2 Herde wohnen, ach, in meiner Brust


Hinterlasse einen Kommentar

Nusszopf

Nusszopf 2b

Aloha ihr Lieben sw

Erinnert Ihr Euch noch an den Rosinenstuten? Ich hatte ja versprochen, allen Rosinenverschmähern, Nussliebhabern, Süßfrühstückern und Kaffeetunkern bald ein Alternativrezept mit diesem wunderbaren Hefeteig nachzuliefern. Ein klein wenig später als geplant ist es geworden, der Herbst hat nämlich an die 2Herde-Tür geklopft und dem musste ich schnell noch nachgeben, deswegen ist über Nacht noch das neue 2Herde-Herbstdesign eingezogen. Gefällt’s Euch? Bin schon ganz gespannt auf Feedback! 🙂Nusszopf 1a

Nusszopf

Du brauchst für einen Zopf in Backblechlänge

Für den Teig

  • ca. 250g mehlig kochende Kartoffeln
  • 500g Mehl Type 550 (405 geht natürlich auch)
  • 1 Pk. Trockenhefe
  • 60g Zucker
  • 1 Pk. Vanillezucker
  • 1 Prise Salz
  • 125g Butter
  • 200ml Milch

Für die Füllung:

  • 200g gemahlene Haselnüsse
  • 150g Zucker
  • 50g Semmelbrösel
  • einige EL Milch

Außerdem:

  • eine kleine Dose Kondensmilch

Die Kartoffeln mit Schale gar kochen, noch heißpellen und durch eine Kartoffelpresse pressen oder mit dem Stampfer zu Brei stampfen, der keine Stückchen mehr enthält. In einem kleinen Topf die Milch erwärmen und die Butter darin schmelzen, sobald die Butter geschmolzen ist vom Herd nehmen und etwas abkühlen lassen (damit Du Dir beim Kneten nicht die Pfoten verbrennst! 😉 )

Die Kartoffelmasse in eine große Schüssel geben und Mehl, Zucker, Vanillezucker, Salz und Trockenhefe zugeben, alles gut vermischen. Die warme Butter-Milch-Mischung zugeben und kräftig kneten, bis ein glatter, zarter Teig entstanden ist. Den Teig eine Stunde lang an einem warmen Ort (ich kann nur immer wieder mit Wärmflasche im Bett empfehlen, aber jetzt kommt ja auch bald wieder die Zeit, in der wir die Heizung aufdrehen und dann mag der Teig auch deren Nähe ganz gerne ^^) zugedeckt gehen lassen. Sobald sich der Teig sichtbar vergrößert hat diesen nochmal kurz durchkneten und auf Backblechgröße ausrollen. Die trockenen Zutaten für die Füllung in einer Schüssel vermischen und so viel Milch dazu geben, bis eine zähe „Pampe“ entstanden ist, diese auf den ausgerollten Teig streichen und in Richtung der längeren Seite einmal mittig durchschneiden. Die beiden Teighälften jeweils aufrollen und miteinander „verflechten“ (natürlich könnt ihr auch drei Rollen machen, ich stelle mich da aber immer eher ungeschickt an 😉 ).

Auf den Boden des Backofens eine feuerfeste Schale (mindestens tassengröße, da verdampft ganz schön was) mit Wasser stellen und während der Ofen auf 180°C Ober-/Unterhitze (!) vorgeheizt wird, den Zopf nochmal etwas auf dem Blech gehen lassen. Dann schnell mit Kondensmilch bepinseln, die Form in den Ofen schieben und 30-40 Minuten backen. Nach 30 Minuten erstmals mit einem Holzstäbchen bis auf den Boden pieksen, sobald kein Teig mehr dranklebt, ist der Zopf fertig – er soll ja auch nicht zu trocken werden! 🙂

Nusszopf 3a

Tipp: Fertige Füllungsmischungen funktionieren natürlich auch – beim Testen hat ein Päckchen (von denen, die man noch mit Milch anrührt) perfekt gereicht. Wenn Du lieber Mohn magst oder etwas Abwechslung möchtest, kannst Du natürlich auch Mohnfüllung nehmen oder die Nüsse durch geriebenen Mohn ersetzen. Auf Deine weiteren Ideen bin ich gespannt! 😉

