2 Herde wohnen, ach, in meiner Brust


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[Mensa-Dienstag 5] Blumenkohl-Brokkoli-Gratin

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Aloha ihr Lieben sw

Ich bin wieder da! 😉 Vielen, vielen, vielen Dank über Eure Genesungswünsche nach meinem Unfall – ihr seid so unglaublich zuckersüß, mir hat es ganz die Sprache verschlagen, als ich die lieben Kommentare gelesen habe. Hier war zwei Wochen Sendepause, wie ihr gemerkt habt, aber ich musste mich erstmal von dem Schock erholen und wieder fit & mobil werden, so ein Crash steckt einem doch ganz schön in den Knochen. Außerdem blieb natürlich einiges an Uni-Arbeit liegen, das abgearbeitet werden wollte – leider bleiben die Uhren ja nicht einfach mal stehen, auch wenn man es noch so sehr gebrauchen könnte.

Mit dem Kochen war ich auch nicht ganz so kreativ in diesen zwei Wochen und deswegen bin ich ganz froh, dass es mir mein „Mensa-Dienstag“ einigermaßen leicht macht, den Wiedereinstieg zu finden, schließlich ist die Aufgabe ja klar definiert. 😉 Weil mir aber Nudeln so ein bisschen zum Hals raushingen (zumindest in den gängigen Mensa-Kombinationen) habe ich mich diesmal für ein leckeres, gesundes Gemüsegratin entschieden. Das Original ist mal wieder in den Rankings nicht so gut weggekommen, weswegen ich es als Herausforderung gesehen habe, das Gericht ein wenig zu entschlacken – dem ist natürlich direkt die Béchamelsauce zum Opfer gefallen, denn auch wenn ich mir eigentlich vorgenommen hatte, möglichst nahe an der Vorgabe zu bleiben, darf trotzdem das wegfallen, was mir selbst nicht sooooo gut schmeckt…so eine Mehlschwitze ist meiner Meinung nach nämlich nicht in jeder Kombination lecker und auch wenn es stark auf den Winter zugeht (dieser Schnee, ich mag ihn schon jetzt nicht!), muss man den Winterspeck ja nicht schon vor Weihnachten auf die Rippen gefuttert haben.

Blumenkohl-Brokkoli-Auflauf 1

Blumenkohl-Brokkoli-Gratin

Du brauchst für eine Portion:

  • 1/4 Kopf Blumenkohl
  • 1/2 Brokkoli 
  • => von beiden Gemüsesorten also je etwa 250g, TK ist natürlich eine Alternative ^^
  • 75g Bergkäse, frisch gerieben
  • 150ml Milch 
  • 1 Ei
  • 2 gut gehäufte TL Suppengewürz
  • oder je eine kräftige Prise Salz und Pfeffer
  • eine Prise geriebene Muskatnuss

Blumenkohl-Brokkoli-Auflauf 2

Blumenkohl und Brokkoli putzen und in Röschen teilen, in einem Topf Salzwasser zum Kochen bringen, ein Sieb draufsetzen, Blumenkohl und Brokkoli hineingeben und bei aufgelegtem Deckel (auf das Sieb) etwa 20 Minuten dünsten. Zwischenzeitlich den Backofen vorheizen (200°C Ober-/ Unterhitze).

In einer Schüssel die Milch mit dem Ei und den Gewürzen kräftig verquirlen und eine Auflaufform vorbereiten (ggf. einfetten). Blumenkohl und Brokkoli in die Auflaufform geben, mit der Milchmischung übergießen und mit dem Käse bestreut etwa 25 Minuten im vorgeheizten Ofen überbacken.

Natürlich könnt ihr auch Nudeln dazu machen (oder im Gratin vorgekocht mitgaren), Reis und Kartoffeln passen sicher auch, mir hat aber einfach ein Stück Baguette dazu gereicht.

