2 Herde wohnen, ach, in meiner Brust


Ein Kommentar

Let’s talk about FLEISCH, baby! – 2Herde macht Braten!

Braten 1

Aloha ihr Lieben sw

Herrgottszeiten, wo fang‘ ich nur an?! Praktikum, Hausarbeiten, Klausuren, Privatleben und ein kleines Geburtstags-DIY -Projekt halten mich im Moment ganz schön auf Trab. Und mit dem Zahnarzt hab‘ ich heute eigentlich auch noch eine Verabredung, wo soll da nur die Zeit zum Bloggen herkommen? Also mal wieder ein dickes „Sorry“ für die sträfliche Vernachlässigung. Dafür hab‘ ich euch heute aber mal ein schönes, großes Stück FLEISCH mitgebracht. *harhar* Statt genauem Rezept – habe ich mir überlegt – soll es hier heute mal (aus gegebenem Anlass, Ostern steht vor der Tür) um Braten im Allgemeinen gehen. Irgendwie habe ich immer wieder das Gefühl, dass viele Leute unereklärlicherweise tierischen (haha, was für ein Wortwitz!) Respekt davor haben, Braten zuzubereiten. Dabei gehört Braten – meiner Meinung nach – zu den Dingen, die beim Kochen durch pures Handwerk sehr gut gelingen können. Und weil ich weiß, dass da draußen nicht nur (foodbloggende) Kochcracks vor dem Bildschirm sitzen, bin ich so vermessen, mich am Karfreitag sozusagen als vorbeugende Maßnahe für die kommenden beiden Feiertage Ostersonntag und -montag dem Thema zu widmen und einfach mal eine kleine Bratenanleitung zu schreiben für all jene, die sich nicht so recht rantrauen:

Schweinebraten – mal ganz allgemein

Du brauchst für 4 Personen:

  • 1,5 kg Braten (1. der Braten wird eingehen/ 2. wir reden hier von küchenfertigem Braten vom Metzger, also schon gerollt & gefüllt, falls gewünscht)
  • einen Bund Suppengemüse
  • 3 Zehen Knoblauch
  • 2 Liter Fleischbrühe oder Gemüsebrühe
  • 200 ml Rotwein
  • 3 Lorbeerblätter
  • 3 Nelken
  • 1 TL Senfsaat
  • 3 Körner Piment
  • 3 EL Öl
  • Soßenbinder

Zuerst muss das Gemüse (im Idealfall bestehend aus einer halben Stange Lauch, einer dicken Karotte, einem Stück Sellerie und einer Zwiebel) und der Knoblauch geputzt und grob in Stücke geschnitten werden. In einem nächsten Schritt brauchen wir schon das wichtigste Werkzeug für die nächsten 2 Stunden, nämlich einen Bräter in angemessener Größe. In diesem wird das Öl erhitzt und das Fleisch rundherum angebraten. Ich habe einen Bräter, den ich auch auf die Herdplatte stellen kann, deswegen mache ich das auf dem Herd, Du kannst den Bräter allerdings auch gleich bei 180°C in den Ofen schieben und das Fleisch darin anbraten, also einfach 2-3 Mal wenden, bis es von allen Seiten angebraten ist.

Jetzt muss noch das Gemüse für einen Moment mitgebraten werden, dann wird mit dem Rotwein und der Brühe abgelöscht und die Gewürze werden hinzugegeben. Jetzt kommt der Braten einfach für 1,5 bis 2 Stunden in den vorgeheizten Ofen. Wer kein Bratenthermometer hat (habe keins und lebe immer noch ^^), sticht mit einer Fleischgabel bis zur Mitte des Bratens (frühestens nach 1 1/2 Stunden bei einem so großen Stück Fleisch) und hält sich ihre Spitze vorsichtig (!!!) an die Lippen. Wenn sie heiß ist, ist die Hitze bis zum Inneren des Bratens vorgedrungen und er ist gar.

Dann einfach das Fleisch aus dem Bräter nehmen, die Flüssigkeit durch ein Sieb in einen Topf gießen, aufkochen und mit dem Soßenbinder abbinden, fertig ist die schnelle Sauce. Fleisch schneiden, mit den Beilagen auf dem Teller anrichten, mit der Soße beträufeln und servieren.

Ihr seht also: Ist echt kein Hexenwerk! 🙂 Was die Beilagen betrifft, so verweise ich an dieser Stelle faulerweise zuerst mal auf fertigen Kloßteig, der mir immer wieder wunderbare Dienste erweist (ganz ehrlich, für 2 ist mir der Aufwand, die Knödel komplett selbst zu machen, einfach zu viel). Natürlich könnt Ihr auch Kroketten oder sowas machen, wie ihr mögt.

