2 Herde wohnen, ach, in meiner Brust


Ein Kommentar

2Herde on Tour: Adventsstimmung in Prag

Advent in Prag

Hallo ihr Lieben,

na, habt ihr schon alle Geschenke eingepackt und den Baum aufgestellt? Sind die Zimmer geschrubbt, die Plätzchen gebacken und die Gitarre gestimmt? Nachdem Herr D. und ich gestern die große Putzorgie gestartet haben und dabei sehr erfolgreich waren, haben wir es uns verdient, heute bei einer großen Tasse heißer Schokolade in Erinnerungen an das vergangene Wochenende zu schwelgen. Gemeinsam mit meinen Eltern haben wir uns nämlich in einen Reisebus geschwungen und die Reise nach Prag angetreten, um den dortigen Weihnachtsmarkt und die Altstadt unsicher zu machen und ein bisschen mehr in Weihnachtsstimmung zu kommen.

Wie das mit den Busgesellschaften so ist („Ich kann aber nicht hinten sitzen! Mir wird immer schlecht!“ / „Karl, guck, die hawwe awwer ke scheene Häuschen hier! Isch hob der doch gesacht, mir bleiwe besser dehoam!“*/ „Sind wir denn nicht bald da? Ich möchte heute noch dringend die Altstadt besichtigen, morgen muss ich unbedingt ins Museum, diese Ausstellung soll grandios sein!“), hatten wir zwar einerseits den großen Komfort, dass wir weder das Hotel suchen, noch selbst fahren mussten, was das Programm betraf, waren wir allerdings (allein zu meinem Leidwesen, ich bin einfach zu gern mein eigener Stadtführer) ein bisschen eingeschränkt, so dass das hier leider kein richtiger Travelguide wird.

Ich hoffe allerdings, dass ihr an den Bildern ein bisschen Spaß habt, ein wenig in Weihnachtsstimmung kommt, so ihr noch welche braucht und sie euch Anreiz sind, auch mal nach Prag zu fahren, wenn ihr dort noch nicht wart – es ist sooooo toll!**

*“Karl, schau, die haben hier aber keine schönen Häuser. Ich sagte dir doch, lass uns lieber zuhause bleiben.“

** Ich Ass der Technik habe meine Kamera vor Fahrtbeginn aus Versehen auf eine Auflösung von 480 * 640 px eingestellt. UND ES WÄHREND DER GANZEN FAHRT NICHT GEMERKT! Argh. Ich hoffe, ihr könnt wenigstens im Ansatz erkennen, dass es eine tolle Reise war.

Collage Marienbad

Marienbad

Der Vorteil bei solchen Busreisen ist, dass man auch Dinge zu sehen bekommt, die man selbst wahrscheinlich nicht angeguckt hätte. Nachdem wir im Fichtelgebirge zumindest ein paar Zentimeter Schnee zu sehen bekommen hatten, legten wir in Marienbad einen Stopp ein und bekamen einen ersten Eindruck prächtiger tschechischer Altbauten, die teilweise wirklich schön hergerichtet waren. Rund um den Kurpark steht quasi ein Hotel neben dem anderen. Hier war zwar an diesem Freitag Mittag nichts los, wir konnten aber ahnen, dass im Sommer sicher gut was geht (bei den Preisen für Kuranwendungen wohl auch kein Wunder!). In den Cafés hier kann man wirklich günstig Kaffee trinken oder essen, außerdem gibt’s natürlich viele Souvenirshops oder Klamottenläden für die Generation, die in Deutschland gerne ihre Klamotten an Messeständen shoppt, die direkt neben rollenden Gemischtwarenständen stehen – ihr wisst, was ich meine?

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Prag

In Prag angekommen, checkten wir natürlich erstmal im Hotel (Dorint Don Giovanni) ein. Wir waren recht zufrieden, das Zimmer war sauber & schön groß, das Frühstück war – gerade in Anbetracht der Zimmeranzahl allerdings recht lieblos. Ein grooooßer Pluspunkt ist allerdings die Verkehrsanbindung, mit der U-Bahn, deren Haltestelle quasi direkt unter dem Hotel liegt (Es war trotzdem recht ruhig!) ist man in etwa 10 Minuten in der Innenstadt.