Blumenkohl-Brokkoli-Auflauf 3 Zusammenfassung

Kalkulation_Blumenkohl-Brokkoli-AuflaufMein Fazit fällt diesmal eher durchwachsen aus: Es war kein Problem, den Mensapreis von 1,95€ zu unterbieten – allerdings sind der Aufwand mit alles in allem etwa einer Stunde (wobei man während der Garzeit im Ofen natürlich problemlos lernen kann, strebsam wie Studenten ja so sind…) und der Energieverbrauch bei einer Portion für meinen Geschmack ein wenig heftig. Mit Béchamelsauce wäre mir das Ganze sicher zu mächtig gewesen, mit der Ei-Milch-Mischung und dem kräftigen Bergkäse war das Essen genau richtig. Nächstes Mal würde ich mir allerdings doch einen Mitesser einladen – wobei eine mit-zubereitete zweite Portion auch ein hervorragendes Mittagessen für den nächsten Tag abgibt, das Gratin schmeckt nämlich auch kalt oder aufgewärmt. 🙂

Lasst es euch schmecken & habt einen schönen Tag!

Herzlichst Kristina sw

2Herde hat noch mehr zu bieten sw

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Wenn dich die Google-Muse küsst…Marokkanischer Aubergineneintopf

Marokkanischer Aubergineneintopf nach Transglobal Pan Party1

Aloha ihr Lieben sw

Marokkanischer Aubergineneintopf nach Transglobal Pan Party5Kennt ihr die Google-Muse? Eigentlich könnte ich sie auch das Google-Orakel nennen, denn wie beim berühtem anriken Orakel von Delphi weiß der Fragende nicht so genau, ob der Orakelspruch wirklich eine zukunftsweisende Anleitung sein kann oder ob am Ende nur Bullshit rauskommt. Meistens befrage ich das Orakel nach folgender Formel: [Zutat 1, die dringend wegmuss] + [Zutat 2, die man auch mal verarbeiten könnte oder die eventuell eine nette Kombination ergibt] + [Stichwort ‚Blog‘, um eventuell auf ganz viele tolle Foodblogger-Rezepte zu stoßen (Chefkoch kann ich ja immer noch fragen)].  Diesmal warf ich dem Orakel sogar nur eine Zutat hin, nämlich die kapitale Aubergine, die sogar schon eine Reise vom Studentenbudenherd zum Holdenherd hinter sich hatte und somit das Kriterium „Muss weg“ recht gut erfüllte und hoffte auf Erleuchtung in Form eines neuen Rezeptes und ungeahnter aromatischer Genüsse. Fündig wurde ich  bei Ela von Transglobal Pan Party, die ein Rezept für Marokkanischen Auberginen-Eintopf bereits vom Zeit Magazin in einer veganen Variante adaptiert hatte. Und weil Eintopf mit Cranberries, Granatapfelkernen und meinem allerliebsten Lieblingsgewürz Kreuzkümmel (Kumin) in Verbindung mit Couscous (den ich auch ständig essen könnte) nach einem lauten „Bing, bing, bing – JACKPOT!“ in Sachen Aromafeuerwerk anhörte, schnappte ich mir noch schnell die fehlenden Zutaten und machte mich ran an die Pfanne.

Ich sage Euch: Es hat sich wirklich gelohnt! Leckilecki, wie Juli sagen würde – ich bin Fan und diesen Eintopf gibt’s genau (!) in dieser Kombination wieder. Jetzt aber endlich zum Rezept:

Marokkanischer Aubergineneintopf nach Transglobal Pan Party2

Marokkanischer Auberginen-Eintopf

Du brauchst für 4 Teller:

  • 2 EL Olivenöl
  • 1 große Aubergine
  • 2 große Karotten
  • 3 Schalotten
  • 2 Knoblauchzehen
  • 1 Dose gehackte Tomaten
  • 1 Dose Kichererbsen
  • 1 Handvoll getrocknete Cranberries
  • 1 Granatapfel
  • einen Bund Petersilie, fein gehackt
  • 200 ml Gemüsebrühe
  • Gewürze:
    • 1 TL Salz
    • 1 Espressolöffel Cayenne-Pfeffer
    • 1 TL Paprika-Pulver
    • 2 TL Kreuzkümmel
    • 1 TL Thymian, getrocknet und gerebelt

Für die Beilage:

250g Couscous
500ml Gemüsebrühe
2 EL Tomatenmark
je eine Prise Zimt, Cayennepfeffer, Kardamom, Muskat und Kreuzkümmel
etwas von der gehackten Petersilie

Für den Eintopf müssen die Aubergine und die Karotten grob und die Zwiebeln fein gewürfelt werden, außerdem muss der Knoblauch gehackt werden. Die Cranberries kannst du schonmal abschütten, gründlich mit kaltem Wasser abwaschen und in einer unbeschichteten Pfanne das Olivenöl erhitzen. In diesem Olivenöl schwitzt du dann Zwiebeln & Knoblauch an und gibst die Auberginen zusammen mit den Karotten hinein. Das Ganze löschst du mit etwa 50ml Wasser ab und gibst einen Deckel auf die Pfanne, das Gemüse muss etwa 8-10 Minuten schmoren (du kannst ja gelegentlich mal rühren).