Ich wünsche Euch ein wunderschönes Wochenende  lasst es Euch gut gehen! 🙂

Herzlichst Kristina sw

2Herde hat noch mehr zu bieten sw

Advertisements


6 Kommentare

Gnocchi mit Vodkagemüse

Gnocchi mit Vodkagemüse 2b

Aloha ihr Lieben sw

Gestern war ich ja zu Gast bei Steffi von Baking & Cooking with Love und – Ihr kennt das sicher – wenn man nicht allein ist, dann neigt man ja oft dazu, ein bisschen mehr zu kochen, damit es auch auf jeden Fall reicht. Nun, von der Vodka-Tomatensauce, die ich zu Steffi mitgebracht habe, habe ich auch ein bisschen zu viel gemacht. Ist aber überhaupt kein Problem, dann gibt’s nämlich heute einfach

Gnocchi mit Vodkagemüse 1a

Gnocchi mit Vodkagemüse

Du brauchst für 2: 

  • einen Rest von der Vodkasauce von gestern

oder Du machst die halbe Portion frisch – dann brauchst Du für die Sauce:

  • 1 Schalotte
  • 1 EL Butter
  • 1 Dose stückige Tomaten
  • 1/2 Bund Petersilie
  • Salz & Pfeffer
  • 2 EL Vodka
  • 100 ml Sahne

Außerdem:

  •  500g Gnocchi
  • 1 TL Olivenöl
  • 300 g TK-Erbsen
  • 1 kleine Zucchini
  • 1 kleine Zwiebel
  • frisch geriebener Parmesan
  • 300 ml Gemüsebrühe

 Zuerst machen wir uns an die Vorbereitungen: Dafür müssen wir einfach nur die Schalotte pellen und in feine Würfelchen schneiden und die Petersilie fein hacken (außerdem kochen wir natürlich nebenbei die Pasta). In einer unbeschichteten Pfanne erhitzen wir anschließen die Butter und wenn sie geschmolzen & schön heiß ist, geben wir gleich die Schalottenwürfel hinein. Diese werden einen Moment angeschwitzt, bevor wir sie mit der Hälfte der stückigen Tomaten schwungvoll ablöschen. Unter Rühren lassen wir die Tomaten 4-5 Minuten einkochen, fügen die Hälfte der gehackten Petersilie hinzu und geben dann nach und nach in wiederum etwa 5 Minuten die restlichen Tomaten dazu.

 Nach je einer kräftigen Prise Salz und Pfeffer probieren wir mal, damit das Ganze eine ordentliche Grundwürze erhält und fügen dann den Vodka hinzu – immer schön Rühren und aufkochen lassen. Nach einer weiteren Minute kommt noch die Sahne schwungvoll hinein und nach weiteren 2-3 Minuten mit kurzem Aufkochen und dem finalen Abschmecken ist die Sauce auch schon fertig, deswegen stellen wir sie beiseite und nehmen eine neue Pfanne zur Hand und setzen schonmal Wasser für die Gnocchi auf.

Die Zucchini wird gewaschen und gewürfelt, die Zwiebel geschält und in Ringe geschnitten. Die Gnocchi werden nebenbei gekocht & abgeschüttet. In der Pfanne erhitzen wird das Olivenöl und braten die Zwiebel und die Zucchini darin an. Nach 2-3 Minuten geben wir die Petersilie hinzu & löschen wir das Gemüse mit der Brühe ab, lassen diese 1-2 Minuten einkochen und fügen dann die Tomatensauce hinzu. Wenn alles aufgekocht hat, geben wir für 3-4 Minuten die Erbsen hinzu, damit sie schön bissfest bleiben. Kurz vor dem Ende noch die Gnocchi in die Pfanne geben, schön in der Sauce schwenken und mit Parmesan bestreut servieren.

Lasst es Euch schmecken! 🙂 Und was macht Ihr so mit übrig gebliebener Tomatensauce? Ich freu mich auf Eure Tipps!

