen Küchenwahnsinn erprobe genauso wie dafür, dass ich gute Bücher (stellvertretend für alle anderen Hobbys) mag und vor allem dafür, dass ich den Schwachsinn, der mir durch den Kopf geht, mit der Welt teilen will.

Für Euch heißt das also: Der Name hat sich geändert, der Inhalt ist größtenteils so geblieben und wir auch in Zukunft in KDH-Tradition aus einer großen Portion lecker Essen und häppchenweise Drumherum bestehen. Auch beim Design bin ich meiner Linie treu geblieben, alles andere, was ich durchgespielt habe, gefiel mir einfach nicht so gut, wie das aktuelle Outfit, das jetzt auch für „2Herde“ maßgeschneidert wurde.

Sich beobachten heißt sich verändern.

Émile-Auguste Chartier

 Und wenn Du jetzt schon so fleißig bis zum Schluss gelesen hast, verrat mir doch mal: Wie hast Du eigentlich den Namen für Dein Blog gefunden? Hast Du genauso lang gebraucht wie ich oder war es Dir sofort klar? Und würdest Du Dein Blog sofort wieder so nennen oder würdest Du es heute ganz anders machen? Ich bin gespannt! 🙂

Ach so, ich hatte ja noch ne Suppe versprochen, stimmts?

Champignoncremesuppe mit (oder ohne) MettendenChampignoncremesuppe mit Mettenden

Du brauchst für 2 Portionen:

  • 250 g Champignons
  • 3 kleine Kartoffeln
  • 1 dicke Zwiebel
  • 2 Knoblauchzehen
  • 2 EL frische Schnittlauchröllchen
  • 1 Liter Gemüsebrühe
  • 1 Becher Kräuter Crème-Fraîche
  • 1 EL Butter
  • Salz, Pfeffer, Muskat

Nach Belieben:

  • 1 Schuss Weißwein
  • 2 Mettenden

Zuerst das Gemüse waschen, putzen und häuten bzw. schälen, dann alles in feine Scheiben schneiden. In einem breiten Topf (Fassungsvermögen etwa 3l) die Butter erhitzen, darin die Gemüsescheiben anschwitzen. Zuerst Zwiebeln und Knoblauch, dann die Kartoffeln zugeben und schließlich die Pilze zufügen (wer gerne ein paar Stücke in seiner Suppe haben möchte, kann auch ein paar Scheiben draußen lassen). Das Gemüse unter Rühren dünsten, mit Weißwein ablöschen und mit der Brühe auffüllen. Einen Esslöffel Schnittlauch zugeben und alles eine halbe Stunde kochen lassen (bei groberen Stücken dauert es natürlich entsprechend länger…)

Nach der Garzeit die Suppe vom Herd nehmen, pürieren, Créme Fraîche mit einem Schneebesen einrühen, mit Salz, Pfeffer und Muskat abschmecken. Mettenden in Stücken bzw. zurückgehaltene Champignonstückchen 3-4 Minuten heiß werden lassen. Mit dem restlichen Schnittlauch bestreut servieren.

Lasst es Euch schmecken! 😉

Liebste Grüße! Kristina


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Rotweinkuchen und die Antwort auf eine *existenzielle Foodblogger-Frage*

Direkt vor unserem Balkon steht eine Rotbuche, die uns nicht nur im Herbst, sondern auch im Frühjahr und Sommer mit beinahe wöchentlich wechselnden Blätterfarben fasziniert und deren Herbstlaub hat mir gestern morgen während ich an meinen Studienunterlagen saß mit ihren leuchtenden Blättern so den Tag versüßt, dass ich die „Mittagspause“ dringend nutzen musste, um einen Herbstklassiker ins Backrohr zu schieben, an dem sich auch Herr D. erfreute, als er von der Frühschicht dann bald nach Hause kam und einer großen Tasse Kaffee nicht abgeneint war. Außerdem habe ich aus dem überschüssigen Teig (das kommt davon, wenn man der angegebenen Größe der Form im Rezept keine Beachtung schenkt) auch noch ein paar leckere Rotweincupcakes gemacht und außerdem (irgendwie bin ich gerade so ein bisschen in Plauderlaune) werd ich euch auch noch was davon erzählen, wie das in den D.schen Küchen mit den Fotos so läuft bzw. nicht läuft. Gespannt? Na, dann mal los!

Rotweinkuchen 1  Zuerst also der Klassiker:

Rotweinkuchen

Zur Größe der Form: eigentlich ist das Rezept für eine 30cm-Kasteform ausgelegt. Wenn Du allerdings nur eine kleinere besitzt (so wie ich) reicht es außerdem noch für 5-6 Muffins/ Cupcakes. 😉

Parat haben solltest Du:

4 Eier
200 g Zucker
1 P. Vanillezucker
200 g Margarine
1 TL Zimt
4 EL Rum oder 1 Fläschchen Rum-Aroma
250 g Mehl
1/2 P. Backpulver
2 EL Kakao
125 ml Rotwein
100 g Schokoraspel
50 g gemahlene Haselnüsse

Außerdem etwas Puderzucker oder Kuvertüre, je nach Geschmack.

