2 Herde wohnen, ach, in meiner Brust


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[Mensa-Dienstag 7] Spätzlepfanne Gärtnerin

Spätzle-Pfanne Gärtnerin 2

Aloha ihr Lieben sw

Ich wollte schon viel weiter sein, euch vielleicht doch mal was leckeres, weihnachtliches präsentieren und die Völlerei-Saison adäquat eröffnen. Stattdessen hat mich eine Erkältung niedergerafft und ich hüte – heiser krächzend und schniefend – die Couch. Glücklicherweise gibt’s auf vielen anderen Blogs ja im Moment ganz tolle Rezepte aus der Weihnachtsbäckerei, so dass ich kein schlechtes Gewissen haben muss, wenn ich ein bisschen später anfange. Den Mensa-Dienstag aber, den gibt’s nur bei mir:

Spätzle-Pfanne Gärtnerin 1 Zutaten

Spätzle-Pfanne „Gärtnerin“

Du brauchst für eine Portion:

  • 100g Spätzle
  • 150g frische, braune Champignons
  • 2 Stangen Lauch
  • 1 große Zwiebel
  • 200 ml Brühe
  • 50g Frischkäse (evtl. mit Schnittlauch)
  • 1/2 Bund Schnittlauch
  • 1 EL Mehl
  • 2 TL Butter
  • Salz & Pfeffer

Zuerst zu den Vorbereitungen: Die Champignons putzen und in feine Scheiben schneiden, den Lauch und die Zwiebel ebenso putzen und in feine Ringe schneiden. 

Die Spätzle kochen, gleichzeitig unbeschichtete Pfanne aufsetzen, einen TL Butter darin schmelzen und das Gemüse darin anschwitzen. Mit Salz und Pfeffer würzen, mit Mehl bestäuben und mit der Brühe nach und nach in kleinen Portionen ablöschen. Nach etwa 5 Minuten die Butter unterrühren und nochmal aufkochen lassen. Wenn die Spätzle gar sind, unter das Gemüse noch den Frischkäse rühren, die Spätzle dazugeben und mit dem Schnittlauch bestreut oder vermengt servieren.

Guten Appetit! 🙂

Spätzle-Pfanne Gärtnerin 3

Kalkulation Spätzle-PfanneFür 1,32€ gab es also eine leckere Spätzlepfanne mit ordentlich Gemüse, das man natürlich gerne saisonal anpassen kann. Habt eine schöne Woche!

Herzlichst Kristina sw

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[Mensa-Dienstag 6] Vegane Paella. Krasser Fake.

Rotieren. Blitzen.Es kracht. Gleißendes Licht.

Aloha, ihr Lieben! 🙂

Ohjeohje, das war ja ne Bruchlandung. Jetzt bin ich 96 Stunden in meiner Stundentenbude um die eigene Achse und vor allem den Computer rotiert, habe den Eiertanz der fiesesten Hausarbeit vollführt und nur gelegentlich – ich kam mir ein bisschen vor wie in einer schlechten Frankenstein-Verfilmung schlug dann mal der Blitz ein, es krachte und ein, zwei Seiten ließen sich wieder einigermaßen gut tippen. Heute morgen, zu früher später Stunde oder wie sich vier Uhr gemeinhin zu nennen pflegt, dann endlich das letzte Korrekturzeichen gesetzt und erstmal die Augenringe vom Boden aufgehoben und mich gemeinsam mit ihnen ins Bett geschleppt.

Heute morgen dann – das andere Morgen, so gegen neun – biblische Erweckungsszene in gleißendem Licht – blickte ich um mich…

