2 Herde wohnen, ach, in meiner Brust


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Philosophisches von der Eisgourmet-Front: ‚Selfmade‘-Vanilleeis auf Rhabarberkompott

Vanilleeis auf Rhabarberkompott 4

Geständnis:

Ich bin furchtbar mäkelig!

Neeeeein, nicht falsch verstehen, eigentlich habe ich mir ja den Kampf gegen die „Windmühlen der Schneekigkeit“ auf die Fahnen geschrieben. Und außer purer Margarine und rohen Karotten essen ich auch eigentlich alles, zumindest wenn es gut & frisch gekocht ist (Glutamatbomben mal außen vor gelassen). Aber wenn es um Eis gehrt, da werde ich fürchterlich, gar schrecklich pingelig. Jede Eisdiele bekommt eine Chance, aber – ich kann einfach nicht anders – wenn man dem Vanilleeis auf den ersten Blick anschmeckt, dass dafür ein Säckchen Fertigpulver in die Eismaschine gewandert ist, dann nehme ich das persönlich. Es ist ähnlich wie im Restaurant, wenn das Schnitzel nach dem Klopfen (hunderte) kilometerweit entfernt nochmal schnell tiefgefroren wurde oder man meinen könnte, dass dem Sonntagsbraten die Formung durch den handelsüblichen Vakuumbeutel anzusehen ist: Für mich führt der Gedanke „Das könnte ich besser!“ beim Biss in vermeintliche Genüsse den Sinn der Gastronomie ad absurdum.

Über diese Ansicht kann man sicher geteilter Meinung sein – klar, irgendwo teures Geld für „Leckereien“ auszugeben und dann enttäuscht zu werden, macht keinen Spaß. Daher ist die Einstellung, die ich immer wieder antreffe „Ich zahle dafür, also bin ich auch zufrieden, wenn es annehmbar ist.“ durchaus verständlich. Ich kann aber leider nicht aus meiner Haut und in Herrn D. habe ich – Gott sei Dank – einen großartigen Verbündeten, der es hervorragend versteht, beim Blick auf die Speisekarte von den zwei außergewöhnlichsten Gerichten das zu bestellen, das ich nicht ordre und mir dann zwinkernd seinen Teller zuzuschieben: „[Setzen sie an dieser Stelle einen Spitznamen im Diminutiv ein], willst Du probieren?“ Zu 98 % sind wir uns in unserer Beurteilung einig (in den anderen 2 % bestellen wir so unterschiedlich, dass man wirklich davon ausgehen kann, dass die Küche das eine halt wirklich besser kann, als das andere) – das eigentliche Problem löst das trotzdem nicht:

Am Wochenende saßen wir nämlich mal wieder einer Enttäuschung in Sachen Eis auf. Wieder ein schwarzer Fleck auf der persönlichen Landkarte der Eisdielen. Wagemutig (nach der Lektüre der Ingredienzien allemal nicht 100 % bio) stürzte ich mich auf zwei dieser Tütchen, die mich an der Supermarktkasse vermeintlich verführerisch anlachten, sie versprachen mir trügerisch Eis durch Einrühren des Pulvers in Milch, Zugeben von Kakao oder Vanillemark und Einfrieren.

Ganz ehrlich? Es ist Eis und man kann es Essen. Aber ich hatte mir eigentlich mehr erhofft – das liebevolle Anrichten auf dem Rhabarberkompott hat es dann auch nicht rausreißen können, denn trotz allem schmeckt es irgendwie künstlich. Anett von English Footprints hat kurz darauf ein Eisrezept gepostet, das jetzt als nächstes ganz oben auf meine ToDo Liste steht, damit – sobald im Tiefkühler wieder Platz ist (verdammt!) – endlich mal wieder wirklich erfreuliches von der Eisdielenfront zu vermelden ist…

Vanilleeis auf Rhabarberkompott 2

Bis dahin oute ich mal noch meine Lieblingseisdielen, die ich uneingeschränkt empfehlen würde:

(1) Wer zwischen Aschaffenburg und Hanau auf der Landstraße (B8) unterwegs ist, sollte dringend im Eiscafé Sunshine rasten und Haselnusseis essen (alles andere auch, aber ganz besonders Haselnusseis!)