Am Abend ging dann der erste Teil der Stadtführung los und – nennen wir die freundliche Dame einfach mal „Elvira“ – Elvira zeigte uns den Hradschin, den Burgberg mit den drei Burghöfen, dem Veitsdom, dem Goldenen Gässchen und den vielen Palais – total imposant! Schlecht für die Bilder, aber fantastisch für die Stimmung war der Nebel, der sich über ganze Stadt gelegt hatte, denn gerade gepaart mit den vielen Strahlern, die die Sehenswürdigkeiten beleuchten, entstand eine geradezu mystische Stimmung.

Collage Hradschin bei Nacht

Elvira war eindeutig von der gewieften Sorte, denn sie baute das Abendessen geschickt in die Mitte der Führung ein und da Herr D. und ich in Anbetracht des engen Zeitfensters froh waren, erstmal einen guten Überblick zu bekommen, trotteten wir hinterher – am Fuße des Hradschin in einem Seitengässchen befindet sich eine kleine Kneipe, die auf deutsch wohl „die zwei Herzen“ heißt. Beim uns vorgesetzten Touristenmenü war der Schweinebraten nahezu hauchdünn geschnitten – nicht der einzige Unterschied zwischen unseren Tellern und denen der anderen Gäste – deswegen empfehle ich euch einfach: Spontan in der Innenstadt in die Kneipen in den Seitengässchen (!) gehen, wenn ihr gut und günstig essen wollt, da findet ihr sicher das Richtige! Wenn wir wieder nach Prag kommen – und dass das irgendwann passiert, ist fest angepeilt – machen wir das ganz genau so! 😉

Collage Altstadt bei Nacht

(1) Front des riesigen Einkaufszentrum gegenüber des Schwarzen Turms – Shoppingwütige finden hier in 200 Läden sicher das passende. (2) Unser erster Blick auf den riesigen, imposanten Weihnachtsmarkt am Altstädter Ring. (3) & (4) Manche Weihnachtsmarktstände verkaufen tolle Souvenirs, andere Häkeldeckchen. (5) Wer sich unter den Weihnachtsbaum traut, der sieht diese Krippe. (6) Der Weihnachtsbaum, die Kirchen, die Beleuchtung – hach, was für eine Stimmung!!!

Über die Karlsbrücke ging es im leichten Schneegestöber zum Altstädter Ring, wo der große Weihnachtsmarkt in absolut imposanter Atmosphäre unterm großen Tannenbaum stattfindet. Wir genossen noch ein bisschen die Atmosphäre und schauten uns ein wenig bei Glühweinduft in der Altstadt um, bis wir wieder zum Hotel fuhren, um am nächsten morgen fit für „Prag bei Tag“ zu sein.

Collage Altstadt bei Tag

(1) Pariser Straße: Wer nobelshoppen will, ist hier genau richtig. (2) Ein wunderschönes Gebäude neben dem schwarzen Turm, in dem Restaurants und einer der vielen Konzertsäle Prags untergebracht sind. (3) Nochmal Pariser Straße, hier die Synagoge. (4), (5) & (6) Wenzelsplatz, das Zentrum der „Neustadt“, die aber auch schon im 14. Jahrhundert gegründet wurde. (7), (8) & (9) Rund um den Wenzelsplatz finden sich kleine Gässchen und Passagen, in denen sich ebenfalls wunderbar einkaufen lässt. (7) Zeigt tschechischen Humor: Der Kämpfer ist bestens gerüstet, aber das Pferd ist platt…

Jetzt zeigte sich, was sich in Dunkelheit und Nebel schon angedeutet hatte: Diese Stadt besteht aus einer wunderschönen Häuserfassade nach der nächsten. Rund um den Wenzelsplatz machten wir uns ein Bild von der modernen Metropole Prag, in der man sicher auch ganz viel Geld ausgeben kann, wenn man das möchte. Für mein Empfinden ist das allerdings nicht deutlich günstiger als in Deutschland. Schon gar nicht, wenn man zu faul ist, Geld zu wechseln. 😉