Herzlichst Kristina sw

2Herde hat noch mehr zu bieten sw


6 Kommentare

Wenn das Fräulein süß frühstückt, will es…{Rosinenstuten}

Rosinenstuten 21

Aloha ihr Lieben sw

„Die wichtigste Mahlzeit des Tages“ kam auf 2Herde bisher ganz schön kurz, muss ich feststellen. Zwar habe ich schon Brot gebacken [1] & [2], Zwetschgenmus gemacht und es gab auch schon leckere Zimtschnecken, die man durchaus zum Frühstück verputzen kann. So richtig Frühstück gab es aber nur einmal in Form von Müsli. Wie gut, dass Ramona zum Frühstücks-Event aufgerufen hat und sich der 2Herde-Frühstücksnotstand damit mal durchbrochen wird!

Banner Querformat Frl Moonstruck Frühstück

Aufmerksame Leser wissen ja, dass ich vor 1 1/2 Wochen schon mein liebstes herzhaftes Frühstück vorgestellt habe.  Da die liebe Ramona aber zwei Beiträge pro Teilnehmer erlaubt, habe ich natürlich überlegt, ob es nicht doch noch ein zweites Frühstück gibt, das ich euch vorstellen könnte. Wie ich Euch schon erzählt habe, bin ich ja eigentlich kein sonderlich kreativer Frühstücker und Euch beim Schmieren eines Marmeladebrotes zuschauen zu lassen – hm, da wärt ihr Euch wohl zu recht ziemlich vera****äppelt vorgekommen, oder? 😉 Dann aber beim wöchentlichen Einkauf fiel es mir wie Schuppen von den Augen: Natürlich habe ich ein liebstes süßes Frühstück, das blogbar ist! Schon ließ ich den fertigen Rosinenstuten (bitte keine vorwurfsvollen Blicke!) im Regal stehen und schnappte mir stattdessen den treusten Einkaufsbegleiter (neben Herrn D.) mein heißgeliebtes Smartphone samt Chefkoch-App und – schwupps – landeten die Zutaten zum Selbermachen im Wagen. Nach ein bisschen Kneten, ein bisschen Gehen lassen und ein wenig Zeit im Ofen kam ein wunderbarer, lockerer, saftiger

Rosinenstuten

nach diesem Vorbild-Rezept heraus. Und – brauche ich es überhaupt noch zu sagen? – der Fertige kommt mir fortan nicht mehr in die Tüte den Einkaufswagen!

Rosinenstuten a

Du brauchst für eine Kastenform von 30cm Länge:

  • ca. 250g mehlig kochende Kartoffeln
  • 500g Mehl Type 550 (405 geht natürlich auch)
  • 1 Pk. Trockenhefe
  • 60g Zucker
  • 1 Pk. Vanillezucker
  • 1 Prise Salz
  • 125g Butter
  • 200ml Milch
  • 100g Rosinen
  • eine kleine Dose Kondensmilch

Die Kartoffeln mit Schale gar kochen, noch heiß pellen und durch eine Kartoffelpresse pressen oder mit dem Stampfer zu Brei stampfen, der keine Stückchen mehr enthält. In einem kleinen Topf die Milch erwärmen und die Butter darin schmelzen, sobald die Butter geschmolzen ist vom Herd nehmen und etwas abkühlen lassen (damit Du Dir beim Kneten nicht die Pfoten verbrennst! 😉 )

Die Kartoffelmasse in eine große Schüssel geben und Mehl, Zucker, Vanillezucker, Salz und Trockenhefe zugeben, alles gut vermischen. Die warme Butter-Milch-Mischung zugeben und kräftig kneten, bis ein glatter, zarter Teig entstanden ist, dann die Rosinen einkneten. Den Teig eine Stunde lang an einem warmen Ort (ich kann nur immer wieder mit Wärmflasche im Bett empfehlen, aber jetzt kommt ja auch bald wieder die Zeit, in der wir die Heizung aufdrehen und dann mag der Teig auch deren Nähe ganz gerne ^^) zugedeckt gehen lassen. Sobald sich der Teig sichtbar vergrößert hat diesen nochmal kurz durchkneten und in eine gefettete Kastenform geben. 