…um festzustellen, dass es hier aussieht wie Hund, dass dringend jemand die Fenster putzen, alle heimischen Textilien waschen, den Schreibtisch aufräumen, Ablage machen und überhaupt mir Frühstück ans Bett bringen könnte. (Ganz so schlimm ist es natürlich nicht, aber mit der fertigen Hausarbeit hatte ich natürlich auch die Lösung aller anderen Problemchen erwartet, wer kennt das nicht?!?) Ja, das Frühstück allerdings, das hatte sich in Form einer einsamen Vollkornbrotscheibe und etwas missmutigem Gouda auch nicht gerade als Sonnenseite des Tages erwiesen, sodass schnell der Mittag kam – wenn man so unglaublich früh ins Bett geht kaum verwunderlich – und ich beschloss zu kochen. „Verdammt, heute ist ja Dienstag! Mensa-Dienstag!“, kündigte sich mit drohender, theatralischer Stimme die nächste Katastrophe an, „und du hast nicht eingekauft! Du weißt noch nicht mal, was du kochen sollst…“ Blöd nur, dass es der Speiseplan auch nicht wusste, zumindest nicht der von der Mensa, an der ich mich sonst immer orientiere. Also wird heute halt mal improvisiert, deswegen präsentiere ich feierlich und mit stolzgeschwellter Brust, weil ich einfach gerade nicht anders kann, als mich über selbstgekochtes Essen mit Vitaminen so zu freuen wie „Ich! habe! Feuer! gemacht!“ (war das Cast Away? Ich bin so schlecht im Mich-an-Filme-erinnern)…

Die vegane Reis-Pfanne „Fake-Paella“ Art

vom Speiseplan der Mensa Regensburger Straße in Nürnberg, dort für 1,77€ zu haben.

Mensa-Dienstag 5 Reispfanne Fake-Paella 1

Du brauchst für 2 volle Teller (macht also zwei normalhungrige Menschen satt):

  • 1 Beutel Reis
  • 2 große Karotten
  • 250g Brokkoli, gerne TK und in Röschen geteilt
  • 1 große, weiße Zwiebel
  • 250ml Gemüsebrühe
  • 1 rote Paprika
  • 2 EL Öl
  • Gewürze: irgendeine Würzmischung mit tüchtig Kurkuma drinne (hier gab’s noch etwas, das sich Zucchinigewürz nannte mit Kurkuma, davon hab ich einen gut gehäuften TL genommen) oder pures Kurkuma (davon vielleicht erstmal einen gestrichenen TL), etwas Salz und Pfeffer sowie edelsüße Paprika

Den Reis kochen, abschütten. Zwischenzeitlich die Zwiebel und die Karotten schälen und in mittelgrobe Scheiben schneiden.

In einer beschichteten Pfanne das Öl erhitzen, die Zwiebel zusammen mit den Karotten anbraten, Kurkuma, Pfeffer und Paprikagewürz darüber geben, mit den Brokkoliröschen vermengen und mit der Gemüsebrühe übergießen, etwa 7 Minuten vor sich hin köcheln lassen. Dann den Reis unterheben, die Paprika kleinschnibbeln, untermengen und servieren.

Kalkulation Fake-Paella

So wirklich mit Paella hat das Ganze – muss ich gestehen eher weniger zu tun, aber ihr wart ja durch den Titel schon gewarnt. Dafür isses vegan, billig, schmeckt gut und päppelt auf. Ich fühl mich schon viel besser. Ich geh dann mal ein paar Zensuren jagen…

Habt einen schönen Tag! 🙂

Herzlichst Kristina sw

Mensa-Dienstag 5 Reispfanne Fake-Paella 2


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[Mensa-Dienstag 5] Blumenkohl-Brokkoli-Gratin

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Aloha ihr Lieben sw

Ich bin wieder da! 😉 Vielen, vielen, vielen Dank über Eure Genesungswünsche nach meinem Unfall – ihr seid so unglaublich zuckersüß, mir hat es ganz die Sprache verschlagen, als ich die lieben Kommentare gelesen habe. Hier war zwei Wochen Sendepause, wie ihr gemerkt habt, aber ich musste mich erstmal von dem Schock erholen und wieder fit & mobil werden, so ein Crash steckt einem doch ganz schön in den Knochen. Außerdem blieb natürlich einiges an Uni-Arbeit liegen, das abgearbeitet werden wollte – leider bleiben die Uhren ja nicht einfach mal stehen, auch wenn man es noch so sehr gebrauchen könnte.