Kulinarisches

Während sich die Reisegesellschaft auf eine Bootstour begab (O-Ton Mama: „Das hätten wir uns auch schenken können!“), versuchten Herr D. und ich zumindest einen kleinen Eindruck vom kulinarischen Prag zu erhaschen. Begeistert waren wir von der großen süßen Auswahl im „Choco Story“ Museum in der Nähe des Altstädter Rings. Sooo viel Schokolade… nomnomnom!

Choco Story

Auch wenn wir nicht die Gelegenheit hatten, eine Kneipe für’s Abendessen selbst zu suchen, haben wir doch noch einen kleinen Tipp für euch: Wenn euch mitten in der Altstadt der Hunger überkommt, solltet ihr unbedingt im „U Budovce“ vorbeischauen. Die kleine Pizzeria und Café Bar liegt direkt neben der Tyn-Kirche, aber etwas versteckt und sieht von außen aus, als gäbe es nur fünf Tische, innen sieht man allerdings noch zwei Nebenräume. 🙂 Diese Kneipe ist mit so viel Liebe zum Detail eingerichtet und wir haben uns hier wirklich wohl gefühlt. Wenn ihr also einen Latte Macchiato oder eine Gulaschsuppe in gemütlichem Ambiente genießen wollt, seid ihr hier genau richtig!

U Budovce

Einen weiteren kulinarischen Tipp haben wir auch noch: Probiert unbedingt das traditionelle Stangenbrot – der gerollte Teig, der gegrillt und dann in Mandeln, Zucker und Zimt gewälzt wird, ist nicht nur in der Weihnachtszeit ein Genuss!

Stangenbrot

Auf der Rückreise gab es für uns noch eine Überraschung, denn unsere Mittagspause führte zu einem Zwischenstopp in

Karlsbad

Nach unserer Erfahrung in Marienbad erwarteten wir auch wieder einen verhältnismäßig „kleinen“ Kurort mit vielen Cafés und Souvenirshops – weit gefehlt! Bereits nach den ersten Metern stellten wir fest, dass sich im Zentrum dieses Nobelkurortes quasi ein Juwelier an den anderen reiht. Auch hier war – wohl der Saison geschuldet – nicht allzu viel los, aber einige Kurgäste sahen wir doch, die das Quellwasser aus den typischen „Schnabeltassen“ schlürften.

Collage Karlsbad

Karlsbad ist – wie auch Prag und Marienbad – voll mit wunderbaren Altbauten, die fast alle (zumindest an der Promenade) neu renoviert sind und wunderbar aussehen. Wir flanierten am Fluss entlang und bestaunten die wunderbar gepflegte Innenstadt. Die Auswahl an Cafés war allerdings allzu riesig (oder wir waren einfach in der falschen Ecke ^^), deswegen verschlug es uns – vor allem wegen der grandiosen Kuchenauslage, die Papa sofort ins Auge fiel – ins Café Elefant.

Café Elefant in Karlsbad

Die Preise hier sind echt nicht von schlechten Eltern (4 Latte Macchiato & 4 Stücke Torte 34€ – heidiwitzka!), wenn ihr euch aber mal wie noble Kurgäste fühlen wollt, seid ihr hier genau richtig. Für alle, die eher zünftig essen wollen, habe ich (allerdings erst später im Bus) was vom „Egerländer Hof“ läuten hören. 😉

Ich hoffe, ich konnte euch mit dem Reisefieber etwas anstecken und euch Lust auf Prag (und natürlich auch auf die böhmischen Bäder) machen. Herr D. und ich waren hier sicher nicht zum letzten Mal! 🙂 Ich wünsche euch einen wunderschönen Vierten Adventsabend und einen stressfreien Weihnachtscountdown! 🙂

Herzlichst Kristina sw

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Philosophisches von der Eisgourmet-Front: ‚Selfmade‘-Vanilleeis auf Rhabarberkompott

Vanilleeis auf Rhabarberkompott 4

Geständnis:

Ich bin furchtbar mäkelig!

