2 Herde wohnen, ach, in meiner Brust


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Gewagtes (?) Crossover vom Nudelsalat

Ihr Lieben, der Prüfungsgott meint es nicht gut mit mir, er drückt mir eine Herausforderung nach der anderen in die Hand und sagt: „Sieh zu, dass Du klar kommst!“ Zwischen Praktikum, Hausarbeiten, Vorbereitungen für’s Praktikum und Klausurenlernerei bleibt wenig Zeit zu kochen, denn auch der Mount McWäscheberg und der Holde schauen mich Abends mit Schuldbewusstsein erzeugenden Blick an, so dass ich einfach nur froh bin, wenn ich in die Federn falle. Kochen…pf, so kann man das nun wirklich nicht nennen, was ich da schnell fabriziere, Zeit zum geplanten Einkaufen fehlt nämlich auch irgendwie. Deswegen gab es diese Woche so spannende Sachen wie Pellkartoffeln mit Kräuterquark. Nicht vorenthalten will ich euch allerdings das Essen, das diese Woche in die Brotboxen von Herrn D. und mir wanderte (wenn unsere derzeitigen Arbeitsplätze eins gemeinsam haben, dann ist es nämlich die nicht beglückende Kantinenverpflegung). Total aus der Improvisation geboren ist dieser

Crossover-Nudelsalat

für den ich mich irgendwie bei allem möglichen bedient habe und mir auch nicht sicher war, ob das Ergebnis sooooo lecker sein würde. Ich fand ihn dann aber doch sehr gelungen und habe den Kollegen, die zum Mittagessen wanderten überhaupt kein bisschen neidisch hinterhergeschaut, sondern freudig mein „Pausenbrot“ ausgepackt. 🙂

Crossover-Nudelsalat

Du brauchst für eine Party-Mitbring-Schüssel voll:

  • 500 g Nudeln
  • 250 g Hackfleisch
  • 400 g Brokkoli (ich hatte noch TK)
  • 250 g grüne Bohnen (bei mir ebenfalls TK)
  • 300 g braune Champignons
  • 2 EL Öl
  • 1 TL 5-Gewürze-Pulver
  • 1/2 TL Harissa-Gewürzpulver
  • 4 EL Sojasauce
  • 4 EL Fischsauce

Für das Dressing:

  • 250 ml Hühnerbrühe
  • 3 EL Sojasauce
  • 3 EL Fischsauce
  • 1 TL 5-Gewürze-Pulver
  • 1/2 TL Harissa-Pulver
  • 2 EL Tomatenketchup

Zuerst die Nudeln nach Packungsanweisung kochen und abschütten. Zwischenzeitlich die Champignons putzen und vierteln, außerdem Brokkoli & Bohnen garen (mit TK-Gemüse in der Mikrowelle nach Packungsanweisung definitiv die einfachste & arbeitsärmste Sache).

In einer Pfanne einen EL Öl erhitzen, das Hackfleisch darin krümelig braten, wenn es knusprig wird, mit je 2 EL Soja- und Fischsauce ablöschen, die Gewürze zugeben und damit weitere 2-3 Minuten brutzeln. Das Hackfleisch zusammen mit den (etwas abgekühlt genügt, müssen nicht komplett kalt sein) Nudeln in eine große Schüssel geben, das vorbereitete (ggf. natürlich abgeschüttete) Gemüse zufügen. Alle Zutaten für das Dressing verrühren und nach und nach zu Nudeln, Fleisch und Gemüse geben, gut durchmengen. Ich habe nicht das komplette Dressing, sondern nur etwas mehr als die Hälfte verwendet, den Rest in ein Fläschchen gefüllt und im Kühlschrank aufbewahrt, damit ich, wenn der Nudelsalat am nächsten Tag etwas trockener sein sollte noch etwas Dressing nachkippen kann. 🙂

Lass Dir's schmecken!

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Winterspaziergang

Am Sonntag haben Herr D. und ich uns auf einen kleinen Winterspaziergang begeben. Nun wohnen wir aber in einer Region, in der Schnee eher selten um nicht zu sagen größere Schneemassen eine absolute Sensation und ein Jahrhundertereignis sind, weswegen die tollen weißbedeckten Landschaftsaufnahmen, die man anderswo um diese Jahreszeit zu sehen bekommt, vollkommen utopisch sind. Natürlich schien noch nichtmal die Sonne, nein, es graupelte (wie wundervoll!), weswegen das Ganze eine relativ triste und graue Angelegenheit wurde. Wie gut, dass am Ende ein Kaffeekränzchen mit der Familie stand, wodurch der Nachmittag doch noch ein recht heiterer wurde, mit meinem Vorhaben, mal ein paar tolle Bilder vom Winter zu schießen, wurde es leider nichts. Außer ein paar zugeeisten Mini-Seen bot sich an diesem Tag kein besonders eindrucksvolles Bild.

