2 Herde wohnen, ach, in meiner Brust


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It’s beginning to look a lot like Christmas: Quarkstollenkonfekt für ungeduldige Rosinenhasser

Quarkstollenkonfekt 2

Aloha ihr Lieben sw

Da ist sie, die Vorweihnachtszeit, besinnlich liegt das Plätzchenbacken förmlich in der Luft, fröhlich singt im Radio Zuckowskis Weihnachtsbäckerei: „Macht so mancher Knilch zwischen Mehl und Milch eine riesengroße Kleckerei, in der Weihnachtsbäckerei, iiiiiiiiiiin der Weih-nachts-bä-cke-rei, dm dm!“ 

Alle Weihnachtsliebhaber, Harmonieverteidiger vor dem Herrn und Gegner der adventlichen Blasphemie mögen sich an dieser Stelle entweder nicht weiterlesen oder ein dickes Plätzchenfell anfuttern.

Ich habe zwei Jahre meines Lebens in Nürnberg verbracht und sage an dieser Stelle: „Besinnlich“ ist die kleine Schwester von scheiße, zumindest sobald man die Wohnung in dieser vorweihnachtlichen Zeit verlässt, um sich ins Getümmel der Geschenkesuchenden konsumberauschten todesmutig den Einkäufen des täglichen Bedarfs zu widmen. Hat es nicht geschneit, sind da die Touristen, die der Legende vom wunderhübschen Christkindlasmargd aufgesessen sind (liebe Tourismusverwaltung: lasst euch endlich mal was einfallen), hat es geschneit, sind Moonboots die einzige Option für die Altstadtgassen und Stollenschuhe für das Betreten von Geschäften ein Muss, zumindest wenn man vermeiden möchte, bei Hennes und Dingsbums nicht in der Fußmatte zu versinken, die von der armen Azubine seit Beginn ihrer Schicht von Wasser befreit werden soll. Dass sie stattdessen eher den steigenden Pegelstand am Türrahmen markieren könnte, erklärt sich von selbst.

Daheim bleiben ist allerdings auch keine Option, vergisst man nämlich das Fenster rechtzeitig zu schließen oder lässt gar das Licht brennen, ist es der Postbote, der unter schweren Online-Bestellungen schnaufend und mit einem Grinsen, das aussieht, als habe er gerade zum 200. Mal an (!) diesem (!) Tag (!) im Radio „Last Christmas“ hören müssen, versucht, die Ladung Weihnachtsgeschenke für alle (!) Nachbarn der Wohnanlage, einschließlich der Teile, die theoretisch schon in einer anderen Straße liegen, in meinem 1,5qm-Flur mit dem Kipplaster abzuladen und sich somit aller Verantwortung – einschließlich „Ihr Paket liegt bei Frau 2Herde“-Karte in einer halben Minute zu entledigen.

Die Vorweihnachtszeit und ich sind keene Freunde – sorry, Leute. Während andere Menschen darin aufgehen, tonnenweise Plätzchen zu backen, diese in beelchten Blechdosen liebevoll im Schrank zu platzieren, Adventskränze zu basteln und überhaupt die ganze Wohnung zu dekorieren, erfreue ich mich daran, dass ich ins Fenster drei LEDs hänge und das Schaf mit dem gestrickten Pullover, einem Tannenzweig und einem einzelnen Teelicht auf den Esstisch stelle, wenn Besuch kommt, ein Pseudo-Adventskranz, quasi.

Das mit dem Plätzchenbacken ist auch so eine Sache, denn wer soll die in einem 1 1/2 Personen-Haushalt denn essen? Beziehungsweise: Wo soll ich sie backen, soll ich sie dann mit mir herumtragen, dass nicht Weihnachten immer noch alle da sind und überhaupt – hätte man den verdammten Stollen nicht eigentlich schon im Oktober September August backen und in Puderzucker einlawinieren müssen, dass er zu Weihnachten gerade so „reif“ wäre?