Neeeeein, nicht falsch verstehen, eigentlich habe ich mir ja den Kampf gegen die „Windmühlen der Schneekigkeit“ auf die Fahnen geschrieben. Und außer purer Margarine und rohen Karotten essen ich auch eigentlich alles, zumindest wenn es gut & frisch gekocht ist (Glutamatbomben mal außen vor gelassen). Aber wenn es um Eis gehrt, da werde ich fürchterlich, gar schrecklich pingelig. Jede Eisdiele bekommt eine Chance, aber – ich kann einfach nicht anders – wenn man dem Vanilleeis auf den ersten Blick anschmeckt, dass dafür ein Säckchen Fertigpulver in die Eismaschine gewandert ist, dann nehme ich das persönlich. Es ist ähnlich wie im Restaurant, wenn das Schnitzel nach dem Klopfen (hunderte) kilometerweit entfernt nochmal schnell tiefgefroren wurde oder man meinen könnte, dass dem Sonntagsbraten die Formung durch den handelsüblichen Vakuumbeutel anzusehen ist: Für mich führt der Gedanke „Das könnte ich besser!“ beim Biss in vermeintliche Genüsse den Sinn der Gastronomie ad absurdum.

Über diese Ansicht kann man sicher geteilter Meinung sein – klar, irgendwo teures Geld für „Leckereien“ auszugeben und dann enttäuscht zu werden, macht keinen Spaß. Daher ist die Einstellung, die ich immer wieder antreffe „Ich zahle dafür, also bin ich auch zufrieden, wenn es annehmbar ist.“ durchaus verständlich. Ich kann aber leider nicht aus meiner Haut und in Herrn D. habe ich – Gott sei Dank – einen großartigen Verbündeten, der es hervorragend versteht, beim Blick auf die Speisekarte von den zwei außergewöhnlichsten Gerichten das zu bestellen, das ich nicht ordre und mir dann zwinkernd seinen Teller zuzuschieben: „[Setzen sie an dieser Stelle einen Spitznamen im Diminutiv ein], willst Du probieren?“ Zu 98 % sind wir uns in unserer Beurteilung einig (in den anderen 2 % bestellen wir so unterschiedlich, dass man wirklich davon ausgehen kann, dass die Küche das eine halt wirklich besser kann, als das andere) – das eigentliche Problem löst das trotzdem nicht:

Am Wochenende saßen wir nämlich mal wieder einer Enttäuschung in Sachen Eis auf. Wieder ein schwarzer Fleck auf der persönlichen Landkarte der Eisdielen. Wagemutig (nach der Lektüre der Ingredienzien allemal nicht 100 % bio) stürzte ich mich auf zwei dieser Tütchen, die mich an der Supermarktkasse vermeintlich verführerisch anlachten, sie versprachen mir trügerisch Eis durch Einrühren des Pulvers in Milch, Zugeben von Kakao oder Vanillemark und Einfrieren.

Ganz ehrlich? Es ist Eis und man kann es Essen. Aber ich hatte mir eigentlich mehr erhofft – das liebevolle Anrichten auf dem Rhabarberkompott hat es dann auch nicht rausreißen können, denn trotz allem schmeckt es irgendwie künstlich. Anett von English Footprints hat kurz darauf ein Eisrezept gepostet, das jetzt als nächstes ganz oben auf meine ToDo Liste steht, damit – sobald im Tiefkühler wieder Platz ist (verdammt!) – endlich mal wieder wirklich erfreuliches von der Eisdielenfront zu vermelden ist…

Vanilleeis auf Rhabarberkompott 2

Bis dahin oute ich mal noch meine Lieblingseisdielen, die ich uneingeschränkt empfehlen würde:

(1) Wer zwischen Aschaffenburg und Hanau auf der Landstraße (B8) unterwegs ist, sollte dringend im Eiscafé Sunshine rasten und Haselnusseis essen (alles andere auch, aber ganz besonders Haselnusseis!)