Winterspaziergang 1

Winterspaziergang

Jedem, der bei diesen eisigen Temperaturen einen Spaziergang macht, geht es aber mit Sicherheit ähnlich, ganz egal wie die visuellen Eindrücke waren, sobald man wieder in die (hoffentlich) warme Wohnung kommt, will man Wärme und zwar nicht nur von außen, sondern auch von innen. Dafür eignet sich das folgende Rezept ganz besonders gut, es wärmt nämlich von innen und wenn es richtig gewürzt wird, macht es fast sogar ein kleines Feuerchen:

Chili con Carne

Chili - Die Zutaten

Wie Ihr auf dem Bild unschwer erkennen könnt, habe ich das Chili am vergangenen Wochenende für eine ganze Kompanie gekocht und das Rezept gleich mal vier genommen, für Euch habe ich allerdings erstmal die Grundmenge aufgeschrieben, hochrechnen ist ja kein Problem. 🙂

Für 4 Portionen brauchst Du:

  • 500 g gemischtes Hackfleisch
  • 1-2 Spitzpaprika
  • 1 kleine Dose Kidneybohnen
  • 1 kleine Dose Mais
  • 2 Dosen gehackte Tomaten
  • 1 Schluck Rotwein
  • 2 Zwiebeln
  • 1-2 Zehen Knoblauch
  • 1 EL Butterschmalz
  • 2 EL Tomatenmark
  • 3 EL Würzmischung (siehe unten)
  • nach Bedarf Salz & Pfeffer

Zuerst das Gemüse vorbereiten, also die Bohnen und den Mais abtropfen lassen, die Spitzpaprika waschen und in feine Streifen schneiden, die Zwiebeln und den Knoblauch pellen, den Knobi fein hacken, die Zwiebeln in feine Würfel schneiden.

In einem größeren Topf (bei dieser Menge etwa Fassungsvermögen 3l) das Butterschmalz erhitzen, das Hackfleisch darin krümelig anbraten, die Zwiebeln und den Knoblauch zugeben, etwas anrösten. Die Würzmischung zugeben, gut vermischen, das Tomatenmark unterheben, wiederum etwas anrösten und sobald es zu duften beginnt, mit dem Rotwein ablöschen und mit den Dosentomaten auffüllen (die Dosen jeweils mit einem Schluck Wasser ausschwenken und dies auch dem Chili zufügen). Die Mischung aufkochen lassen und bei schwacher Hitze 20 Minuten köcheln lassen. Nach dieser Zeit die Bohnen und den Mais zufügen, weitere 10 Minuten leicht köcheln lassen und dann abschmecken. Die hier angegebene Variante für die Würzmischung ist sehr mild, da ich davon ausgegangen bin, dass eventuell irgendwann (die Mischung reicht ja für mehrere Portionen) Kinder mitessen wollen. Wir haben dann einfach noch mit Tabasco nachgewürzt, natürlich kann aber auch schon bei der Erstellung der Würzmischung mit mehr Cayennepfeffer für einen feurigen Effekt gesorgt werden. Das Chili schmeckt super mit Nachos oder Baguette.

Chili con Carne

Chili-Würzmischung

nach einem Rezept von Baumfrau @Chefkoch.de

  • 8 EL Paprikapulver edelsüß
  • 5 EL Kreuzkümmel
  • 4 EL Oregano
  • 4 EL Salz
  • 1 EL Cayennepfeffer
  • 4 EL schwarzen Pfeffer
  • 2 EL Kakaopulver
  • 1 EL Piment
  • 1 TL Nelkenpulver
  • 1 TL Zimt

Alles in eine Schüssel geben und gut vermischen. Lässt sich in einem Einmachglas wunderbar aufheben. Sieht unvermischt und geschichtet auch als Geschenk toll aus. 🙂

Chili - Die Gewürze

Sieht das nicht toll aus mit den verschiedenen Gewürzen? Das Gewürzregal ist ja sowieso mein herzallerliebster Einrichtungsgegenstand. 🙂

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Canneloni mit Hackfleischfüllung und Gemüse- Frischkäse-Sauce