Für alle, denen es genau so geht, die gerne einfach nur das „Ich hab den Stollen selbst gebacken! Tz!“-Gefühl hätten oder die zum Plätzchenbacken keine Zeit mehr haben, weil sie ja erst diesen Roman lesen mussten, ist das folgende Rezept. Es eignet sich für Rosinenhasser, für ungeduldige und trotzdem auch für alle Menschen, die Quarkstollen lieben und ihm auch in der kleinen Form, als Stollenkonfekt, eine Chance geben wollen:

Quarkstollenkonfekt für ungeduldige Rosinenhasser

Du brauchst für ein Blech voll Baby-Stollen:

  • 100g Butter
  • 75g Zucker
  • 150g Quark
  • 300g Mehl
  • 1 kräftige Prise Zimt
  • ½ Pk. Backpulver
  • 50g gemahlene Haselnüsse
  • 100g Zitronat
  • 100g Orangeat
  • 1 Fläschchen Rum-Aroma
  • etwas Milch nach Bedarf
  • etwa 100g Butter & locker 1/2 Päckchen Puderzucker (also 125g) für „außenrum“

Quarkstollenkonfekt 3

Den Backofen vorheizen. 200°C Ober-/Unterhitze kommen bei diesen Schätzchen ganz gut an.

Die Butter schaumig rühren, den Zucker einrühen und alle anderen Zutaten – außer der Butter und dem Puderzucker „für außenrum“ dazu geben und verkneten. Falls der Teig noch etwas zu trocken ist, gebt einfach etwas Milch dazu – oder Rum, je nachdem, für wen das Konfekt ist!

Den Teig formt ihr dann in mundgerechte Stücke – ob diese Stollenform haben oder wie meine quadratisch, praktisch, gut sind sei euch überlassen. Diese legt ihr dann auf ein Backblech und schiebt dieses in den vorgeheizten Ofen. Nach 10-15 Minuten erst einen Blick wagen, ob sie denn schon schön goldgelb sind, dann das Blech aus dem Ofen holen. Noch warm sollten die Stollenstückchen in zerlassener Butter geschwenkt und in Puderzucker gewälzt werden. Ab in eine Blechdose und dann immer schön für’s Weihnachtsfeeling und den Speckmantel genießen! 😉

Anmerkung zum Rezept: Rosinenliebhaber ersetzen einfach ein bisschen von Zitronat und Orangeat durch Rosinen. Wenn sie mögen auch alles. 😉

Anmerkung zum Rezept 2: Nur weil da „für Ungeduldige“ steht, heißt das nicht, dass das Stollenkonfekt nicht besser wird, wenn man es in einer Blechdose *zumindest über Nacht* durchziehen lässt.

Herzlichst Kristina sw

Quarkstollenkonfekt 1

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Veganes Sellerie-Gulasch

Sellerie-Gulasch 1

Aloha ihr Lieben sw

Vielleicht haben einige von euch die „Das perfekte Dinner“-Foodblogger-Runde gesehen. In üblicher Wettkoch-Tradition haben sich Anfang Oktober fünf Foodblogger um das Preisgeld die Finger wund gekocht. Ich habe mich – ich gestehe – bei der Ausstrahlung vor allem über die schier unendliche Kette an Extrawürsten amüsiert, die vor allem der Sieger (Aschaffenburger können’s halt einfach! Ich grinse mal fett und dreist hinter meinem Kochtopf vor und freue mich über meine tolle Heimat…) für die anderen gebraten hat. Oder eben gerade nicht Extrawurst, denn gerade die Kein-Tier-Debatte war besonders in der Folge, in der Sophia und ihr Schnippelboy den Kochlöffel schwangen, sehr präsent. Vor allen – hier die Ultrakurzzusammenfassung für alle, die es nicht gesehen haben oder denen es nicht so präsent ist – waren die anderen vier Kandidaten ziemlich befremdet davon, dass sie „Tier ohne Tier“ servierte, also Dinge wie Ganz falschen Hasen oder Falsches Hühnchen (die „originalen „Gerichte habe ich leider gerade nicht gefunden, sorry) – der Tenor war also irgendwie: „Warum muss denn Essen ohne Tier trotzdem dem Tier so ähnlich sein?“ bzw. „Warum muss man das so nennen?“. Ich will jetzt hier keine Debatte vom Zaun brechen, ob die Wurst nun Vurst heißen darf oder besser Vegane Wurst-Imitation oder das böse W-Wort gar nicht im Namen tragen darf – ich hole einfach schon wieder viel zu weit aus. Hehe. Beim folgenden Rezept habe ich mich aber einfach daran erinnert gefühlt, denn: Darf ich das Gulasch denn jetzt Gulasch nennen und wenn ich es nicht Gulasch nenne, wie nenne ich es denn dann? Fest steht, das Kind braucht einen Namen, denn L. äußerte sich gestern entzückt:

„Hast du das schon gebloggt? Das is soooo lecker, das musst du bloggen! Sellerie an die Macht!“

Und nachdem L. noch nie Fleisch gegessen hat und das ihr erstes Gulasch war (und auch ihr einziges bleiben wird, so irgendjemand das G-Wort fleischrechtlich schützen lässt), nenne ich es einfach Veganes Sellerie-Gulasch und empfehle euch allen, es einfach mal auszuprobieren, wenn ihr Lust auf was Herzhaftes habt, das genau richtig für den Winter ist:

Sellerie-Gulasch 3

Veganes Sellerie-Gulasch

  • 300 g Knollensellerie (geputzt)
  • 1 rote Paprika
  • 1 große rote Zwiebel
  • 2 Zehen Knoblauch
  • 2 EL Öl
  • 2 EL Sojasauce
  • 1/2 Liter Gemüsebrühe
  • 1/2 Dose stückige Tomaten
  • 3 EL Tomatenmark
  • je eine kräftige Prise schwarzer Pfeffer, Paprika rosenscharf und Paprika edelsüß, wenn du hast auch etwas schwarze Paprika
  • bis zu 3 TL Suppengewürz oder entsprechend Salz

Die Paprika waschen und in Stücke schneiden, die Zwiebel und den Knoblauch schälen. Knobi fein würfeln, die Zwiebel in halbe Ringe schneiden.

In einem Topf das Öl erhitzen, die Zwiebeln und den Knoblauch zusammen mit den Paprikastücken darin anschwitzen, mit Paprikasorten und Pfeffer würzen, die Sojasauce und die Tomatenstücke dazu geben, alles gut verrühren, noch einen kleinen Moment anrösten und mit der Hälfte der Brühe ablöschen.

Das Tomatenmark einrühren und alles aufkochen lassen, die Brühe nach und nach zugeben und nach ca. 5 Minuten köcheln. Zwischenzeitlich den Sellerie in grobe Würfel schneiden und in die Sauce geben. Leicht köcheln lassen, bis der Sellerie weich ist, das dauert ca. 15-20 Minuten und hängt natürlich auch von der Größe der Selleriestücke ab.  Salzkartoffeln sind die ideale Beilage, Nudeln und Reis hüpfen aber sicher auch nicht vom Teller. 😉

Übrigens: Wie bei „richtigem“ Gulasch gilt: Schmeckt erst am nächsten Tag so richtig gut! 😉

Guten Appetit!

Herzlichst Kristina sw

Sellerie-Gulasch  2


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Kürbisgnocchi – schmatz!

Kürbis-Gnocchi 2

Aloha ihr Lieben sw

Hatte ich eigentlich schon erwähnt, dass ich Gnocchi mag? Gefühlte 500 Mal, ich weiß, ich weiß. Aber die kleinen Kartoffelbällchen sind aus meinem Speiseplan einfach nicht mehr wegzudenken, sie schmecken einfach mit so vielen verschiedenen Saucen, zu fast jedem Gemüse und so ganz nebenbei hat man – wenn man sie fertig kauft – fast keine Arbeit damit. In einer Küche  An zwei Herden, an denen so große Gnocchiliebe herrscht, müssen die kleinen Dinger aber unbedingt auch mal selbst hergestellt werden. Wollte ich mit der klassischen Kartoffelvariante eigentlich schon längst ausprobiert haben, ich war aber bisher zu faul hat sich aber noch nicht ergeben. Wie gut, dass Kürbissaison ist, dass die liebe L. Kürbis mag und dass hier zufällig noch ein Hokkaido und alle anderen Zutaten rumlagen, als ich das Rezept bei Miri gelesen habe. Los geht’s also:

Kürbisgnocchi

Für 2 Portionen brauchst Du:

  • einen mittelgroßen Hokkaidokürbis
  • Mehl, mindestens 150g (ich habe deutlich mehr gebraucht, bis der Teig nicht mehr geklebt hat, also einfach mal die Mehltüte neben der Arbeitsfläche stehen lassen ^^)
  • 1 Eigelb
  • etwas Salz
  • eine Prise Muskat
  • Pfeffer
  • frisch geriebenen Parmesan
  • 2 EL Butter

Den Backofen auf 200°C (Ober-/ Unterhitze) vorheizen.