Auf den Boden des Backofens eine feuerfeste Schale (mindestens tassengröße, da verdampft ganz schön was) mit Wasser stellen und während der Ofen auf 180°C Ober-/Unterhitze (!) vorgeheizt wird, den Stuten nochmal etwas in seiner Form gehen lassen. Dann schnell mit Kondensmilch bepinseln, die Form in den Ofen schieben und 30-40 Minuten backen. Nach 30 Minuten erstmals mit einem Holzstäbchen bis auf den Boden pieksen, sobald kein Teig mehr dranklebt, ist der Stuten fertig – er soll ja auch nicht zu trocken werden! 🙂

Mir schmeckt der Stuten am besten pur oder mit einer dünnen Butterschicht und etwas von Muttis weltallerbester Birnenmarmelade, aber natürlich könnt Ihr ihn auch in den Kaffee „tunken“, wenn ihr Fans davon seid. Ich würde mich sehr freuen, wenn Ihr das Rezept auch mal ausprobiert, es lohnt sich wirklich! 🙂

Herzlichst Kristina sw
PS: Wie Ihr seht, habe ich auch gleich noch einen Nusszopf gebacken – natürlich stelle ich Euch den in den nächsten Tagen auch noch genauer vor! 😉

EDIT 28.9.2013: Da isser, der Nusszopf! 🙂

2Herde hat noch mehr zu bieten sw


4 Kommentare

Versunkener Zwetschgenkuchen

BeFunky_Versunkener Zwetschgenkuchen 2a

Hüpf in den Lostopf

Aloha ihr Lieben sw

Wer kennt das nicht: da schleichen sich auf dem Wochenmarkt heimlich, still und leise einige Zwetschgen in den Einkaufskorb, mehr so im Vorbeigehen als wirklich bewusst, denn, sind wir mal ehrlich: Die Zwetschgensaison ist (ebenso wie die Rhabarber-, die Erdbeer- und die Bärlauchsaison) natürlich viiiiel zu kurz, deswegen müssen die kleinen Schätzchen einfach mit. Oft genug werden sie einfach so gegessen, leider waren die, die sich an diesem Wochenende in meinen Korb geschlichen hatten, viel zu sauer, um sie pur zu genießen. (Das hat man nun davon, wenn man sagt, man hätte gerne die festeren!) Aber glücklicherweise gibt’s in der Foodbloggerwelt ja genügend Rezepte für Zwetschgenkuchen, die ausprobiert werden wollen und schnell hatte ich beim MehlspeisDirndl* einen

Versunkenen Zwetschgenkuchen

gefunden, der direkt gebacken und für gut befunden wurde – auch wenn meine Zwetschgen nicht nur furchtbar sauer, sondern wohl auch sehr verschämt waren, so sehr wie sie „versunken“ sind. 😉

Du brauchst für  eine 26cm-Springform:

  • 1 Pfund Zwetschgen
  • 150g weiche Butter
  • 150g Zucker
  • 1 Pk. Vanillezucker
  • 1Prise Salz
  • 4 Eier
  • 250g Mehl
  • 2 TL Backpulver
  • 6 EL Sahne

BeFunky_Versunkener Zwetschgenkuchen 3a

Zuerst waschen und entsteinen wir natürlich die Zwetschgen, damit wir das schon erledigt haben, wenn der Teig zusammengerührt wird, das geht nämlich ratzfatz (und mit der Küchenmaschine von Mama, die im Moment zu Besuch bei mir ist, quasi von alleine ^^). Vielleicht sollten wir dann auch gleich mal den Ofen auf 160°C Umluft vorheizen.

Für den Teig geben wir die weiche Butter in eine Rührschüssel und rühren diese zusammen mit Zucker, Salz und Vanillezucker cremig, das dauert so 4-5 Minuten, dann können wir nach und nach die Eier einzeln unterrühren. Schließlich müssen wir eigentlich nur noch das Mehl mit dem Backpulver mischen und es portionsweise und abwechselnd mit der Sahne unterrühren, dann können wir auch schon eine mit Backpapier ausgelegte und gefettete Springform zur Hand nehmen, den Teig hineingeben und glatt streichen.

Die Zwetschgen verteilen wir auf dem ganzen Kuchen und drücken sie leicht an, dann schieben wir die Form schon in den Ofen und können sie nach etwa 50 Minuten herausholen und während der Kuchen abkühlt schonmal die Kaffeemaschine startklar machen, damit wir diesen wunderbaren Moment, in dem der Kuchen noch lauwarm ist, nicht verpassen.