Zwischenzeitlich kannst du schon mal den Couscous in eine Schüssel oder einen Topf geben und den halben Liter Brühe aufkochen, ihn langsam in kleinen Portionen über den Couscous gießen und diesen mit dem Tomatenmark und den übrigen Gewürzen verrühren.

Die Auberginen-Pfanne wird mit der Brühe und den stückigen Tomaten abgelöscht, alle Gewürze werden hinzugegeben und der Eintopf muss weitere 10 Minuten schmoren.

Wenn diese Zeit vorbei ist, schmeckst du den Eintopf mit den Gewürzen ab und servierst ihn mit dem Couscous, bestreut mit Granatapfelkernen („vorsichtige Esser“ sollten das vielleicht erstmal probieren, alle anderen: ran an den geilen Scheiß! 😉 ) und der Petersilie.

Marokkanischer Aubergineneintopf nach Transglobal Pan Party3

Guten Hunger & einen schönen Sonntag! ❤

Herzlichst Kristina sw

PS: Ich hätte auch einfach Auberginen-Pasta machen können. Aber dann hätte ich wohl nie herausgefunden, was das Orakel bei“Rosenkohl“ und „Gorgonzola“ auasspuckt…aber dieses Geheimnis lüfte ich morgen! 🙂

2Herde hat noch mehr zu bieten sw


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Kichererbsensalat & Honiggeschnetzeltes vom Rind

Kichererbsensalat 2

Aloha ihr Lieben sw

Die liebe Yvonne von „Experimente aus meiner Küche“ hat bald Geburtstag und  – wir kennen das alle – weiß noch nicht so genau, was sie ihren Gästen tolles vorsetzen soll. Das Angebot ist riesig, die Auswahl schwierig: Es soll ja für alle was dabei sein, man will am „großen Tag“ möglichst wenig in der Küche stehen und es soll trotzdem alles frisch und lecker schmecken. Gar nicht so einfach…

Partyrezepte Event Experimente aus meiner Küche

 

Herr D. und ich haben Glück, wir sind beide Frühjahrs- bzw. Sommerkinder und grillen deswegen meistens auf dem Balkon. Dazu ein paar leckere Salate, selbstgemachte Soßen/ Dips und Dessert oder Kuchen – dadurch, dass Grillen eine sehr gesellige Sache sein kann, sind wir da immer fein raus. Jetzt im November muss man sich natürlich etwas anderes einfallen lassen, denn frierende Gäste sind sicherlich nicht gerade in bester Feierlaune. 😉

Salat, finde ich, ist allerdings zu keiner Jahreszeit fehl am Platz. Und deswegen reiche ich für das Event einen frischen, leckeren Kichererbsensalat ein, der problemlos auch schon am Vortag zubereitet werden kann und gut zu vielen anderen Gerichten passt:

Kichererbsensalat

Basisversion für 4 Portionen – für eine ordentliche Party-Buffetschüssel voll würde ich die Menge verdoppeln. 🙂

  • 2 große Dosen Kichererbsen (800ml)
  • 1 Salatgurke
  • 3 große Tomaten
  • 1 kleiner Bund Petersilie (40g)
  • einige Blätter frische Minze
  • Für das Dressing:
    • Saft einer Zitrone
    • 2 EL Walnussöl
    • 2 EL Honig
    • 1 EL Kreuzkümmel
    • Salz & Pfeffer

Die Kichererbsen abtropfen lassen und in eine große Schüssel geben. Salatgurke und Tomaten waschen, entkernen & würfeln und zu den Kichererbsen geben. Die Kräuter hacken, alle Zutaten für das Dressing verrühren und alles in die Schüssel geben. Mindestens eine Stunde im Kühlschrank ziehen lassen.