Das Fruchtfleisch des Kürbis‘ von allem anderen befreien, würfeln, auf ein mit Backpapier belegtes Backblech geben & im vorgeheizten Ofen 25 Minuten garen, damit der Kürbis weich wird. Das Fruchtfleisch herausnehmen, in eine Schüssel geben und mit etwas Salz & Muskat gewürzt pürieren. Ein paar Minuten abkühlen lassen, damit Du Dir beim Kneten nicht die Pfoten verbrennst & dann das Eigelb und die (vorerst) 150g Mehl zugeben. Alles gut verkneten und so lange Mehl zugeben, bis der Teig nicht mehr so krass an den Fingern klebt – vielleicht reicht bei Dir ja auch schon die Mindestmenge. Um die Gnocchi zu formen habe ich von der Teigmasse kleine Stückchen abgestochen, diese mit bemehlten Händen gerollt & am Ende über einer Gabel abgerollt, damit sie die charakteristische Bällchen-Würstchen-Form (oder wie soll man das sonst beschreiben) und Riffelung bekommen. 

In einem großen Topf leicht gesalzenes Wasser aufkochen, die Gnocchi hineingeben und kurz nachdem alle an die Oberfläche gekommen sind, abgießen (vielleicht erst eins probieren). Weil ich hier leider keinen Salbei auf der Fensterbank stehen habe, taten es etwas zerlassene Butter, Pfeffer und frisch gemahlener Parmesan. Dazu ein kleiner Rucola-Salat mit Balsamico-Honig-Dressing – mmmmh, lecker! 

Die Gnocchi selbst zu machen hat sich wirklich gelohnt – es dauert zwar alles in allem etwa eine Stunde, aber dafür dass man dann ganz genau weiß, was drin ist und vor allem natürlich wegen des tollen Geschmacks kann ich Euch nur raten, das Rezept mal auszuprobieren, wenn Ihr es noch nicht getan habt – solange die Kürbisse noch in den Gemüseregalen liegen! 🙂

Herzlichst Kristina sw

2Herde hat noch mehr zu bieten sw


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Suppenliebe 2: Hühnersuppe, ganz klassisch wie bei Oma

Hühnersuppe 2b

Aloha ihr Lieben sw

Ich sagte es ja gestern schon: Im Moment kann ich gar nicht genug von Suppe kriegen, am Liebsten möchte ich jeden Tag eine andere kochen und ganz viel neues ausprobieren – leider ist im Gefrierschrank nicht genug Platz, um immer in  großen Töpfen zu rühren und damit eine tolle Auswahl auf Vorrat für den Winter zu haben. Manche Suppen lohnen sich aber halt erst in größeren Portionen. Eine für die aber immer irgendwie Platz im Gefrierfach geschaffen werden kann – teilweise auf wundersame Weise tun sich dann Schlupflöcher auf, wo ja doch noch was reingeht ^^ – ist die Hühnersuppe von Oma. Mit zwei Stunden Kochdauer nicht ganz unintensiv im Zeit- und Energieaufwand, dafür aber das ultimative Hausmittel gegen böse Erkältungsbakterien und mit einem Paar gestrickter Strümpfe perfekt bei Kälte und Frost:

Hühnersuppe 1a

Hühnersuppe – ganz klassisch wie bei Oma

Du brauchst für 4 zum Sattwerden:

  • mindestens 1 kg Hühnersuppenfleisch
  • 3 Liter Wasser 
  • 4 gestrichene EL Salz
  • 1 Bund Suppengemüse
  • 2 große Zwiebeln
  • 2 Beutel Langkornreis = 250g 

Das Suppenfleisch abwaschen und in einen großen Topf mit dem kalten Wasser und dem Salz geben, aufkochen und eine Stunde köcheln lassen, den Eiweißschaum abschöpfen, damit die Suppe klar bleibt. 