Canneloni mit Hackfleischfüllung und Gemüse-Frischkäse-Sauce_instantRahmen_beschriftet

Herr D. ist wieder recht fit, ich erwähnte es bereits, als ich vorhin den verspäteten Freitagsfüller auf den Weg brachte und er hat auch wieder Hunger. Wie ein Bär. Was mich besonders freut, denn letztes Wochenende war er noch nicht einmal mit Reis und Sauce von der Couch zu locken, was – möchte ich meinen – höchst bedenklich ist, außerdem hätte ich auf seiner Stirn wahrscheinlich die Sauce kochen können, so heiß war diese. Gestern aber diskutierte er schon wieder fleißig mit, was es denn so zu Essen geben sollte und wirkte fast ein bisschen geknickt, dass er mir im Supermarkt das Leben nicht zur Hölle machen konnte (er kann sich einfach nicht entscheiden, wenn es vorher keinen Masterplan gibt, was das Essen angeht, dann erstellt er binnen einer Stunde gern mal drei mögliche neue), da er noch krankgeschrieben und eventuell auch noch ein bisschen ansteckend ist (außer mich! Ha! Nehmt das, Bazillen, ihr könnt mir nichts anhaben! – Hoffe ich doch. 😉 )…als wir über Nudeln redeten, kam er direkt mit dem Wunsch „Lasagne“ um die Ecke und da ich bisher immer dachte, dass ich die lieber koche als er sie isst, ergriff ich natürlich die Gelegenheit beim Schopf und schlug, bevor er es sich anders überlegen konnte, Canneloni vor, da noch ein Päckchen dieser kleinen Schweinereien-Potentaten (ich kann das einfach nicht, ohne danach einen Schwammtuch-Großeinsatz auf der Arbeitsplatte durchführen zu müssen) im Schrank rumlungerte. Weil ich ganz genau wusste, dass er auf Bolognese spekulierte (kennt ihr das auch, ihr fangt an von Nudeln zu reden und während Ihr noch über neue Saucen nachdenkt, seht Ihr in den Augen Eures Gegenübers dieses Wort aufblitzen wie eine Vegas-Leuchtschrift BOLOGNESE), beschloss ich, einen Kompromiss einzugehen, wofür die Canneloni ja auch bestens geeignet sind, und Gemüsesauce und Fleischfüllung zu mischen. Heraus kamen sehr leckere

Canneloni mit Hackfleischfüllung und Gemüse (i.d.F. Zucchini) – Frischkäse – Sauce

Du brauchst für 2 Hungrige:

  • etwa 1/2 Packung (125 g) Canneloni
  • 1 Kugel Mozzarella à 125 g

Für die Canneloni-Füllung:

  • 300 g gemischtes Hackfleisch
  • 1 Tube Tomatenmark
  • 2 EL Italienische Würzmischung
  • Salz, Pfeffer
  • 150 ml Rotwein (oder entsprechend mehr Brühe)
  • 200 ml Rinder- oder Gemüsebrühe
  • 1 rote Zwiebel
  • 1 TL Olivenöl

Für die Gemüsesauce:

  • 2 Zucchini à ca. 150 g
  • 1 rote Zwiebel
  • 1 Dose stückige Tomaten
  • 1 Schuss Rotwein
  • 150 ml Rinder- oder Gemüsebrühe
  • 1 EL Thymian, getrocknet und gerebelt
  • 75 g Frischkäse
  • Salz, Pfeffer
  • 1 TL Olivenöl

„Werkzeug“:

  • 2 große Pfannen (im Idealfall eine beschichtet, eine unbeschichtet)
  • 1 Auflaufform (meine hat die Maße 18 * 28 cm)
  • 1 Spritzbeutel mit sehr großer Öffnung oder 1 Gefrierbeutel, an dem eine Ecke abgeschnitten wurde
  • Pfannenwender, Messbecher, falls vorhanden Küchenhobel

Vorbereitungen: Zwiebeln schälen und ganz fein würfeln, Zucchini waschen und in Stifte schneiden oder hobeln, den Ofen auf 200°C Ober-/Unterhitze vorheizen.