Mit dem Kochen war ich auch nicht ganz so kreativ in diesen zwei Wochen und deswegen bin ich ganz froh, dass es mir mein „Mensa-Dienstag“ einigermaßen leicht macht, den Wiedereinstieg zu finden, schließlich ist die Aufgabe ja klar definiert. 😉 Weil mir aber Nudeln so ein bisschen zum Hals raushingen (zumindest in den gängigen Mensa-Kombinationen) habe ich mich diesmal für ein leckeres, gesundes Gemüsegratin entschieden. Das Original ist mal wieder in den Rankings nicht so gut weggekommen, weswegen ich es als Herausforderung gesehen habe, das Gericht ein wenig zu entschlacken – dem ist natürlich direkt die Béchamelsauce zum Opfer gefallen, denn auch wenn ich mir eigentlich vorgenommen hatte, möglichst nahe an der Vorgabe zu bleiben, darf trotzdem das wegfallen, was mir selbst nicht sooooo gut schmeckt…so eine Mehlschwitze ist meiner Meinung nach nämlich nicht in jeder Kombination lecker und auch wenn es stark auf den Winter zugeht (dieser Schnee, ich mag ihn schon jetzt nicht!), muss man den Winterspeck ja nicht schon vor Weihnachten auf die Rippen gefuttert haben.

Blumenkohl-Brokkoli-Auflauf 1

Blumenkohl-Brokkoli-Gratin

Du brauchst für eine Portion:

  • 1/4 Kopf Blumenkohl
  • 1/2 Brokkoli 
  • => von beiden Gemüsesorten also je etwa 250g, TK ist natürlich eine Alternative ^^
  • 75g Bergkäse, frisch gerieben
  • 150ml Milch 
  • 1 Ei
  • 2 gut gehäufte TL Suppengewürz
  • oder je eine kräftige Prise Salz und Pfeffer
  • eine Prise geriebene Muskatnuss

Blumenkohl-Brokkoli-Auflauf 2

Blumenkohl und Brokkoli putzen und in Röschen teilen, in einem Topf Salzwasser zum Kochen bringen, ein Sieb draufsetzen, Blumenkohl und Brokkoli hineingeben und bei aufgelegtem Deckel (auf das Sieb) etwa 20 Minuten dünsten. Zwischenzeitlich den Backofen vorheizen (200°C Ober-/ Unterhitze).

In einer Schüssel die Milch mit dem Ei und den Gewürzen kräftig verquirlen und eine Auflaufform vorbereiten (ggf. einfetten). Blumenkohl und Brokkoli in die Auflaufform geben, mit der Milchmischung übergießen und mit dem Käse bestreut etwa 25 Minuten im vorgeheizten Ofen überbacken.

Natürlich könnt ihr auch Nudeln dazu machen (oder im Gratin vorgekocht mitgaren), Reis und Kartoffeln passen sicher auch, mir hat aber einfach ein Stück Baguette dazu gereicht.

Blumenkohl-Brokkoli-Auflauf 3 Zusammenfassung

Kalkulation_Blumenkohl-Brokkoli-AuflaufMein Fazit fällt diesmal eher durchwachsen aus: Es war kein Problem, den Mensapreis von 1,95€ zu unterbieten – allerdings sind der Aufwand mit alles in allem etwa einer Stunde (wobei man während der Garzeit im Ofen natürlich problemlos lernen kann, strebsam wie Studenten ja so sind…) und der Energieverbrauch bei einer Portion für meinen Geschmack ein wenig heftig. Mit Béchamelsauce wäre mir das Ganze sicher zu mächtig gewesen, mit der Ei-Milch-Mischung und dem kräftigen Bergkäse war das Essen genau richtig. Nächstes Mal würde ich mir allerdings doch einen Mitesser einladen – wobei eine mit-zubereitete zweite Portion auch ein hervorragendes Mittagessen für den nächsten Tag abgibt, das Gratin schmeckt nämlich auch kalt oder aufgewärmt. 🙂

Lasst es euch schmecken & habt einen schönen Tag!