(2) Wer Erlangen besucht, dem lege ich die Eiszeit wärmstens ans Herz (wie ich gehört habe auch für den gepflegten Umtrunk unter Mädels zu empfehlen – irgendwie muss ich immer fahren, wenn ich hierher komme *grmpf*).

(3) Mein letzter Besuch ist leider schon eine Weile her, aber Herr D. und ich haben uns schon auf die Agenda geschrieben, dass wir dringend mal wieder im Naschhaus halt machen müssen. Wer im Landkreis Forchheim zwischen Gräfenberg und Neunkirchen am Brand unterwegs ist, sollte sich diese kleine schnuckelige Eisdiele nicht entgehen lassen! 🙂

Und was bringt Euch so auf die Palme, wenn Ihr „auswärts“ esst? Habt Ihr irgendwelche Eisdielen-Tipps für mich (ewige Dankbarkeit ist Euch sicher)? 

Möge das Wetter endlich wieder Eiswetter werden! Habt einen schönen Tag!

Herzlichst Kristina sw

Ich kriege für diesen Post weder Geld noch Haselnusseis. Irgendwas mache ich falsch. Verdammt. Ironieoff.

Vanilleeis auf Rhabarberkompott 1
2Herde hat noch mehr zu bieten sw


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Berlin, Klappe die Zweite.

Alle erzählen vom Urlaub. Da mach ich mit . Zumindest ein bisschen. Ich will Dir meine Lieblingsbilder zeigen, die ich geschossen habe. Und natürlich werd ich Dir auch den einen oder anderen Satz dazu erzählen. Setz Dich, für einen kleinen Kaffee und ein paar Fotos hast Du doch Zeit, oder?

Tag 1

Unsere erste Amtshandlung nach der Ankunft und dem Check-In (Hotel quasi direkt am Hauptbahnhof, super zentral) war erstmal eine typische Touristen-Stadtrundfahrt. Einfach mal so, um uns einen Überblick zu verschaffen und zu gucken, wo es uns besonders gut gefallen könnte. Da wir beide zwar schon in Berlin waren, die Sehenswürdigkeiten aber noch nicht abgeklappert hatten, war das ein guter Anfang. Vom Bahnhof Friedrichstraße aus haben wir dann einen kleinen Abendspaziergang gestartet.

Mittlerweile recht hungrig sind wir die Oranienburger Straße entlanggelaufen (und verhungern muss man da ja weiß Gott nicht) und kamen am Tacheles vorbei. Das war am Vormittag nach 22 Jahren Besetzung geräumt worden…ob das wohl jetzt endgültig ist?! Naja, auf jeden Fall wollte ich dem Holden, der vom Kunsthaus noch nichts gehört hatte, zeigen, wovon im Radio die Rede gewesen war…

Und weil wir sowieso gerade da waren, haben wir im Mirchi zu Abend gegessen. Hier scheinen die Meinungen ja deutlich auseinander zu gehen, die einen finden es Touristennepp, die anderen finden’s toll… Wir wurden jedenfalls sehr freundlich bedient und das Essen war lecker (auch wenn es uns hier auf dem Land eindeutig an Vergleichsmöglichkeiten zum Thema „Küche Singapurs“ mangelt, was ja sehr schade ist!). Anschließend sind wir noch ein bisschen am Spreeufer entlang gelaufen und wären beinahe in den Hackeschen Höfen eingeschlossen worden, weil wir etwas spät dran waren…ähm, ja. 😉

Tag 2

Am nächsten Morgen waren wir wegen des schlechten Wetters erstmal auf der Museumsinsel. Ich hatte ja erst die große Museumstour hinter mir, das Neue Museum fand ich aber auch wegen seiner eigenen Geschichte so toll, dass ich guten Gewissens mit Herrn D. nochmal durchspaziert bin. Ihm hat es auch gefallen. Und ich bin immer noch ganz stolz, dass er dieses Jahr mit mir schon zwei Mal im Museum und sogar schon im Theater war, obwohl das nicht direkt die Favoriten auf seiner Freizeit-Agenda sind. 😉