Zunächst bereiten wir die Füllung für die Canneloni zu: Dafür wird das Hackfleisch im heißen Olivenöl in der unbeschichteten Pfanne zusammen mit den fein gewürfelten Zwiebeln angebraten und mit der italienischen Würzmischung vermischt. Wenn das Fleisch zu bräunen beginnt, mit dem Tomatenmark vermengen und etwas rösten, die Masse mit dem Rotwein (oder einem ersten Schuss Brühe) ablöschen, kurz schmurgeln lassen und mit der Brühe auffüllen. Jetzt etwa 5 Minuten köcheln lassen, bis eine relativ dickflüssige Konsistenz entstanden ist, die sich später gut in die Canneloni einfüllen lässt ohne direkt wieder davon zu laufen. Wenn die Fleischmasse die richtige Konsistenz erreicht hat, die Pfanne vom Herd nehmen und beiseite stellen, damit die Masse etwas abkühlen kann und Du Dir nicht die Finger verbrennst.

Jetzt kümmern wir uns um die Gemüsesauce: Dafür erhitzen wir den zweiten TL Öl in der beschichteten Pfanne und schmoren die Zucchinistifte darin mit etwas Salz, Pfeffer und dem Thymian. Nach 3-4 Minuten mit etwas Rotwein ablöschen, etwas Brühe hinzugeben und mit den Dosentomaten auffüllen, ebenfalls köcheln lassen, bis die Konsistenz schön sämig ist, den Frischkäse einrühren.

Hat die Hackfleischmasse etwas abgekühlt, können wir die Canneloni damit füllen. Dafür das Fleisch entweder in einen Spritzbeutel oder in einen Gefrierbeutel, an dem vorher eine Ecke im Durchmesser der Canneloni abgeschnitten wurde, geben und die Masse in die Canneloni spritzen, diese in die Auflaufform (je nach Erfahrung vorher einfetten) legen. Die Canneloni mit der Gemüsesauce bedecken und den in feine Scheiben geschnittenen Mozzarella darauf legen. Im vorgeheizten Ofen 30 Minuten garen & überbacken.

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Zurück aus den Niederungen der Klugscheißerei!

Kohlrouladen 2

Heyho! Da bin ich endlich wieder, zurück aus den „Niederungen der Klugscheißerei“, besser gesagt weg vom Schreibtisch. Die mir die meisten Bauchschmerzen bereitende Hausarbeit bisher ist im Briefkasten und jetzt kann ich nur noch abwarten…Dafür ist der Urlaub gebucht, zwar nur ein Kurztrip, aber dafür mit dem Holden. Yay! Gekocht hab ich in den letzten Tagen eher wenig, weil mich Herodot und Sueton einfach nicht vom Schreibtisch weggelassen haben…echt nicht nett, diese beiden! Naja, jetzt hab ich noch ein bisschen Pause, bereite die nächste Hausarbeit vor und „freue“ mich schon ganz arg auf mein unbezahltes vierwöchiges Praktikum, das Mitte September ansteht. Bis dahin hoffe ich natürlich, dass ich Euch auch wieder ein bisschen was „präsentieren“ kann…Heute gibt’s erstmal ein Rezept für leckere, ultra-bodenständige Kohlrouladen. Die macht ja sonst immer nur meine Oma , aber der Holde war von meiner Version so angetan, dass ich sie bloggen muss, auch wenn sie auf dem Bild nicht wirklich sexy aussehen. 😉

Du brauchst für die Fünf Personen Portion (oder um sie am nächsten Tag schön in der Soße durchgezogen nochmal zu genießen):

1 kg gemischtes Hackfleisch
1 kleiner Weißkohl
3 Zwiebeln (eine davon in feinen Würfeln, die anderen zwei können auch in feine Ringe geschnitten sein)
3 EL gehackte Petersilie
2 gestr. TL Salz
1 gestr. TL Pfeffer
1 gestr. TL Paprikapulver edelsüß
1 TL Hackfleischgewürz
1 Prise Knoblauchgranulat
4 EL Semmelbrösel
1 EL Kümmel
2 Eier
2 l Rinderbrühe
4 EL passierte Tomaten
Soßenbinder
1 EL Butterschmalz

Zuerst den Weißkohl blanchieren. Dazu in einem großen Topf Wasser mit 1 TL Salz und Kümmel erhitzen, den Weißkohl am Strunk kreuzförmig einschneiden und 15 Minuten im heißen Wasser ziehen lassen. In Eiswasser abschrecken und 10 äußere Blätter vorsichtig und vollständig abziehen. Die Hälfte des restlichen Kohls in grobe Würfel schneiden.

Für die Füllung das Hackfleisch mit 1 fein gewürfelten Zwiebel, Salz, Pfeffer, Hackfleischgewürz, Knoblauchgranulat, Semmelbröseln und Eiern vermischen, gut Kneten, zu länglichen kleinen Laiben formen (gibt etwa 10 Stück) und in die Weißkohlblätter wickeln. Mit Rouladenklammern oder Bindfaden zusammenhalten.