Herzlichst Kristina sw

2Herde hat noch mehr zu bieten sw


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[Mensa-Dienstag] Heute leider ausgebremst

Ausgebremster Mensa-DienstagIhr Lieben,

es tut mir leid – aber heute gibt’s leider keinen Mensa-Dienstag…Am Sonntag Abend als ich auf dem Weg in die Studentenbude war, hatte ich einen Autounfall und mir brummt immer noch der Schädel, weil ich ein kräftiges Schleudertrauma abbekommen habe. In Anbetracht des kaputten Autos (Totalschaden!), zwischen Arzt, Anwalt und Probefahrten mit potenziellen Ersatzkandidaten bin ich leider nicht zum Kochen & zum Einkaufen gekommen – und lange vorm PC sitzen ist im Moment sowieso eher ungünstig. Ich hoffe, ihr verzeiht mir das und seid nächste Woche wieder dabei!

Fühlt euch alle gedrückt & fahrt vorsichtig! ❤

Kristina

Hier geht’s zu den vergangenen Mensa-Dienstagen:


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[Mensa-Dienstag 4] Krautspätzle mit Röstzwiebeln

Mensa-Dienstag Logo sw-fertigAloha ihr Lieben sw

Es ist wieder Mensa-Dienstag, juhu! (Und es gibt jetzt auch eine Seite zur Serie, toll, wa?) Mittlerweile freue ich mich schon immer total auf die wöchentliche Herausforderung (mal schauen, wann sich der Speiseplan wiederholt und ich mich zu langweilen beginne ^^) und schaue schon am Wochenende, was denn eigentlich zur Auswahl steht. Diesmal habe ich ausnahmsweise nicht am Studentenbudenherd gekocht (welch Stilbruch!), sondern in der Küche des Holden, weil ich nicht sicher war, ob ich es sonst schaffen würde, den Post rechtzeitig vorzubereiten, der ganze Montag und der Dienstag sind diese Woche ziemlich vollgepackt mit Terminen. Weil das Essen ja auch Herrn D. schmecken sollte, durfte er natürlich entscheiden, was auf den Tisch kommt. Zur Auswahl standen diesmal:

  • Reispfanne mit Sojawürfeln
  • Tiroler Krautspätzle mit Röstzwiebeln und Majoran
  • Vegetarische Frühlingsrolle mit Sweet-Chili-Sauce

Natürlich kam wieder das Ausschlussverfahren zur Anwendung und lautete diesmal: Herr D. mag das Wort „Soja“ nur in Kombination mit dem Wort „Sauce“. Punkt. Da hilft auch das Zauberwort „Reis“ nicht. Vegetarische Frühlingsrollen überlässt er lieber dem Asia-Restaurant. Außerdem koche ich sowieso schon oft genug mit zuvor in des Herren Wohnung nicht bekannten Gewürzen, da kamen die Krautspätzle natürlich genau recht und dementsprechend auf den Herd – voilà:

Mensa-Dienstag 4 Krautspätzle 1 beschriftet

(Tiroler) Krautspätzle mit Röstzwiebeln und Majoran

Mensapreis: 1,49€/ Portion

Du brauchst pro Portion:

  • 125g Spätzle
  • 125g Sauerkraut
  • 250ml Brühe
  • 1 Lorbeerblatt & 2 Wacholderbeeren
  • 2 EL Röstzwiebeln 
    • Ich habe gekaufte verwendet, weil ich gestehen muss, dass ich ungern frittiere. Natürlich kannst du das auch gerne selbst machen: Essen aus Engelchens Küche verrät dir, wie’s geht.
  • 1 kleine Zwiebel
  • 1 + 1 TL Butter
  • je eine kräftige Prise Salz und Pfeffer
  • 1 gestr. TL Majoran

Zuerst setzen wir mal Nudelwasser auf und kochen die Spätzle bissfest. Während die Spätzle garen, geben wir das Sauerkraut mit Brühe, Lorbeerblatt & Wacholderbeeren in einen weiteren kleinen Topf und lassen es etwa 10 Minuten kochen, bis die Brühe verdampft ist. Dabei immer mal wieder umrühren.

Wenn die Nudeln abtropfen, schälen wir noch schnell die Zwiebel und würfeln sie fein. In einer größeren beschichteten Pfanne schmelzen wir einen TL Butter und dünsten die Zwiebelwürfel darin an. Nach 1-2 Minuten geben wir die Spätzle dazu und braten sie etwa 4-5 Minuten. Wenn sie ein wenig gebräunt haben, geben wir den zweiten TL Butter dazu, rühren gut durch und würzen mit Salz, Pfeffer und Majoran. Wenn sie leicht-knusprig sind, können wir das Sauerkraut dazugeben, alles gut durchrühren, das Ganze kurz zusammen heiß werden lassen und mit den Röstzwiebeln bestreut servieren.

