2 Herde wohnen, ach, in meiner Brust


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Ich speise wie ein Fräulein und frühstücke…

Tomate-Mozzarella-Rührei 4b

Aloha ihr Lieben sw

„Die wichtigste Mahlzeit des Tages“ – Ramona von Frl. Moonstruck kocht! hat dazu aufgerufen, den Frühstückstisch eines Fräuleins würdig zu decken & etwas leckeres für den Morgen zu servieren.

Banner Querformat Frl Moonstruck Frühstück

Nun war ich – Schande über mich, Schande über meine Kuh! – eigentlich ein sehr langweiliger Frühstücker: Brot aus der Box, Kühlschrank auf, Butter und Belag drauf, Kaffee dazu, fertig! Spätestens mit dem Beginn meines vegetarischen Experiments änderte sich das allerdings , da mir einfach nur Käse- und Marmeladenbrot schlagartig zu langweilig wurden. Ganz oben auf der Hitliste standen stattdessen morgendliche Tomate-Mozzarella-Körnerecken mit viiiiel Basilikum, schon allein deswegen, weil man diese nicht nur morgens, sondern auch mittags wunderbar essen kann und sie auch sehr gut mit in die Uni genommen werden können. Und wenn Ihr mich heute fragt, was ich denn so esse, wenn ich nicht schnell los muss, sondern mir ein kleines bisschen Zeit für’s Frühstück nehmen kann, dann antworte ich:

Tomate-Mozzarella-Rührei 1b

Tomate-Mozzarella-Rührei

Du brauchst für ein hungriges Fräulein:

  • 3 Eier
  • 2 kleine Tomaten
  • 1 Pk. kleine Mozzarellakugeln
  • eine Handvoll Basilikumblätter, frisch vom Strauch
  • einen TL Butter
  • einen Schluck Milch
  • Salz & Pfeffer
  • dazu evtl. Toastbrot

Zuerst schlagen wir die Eier in einer Schüssel auf und verquirlen sie mit dem Schluck Milch sowie etwas Salz und Pfeffer. Dann halbieren wir die Mozzarellakugeln (natürlich kannst du auch einfach eine normale Mozzarellakugel klein würfeln, wenn Du gerade keine Bällchen zur Hand hast, dann wird es aber schon fast ein bisschen viel des Mozzarellas ^^) und halbieren die Tomaten. Ich entferne immer die Kerne aus den Tomaten, sonst wird es etwas zu wässrig, danach einfach das „Fruchtfleisch“ (oder wie nennt man das bei Tomaten?!) klein und das Basilikum in feine Streifen schneiden.

In einer kleinen beschichteten Pfanne schmelzen wir dann das Stück Butter, geben die verquirlten Eier schwungvoll hinein und beginnen schon (ich nehme ganz klassisch einen Holz-Kochlöffel) mit für die frühe Uhrzeit hektischen Bewegungen zu rühren. Gleich darauf den Mozzarella hinzu und weiter kräftig rumrühren – der Natur des Käses gemäß wässert das Ganze jetzt etwas, aber das Wasser lassen wir einfach verdampfen. Kurz vor Schluss noch die Tomatenwürfel und den Großteil des Basilikums unterrühren, dann ab mit dem Rührei auf den Frühstücksteller, mit dem restlichen Basilikum garnieren, vielleicht noch eine großzügige Prise Salz & Pfeffer frisch drübermahlen, das Toastbrot aus dem Toaster holen und mit einem frischen Kaffee oder Tee ab an den Tisch! 🙂

Tomate-Mozzarella-Rührei 2a

Und was frühstückt Ihr am Liebsten? Seid Ihr auch schon gespannt auf die Einsendungen bei Frl. Moonstruck?

Herzlichst Kristina sw2Herde hat noch mehr zu bieten sw

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Dinner for One #6: Franziskas Spaghetti-Frittata

Hallo Ihr Hübschen,

ich bin soooo froh, dass ich meine tollen Gastblogger habe, das kann ich Euch gar nicht sagen. Zum Einen, weil der Kühlschrank immer noch dahinsiecht (wir dümpeln mit viel Glück bei 12°C – kein verlässlicher Partner für die Speisenzubereitung, deswegen bleibt die Küche lieber lauwarm), während mein Vermieter dankenswerterweise um einen möglichst guten, genauso großen (der Innenraum – was es da für Unterschiede gibt….) und hoffentlich auch energiesparenden Ersatz bemüht ist, der noch dazu in genau diese Lücke passt. Ein noch viiiiel wichtigerer Grund ist aber, dass es hier dann tolle Sachen gibt, die ich noch nicht für Euch gekocht habe und die mir vielleicht auch so schnell nicht eingefallen wären. Gar nicht auf dem Schirm hatte ich zum Beispiel Frittata – macht aber nix, denn die liebe Franziska von Gingers Hexenküche, die heute den Kochlöffel beim „Dinner for One“ schwingt, hat da mal was vorbereitet:

Lobhudelei Gingers Hexenküche

So ein Blog ist eine tolle Angelegenheit. Besonders aber die Zusammenarbeit von Bloggern fasziniert mich immer wieder! 🙂
Als ich gelesen hatte, dass Kristina Leute sucht, die bei ihrer tollen Idee, ein Dinner for One zu starten, war ich sofort Feuer und Flamme. Solch eine Gelegenheit hat man schließlich nicht alle Tage.
Ich finde ja, dass es sich immer lohnt zu kochen, selbst wenn man nur eine Person ist. Mein Koch-Motto ist nämlich „Wenn ich mir schon nichts Leckeres koche, wer solls denn dann machen?“. Getreu nach diesem Motto schreibe ich seit einem Jahr  regelmäßig Einträge in meinen Blog. Ich bin ein großer Fan von schnellen, aber durchaus schmackhaften Rezepten. Oft probiere ich Rezepte aus, aber ich entwerfe auch häufiger eigene Gerichte, die meinen Wünschen und Ansprüchen gerecht werden.
Bei dem Gericht, was ich euch hier vorstellen möchte, handelt es sich um etwas Schnelles und Einfaches, was trotz alledem gut mundet. 😉
Und hier mein Rezept:

Spaghetti-Frittata für eine Person

Zeit: 20 Minuten
Schwierigkeitsgrad: einfach
50g Vollkornspaghetti
50g Spaghetti
200g Tiefkühlbrokkoli
50g geraspelter Käse
2 Eier
Pfeffer, Salz, Chilli
Den Brokkoli auftauen lassen und in kleine Stücke schneiden. Die Spaghetti bissfest in Salzwasser kochen. Den Brokkoli zu den Nudeln im Topf geben und kurz mit aufkochen lassen. Nun die Eier mit dem Käse verquirlen. Die Spaghetti und den Brokkoli abgiessen und in einer mit ein wenig Fett ausgestatteten großen Pfanne geben. Die Eiermischung oben drauf gießen und mit einer Alufolie/einem Deckel bei mittlerer Stufe braten, bis das Ei gestockt ist.
 
So schnell wie die Frittata gezaubert ist, ist sie auch verspeist. 😉
Ich finde, dass es eine gute und schnelle Alternative als Abendessen ist, wenn man mal wenig Zeit hat oder einfach allgemein gerne schnelle Rezepte mag. Die Frittata ist zum Glück eine Idee, die man gut abwandeln kann: Mal mit Reis oder Kartoffeln, mal rein vegetarisch oder gar deftig mit viel Wurst oder Fleisch.
Ich hoffe sehr, dass allen Allein-Kochern dieses Rezept gefällt! 🙂
Franziska von Gingers Hexenküche

Dinner for One_groß

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Mein aller-, aller-, allerliebstes (deutsches) Lieblingsessen

Grie Soß' 3

Kulinarisch gesehen bin ich ja nicht nur aufgrund meiner 2Herde eine gespaltene Identität: Auch mein Heimatort hat mir so eine gewisse Schizophrenie mitgegeben, was „typische, regionale Küche“ betrifft: Klar zu Bayern als Bundesland gehörend und damit auf Volksfesten Bier, halben Hähnchen und vor allem der Schweinshaxe fröhnend, liegt er dennoch nahe genug an Hessen, um zu wissen, wie lecker „Handkäs‘ mit Musik“, Kochkäse oder Frankfurter Würstchen sein können. Mein Studium hat diese Präferenzen ein wenig in Richtung bayerische und fränkische Küche verschoben und so stehen immer wieder mal Weißwürste oder auch Obatzter bzw. Gerupfter und natürlich Schäufele auf der Speise- & Vesperkarte. Wenn Du mich allerdings nach meinem Lieblingsgericht fragen würdest, dann würde ich überall das gleiche sagen, ob in der Urlaubssonne des Mittelmeers, auf dem Nürnberger Hauptmarkt oder dem Hamburger Fischmarkt: Es geht nix über Frankfurter Grie Soß‘! Wenn Oma ankündigt, dass alle Kräuter gewachsen sind, lasse ich alles stehen und liegen und schwinge das Wiegemesser statt der Grillzange, koche Eier hart, die in keinen Nudelsalat wandern werden und schäle mit Freude Kartoffeln. Herr D. hält gebührenden Abstand, denn er hat in einem von Frankfurts besten Häusern am Platz, dereinst vor 100 Jahren (wenn man ihn so reden hört) tonnenweise Kräuter gehackt und überlässt das Feld und auch die Sauerei (die natüüürlich nur ich beim Hacken veranstalte) lieber der Frau des Hauses.

Ich könnte jetzt noch, bevor ich mein Rezept präsentiere, auf die Streitigkeiten eingehen, die die Grie Soß‘ hervorrufen kann: Mit oder ohne Majo, die Eier direkt hinein oder dazu essen, die Kräuter hacken oder doch pürieren – Montagues und Capulets konnten wohl keine schöneren Streitigkeiten führen als Befürworter und Gegner bestimmter Zubereitungsweisen. Für mich ist klar: Die Soß schmeckt kalt (Herr D. und ich) oder auch warm (Mutti und die Anverwandten, dann mit einer klassichen Mehlschwitze zubereitet), kann nur extrem fein gehackt wirklich ihr volles Aroma entfalten (wobei püriert selbstgemacht immer noch besser ist, als beim Discounter stilecht im Plastikeimerchen erworben) und Majo kommt uns nicht in die Schüssel.