Glücklicherweise hat es während unseres kleinen antiken Ausflugs aufgeklart und wir konnten bei trockenem Wetter mit leicht hervorspitzenden Sonnenschein im Auswärtigen Amt unseren Kaffee und das Ambiente im Lichthof genießen.  Herrn Westerwelle haben wir natürlich nicht gesehen, aber der hat ja auch seinen eigenen Eingang. ^^

Danach sind wir mit der U-Bahn zum KaDeWe gefahren, haben uns dort einmal unter Staunen durch die Feinkostabteilung geschlagen, Fischbrötchen für 7€ waren dann allerdings doch nicht so ganz unsere Preisklasse, weshalb wir uns bei Curry 36 am Zoo stärkten, um festzustellen, dass die vielgerühmte Currywurst hier nicht so ganz unseren Geschmack traf…naja, passiert. Dafür liebte der Herr die Pommes sehr. (O-Ton: „Die Pommes von hier und die Wurst von Bier’s Curry am Bahnhof Friedrichstraße, das wär’s!“) Anschließend sind wir den Ku’damm komplett entlanggelaufen und Herr D. wollte seine „eigene“ Quadriga am liebsten mit nach Hause nehmen. Vielleicht könnten ihn die vier Bärchen ja morgens zur Arbeit kutschieren?! – Nee?! Schade, sehr, sehr schade!

Natürlich mussten wir uns auch noch das Brandenburger Tor aus der Nähe anschauen bevor wir zu unserem Tageshighlight und einzigen unverrückbaren Wunsch des Holden übergingen.

Das allerwichtigste für ihn war nämlich der Besuch auf/ in der Reichstagskuppel. Wegen der Anmeldepflicht war er nämlich letztes Mal nicht reingekommen. Kein Problem, Wunsch erfüllt und so staunte er nicht schlecht das nächtlich beleuchtete Berlin an (so ein Termin um 21.00 Uhr hat echt was für sich) und bewunderte die Architektur, vergessen, dass er sich an diesem Tag bereits zwei mal für Sicherheitskontrollen halb hatte ausziehen müssen. 😉

Erschöpft aber glücklich sanken wir nach diesem erfüllten Tag und insgesamt etwa 15 km Fußmarsch ins Bett.

Tag 3

Mann, schon wieder der vorletzte Tag…Urlaub ist einfach immer viel zu kurz! Um diesen Kummer zu vergessen, musste erstmal was Süßes her. Also auf dem Weg zum Gendarmenmarkt einen kleinen Abstecher in die Ritter Sport Schoko Welt (Franzöische Straße) wagen und viiiiel Schokolade einkaufen! 😉 Alles bunt und sooo viel Schoki – Hach!

Bei strahlendem Sonnenschein schauten wir uns dann den Französischen und den Deutschen Dom sowie das Konzerthaus mal aus der Nähe an. Was für ein monumentaler Platz!

Direkt gegenüber bot sich auch Gelegenheit, der Ampelmännchen-Leidenschaft meiner Lieblingsschwester neue Nahrung mitzubringen. Anschließend spazierten wir zum Checkpoint Charlie und schauten uns Kreuzberg etwas näher an. Die Snackvielfalt in der Oranienstraße ist schließlich ne super Sache für den Mittag! (Auch dem Holden schmeckte es bei „Solo Pizza e Pasta“, Oranienstraße 38, sehr gut!) 🙂 Nachdem ich Herrn D. schon am Tag zuvor mit langen Fußmärschen gequält hatte, machten wir anschließend eine Bootstour auf der Spree bei strahlendem Sonnenschein von der Jannowitzbrücke bis nach Charlottenburg. Eine vollkommen andere Sicht auf Berlin und super tolle Bilder waren die Ausbeute:

Vom Schloss Charlottenburg aus ging es wieder zurück in die Innenstadt, wo wir im Nikolaiviertel nochmal typisch berlinerisch essen wollten. Im „Kartoffelhaus No. 1“ erlegten wir dann ein kapitales Eisbein und verstanden, warum der Laden bis auf den letzten Tisch besetzt war.