Was ihr auf dem Bild noch seht und was ich total gerne zu Braten esse, sind Speckbohnen. Die kann man entweder aus frischen Bohnen machen (diese blanchieren, mit Speckscheiben umwickeln und in der Pfanne anbraten) oder – wiederum die Version für Faule – eine TK-Packung Bohnen (750g) in etwas Butter in einer Pfanne 5 Minuten garen, mit 200g Speckwürfeln brutzeln, bis der Speck gar ist und mit 1 EL getrocknetem und gerebeltem Bohnenkraut und etwas Salz und Pfeffer würzen.

Weiter unten findet ihr alles, was es hier sonst noch so zum Thema Braten gibt.

Ich wünsch Euch jetzt schonmal wundervolle Ostern, viel Spaß beim Eiersuchen und Verstecken. Ich habe heute schon welche bemalt, morgen geht es noch an die Osterhasen aus Hefeteig, drückt mir die Daumen, dass das was wird! 🙂

Herzlichst Kristina sw

2Herde hat noch mehr zu bieten sw

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Gewagtes (?) Crossover vom Nudelsalat

Ihr Lieben, der Prüfungsgott meint es nicht gut mit mir, er drückt mir eine Herausforderung nach der anderen in die Hand und sagt: „Sieh zu, dass Du klar kommst!“ Zwischen Praktikum, Hausarbeiten, Vorbereitungen für’s Praktikum und Klausurenlernerei bleibt wenig Zeit zu kochen, denn auch der Mount McWäscheberg und der Holde schauen mich Abends mit Schuldbewusstsein erzeugenden Blick an, so dass ich einfach nur froh bin, wenn ich in die Federn falle. Kochen…pf, so kann man das nun wirklich nicht nennen, was ich da schnell fabriziere, Zeit zum geplanten Einkaufen fehlt nämlich auch irgendwie. Deswegen gab es diese Woche so spannende Sachen wie Pellkartoffeln mit Kräuterquark. Nicht vorenthalten will ich euch allerdings das Essen, das diese Woche in die Brotboxen von Herrn D. und mir wanderte (wenn unsere derzeitigen Arbeitsplätze eins gemeinsam haben, dann ist es nämlich die nicht beglückende Kantinenverpflegung). Total aus der Improvisation geboren ist dieser

Crossover-Nudelsalat

für den ich mich irgendwie bei allem möglichen bedient habe und mir auch nicht sicher war, ob das Ergebnis sooooo lecker sein würde. Ich fand ihn dann aber doch sehr gelungen und habe den Kollegen, die zum Mittagessen wanderten überhaupt kein bisschen neidisch hinterhergeschaut, sondern freudig mein „Pausenbrot“ ausgepackt. 🙂

Crossover-Nudelsalat

Du brauchst für eine Party-Mitbring-Schüssel voll:

  • 500 g Nudeln
  • 250 g Hackfleisch
  • 400 g Brokkoli (ich hatte noch TK)
  • 250 g grüne Bohnen (bei mir ebenfalls TK)
  • 300 g braune Champignons
  • 2 EL Öl
  • 1 TL 5-Gewürze-Pulver
  • 1/2 TL Harissa-Gewürzpulver
  • 4 EL Sojasauce
  • 4 EL Fischsauce

Für das Dressing:

  • 250 ml Hühnerbrühe
  • 3 EL Sojasauce
  • 3 EL Fischsauce
  • 1 TL 5-Gewürze-Pulver
  • 1/2 TL Harissa-Pulver
  • 2 EL Tomatenketchup

Zuerst die Nudeln nach Packungsanweisung kochen und abschütten. Zwischenzeitlich die Champignons putzen und vierteln, außerdem Brokkoli & Bohnen garen (mit TK-Gemüse in der Mikrowelle nach Packungsanweisung definitiv die einfachste & arbeitsärmste Sache).

In einer Pfanne einen EL Öl erhitzen, das Hackfleisch darin krümelig braten, wenn es knusprig wird, mit je 2 EL Soja- und Fischsauce ablöschen, die Gewürze zugeben und damit weitere 2-3 Minuten brutzeln. Das Hackfleisch zusammen mit den (etwas abgekühlt genügt, müssen nicht komplett kalt sein) Nudeln in eine große Schüssel geben, das vorbereitete (ggf. natürlich abgeschüttete) Gemüse zufügen. Alle Zutaten für das Dressing verrühren und nach und nach zu Nudeln, Fleisch und Gemüse geben, gut durchmengen. Ich habe nicht das komplette Dressing, sondern nur etwas mehr als die Hälfte verwendet, den Rest in ein Fläschchen gefüllt und im Kühlschrank aufbewahrt, damit ich, wenn der Nudelsalat am nächsten Tag etwas trockener sein sollte noch etwas Dressing nachkippen kann. 🙂

Lass Dir's schmecken!