Kichererbsensalat 1

Die Möglichkeiten, was man zum Kichererbsensalat essen kann, sind natürlich vielfältig. Für alle, die es gerne herbstlich-rustikal mit asiatischer Note mögen hier noch ein Rezept für Honiggeschnetzeltes vom Rind, das einen tollen geschmacklichen Kontrast zum Kichererbsensalat bildet und das auch aufgewärmt und warmgehalten werden kann:

Honiggeschnetzeltes vom Rind

Basisversio für 2-3 Portionen

  • 500g Rindergeschnetzeltes (oder einfach Rouladen in dünne Streifen schneiden)
  • 3 EL Sojasauce
  • 3 EL Sojasauce mit Pilzgeschmack
  • 2 EL dickflüssige Austersauce
  • 2 EL Honig
  • 2 Zehen Knoblauch
  • frisch gemahlenen Pfeffer
  • frisch gemahlene Chiliflocken

Alle Zutaten für die Marinade gut verrühren & das Fleisch darin eine Stunde ziehen lassen.

Kichererbsensalat und Honiggeschnetzeltes 1

  • 2 EL Sesamöl
  • 4 Schalotten
  • 1 Rosmarinzweig
  • 2 x 0,5l Rindfleischbrühe
  • 2 EL dickflüssige Austersauce
  • 2 EL Honig

Das Sesamöl in einer Pfanne erhitzen und das Fleisch zusammen mit den in feine Ringe geschnittenen Schalotten rundherum knusprig anbraten. Mit einem halben Liter Brühe ablöschen, den Rosmarinzweig hinein geben und eine halbe Stunde köcheln lassen. Nach einer halben Stunde die restliche Brühe, die Austernsauce und den Honig einrühren und noch eine halbe Stunde köcheln lassen. Mit Salz, Pfeffer & Chiliflocken abschmecken und zum Kichererbsensalat servieren.

Und weil Yvonne auch gerne partytaugliche Archivschätzchen pinnen würde, gibt’s hier noch ein paar Posts, die ich feierwütigen an’s Herz legen möchte:

Herzlichst Kristina sw

PS: Einen kleinen Grund zu feiern hab ich auch – das war gerade mein 300. Post auf 2Herde – Mann, Mann, Mann wie die Zeit vergeht! 🙂

2Herde hat noch mehr zu bieten sw


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[Mensa-Dienstag 4] Krautspätzle mit Röstzwiebeln

Mensa-Dienstag Logo sw-fertigAloha ihr Lieben sw

Es ist wieder Mensa-Dienstag, juhu! (Und es gibt jetzt auch eine Seite zur Serie, toll, wa?) Mittlerweile freue ich mich schon immer total auf die wöchentliche Herausforderung (mal schauen, wann sich der Speiseplan wiederholt und ich mich zu langweilen beginne ^^) und schaue schon am Wochenende, was denn eigentlich zur Auswahl steht. Diesmal habe ich ausnahmsweise nicht am Studentenbudenherd gekocht (welch Stilbruch!), sondern in der Küche des Holden, weil ich nicht sicher war, ob ich es sonst schaffen würde, den Post rechtzeitig vorzubereiten, der ganze Montag und der Dienstag sind diese Woche ziemlich vollgepackt mit Terminen. Weil das Essen ja auch Herrn D. schmecken sollte, durfte er natürlich entscheiden, was auf den Tisch kommt. Zur Auswahl standen diesmal:

  • Reispfanne mit Sojawürfeln
  • Tiroler Krautspätzle mit Röstzwiebeln und Majoran
  • Vegetarische Frühlingsrolle mit Sweet-Chili-Sauce

Natürlich kam wieder das Ausschlussverfahren zur Anwendung und lautete diesmal: Herr D. mag das Wort „Soja“ nur in Kombination mit dem Wort „Sauce“. Punkt. Da hilft auch das Zauberwort „Reis“ nicht. Vegetarische Frühlingsrollen überlässt er lieber dem Asia-Restaurant. Außerdem koche ich sowieso schon oft genug mit zuvor in des Herren Wohnung nicht bekannten Gewürzen, da kamen die Krautspätzle natürlich genau recht und dementsprechend auf den Herd – voilà:

Mensa-Dienstag 4 Krautspätzle 1 beschriftet

(Tiroler) Krautspätzle mit Röstzwiebeln und Majoran

Mensapreis: 1,49€/ Portion

Du brauchst pro Portion:

  • 125g Spätzle
  • 125g Sauerkraut
  • 250ml Brühe
  • 1 Lorbeerblatt & 2 Wacholderbeeren
  • 2 EL Röstzwiebeln 
    • Ich habe gekaufte verwendet, weil ich gestehen muss, dass ich ungern frittiere. Natürlich kannst du das auch gerne selbst machen: Essen aus Engelchens Küche verrät dir, wie’s geht.
  • 1 kleine Zwiebel
  • 1 + 1 TL Butter
  • je eine kräftige Prise Salz und Pfeffer
  • 1 gestr. TL Majoran

Zuerst setzen wir mal Nudelwasser auf und kochen die Spätzle bissfest. Während die Spätzle garen, geben wir das Sauerkraut mit Brühe, Lorbeerblatt & Wacholderbeeren in einen weiteren kleinen Topf und lassen es etwa 10 Minuten kochen, bis die Brühe verdampft ist. Dabei immer mal wieder umrühren.

Wenn die Nudeln abtropfen, schälen wir noch schnell die Zwiebel und würfeln sie fein. In einer größeren beschichteten Pfanne schmelzen wir einen TL Butter und dünsten die Zwiebelwürfel darin an. Nach 1-2 Minuten geben wir die Spätzle dazu und braten sie etwa 4-5 Minuten. Wenn sie ein wenig gebräunt haben, geben wir den zweiten TL Butter dazu, rühren gut durch und würzen mit Salz, Pfeffer und Majoran. Wenn sie leicht-knusprig sind, können wir das Sauerkraut dazugeben, alles gut durchrühren, das Ganze kurz zusammen heiß werden lassen und mit den Röstzwiebeln bestreut servieren.

Kalkulation_KrautspätzleDie 1,49€ Mensapreis konnten diesmal wirklich deutlich unterboten werden. Sauerkraut ist wirklich günstig zu bekommen und da ich die Spätzle vom Discounter gut finde, musste ich auch hier nicht viel Geld ausgeben. Auch mit selbstgemachten Röstzwiebeln wird das Essen sicher kaum teurer. Bei uns gab’s natürlich wieder einen Salat dazu, das muss einfach sein. 😉

Mich hat’s vor allem gefreut, weil ich jetzt endlich mal noch ein Sauerkraut-Rezept in petto habe, wenn Mutti wieder fragt, wer ihr hilft, den Topf mit selbsteingemachtem zu leeren. Herr D. empfiehlt das Gericht auch, war nach der Portion pappsatt und zufrieden und ist vom Mensa-Dienstag (Gott sei Dank!) noch nicht abgeschreckt, so dass ich ihm sicher noch öfter günstiges Studentenfutter andrehen darf. 😉

Herzlichst Kristina sw

Mensa-Dienstag 4 Krautspätzle 2 beschriftet

2Herde hat noch mehr zu bieten sw


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[Mensa-Dienstag 3] Italienischer Nudelauflauf

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Du willst beim Mensa-Dienstag mitmachen? Alle Infos gibt’s am Ende dieses Posts!

Aloha ihr Lieben sw

Der Countdown läuft, es trudeln immer mehr Zombies ein und ich find’s total toll! 🙂 Nur noch wenige Tage bis die kleinen Knirpse aus der Nachbarschaft wieder (teils verschämt, je nach Alter) an der Haustür klingeln & „Süßes oder Saures“ wollen. Auf vielen Blogs finden sich gruselig aussehende Rezepte, Gebäck, das wie abgeschnittene Finger ausschaut, grausige Cupcakes in allen grandiosen Geschmacksvariationen und alles andere, um die Kleinen und Großen Kürbis-Hexen-Vampir-Fans glücklich zu machen.