Kalkulation_KrautspätzleDie 1,49€ Mensapreis konnten diesmal wirklich deutlich unterboten werden. Sauerkraut ist wirklich günstig zu bekommen und da ich die Spätzle vom Discounter gut finde, musste ich auch hier nicht viel Geld ausgeben. Auch mit selbstgemachten Röstzwiebeln wird das Essen sicher kaum teurer. Bei uns gab’s natürlich wieder einen Salat dazu, das muss einfach sein. 😉

Mich hat’s vor allem gefreut, weil ich jetzt endlich mal noch ein Sauerkraut-Rezept in petto habe, wenn Mutti wieder fragt, wer ihr hilft, den Topf mit selbsteingemachtem zu leeren. Herr D. empfiehlt das Gericht auch, war nach der Portion pappsatt und zufrieden und ist vom Mensa-Dienstag (Gott sei Dank!) noch nicht abgeschreckt, so dass ich ihm sicher noch öfter günstiges Studentenfutter andrehen darf. 😉

Herzlichst Kristina sw

Mensa-Dienstag 4 Krautspätzle 2 beschriftet

2Herde hat noch mehr zu bieten sw


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[Mensa-Dienstag 3] Italienischer Nudelauflauf

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Du willst beim Mensa-Dienstag mitmachen? Alle Infos gibt’s am Ende dieses Posts!

Aloha ihr Lieben sw

Der Countdown läuft, es trudeln immer mehr Zombies ein und ich find’s total toll! 🙂 Nur noch wenige Tage bis die kleinen Knirpse aus der Nachbarschaft wieder (teils verschämt, je nach Alter) an der Haustür klingeln & „Süßes oder Saures“ wollen. Auf vielen Blogs finden sich gruselig aussehende Rezepte, Gebäck, das wie abgeschnittene Finger ausschaut, grausige Cupcakes in allen grandiosen Geschmacksvariationen und alles andere, um die Kleinen und Großen Kürbis-Hexen-Vampir-Fans glücklich zu machen.

Was die Gruseleien aus der Küche angeht, so gestehe ich, dass ich die knallorange Lebensmittelfarbe für Cupcakes & alle Varianten, Lebensmittel möglichst „blutrünstig“ aussehen zu lassen, getrost in die Zeit verschiebe, in der mich potenzielle eigene Kinder in schaurigen Kostümen nerven, weil sie mehr Süßigkeiten wollen denen ich selbst durch sanften Dackelblick-Druck zur Ausrichtung von Halloween-Parties gezwungen werde. Bis dahin überlasse ich Herrn D. getrost die Freude über strahlende Kinderaugen in Anbetracht der (monströsen!) Süßigkeiten-Schüssel, die er jedes Jahr für sie vorbereitet. 🙂

Das heißt natürlich nicht, dass ich mich nicht doch gerne schaurigen Dingen widmen würde. Natürlich zum einen in Form von Vorratsschrank-Zombies (man kann gar nicht genug auf eigene Blogevents hinweisen! ^^), zum anderen aber natürlich meinem neuen Lieblingsthema am Dienstag – treue Leser ahnen es schon – dem Mensaessen. Das heutige Essen scheint wirklich Schauer-Potenzial zu haben, sonst würde es wohl nicht auf Platz 206 von 317 der Mensaessen-Hitliste stehen. Grund genug also, sich den

Mensa-Dienstag 3 italienischer Nudelauflauf A

Nudelauflauf mit italienischem Gemüse* und Tomatensoße

einmal zur Brust zu nehmen und zu schauen, was sich da zaubern lässt.