Fakt ist und bleibt bei all der moralischen Diskussion: Die 7 Kräuter sind das Beste, was man auf einem guten (hessischen) Wochenmarkt erwerben kann und sie haben zu Recht ihr Denkmal verdient! 😉

Also jetzt zu meinem Rezept für’s Sößsche:

  • 150 g Kräuter für grüne Soße, diese sind (und darüber herrscht meines Wissens nach Einigkeit):
    • Schnittlauch
    • Petersilie
    • Kresse
    • Kerbel
    • Borretsch
    • Pimpinelle
    • Sauerampfer
  • 4 Becher saure Sahne
  • Salz & Pfeffer

Die Kräuter fein hacken, die die saure Sahne einrühren und mit Salz und Pfeffer abschmecken. (Für die Pürierer unter uns: nicht die Kräuter mit der kompletten sauren Sahne pürieren, sondern nur mit einem Teil davon und die restliche saure Sahne zum Schluss unterheben, sonst wird die Soße zu flüssig). Dazu Salzkartoffeln und hartgekochte Eier, wenn’s etwas feiner oder für den Sonntag sein soll, einfach die Soße zu einem schönen Stück Tafelspitz servieren [Mutti empfiehlt an dieser Stelle, wo es um den Fleischkonsum geht: „en Ringel Flaaschworscht“ (einen Ring Fleischwurst)…]

Grie Soß' 2

Als sei es des Schicksals Fügung, bereitete ich am gestrigen Abend zum ersten Mal in diesem Jahr mein allerliebstes Lieblingsessen zum ersten Mal für diese Saison zu und heute läuft mir das Blogevent von Ofenlieblinge „Lieblingsrezepte aus der deutschen Küche“ über den Weg. Puuuh, da bin ich ja froh, dass ich in meinem Enthusiasmus nicht gleich gebloggt habe, denn so kann ich dieses Rezept beim Blogevent einreichen:

Ofenlieblinge Blogevent Lieblingsrezepte im April

Jetzt war ich aber fleißig mit der Bloggerei für heute…hihi! Aber wenn ich so ein tolles Event sehe, muss ich einfach mitmachen! Habt weiterhin einen schönen Sonntag und probiert bei Gelegenheit die Grüne Soße doch einfach mal aus, falls Ihr sie noch nicht kennt.

Herzlichst Kristina sw

2Herde hat noch mehr zu bieten sw


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Das Universum der Suppeneinlagen, 1. Galaxie: Eierstich

Eierstich

Suppeneinlagen gibt es ja so einige leckere und es gibt keine, die ich absolut nicht mag – ob Markklößchen oder Leberspätzle, Maultauschen oder einfache Suppennudeln – solange noch genügend Brühe im Teller ist, bin ich eigentlich für jede Suppe zu begeistern. Mein absoluter Favourite allerdings in klaren Suppen ist Eierstich. Liegt wahrscheinlich daran, dass es das bei Muttern eher selten gab und wenn, dann war es mir schon immer ein kleines Fest. Viel häufiger gibt es hier auch keinen Eierstich, was allerdings daran liegt, dass Herr D. kein besonderer Fan davon ist (kann ich gar nicht nachvollziehen!) und für mich allein – naja, da mach‘ ich mir die Mühe auch nicht immer, wenn es Suppe gibt. Als wir die Woche Abends allerdings die Reste der Hühnersuppe aus dem Tiefkühler vernichten wollten, hatte ich während diese langsam auftaute genug Zeit, noch etwas Eierstich vorzubereiten und deswegen bekommt ihr hier noch schnell mein Rezept:

Für die Menge eines flachen Suppentellers braucht ihr

4 Eier1 Becher Schlagsahne (entsprechend könnt ihr auch 200 ml Milch nehmen, ich würde allerdings nicht zu fettarmer raten)je eine Prise Salz, Pfeffer und Muskat

Zuerst setzt Du das Wasserbad auf, bringst also einen Topf mit ca. 1 l Wasser zum Kochen und stellst eine flache kleine (Porzellan-)Schale oder den bereits erwähnten Teller darauf, ich empfehle diese/n vorher leicht zu fetten. Dann verquirlst Du alle Zutaten gründlich mit einem Schneebesen – wenn Du magst kannst Du  auch an dieser Stelle etwas Petersilie zugeben, gießt sie in die Schale und deckt diese mit Alufolie ab. Die Hitze kannst Du jetzt auf 1/3 zurückdrehen, so dass das Wasser leicht vor sich hin köchelt. Nach ca. einer halben Stunde ist die Masse komplett gestockt und muss etwas abkühlen, was aber nach einer Viertelstunde schon passiert ist. Dann einfach in feine Würfel schneiden und in der heißen Suppe (Rinderbrühe, Hühnerbrühe etc.) servieren.

Lass Dir's schmecken!