Lasst es Euch schmecken! 🙂

Herzlichst Kristina sw

BeFunky_Versunkener Zwetschgenkuchen 1a

2Herde hat noch mehr zu bieten sw


Hinterlasse einen Kommentar

Biergarten dahoam: Obatzda

Obatzda 1

Bei großer Hitze gibt’s ja eigentlich nur zwei Orte, an denen es sich wirklich gut aushalten lässt: Den Baggersee/ das Schwimmbad und den schattigen Biergarten – alles andere grenzt an Folter. ^^ Und an beiden Orten gibt’s eigentlich zum Vespern nichts tolleres als einen guten Obatzden und ein paar frische, leckere Brezen. Nachdem mir bei Ramona neulich schon das Wasser im Mund zusammengelaufen ist, als sie ihr Rezept präsentierte, stand für mich spätestens nach meinem letzten Besuch auf dem Schweizer Keller fest, dass ich dringend mal wieder welchen selber machen muss. Und voilà, schnell bot sich die Gelegenheit, als L., C. und ich beschlossen, dass ein Treffen auf ein Radler beim herrlichen Wetter ein absolutes Muss ist. Leider hatten wir den Wetterbericht nicht bis zum Ende gelesen und mussten den Obatzden dann doch drinnen verspeisen (wo diese fiesen Regenwolken auf einmal herkamen, möchte ich heute noch wissen 😀 ), das änderte aber nichts an der Tatsache, dass C. mit ihrer Breze in der Hand heroisch verkündete, dass sie in Zukunft NUR NOCH Obatzden essen wolle und auf keinen Fall etwas anderes. Deswegen bekommt Ihr also heute mein auf Herz und Nieren geprüftes und – für meinen Geschmack – perfektioniertes Rezept serviert, damit auch Eure nächste Brotzeit ein voller Erfolg wird! 🙂

Obatzda

Du brauchst für eine große Portion (die zum Brotzeiten aber trotzdem nur für 3 hungrige Mädels reicht, so zumindest meine Erfahrung ^^):

  • 350 g Camembert
    • hervorragend eignet sich der Bayerische von A*** Süd, den es im 350 g-Stück zu kaufen gibt – die würzige, nicht die milde Variante, die Hauptsache ist aber: Fett sollte schon drin sein ^^
    • prinzipiell gilt: alles steht und fällt mit dem Käse: lieber einen „stinknormalen“ Camembert und etwas kräftiger Würzen als Experimente mit sogenanntem „dänischem Weichkäse“ oder so Sachen – alles schon probiert, glaubt mir: es ist nicht das selbe! 
  • 150 g Frischkäse (auch hier gilt: Doppelrahmstufe! 😉 )
  • 2 EL Butter
  • 3 EL Bier nach Reinheitsgebot
  • 3 EL Schlagsahne
  • 75 g Zwiebelwürfel (die Angabe gibt’s heute mal, weil „mittelgroß“ immer so ungenau ist)
  • je eine kräftige Prise Salz und Pfeffer
  • 1 EL Paprikapulver edelsüß
  • 1 TL Paprikapulver rosenscharf
  • ich verfeinere immer noch mit einem EL getrocknetem & gerebeltem Bärlauch

Den Camembert fein würfeln und in einer Schüssel mit Schlagsahne und Bier mit der Gabel zermatschen, alles weitere (außer den Zwiebeln, die kommen zum Schluss) zugeben und kräftig weiterdrücken, bis eine halbwegs homogene Masse entstanden ist (natürlich nicht zu Brei verarbeiten ^^). Zum Schluss die Zwiebeln sehr fein würfeln (an dieser Stelle muss ich betonen, wie sehr ich meinen V-Hobel liebe) und unterheben.

Nach mindestens einer Stunde im Kühlschrank ist er gut durchgezogen und kann mit Brezen oder einem schönen Bauernbrot serviert werden.

Lasst es Euch schmecken! 🙂

Herzlichst Kristina sw

Obatzda 4

2Herde hat noch mehr zu bieten sw


Ein Kommentar

Gegen den kalten Bärlauch-Entzug: Cappelletti in Bärlauchsoße mit Putenbruststückchen

Pasta mit Putenbruststückchen und Bärlauchsoße 2

Schnüff. Weg ist er, unauffindbar. Hat sich wieder nur viel zu kurz blicken lassen, der Schuft!