Zwischenzeitlich das Suppengemüse und die Zwiebeln waschen, putzen und in grobe Stücke schneiden (wenn Du ein paar Gemüsestückchen in der Suppe haben möchtest, schneide doch einfach 1/3 des Gemüses in feine Würfel und behalte sie zurück), in die Suppe geben und eine weitere Stunde kochen lassen. In dieser Zeit den Reis nach Packungsanweisung vorkochen. 

Die Suppe durch ein Sieb schütten – natürlich auffangen – und das Fleisch von den Knochen lösen. Zusammen mit dem Reis wieder in die Suppe geben, nochmal auf den Herd stellen und die feinen Gemüsewürfel darin etwa 10 Minuten gar ziehen lassen. Mit etwas Pfeffer abschmecken, vielleicht noch etwas Petersilie fein hacken & gut durchgerührt servieren.

Die Suppe lässt sich natürlich auch wunderbar einfrieren – dann hat man auch für Erkältungszeiten immer was parat, um den Bakterien den Garaus zu machen! Solltet ihr den Reis nicht zu weich mögen, wäre es sinnvoller, die Suppe ohne Reis einzufrieren und jeweils frischen zu kochen.

Und weil eine Hühnersuppe allein noch keinen Herbst macht, gibt’s morgen noch mein zweites Lieblingsrezept – ganz anders als dieses, aber genauso lecker! Und, wie machst Du Deine Hühnersuppe? Oder magst Du gar keine und hast andere (Geheim-)Tipps für Herbst & Winter – ich bin gespannt! 🙂

Herzlichst Kristina sw

Hühnersuppe 3b

2Herde hat noch mehr zu bieten sw


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Themenwoche „Zombies im Vorratsschrank“ {Teil 4}:Risotto mit Kürbiswürfeln & Schollenröllchen

Zombies im Vorratsschrank ThemenwocheRisotto mit Schollenröllchen und Kürbiswürfeln 1a

Aloha ihr Lieben Halloween

Oh, heute ist es wirklich spät geworden – den Grund seht Ihr in der Instagram-Box rechts unten: Herr D. und ich haben spontan einen neuen Esstisch gekauft & aufgebaut – Juhu! 🙂 Natürlich will ich Euch den vierten Teil der Zombie-Vernichtung nicht vorenthalten, diesmal gab es Risotto (der Reis war immer noch vom Wirsing-Risotto übrig, tztz…) mit Kürbiswürfeln und Schollenröllchen (die Filets fristeten im Gefrierschrank ein eher unrühmliches Dasein, gerade weil es in letzter Zeit deutlich mehr vegetarische Gerichte gab):

Du brauchst für 2:

  • 250g Risottoreis
  • 1l Gemüsebrühe
  • zwei Esslöffel + einen Teelöffel Butter
  • einen  großzügigen Schluck Weißwein
  • eine Schalotte
  • 50g frisch geriebenen Parmesan
  • Salz, Pfeffer & Muskat
  • einen EL Estragon, getrocknet & gerebelt
  • 3-4 kleine Schollenfilets (sind aber kein Muss)
  • einen halben Hokkaido-Kürbis

Die Schalotte fein würfeln & in 1 EL Butter in einem Topf glasig dünsten. Den Reis zugeben, gut rühren und sobald er zu duften anfängt, mit Weißwein und Brühe ablöschen. 20-30 Minuten – je nach Packungsanweisung köcheln lassen – dabei immer wieder umrühren & ggf. zum Ende hin noch etwas mehr Brühe zugeben, wenn die Flüssigkeit nicht ausreicht.

Zwischenzeitlich das Fruchtfleisch des Kürbis‘ klein würfeln, in einer beschichteten Pfanne mit 1 EL Butter anbraten und mit Salz & Pfeffer würzen. Unter Zugabe von etwas Wasser oder Weißwein etwa 15 Minuten weich dünsten und etwas vom Estragon zugeben. Die Schollenfilets längs halbieren, leicht salzen & pfeffern und aufrollen, mit einem Zahnstocher fixieren und wenn der Kürbis fertig ist in der beschichteten Pfanne mit dem TL Butter von allen möglichen Seiten anbraten, dass der Fisch leichte Farbe bekommt.