Das Butterschmalz in einem großen Topf erhitzen, die Kohlrouladen darin anbraten und herausnehmen (evtl auf 2-3 Mal verteilen). Jetzt die Zwiebeln zusammen mit den Kohlwürfeln hineingeben, anschwitzen, mit einer Prise Salz, Pfeffer und dem Paprikapulver würzen und anrösten. Die passierten Tomaten zufügen, gut rühren, mit der Brühe auffüllen, aufkochen lassen und die Rouladen wieder zufügen. Wieder aufkochen lassen und ca. 45 Minuten köcheln lassen. Dann die Rouladen herausnehmen, die Soße durch ein Sieb laufen lassen, wieder aufkochen lassen, mit Soßenbinder abbinden und abschmecken. Sehr lecker dazu schmecken (Salz-)Kartoffeln oder Kartoffelbrei.

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Küchenevergreen: Bolognese

Spaghetti Bolognese neu 2b

Aloha ihr Lieben sw

Es gibt Rezepte, die sind von der eigenen imaginären Speisekarte nicht wegzudenken. Mit denen kriegt man sie alle an einen Tisch, mit denen kann man sie hinter dem Ofen hervorlocken. Die gehen immer, da sind die Zutaten eigentlich immer im Haus, die kocht man ohne Mühe auch nach langen Tagen noch schnell und das wichtigste: man isst sie selbst so gern, dass sie einem nicht langweilig werden.

So ein Rezept ist eine richtig schön fleischige Bolognese. Die muss es im Hause des Holden MINDESTENS einmal im Monat geben und damit ist zwar nicht alles wieder gut, was ich mittlerweile experimentelles so alles an ihm verbrochen habe…aber die Welt ist doch wieder ein Stückchen besser.

Ich nehme mal an, dass Bolognese ebenso einstimmig Zustimmung erfährt wie sie jeder anders macht. Als ich mich zum bloggen an den Laptop setzte und das Bloglovin‘-Symbol mir schelmisch zuzwinkerte, konnte ich mir ein Grinsen nicht verkneifen, als ich sah, dass Evi (deren Rezepte ich ja sowieso sehr schätze) heute auch Bolognese servierte. Ha! Bolognese for President…oder so.

Na gut, ich teile jetzt auf jeden Fall mal mein persönliches Leib und Magen-Rezept mit euch, welches hier immer wieder gut ankommt. Und meine (natürlich absolut weltbeste) kleine Schwester, die regelmäßig die Qualitätskontrolle bei mehr oder weniger angekündigten Besuchen durchführt, die muss es wissen. Schon mit zwei Jahren hat sie im Malle-Urlaub in einer Woche öfter Spaghetti Bolognese gegessen als so mancher in 3 Jahrzehnten… 😉

Du brauchst für 4 Portionen:

600 g Hackfleisch, gemischt
1 Liter Fleischbrühe
1 dicke Gemüsezwiebel in feinen Würfeln
2 Zehen Knoblauch, geschält und gepresst
3-4 Stück getrocknete Tomaten in kleine Stücke geschnitten
1 Tube Tomatenmark
2-3 EL Italienische Gewürzmischung
1 TL Pizzagewürz, getrocknet
1 EL Italienische Kräuter-Mischung (TK)
2 EL Olivenöl
100 ml Tomatensaft/ passierte Tomaten
Salz und Pfeffer
1 große Prise Paprikapulver rosenscharf und nach Belieben etwas Cayennepfeffer oder Chiliflocken

Das Olivenöl in einer (nicht-antihaft-beschichteten) Pfanne erhitzen, das Hackfleisch hineingeben und krümelig braten. Die Zwiebelwürfel, die getrockneten Tomaten und den Knoblauch hinzufügen, braten, bis die Flüssigkeit verdampft ist und 2 EL von der Italienischen Gewürzmischung darüber geben. Einmal gut verrühren und jetzt unter gelegentlichem Rühren etwas „anhängen“ (nicht anbrennen) lassen. Mit dem Tomatenmark verrühren, dies ebenfalls etwas „anhängen“ lassen und nach und nach mit der Brühe (nach Gusto vielleicht auch erst ein Gläschen Rotwein verwenden) ablöschen. Pizzagewürz, Italienische Kräuter-Mischung und Tomatensaft oder passierte Tomaten hinzufügen, verrühren und bei geringer Hitze köcheln lassen (15-20 Minuten auf jeden Fall, je nach gewünschter Konsistenz auch doppelt so lange). Schließlich mit Salz, Pfeffer und scharfem Gewürzpulver der Wahl abschmecken, zusammen mit frisch gekochter Pasta und vielleicht einem kleinen Salat (Vorschlag kommt gleich) sowie lecker Parmesan servieren.