Fehlt er Euch auch schon wieder, der Bärlauch? Erst überrascht er einen durch plötzliches Auftauchen auf den Märkten und im Supermarkt, man ist ja noch gar nicht richtig vorbereitet, fast möchte man ihn anstottern „Aber…“, so wie einen lange nicht gesehenen Freund, der auf einmal unerwartet an der Tür klingelt und einen dann frech angrinst. Dann ist er da, gefühlt ein paar Tage nur und man hat ja so viel nachzuholen, sich so viele Geschichten zu erzählen so viele Rezepte wollen ausprobiert werden! Und dann ist er weg – verp***t sich, wie er es immer schon getan hat und lässt einen allein zurück. Tz. Männer. Bärlauch!

Und dennoch, es gibt auch keinen wirklichen Ersatz für ihn, sonst würde man ihn ja auch nicht so schmerzlich vermissen. Ich würde Euch gerne Instant-Bärlauch ankündigen können, aber das steht leider nicht in meiner Macht… Um seinem Verschwinden trotzdem ein klitzekleines bisschen zu trotzen, habe ich mal im Gewürzschrank der Studentenbudenküche gekramt und tatsächlich noch ein Gläschen getrockneten und gerebelten Bärlauch gefunden und damit mal ein bisschen rumprobiert. Mit den Bärlauch-Cappelletti, die beim Discounter im Kühlregal zu finden waren, wurde ein wirklich leckeres Essen daraus, das den Vermissten zwar nicht ersetzt, aber die Sehnsucht ein wenig lindern kann.

Cappelletti in Bärlauch-Parmesan-Soße mit Putenbruststückchen

Du brauchst für 2:

  • 400 g Bärlauch-Cappelletti aus dem Kühlregal (als Ersatz gehen auch Tortellini mit Käsefüllung)
  • 1 EL getrockneter & gerebelter Bärlauch
  • 2 EL Parmesan
  • 2 Zweige Rosmarin
  • 250 ml Hühnerbrühe (heiß)
  • 100 ml Milch
  • 1 EL Butter
  • 1 EL Mehl
  • 400 g Putenbrustfilet
  • Salz, Pfeffer
  • 1 TL ( + 1 TL ) Olivenöl
  1. Zuerst das Fleisch vorbereiten und dazu in Streifen schneiden,
  2. diese in 1 TL Öl in einer beschichteten Pfanne rundherum knusprig anbraten und mit Salz und Pfeffer würzen.
  3. Während das Fleisch brät, in einem kleinen Topf die Butter schmelzen lassen, das Mehl einstreuen
  4. und so lange rühren, bis ein gleichmäßiger Teigklumpen entstanden ist.
  5. Diesen mit der Hühnerbrühe ablöschen,
  6. die Milch zugeben & den Parmesan einrühren, Rosmarin und den Bärlauch zufügen
  7. und leicht köcheln lassen (ab und an mal umrühren) bis das Fleisch fertig ist.
  8. Das Fleisch aus der Pfanne nehmen,
  9. wenn dann in dieser kein Fett mehr ist, noch einen TL zufügen und die Cappelletti 1 Minute von allen Seiten anbraten.
  10. Rosmarin aus der Soße nehmen & diese langsam zugeben, die Cappelletti darin wenden,
  11. zum Schluss das Fleisch hineingeben, heiß werden lassen und servieren, vielleicht mit einem Salat?

Pasta mit Putenbruststückchen und Bärlauchsoße 3

Ist das auch was für Euch? Lasst es mich wissen! 🙂

Herzlichst Kristina sw

2Herde hat noch mehr zu bieten sw


Hinterlasse einen Kommentar

Windbeutel mit Blaubeersahne

Windbeutel mit Blaubeersahne 4

Der Mai ist gekommen und – husch – war er auch schon wieder fort, also fast zumindest. Wie nahe wir schon wieder am Monatsende sind, fiel mir Trottelchen natürlich erst wieder auf, als Vaters Geburtstag immer näher rückte und – klar, da schlummerte sie ja auch im Blogkalender vor sich hin und sagte keinen Piep: Die Notiz, dass sich Simone von Ofenlieblinge ja auch für den Mai ein tolles Thema ausgedacht hatte, zu dem ich unbedingt auch einen Post beisteuern wollte. Und weil man es als Foodblogger ja ausnutzen muss, wenn sich dankbare Abnehmer an (familiären) Kaffeetafeln einfinden, gibt es diese Woche schon das zweite gebackene Rezept für Euch, obwohl ich ja sonst lieber koche (was Ramona ja aber wundervoll erledigt hat! 🙂 ).