*was genau mit „italienisches Gemüse“ gemeint war, war nicht zu eruieren, aber ich denke, dass die Kombi aus Zucchini, Champignons und Karotten keine schlechte Wahl ist… 😉 

Auf dieses Bild haben sich auch noch zwei Tomaten verirrt, die sind aber im Salat gelandet

Auf dieses Bild haben sich auch noch zwei Tomaten verirrt, die sind aber im Salat gelandet 😉

Du brauchst für 2 Portionen:

  • 150g Nudeln
  • 1 kleine Zucchini
  • 3 Karotten
  • 5 Champignons
  • 1 Zwiebel
  • 1 (kapitale) Knoblauchzehe
  • 1 Dose gehackte Tomaten
  • 1 EL Olivenöl
  • ein paar Zweige frischen Thymian, ersatzweise einfach getrockneten Oregano oder Pizzagewürz
  • Pfeffer
  • rosenscharfes Paprikapulver
  • 0,25 + 0,25l Gemüsebrühe
  • 100g Gouda am Stück

Zuerst brauchen wir mal die Vorbereitungen mit den Gemüse: die Zucchini und die Karotten waschen und in Stifte schneiden, die Champignons in dünne Scheiben. Zwiebel fein würfeln und Knoblauch fein hacken, frischen Thymian abzupfen.

Dann sollten wir den Ofen auf 200°C Ober-/ Unterhitze vorheizen und eine große, unbeschichtete Pfanne auf den Herd stellen. In dieser erhitzen wir das Olivenöl und schwitzen Zwiebeln, Knoblauch und abgezupften Thymian etwa 1 Minute darin an, dann löschen wir gleich mit einem Viertelliter Brühe ab und geben die Tomaten dazu. Während der Ofen vorheizt, lassen wir die Sauce noch ein bisschen köcheln und würzen mit kräftig Pfeffer & Paprikapulver, ganz nach Geschmack.

Zwischenzeitlich reiben wir noch schnell den Gouda (natürlich könnt ihr auch geriebenen Käse kaufen, aber der ist meistens teurer und weniger ergiebig). Nudel-Gargrad-Paniker kochen die Nudeln vor, alle anderen zeit- und planlosen Studenten verwenden Trick 17 mit Selbstüberlistung: In einer großen Schüssel (oder gleich in der Auflaufform, so diese einen Rührvorgang ohne größere Unfälle ermöglicht) werden Nudeln, Gemüse und Tomatensoße vermengt, die Mischung wird in die Auflaufform gegeben und etwas geglättet. Mit der restlichen Gemüsebrühe (es kann natürlich sein, dass ihr gar nicht alles davon braucht) werden eventuelle Hohlräume gefüllt, damit die Nudeln beim Garen genügend Flüssigkeit bekommen. Hat bei mir hervorragend funktioniert, spart Zeit, einen Arbeitsgang und Strom! 😉

Dann müssen wir eigentlich nur noch den Auflauf in den Ofen schieben, 30 Minuten im Vorlesungsskript herumlesen, den Staubsauger schwingen oder die Füße hochlegen – heraus kommt am Ende ein saftiger Auflauf mit bissfesten Nudeln und noch recht knackigem Gemüse. 

Kalkulation Italienischer NudelauflaufZum Schluss werfen wir natürlich noch einen Blick auf die Kalkulation – sicher seid ihr schon neugierig, ob es auch diesmal wieder geklappt hat, unter dem Mensapreis von 1,90 € einzukaufen. Nur eine Portion Auflauf zu machen, hätte ich für Energie- und Zeitverschwendung gehalten (die Vorbereitungen dauern etwa 20 Minuten, dann noch die Garzeit von 30 Minuten obendrauf), deswegen habe ich die Auflaufform vollgepackt und vier Teller rausbekommen, von denen zwei Personen problemlos satt wurden! Da wir ja alle wissen, dass Portionen günstiger werden, je größer die gesamte Menge des Essens ist, punktet der Nudelauflauf mit gerade mal 1,11€ pro Portion absolut auf der Preis-Leistungs-Schiene. Er macht satt, schmeckt lecker & ist ganz nebenbei auch noch recht gesund. Also: Kocht einfach mal wieder für die ganze WG, ladet Euch Gäste ein oder kocht ein bisschen auf Vorrat – gerade jetzt im Herbst ist so ein Auflauf doch ’ne tolle Sache, oder?