Was die Gruseleien aus der Küche angeht, so gestehe ich, dass ich die knallorange Lebensmittelfarbe für Cupcakes & alle Varianten, Lebensmittel möglichst „blutrünstig“ aussehen zu lassen, getrost in die Zeit verschiebe, in der mich potenzielle eigene Kinder in schaurigen Kostümen nerven, weil sie mehr Süßigkeiten wollen denen ich selbst durch sanften Dackelblick-Druck zur Ausrichtung von Halloween-Parties gezwungen werde. Bis dahin überlasse ich Herrn D. getrost die Freude über strahlende Kinderaugen in Anbetracht der (monströsen!) Süßigkeiten-Schüssel, die er jedes Jahr für sie vorbereitet. 🙂

Das heißt natürlich nicht, dass ich mich nicht doch gerne schaurigen Dingen widmen würde. Natürlich zum einen in Form von Vorratsschrank-Zombies (man kann gar nicht genug auf eigene Blogevents hinweisen! ^^), zum anderen aber natürlich meinem neuen Lieblingsthema am Dienstag – treue Leser ahnen es schon – dem Mensaessen. Das heutige Essen scheint wirklich Schauer-Potenzial zu haben, sonst würde es wohl nicht auf Platz 206 von 317 der Mensaessen-Hitliste stehen. Grund genug also, sich den

Mensa-Dienstag 3 italienischer Nudelauflauf A

Nudelauflauf mit italienischem Gemüse* und Tomatensoße

einmal zur Brust zu nehmen und zu schauen, was sich da zaubern lässt.

*was genau mit „italienisches Gemüse“ gemeint war, war nicht zu eruieren, aber ich denke, dass die Kombi aus Zucchini, Champignons und Karotten keine schlechte Wahl ist… 😉 

Auf dieses Bild haben sich auch noch zwei Tomaten verirrt, die sind aber im Salat gelandet

Auf dieses Bild haben sich auch noch zwei Tomaten verirrt, die sind aber im Salat gelandet 😉

Du brauchst für 2 Portionen:

  • 150g Nudeln
  • 1 kleine Zucchini
  • 3 Karotten
  • 5 Champignons
  • 1 Zwiebel
  • 1 (kapitale) Knoblauchzehe
  • 1 Dose gehackte Tomaten
  • 1 EL Olivenöl
  • ein paar Zweige frischen Thymian, ersatzweise einfach getrockneten Oregano oder Pizzagewürz
  • Pfeffer
  • rosenscharfes Paprikapulver
  • 0,25 + 0,25l Gemüsebrühe
  • 100g Gouda am Stück

Zuerst brauchen wir mal die Vorbereitungen mit den Gemüse: die Zucchini und die Karotten waschen und in Stifte schneiden, die Champignons in dünne Scheiben. Zwiebel fein würfeln und Knoblauch fein hacken, frischen Thymian abzupfen.

Dann sollten wir den Ofen auf 200°C Ober-/ Unterhitze vorheizen und eine große, unbeschichtete Pfanne auf den Herd stellen. In dieser erhitzen wir das Olivenöl und schwitzen Zwiebeln, Knoblauch und abgezupften Thymian etwa 1 Minute darin an, dann löschen wir gleich mit einem Viertelliter Brühe ab und geben die Tomaten dazu. Während der Ofen vorheizt, lassen wir die Sauce noch ein bisschen köcheln und würzen mit kräftig Pfeffer & Paprikapulver, ganz nach Geschmack.

Zwischenzeitlich reiben wir noch schnell den Gouda (natürlich könnt ihr auch geriebenen Käse kaufen, aber der ist meistens teurer und weniger ergiebig). Nudel-Gargrad-Paniker kochen die Nudeln vor, alle anderen zeit- und planlosen Studenten verwenden Trick 17 mit Selbstüberlistung: In einer großen Schüssel (oder gleich in der Auflaufform, so diese einen Rührvorgang ohne größere Unfälle ermöglicht) werden Nudeln, Gemüse und Tomatensoße vermengt, die Mischung wird in die Auflaufform gegeben und etwas geglättet. Mit der restlichen Gemüsebrühe (es kann natürlich sein, dass ihr gar nicht alles davon braucht) werden eventuelle Hohlräume gefüllt, damit die Nudeln beim Garen genügend Flüssigkeit bekommen. Hat bei mir hervorragend funktioniert, spart Zeit, einen Arbeitsgang und Strom! 😉

Dann müssen wir eigentlich nur noch den Auflauf in den Ofen schieben, 30 Minuten im Vorlesungsskript herumlesen, den Staubsauger schwingen oder die Füße hochlegen – heraus kommt am Ende ein saftiger Auflauf mit bissfesten Nudeln und noch recht knackigem Gemüse. 