Den Parmesan und etwas Estragon unter das Risotto rühren und abschmecken, alles zusammen anrichten. 

Ich wünsche Euch einen wunderschönen Abend & ein schönes Wochenende! 🙂

Herzlichst Kristina sw

2Herde hat noch mehr zu bieten sw


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Selbstgemachte Ravioli mit 2erlei Füllung – Themenwoche „Meine Zombies im Vorratsschrank“ {Teil 2}

Zombies im Vorratsschrank Themenwoche

Aloha ihr Lieben Halloween

Hach, so ein Feiertag ist schon was tolles! Ausschlafen, ausgiebig frühstücken, es sich auf der Couch gemütlich machen, einen langen Spaziergang an der frischen Luft machen, für all die schönen Dinge ist mal wieder Zeit, die man wunderbarerweise auch nicht alleine verbringen muss, denn der Liebste, die Familie & die beste Freundin haben ja auch frei! 😉 Man kann die Zeit unter anderem auch nutzen, um mal etwas länger als sonst in der Küche zu stehen… Normalerweise gibt’s hier ja vor allem schnelle, alltagstaugliche Sachen, aber heute habe ich ein Rezept für Euch, bei dem Ihr ein bisschen mehr Zeit einplanen müsst – es lohnt sich aber auch! Selbstgemachte Pasta ist schließlich was besonderes:

Selbstgemachte Ravioli 1b

Ravioli mit 2erlei Füllung: Kürbis & Tomate-Mozzarella

Für den Teig

Du brauchst für ca. 40 Ravioli:

  • 250g Mehl + X
  • 3 Eier
  • 2 TL Olivenöl
  • eine großzügige Prise Salz

Für die Füllung

reicht jeweils für die komplette Teigmenge

a) mit getrockneten Tomaten:

  • 100g getrocknete Tomaten
  • 100ml Gemüsebrühe
  • 2 Kugeln Mozzarella = 250 g
  • 1 Handvoll Basilikum
  • 30g frisch geriebenen Parmesan
  • etwas Pfeffer
  • 1 Eigelb
  • + 1 Eiweiß

oder

b) mit Kürbis:

  • 300g Kürbisfleisch
  • 1 Schalotte
  • Salz & Pfeffer
  • etwas frisch geriebene Muskatnuss
  • 1 EL Butter
  • eventuell etwas Wasser
  • 50g frisch geriebenen Parmesan
  • 1 Eigelb
  • + 1 Eiweiß
  1. Für den Teig alle Zutaten von Hand gründlich verkneten, das dauert mindestens 5 Minuten, so lange Mehl hinzufügen, bis der Teig nicht mehr an der Hand beim Kneten kleben bleibt. Die Teigkugel in Frischhaltefolie wickeln und mindestens eine Stunde in den Kühlschrank legen.
  2. Für die Tomatenfüllung die Tomaten mit der Gemüsebrühe übergießen und ca. 10 Minuten darin einweichen. Abschütten und in ein hohes Gefäß geben, den Mozzarella fein würfeln und das Basilikum hinzufügen, etwas frischen Pfeffer zugeben & alles pürieren (sollte das nicht gleich hinhauen, kannst Du ja mit einem EL Olivenöl nachhelfen). Mit dem Mozzarella und dem Eigelb vermengen und abschmecken.
  3. Für die Kürbisfüllung das Kürbisfruchtfleisch fein würfeln. In einem kleinen Topf die Butter schmelzen & die fein gewürfelte Schalotte darin glasig anschwitzen. Das Kürbisfleisch hinzugeben, salzen und pfeffern und in etwa 15-20 Minuten weich dünsten. Ich hab etwas Wasser dazugeben müssen, weil mein Kürbis doch noch recht fest war. Das weiche Kürbisfleisch zu Mus rühren und den Parmesan sowie das Eigelb zugeben. Mit Salz & Pfeffer abschmecken.
  4. Den Teig aus dem Kühlschrank nehmen und ausrollen – vielleicht nicht auf einmal, sondern in 1/3-Portionen. Mit einem runden Ausstecher (die großen Saftgläser von Ikea eignen sich ziemlich gut dafür, wenn ihr keinen Plätzchenausstecher zur Hand habt) Kreise ausstechen. In die Mitte der Kreise jeweils etwa 1/2 Teelöffel der Füllung geben und auf den Rand des Teigs etwas Eiweiß streichen. Den Teig aufeinanderklappen und mit einer Gabel zusammendrücken.
  5. Die Ravioli in kochendem Salzwasser etwa 5 Minuten gar ziehen lassen und mit einer Soße Eurer Wahl (vielleicht mit Vodka-Tomatensauce, als Pasta Salvia oder mit klassischer Bolognese) oder ganz schlicht mit etwas Salbeibutter und Parmesan servieren.