Paprikasalat

Paprikasalat

Als Beilagenportion für 4:

4 Paprika, am besten bunt gemischt
1 Salatgurke
1 TL Salz
1/2 TL Pfeffer
1/2 Pck. Italienische Kräuter (TK)
1 große Prise Zucker
3 EL Balsamico bianco
3 EL Öl (neutrales)

Die Paprika waschen, putzen und in feine Streifen schneiden/ hobeln. Die Salatgurke nach Belieben schälen und das Kerngehäuse entfernen, in Würfel schneiden. Alle Zutaten in einer großen Schüssel vermischen, abschmecken, etwas durchziehen lassen und servieren. Schmeckt auch lecker mit einer Portion Hirtenkäse-Krümeln.

Herzlichst Kristina sw

EDIT vom 3.10.2013: Natürlich ist die Bolognese immer noch ein Klassiker, der ständig gekocht werden muss. Deswegen gab’s auch mal neue, fotogene Bilder im Rahmen des Anrichten-Events vom Küchen Atlas Blog.

2Herde hat noch mehr zu bieten sw


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Glasnudelsalat. Nachmachen!

Glasnudelsalat 1

Das hier ist im Moment einer meiner absoluten Favoriten. Ein kleines asiatisches Geschmacksfeuerwerk, eine andersartige Verwendung von Hackfleisch und dabei so lecker, dass sogar meine Schwester, die ob der Zutatenliste doch eher skeptisch gestimmt war, nach dem Essen satt und zufrieden war. 😉

Du brauchst für 4 Portionen:  600 g Hackfleisch # 400 g Glasnudeln (dünne) # 1 Bund Frühlingszwiebeln # 2 rote Paprika # 1 Handvoll Basilikum # 6 EL Fischsauce  # 4 EL Sojasauce # 2 TL Garam Masala # 1 TL Sambal Oelek # 1 TL Pfeffer # je 1 große Prise gemahlener Ingwer, Kreuzkümmel, Zucker # 1 EL Sesamöl

Die Frühlingszwiebeln in feine Ringe schneiden und das Weiß vom Grün trennen. Die Paprika waschen, Putzen und in feine Würfel schneiden.

Das Sesamöl in einer Pfanne erhitzen, das Hackfleisch darin anbraten und knusprig (!) werden lassen. Garam Masala und Zucker zufügen, pfeffern, schwenken und mit dem Weiß der Frühlingszwiebeln bei halber Hitze durchziehen lassen.

Zwischenzeitlich die Glasnudeln mit kochendem Wasser übergießen, ca. 5 Minuten ziehen lassen, abschütten und abschrecken. Die Nudeln in eine Schüssel geben und mit allen anderen Zutaten einschließlich in Streifen geschnittenem Basilikum vermengen (gut vermischen – wichtig, damit sich die leichte Schärfe gut verteilt!). Mit den Gewürzen und ggf. etwas Salz oder auch mehr Fischsauce abschmecken.

(Herz)lichst, Kristina 15


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Frikadellen oder wie ich zum Kochen kam

Frikadellen 1

Wenn es um das nächste Rezept geht, dann muss ich ein bisschen weiter ausholen. Frikadellen, das Lieblingsessen des Herrn D., sind nämlich als Initialzündung für meine „Kochkarriere“ (hust.) ein absoluter Meilenstein der Doppelherz’schen Geschichte v.B. (vor dem Blog ^^).

Wie ich zum Kochen kam

Als Herr D. beschloss, statt meines Kollegen mein Freund zu sein (das mit dem Kennenlernen hatten wir schon drei Jahre zuvor erledigt), war ich gerade aufs heftigste mit meinem Abitur beschäftigt und betrachtete Kochen als netten Zeitvertreib, das man mal tun konnte, um Freunde einzuladen, es handelte sich aber eher um eine schlafende (dennoch vorhandene) Leidenschaft, der noch das ein oder andere Päckchen Fixgericht auf die Sprünge half. So wirklich notwendig war es ja auch nicht, schließlich wohnte ich noch zu Hause.

Dumm nur, dass Herr D. Weiterlesen