Kalkulation Italienischer NudelauflaufZum Schluss werfen wir natürlich noch einen Blick auf die Kalkulation – sicher seid ihr schon neugierig, ob es auch diesmal wieder geklappt hat, unter dem Mensapreis von 1,90 € einzukaufen. Nur eine Portion Auflauf zu machen, hätte ich für Energie- und Zeitverschwendung gehalten (die Vorbereitungen dauern etwa 20 Minuten, dann noch die Garzeit von 30 Minuten obendrauf), deswegen habe ich die Auflaufform vollgepackt und vier Teller rausbekommen, von denen zwei Personen problemlos satt wurden! Da wir ja alle wissen, dass Portionen günstiger werden, je größer die gesamte Menge des Essens ist, punktet der Nudelauflauf mit gerade mal 1,11€ pro Portion absolut auf der Preis-Leistungs-Schiene. Er macht satt, schmeckt lecker & ist ganz nebenbei auch noch recht gesund. Also: Kocht einfach mal wieder für die ganze WG, ladet Euch Gäste ein oder kocht ein bisschen auf Vorrat – gerade jetzt im Herbst ist so ein Auflauf doch ’ne tolle Sache, oder?

Herzlichst Kristina sw

Vergangene Mensa-Dienstage

 


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Gratinierte Nudelmuffins – inspiriert von der „Slowly Veggie!“

Tagliatelle-Muffins B

Aloha ihr Lieben sw

Was kommt dabei heraus, wenn ich meinem Schwesterherz, um sie zu beschäftigen, während ich selbst in der Küche stehe, die neu errungenen Kochzeitschriften in die Hand drücke? Klar: Sie macht fleißig Smartphone-Fotos mit den Dingen, die sie unbedingt nachkochen will. Und dann, wenn ich mal wieder frage, was es denn am traditionellen Herr D.-Schwester-Dinner geben soll, haut sie mir die Fotos um die Ohren. Hehe – wär ja auch gelacht, wenn man die große Schwester nicht dazu kriegen würde, alles vorher auszuprobieren!

Und weil sie sich etwas aus der aktuellen Ausgabe der Slowly Veggie! ausgesucht hatte, hielt sich mein Widerstand natürlich stark in Grenzen, schließlich ist in dieser toll aufgemachten Zeitschrift so einiges enthalten, was unbedingt mal ausprobiert werden  muss. Und warum sollten die gratinierten Nudelmuffins nicht den Anfang machen?

Tagliatelle-Muffins 3

Gratinierte Nudelmuffins

aus der Slowly Veggie, mit einer leicht veränderten Tomatensauce

Für 12 Stück:

  • 400g Tagliatelle (350g hättens auch getan, wir wollen aber mal nicht so sein)
    • im Original weiße & grüne gemischt, habe ich aber auf die Schnelle nicht bekommen
  • 400g Tomaten aus der Dose
  • 1 große Zwiebel
  • 2 Zehen Knoblauch
  • 2 EL Olivenöl
  • 2 EL Ajvar
  • 2 EL getrockneter Oregano stattdessen
  • 2 EL Pizzagewürz
  • 2 TL Basilikumsalz (oder natürlich normales Salz)
  • frisch gemahlener Pfeffer
  • 4 Eier
  • 12 kleine Kugeln Mozzarella
  • 1 EL Butter
  • Butter oder Margarine für die Muffinformen
  • nach Belieben etwas Parmesan

Zuerst kochen wir mal die Tomatensauce, die muss nämlich noch ein bisschen abkühlen. Dazu würfeln wir die Zwiebel fein und schneiden den Knobi in dünne Scheiben. Beides wird in einem breiten Topf im heißen Olivenöl angeschwitzt und mit den Tomaten abgelöscht. Die Dose spülen wir mit etwas Wasser aus und geben das auch in den Topf, nach 2-3 Minuten köcheln fügen wir Pizzagewürz, Basilikumsalz & frisch gemahlenen Pfeffer hinzu und lassen die Sauce 10 Minuten köcheln. Dann wird sie püriert und beiseite gestellt, sie muss ein wenig Abkühlen.