Als mich dann noch zwei schöne Schälchen Blaubeeren anlachten, fiel nach dem Ausschlussprinzip (Käsekuchen und Erdbeertorte von Mutti, die Strawberry-Macchiato-Cupcakes und noch eine süße Sünde von mir – nein, ich spoilere jetzt nicht!) die Wahl relativ schnell auf Windbeutel, vor allem deswegen, weil ich noch nie selbst Brandteig gemacht hatte (ich erinnerte mich dunkel, irgendwann mal so eine Backmischung benutzt zu haben, aber das ist bestimmt auch schon 6-7 Jahre her…) und das uuuunbedingt mal ausprobieren wollte. Ich kredenze also – weil Windbeutel ohne hin Sonnenschein-Gefühle wecken und Blaubeeren ein absoluter Frühlingsgeschmack sind – für Simones Event im Mai

Ofenlieblinge im Mai

Windbeutel mit Blaubeersahne

Du brauchst für 12 mittlere Windbeutel:

1) Der Brandteig

  • 250 ml Wasser
  • 75 g Butter
  • 175 g Mehl
  • 1 Prise Salz
  • 3 Eier (evtl. noch ein viertes)
  1. Das Wasser mit der Butter aufkochen
  2. kurz vom Herd nehmen und das mit Salz vermischte Mehl auf einmal hineinschütten
  3. den Topf wieder auf den Herd stellen und mit einem Rührlöffel so lange rühren, bis
  4. sich unten eine weiße Schicht gebildet hat und der Teig ein gleichmäßiger Klumpen ist.
  5. Den Topf vom Herd nehmen, etwas abkühlen lassen und
  6. den Teig in eine Rührschüssel geben.
  7. Nach und nach die Eier unterrühren.
  8. Bereits beim dritten Ei allerdings am besten auf Nummer sicher gehen und es verquirlen und
  9. in kleineren Portionen unterrühren, denn
  10. der Teig sollte schon glänzen, gut gebunden und gleichmäßig sein, wenn das nicht der Fall ist,
  11. noch ein viertes Ei verquirlen und sorgfältig in kleinen Schritten unterrühren
  12. bis ein homogener Teig erreicht ist.
  13. Diesen in einen Spritzbeutel füllen und
  14. 12 kleine Häufchen auf ein mit Backpapier belegtes Backblech spritzen.
  15. Dies in den auf 200 °C vorgeheizten Ofen (Ober-/ Unterhitze) schieben und
  16. 30 Minuten backen.
  17. Direkt herausnehmen und aufschneiden, erkalten lassen.

2) Die Blaubeersahne

  • 250 g Blaubeeren
  • 2 EL Zucker
  • 10 g Speisestärke
  • 100 ml Schlagsahne
  • 1 Pk. Vanillezucker
  • 250 g Quark (20% Fett)
  1. Die Blaubeeren waschen & verlesen,
  2. in einem hohen Gefäß mit dem Zucker vermengen
  3. und pürieren.
  4. Bis auf 2 EL Blaubeerpüree alles in einen kleinen Topf geben und aufkochen lassen,
  5. zwischenzeitlich die Speisestärke in den kalten Püreerest einrühren und
  6. diese sobald die größere Menge kocht in diese einrühren, aufwallen lassen,
  7. vom Herd nehmen und abkühlen lassen.
  8. Nach dem vollständigen Erkalten die Sahne mit dem Vanillezucker steif schlagen,
  9. den Quark mit der Blaubeermasse gut verrühren
  10. und die steif geschlagene Sahne unterrühren.
  11. Die Füllung in einen Spritzbeutel füllen und in die ausgekühlten Windbeutel füllen.

Ich bin mir ziemlich sicher, dass es jetzt öfter Windbeutel gibt! Denn so schwer ist das mit dem Brandteig gar nicht. Und außerdem muss ich noch soooo viele Füllungen ausprobieren! 🙂

Herzlichst Kristina sw

Windbeutel mit Blaubeersahne 1

2Herde hat noch mehr zu bieten sw