Zuerst die Eier mit dem Handrührgerät schaumig schlagen, dann Zucker und Vanillezucker einstreuen. Als nächstes die weiche Margarine unterrühren, sodass eine cremige Masse entsteht. Nach und nach alle restlichen Zutaten gut unterrühren (das Mehl mit dem Backpulver vermischt portionsweise dazu geben). Den Teig in eine gut gefettete Kastenform geben und im vorgeheizten Backofen bei 180 °C 40-50 Minuten backen (Stäbchenprobe!), den Kuchen nicht zu trocken werden lassen.

Du willst keinen öden Rotweinkuchen? Du willst

Rotweincupcakes?Rotweinkuchen 3

Kein Problem.

Statt ihn strunzlangweilig in eine Kastenform zu füllen, bugsierst Du den Teig natürlich mit einem Esslöffel (2/ Form) in Muffinförmchen. Was die Menge betrifft, so dürfte die Hälfte des Teiges für 12-18 Stück reichen. (Noch ohne Gewähr, Du erinnerst Dich, das war ja nicht ganz so geplant). Die Backdauer beträgt bei ebenfalls 180°C allerdings nur 20-25 Minuten, die Stäbchenprobe empfiehlt sich aber auch hier.

Während die Muffins abkühlen, kannst Du ja schonmal die Butter aus dem Kühlschrank holen, damit sie weich ist , wenn wir sie für das

Frosting

brauchen.

Du brauchst für 6 Muffins jeweils

50 g Butter
60 g Puderzucker
70 g Frischkäse (mindestens „Balance-Stufe“ also >12 % Fett)
je 1/2 TL Lebensmittelfarbe (ich habe Rot verwendet)
1/3 Röhrchen Rum-Aroma
eine Prise Zimt

Für das Frosting nimmst Du die weiche Butter und verrührst sie zuerst mit dem gesiebten (wichtig, damit er keine Klümpchen bildet) Puderzucker. Danach rührst Du alle anderen Zutaten unter, füllst das Frosting in eine Spritztülle oder ähnliches und dekorierst die Cupcakes damit.

Außerdem hatte ich euch ja die Antwort auf eine *existenzielle Foodblogger-Frage* versprochen.

Sag, Kristina, wie hast Du’s mit der Fotografiererei?

Diese Frage gehört ja zu Foodblogs wie Salz und Pfeffer, denn was ist denn unser liebster Zeitvertreib außer, Essen zu kochen und darüber zu schreiben?! Natürlich, es zu fotografieren. Ich mache da keine Ausnahme, ein Blog ohne Bilder, Rezepte ohne Anschauungsmaterial, was wäre das denn? Ziemlich langweilig. Natürlich gibt es auch bei mir die kulinarischen Schnappschüsse, die so schnell entstanden und gegessen sind, dass überhaupt niemand auch nur daran gedacht hat, die Kamera rauszuholen. Manchmal sind das auch die kleinen Überraschungsmomente, in denen etwas gewöhnungsbedürftig ausschaut, aber so lecker ist, dass ich es unbedingt mit Euch teilen will. Sofort. Ohne auf ein nachkochen und dann fotografieren zu warten.

Ich weiß, dass viele Leute einen großen Aufwand betreiben, um tolle Bilder auf ihr Blog stellen zu können. Fotos, die man mit Sicherheit in die Kategorie der Essenskunstwerke einordnen könnte, ohne damit auch nur im Ansatz zu übertreiben. Ich  bewundere diese Geduld und diese Liebe für’s Detail, ich finde es toll, dass es Leute gibt, in deren Schrank es passendes Geschirr zu jedem Essen zu geben scheint. Bei mir sind sowohl Geduld als auch Geschirrschrank nicht in den Maß vorhanden und meine digitale Kompaktkamera macht zwar wirklich schöne Urlaubsfotos (gerade wenn ich das Preis-Leistungs-Verhältnis bedenke^^), stößt aber schnell an ihre Grenzen, gerade weil ich ihr sowohl in der einen als auch in der anderen Küche bisweilen miserable Lichtverhältnisse zumute. Im Gegenzug sitze ich – gerade wenn es so wie heute mal wieder nass und kalt draußen ist – ganz gern mal am PC und versuche noch ein bisschen was aus den Bildern rauszukitzeln. Oder auch einfach nur rumzuspielen, solange, bis ich es selbst schöner finde als vorher.

Was ich damit sagen will, ist: Ich bin mit Sicherheit keine gute Fotografin. Ich hoffe aber, dass ihr trotzdem genau so einen Spaß am „Gesamtpaket“ habt, wie ich. Danke für’s Lesen! Habt ein schönes Wochenende!

Rotweinkuchen 2

Liebste Grüße! Kristina

PS: Ja, die Bilder in diesem Post sind ausnahmsweise mal vollkommen unbearbeitet. Vielleicht, um meine These besser unterstreichen zu können. Wie gefallen sie Dir?


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+++ Neu und Alphabetisch +++

Endlich eine aktualisierte Blogroll. Ab genau JETZT zu finden unter Lesefutter. Viel Spass!