Herzlichst Kristina sw

Vergangene Mensa-Dienstage

 


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[Mensa-Dienstag 2] Pasta mit Blattspinat und Gorgonzolasauce

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Ihr Lieben,

Euer nettes Feedback & die Erwähnung in der Schmausepost haben mich angespornt: Hier ist die zweite Ausgabe des Mensa-Dienstags (worum es geht & wie Du mitmachen kannst, habe ich hier erklärt)! 🙂 *Trommelwirbel* Vielleicht schaffe ich es sogar, diese Woche noch eine Themenseite zu erstellen, jetzt wird aber erstmal gekocht, denn hungrige Studenten brauchen Nervennahrung und müssen lecker essen!  Zur Auswahl standen diesmal:

  1. Käsemedaillons auf spanischem Gemüsemix
  2. Libanesischer Eintopf
  3. Pasta mit Blattspinat und Gorgonzolasoße

Pasta mit Blattspinat und Gorgonzola-Sauce Zutaten A

Ich hab mich – wie Ihr am Bild schon unschwer erkennen könnt – für die Pasta mit Blattspinat & Gorgonzolasauce entschieden. Die ist am Studentenbudenherd nämlich ein gern gesehenes Gericht, wird von allen regelmäßig Bekochten gern gegessen und sollte schon lange mal verbloggt werden, weswegen ich dieses Rezept auch bei Maries Event „Pasta-Klassiker“ einreiche:

banner-pasta-klassiker-oktober1

Es fiel bisher aber immer ein bisserl zu soßenlastig aus, so dass in der richtigen Konsistenz schon die erste Challenge lag. Auf den genauen „Portionspreis“ hatte ich bisher noch nie penibel geachtet, also lag hierin natürlich die zweite Herausforderung, schließlich waren 1,67€ eine knappe Vorgabe. Jetzt gibt’s aber erstmal das Rezept:

Pasta mit Blattspinat und Gorgonzolasauce

Mensapreis: 1,67€ für Studenten/ Zum „Original“ hier lang

Pasta mit Blattspinat und Gorgonzola-Sauce ZutatenPro Portion brauchst Du:

  • 100g Pasta
  • 250g Blattspinat (TK)
  • 50g Gorgonzola, gewürfelt
  • 1 Zwiebel in feinen Würfeln
  • 2 TL Butter
  • 50 ml Milch
  • Salz, Pfeffer, Muskat
  • evtl. etwas frisch geriebenen Parmesan

Wasser für die Nudeln aufsetzen, die Pasta darin al dente kochen. Zwischenzeitlich in einem anderen Topf einen TL Butter schmelzen, darin den Spinat wenden, mit 100ml Wasser ablöschen und 5-6 Minuten bei offenem Deckel köcheln lassen. Die Pasta und den Spinat in Siebe abschütten.

Im Spinattopf nochmals einen TL Butter schmelzen, die Zwiebel darin glasig dünsten und die Nudeln für einen Moment mitbraten, mit Salz, Pfeffer, Muskat und nach Belieben etwas Knoblauchgranulat würzen und die Milch zugeben. Den Blattspinat hineingeben, alles gut verrühren und den darin Gorgonzola schmelzen. Gut vermengt und abgeschmeckt servieren. 

Wenn Du magst, schmeckt dazu auch ein kleiner Rucolasalat mit frischen Tomaten und einem Dressing aus dunklem Balsamico, Honig, Salz und Pfeffer.

Fazit Mensa-Dienstag Gebackener CamembertAuch dieses Rezept gab’s sicher nicht zum letzen Mal! Und tatsächlich: Es hat wieder geklappt, unter dem angesetzten Mensa-Preis zu bleiben, ist Kalkulation Pasta mit Spinat und Gorgonzolasaucedas nicht toll?*

Hättet Ihr Euch das auch ausgesucht? Oder doch lieber was anderes? Ich bin auch diesmal wieder gespannt auf Euer Feedback, jetzt geh‘ ich aber erstmal fleißig weiterstudieren! 😉 Habt einen schönen Tag!

Herzlichst Kristina sw

* Natürlich bin ich mir nach wie vor bewusst, dass in meiner Kalkulation die Energiekosten nicht berechnet sind, ebenso wenig wie dem Personalaufwand/ der eigenen aufgewandten Zeit Rechnung getragen wird, darum geht’s hier aber auch nicht, sondern um’s frische Selberkochen!