(2) Wer Erlangen besucht, dem lege ich die Eiszeit wärmstens ans Herz (wie ich gehört habe auch für den gepflegten Umtrunk unter Mädels zu empfehlen – irgendwie muss ich immer fahren, wenn ich hierher komme *grmpf*).

(3) Mein letzter Besuch ist leider schon eine Weile her, aber Herr D. und ich haben uns schon auf die Agenda geschrieben, dass wir dringend mal wieder im Naschhaus halt machen müssen. Wer im Landkreis Forchheim zwischen Gräfenberg und Neunkirchen am Brand unterwegs ist, sollte sich diese kleine schnuckelige Eisdiele nicht entgehen lassen! 🙂

Und was bringt Euch so auf die Palme, wenn Ihr „auswärts“ esst? Habt Ihr irgendwelche Eisdielen-Tipps für mich (ewige Dankbarkeit ist Euch sicher)? 

Möge das Wetter endlich wieder Eiswetter werden! Habt einen schönen Tag!

Herzlichst Kristina sw

Ich kriege für diesen Post weder Geld noch Haselnusseis. Irgendwas mache ich falsch. Verdammt. Ironieoff.

Vanilleeis auf Rhabarberkompott 1
2Herde hat noch mehr zu bieten sw


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Selbstgemachtes Fruchteis

Selbstgemachtes Mango- und Beereneis 1

Uuuuuups, beinahe hätte ich es vergessen, bei diesen tropischen Temperaturen (unglaubliche 24 °C im Frankenland! Zweitheimatliebe <3) muss noch ein klein wenig Grundwissen vermittelt werden, nicht, dass mir noch irgendeiner von Euch ohne Eis auskommen muss. Für alle, die also nicht in der ausgesprochen glücklichen Position sind, eine eigene Eismaschine zu besitzen hier noch ein Rezept aus dem Sommereinmaleins der schnellen Gelüsteküche:

Selbstgemachtes Fruchteis

Du brauchst pro Sorte (reicht für 4 kleine Portionen):

  • 300 g TK-Früchte (z.B. Erdbeeren, Himbeeren, Mango)
  • 1-2 EL Zucker
  • 1 EL Vanillezucker
  • etwa 100 ml Vollmilch (wer’s besonders cremig mag, nimmt Sahne)

Früchte mit dem Zucker (am besten nur mit dem Vanillezucker anfangen und dann „hocharbeiten“, es kommt natürlich auch auf die Fruchtsorte an) und etwas Milch (auch hier einfach nach und nach zugeben) in einen hohen Rührbecher geben und mit dem Pürierstab bearbeiten.

Wer einen „altersschwachen“ Küchenhelfer besitzt oder es ihm nicht so ganz zutraut – vielleicht will man den Getreuen ja auch nicht überfordern – kann die Früchte auch 10 Minuten antauen lassen (aber nicht zu lange, sonst gibt’s kein Eis mehr!)

Reste – so habe ich gelesen – kann man problemlos in Eiswürfelformen wieder einfrieren, aus eigener Erfahrung kann ich nichts sagen, denn Herr D. und ich mutieren zu kleinen Eismonstern. Besonders geil finden wir diese Saison übrigens Mangoeis: auf die Idee kamen wir, weil der Discounter mit dem „L“ jetzt TK-Mango in Stücken in seiner Produktpalette hat, bestimmt kriegt Ihr aber auch woanders Mango oder Eure Lieblings-Obstsorte – wenn nicht, friert sie einfach einen Tag vorher selbst ein! 🙂

Jetzt wünsche ich Euch allen einen schönen Vater-Feier-Tag morgen!

Herzlichst Kristina sw
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Naschausflug

Ausflug ins Naschhaus

Auf einer kleinen „Tour de Fränkische Dörfer“ sind wir in diesem kleinen schnuckeligen Eiscafé hängengeblieben…außen Fachwerk, innen modern und in der Theke super lecker frisches Ohne-Eisfix-Eis! Ist sozusagen unser heutiger Ausflugstipp und vor allem mit Sicherheit mal wieder Zwischenstopp, wenn wir uns mal wieder in dieser Richtung bewegen. Nicht nur meine hier eindeutig in Erfüllung gegangene Sehnsucht nach einem guten Nuss-Eis, sondern auch des Holden Vorliebe für die hier besonders knackigen Amarena-Kirschen MUSSTEN uns zu diesem Fazit kommen lassen…klick mich! (Und danach besuch mich! 😉 )

Liebste Grüße! Kristina