Zwischenzeitlich können wir aber schonmal den Ofen auf 160°C Heißluft vorheizen & die Nudeln bissfest kochen und abschütten, außerdem werden sie mit dem EL Butter vermengt und etwas aufgelockert, damit sie nicht zusammenkleben. 

Die abgekühlte Sauce verquirlen wir kräftig mit den vier Eiern und fetten die Muffinförmchen gründlich ein. Wir befüllen sie jeweils etwa zur Hälfte mit Sauce und rollen die Nudeln in Muffin-Portionen etwas zusammen. Jetzt müssen wir sie nur noch in die Formen drücken, jeweils eine kleine Kugel Mozzarella in die Mitte obenauf geben und das Blech in den Ofen schieben. Nach 25-30 Minuten, wenn die Tagliatelle schön knusprig sind, können wir die Muffins servieren – vielleicht mit etwas frisch geriebenem Parmesan und etwas frisch gemahlenem Pfeffer. 

Es braucht schon mindestens 3 Stück, wenn man hungrig ist, um satt zu werden, Herrn D. hat auch ein viertes nichts ausgemacht. 😉

Tagliatelle-Muffins 4

Ich muss zugeben, als ich die Muffins endlich im Ofen hatte, war ich für einen kurzen Moment skeptisch, ob die Muffins auch wirklich die Mühe wert sind – waren sie bis zu dem Punkt doch nicht viel mehr, als Nudeln mit Tomatensoße. Aber als ich sie dann knusprig aus dem Ofen holte und mit ein wenig Parmesan  und frisch gemahlenem Pfeffer bestreut servierte (man kann nie! genug Käse zu Nudeln essen ^^), hätte ich mich an den Nudeln einfach dumm und dämlich knuspern können! (Meine Mitesser auch!)

Habt ein schönes Wochenende! 🙂

Herzlichst Kristina sw

2Herde hat noch mehr zu bieten sw


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Easy as pie: Pasta mit Auberginen- und Gorgonzolawürfeln

Auberginen-Pasta b

Schnelles Soulfood? Kann ich auch! Wie wär’s denn mit Auberginen-Pasta mit Gorgonzola? Das Rezept stammt aus einem ebenso günstigen wie genialen kleinen Kochbuch, dass ich bei Aldi Süd abgestaubt habe mit dem Titel „Vegetarisch durch den Winter“ und hat mich wirklich überrascht. In wenigen Minuten (L. und ich scherzten „Am längsten hat’s jetzt doch gedauert, bis das Nudelwasser gekocht hat, oder?“) hatten wir ein Abendessen, dass nach der Enttäuschung, vor den verschlossenen Türen der Bibliothek zu stehen, genau das richtige war. Eben weil es quasi „heilende Wirkung“ hatte (oder zumindest der Bibliotheksfrust schnell vergessen war ^^), darf dieses Rezept beim Seelenfutter-Event von „Schmeckt nach mehr“ teilnehmen.

Was kocht Ihr denn so, wenn der Tag mal wieder nicht so gelaufen ist, wie Ihr Euch das vorgestellt hattet?

Auberginen-Pasta 1

Pasta mit Auberginen- und Gorgonzolawürfeln

Du brauchst für 2:

  • 300g Nudeln
  • 1 Aubergine, gern eine große
  • 120g pikanten Gorgonzola
  • 3 EL Olivenöl
  • 2 EL hellen Balsamicoessig
  • 2 EL gehackte Petersilie
  • Salz & Pfeffer

Die Auberginen und den Gorgonzola würfeln. Die Nudeln nach Packungsanweisung kochen.

Eine beschichtete Pfanne erhitzen und die Auberginenwürfel darin von allen Seiten 2-3 Minuten ohne Öl anbraten, dann 2 EL Öl darüber geben, gut vermischen, etwas Salz und Pfeffer zugeben, weitere 2-3 Minuten braten und mit Essig ablöschen. Alle Zutaten in eine große Schüssel geben, gut vermengen, abschmecken, fertig!

Kein Hexenwerk, oder? 😉

Herzlichst Kristina sw

Auberginen-Pasta 3

2Herde hat noch mehr zu bieten sw