Wenn man die Kürbisravioli mit ein wenig Kräuterbutter und Parmesan serviert, dann kann man den Herbst schmecken, finde ich. Und weil Claudi von Kulinarikus und Sandra von Naschkatzenalarm gerade bei ihrem Event „So schmeckt der Herbst“ nach Herbstrezepten suchen, reiche ich die Ravioli doch glatt ein! 🙂
So schmeckt der Herbst Kulinarikus und Naschkatzenalarm


Und jetzt wünsche ich euch einen wunder-, wunderschönen Feiertag, ihr Süßen! Lasst es Euch gut gehen &  vielleicht verratet Ihr mir ja noch, ob und welche Pasta Ihr schonmal selbst gemacht habt! 🙂
Herzlichst Kristina sw

Tag der deutschen Einheit

2Herde hat noch mehr zu bieten sw

 


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Gnocchi mit Pfifferlingen in Gorgonzola-Rahm

Gnocchi mit Pfifferlingen in Gorgonzola-Rahm 3b

Aloha ihr Lieben sw

Mein RSS-Reader zeigt mir mittlerweile fast genauso eindeutig wie der Blick aus dem Fenster, dass es Herbst sein muss, denn von vielen meiner Lieblingsblogs lachen mir Pilze & Kürbisse entgegen. So viele tolle Rezepte sind es jetzt schon, ich bin mir sicher, dass der Herbst auch in diesem Jahr wieder zu kurz sein wird, um alles nachzumachen, was ich schon jetzt gespeichert habe.

Mein erstes Pfifferlings-Gericht stand noch aus, aber ich bin einfach noch nicht selbst auf den Markt gekommen, um schöne zu erstehen und in den Supermärkten konnte ich mich noch nicht so recht mit den Plastikverpackungen anfreunden. Schwesterherz war so lieb, mir den Rest aus ihrem Körbchen zu überlassen, so dass ich damit ein wunderbares kleines Mittags-Dinner for One zaubern konnte:

Gnocchi mit frischen Pfifferlingen in Gorgonzola-Rahm

Du brauchst pro Portion:

  • eine große Handvoll Pfifferlinge
  • 200 g Gnocchi
  • 50g Gorgonzola, fein gewürfelt
  • 1/2 Bund Frühlingszwiebeln, in feine Ringe geschnitten
  • 200 ml Vollmilch
  • n.B. ein Schlückchen Weißwein
  • 1 EL Butter
  • ein kleiner Zweig Rosmarin
  • Salz & Pfeffer, frisch gemahlen

Gnocchi mit Pfifferlingen in Gorgonzola-Rahm 1a

Während Du die Gnocchi kochst, kannst Du schonmal die Pfifferlinge putzen und in einer kleinen beschichteten Pfanne die Butter schmelzen. Die Pfifferlinge hineingeben, in der Butter wenden und salzen und pfeffern, die Rosmarinblättchen hineinzupfen. Mit (Weißwein und dann) Milch ablöschen, einköcheln lassen und wenn die Milch fast eingekocht ist (wenn die Pfanne richtig heiß ist, dauert das gar nicht lang) den klein gewürfelten Gorgonzola und die Frühlingszwiebelringe hineingeben, während der Käse schmilzt gut verrühren und dann die Gnocchi unterheben. Anrichten, servieren & schmecken lassen!

Und wie isst Du Deine Pfifferlinge am liebsten? Ich bin für alle (vegetarischen) Tipps dankbar! 🙂

Herzlichst Kristina sw

PS: Keine Ahnung vom Pilzesammeln? Kulinarikus stellt diese Woche eine ganze Menge fachkundiger Tipps vor! 🙂

2Herde hat noch mehr zu bieten sw