Nach einem kleinen Abstecher zur Weltzeituhr am nächtlichen Alexanderplatz und der Weltzeituhr fielen wir auch an diesem Abend wieder todmüde ins Bett.

Tag 4

Die letzten Stunden in Berlin waren für uns angebrochen, deshalb wollten wir nochmal eine möglichst gute Aussicht genießen. Für den Fernsehturm war es zu neblig, weshalb wir uns mit dem Kollhoff-Tower in der Nähe des Potsdamer Platzes „begnügten“ und die Aussicht vom 25. Stock aus genossen. Über den Dächern wehte der Wind zwar recht frostig, aber im Café ließ sich die Aussicht dann doch noch ganz gut genießen (auch wenn der Cappuccino-Preis hier eindeutig auch Höhenluft geschnuppert hat…)

Unsere letzte Station war die Ausstellung „Grenzerfahrungen“ im „Tränenpalast“, der ehemaligen Ausreisehalle am Bahnhof Friedrichstraße, ein Besuch hier lohnt sich wirklich! In einer Stunde bekommt man hier einen guten Überblick über den Alltag in der geteilten Stadt Berlin – und das auch noch kostenlos!

Mit einem letzen Blick auf das Regierungsviertel vom imposanten Hauptbahnhof aus verabschiedeten wir uns von der Hauptstadt in Richtung Heimat: „Tschö, Berlin, wir kommen sicher wieder!“

Ich hoffe, ihr hattet Spaß auf unserer kleinen Reise!

Liebste Grüße! Kristina

PS: Ich denke es ist eigentlich selbstverständlich, aber ich sage es eben nochmal, da diese Themen ja im Moment gerne heiß diskutiert werden: Dieser Artikel spiegelt allein meine eigene Meinung gemäß meinen gemachten Erfahrungen wieder. Bezahlt hat mich dafür niemand! 😉 Das (c) für die Bilder liegt ebenfalls bei mir.


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36°C

…und es wird noch heißer, mach den Beat nie wieder leiser…

ausflug-19-augustIch habe heute leider kein Rezept für Euch… 😉 Diese abgefahrenen Temperaturen gestern mussten ja schließlich ausgenutzt werden. Statt irgendetwas im Ofen bräunten wir deswegen natürlich lieber uns und verbrachten den ganzen Tag an dem wunderschönen See, den mir der Holde letzte Woche schon gezeigt hatte und danach speisten wir auf einem öffentlichen Grillplatz in der Nähe. Der Holde mutiert nämlich zeitweise zum Proficamper und bedient den Benzinkocher mit leuchtenden Augen, um meisterhaft Steaks zu brutzeln. Und da ich ja strikt dagegen bin, das Kind aus dem Manne zu verbannen, freute ich mich tierisch über von ihm zubereiteten Nudelsalat und die leckeren Steaks von der Metzgerin des Vertrauens auf einem der wenigen schattigen Plätzchen, die es zu ergattern gab! 🙂

Und wo habt Ihr Sonne und Schatten genossen?

Liebste Grüße! Kristina


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Naschausflug

Ausflug ins Naschhaus

Auf einer kleinen „Tour de Fränkische Dörfer“ sind wir in diesem kleinen schnuckeligen Eiscafé hängengeblieben…außen Fachwerk, innen modern und in der Theke super lecker frisches Ohne-Eisfix-Eis! Ist sozusagen unser heutiger Ausflugstipp und vor allem mit Sicherheit mal wieder Zwischenstopp, wenn wir uns mal wieder in dieser Richtung bewegen. Nicht nur meine hier eindeutig in Erfüllung gegangene Sehnsucht nach einem guten Nuss-Eis, sondern auch des Holden Vorliebe für die hier besonders knackigen Amarena-Kirschen MUSSTEN uns zu diesem Fazit kommen lassen…klick mich! (Und danach besuch mich! 😉 )

Liebste Grüße! Kristina