2 Herde wohnen, ach, in meiner Brust


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Schmatz: Gemüsetarte

Gemüsetarte

Dass ich jetzt endlich auch Besitzerin einer Tarteform geworden bin, durftet ihr ja schon feststellen. Und nachdem mir Mutti eine ihrer beiden Schrankleichen geopfert hatte  die Freude gemacht hatte, mir eine zu schenken, hatte ich hoffnungsloser Pragmatiker schon wieder Angst, dass diese nicht gebührend zum Einsatz käme und im Schrank versauern würde. Jetzt kann man ja aber auch für 2 (+ die tapferen Testesser natürlich, aber die können auch nicht mehr als essen) nicht 3 süße Tartes pro Woche backen. Naja, könnte man schon, dann würden wir aber beide wohl im dritten Stock erst nach 3-tägigem Fußmarsch ankommen. Also musste was Herzhaftes her und ich machte mich – relativ frei Schnauze, aber mit der vor gefühlt langer, langer Zeit gebackenen Tomatentarte nach Sarahs Krisenherd vor Augen – an die Arbeit. Und obwohl ich echt Schiss Bedenken hatte, dass es nicht schmecken könnte, wollte ich dann gar nicht mehr aufhören zu essen. (Auch Herr D., den ich bei neuen Sachen ja immer aus dem Augenwinkel misstrauisch beäuge, weil ich immer Angst habe, es schmeckt ihm nicht und er sagt aber nichts, verdrückte drei Stücke!) Deshalb kann ich euch dieses Rezept natürlich nicht vorenthalten, denn die Tarte schmeckt nicht nur warm, sondern auch kalt und lässt sich hervorragend in eine Brotbox packen und mit zur Arbeit nehmen!

Zuerst mal brauchen wir natürlich wieder meinen innig geliebten Quarkmürbteig (Die hier angegebene Menge reicht übrigens ziemlich genau für meine 24er Tarteform):

  • 100 g Magerquark
  • 75 g Butter
  • 250 g Mehl
  • 1 Prise Salz
  • 1 Ei

Du verknetest einfach alle Zutaten zu einem gut vermischten Teig und gibst diesen dann (in der Schüssel oder auch in einem Stück Frischhaltefolie) für mindestens eine halbe Stunde in den Kühlschrank, damit der Teig die richtige Konsistenz bekommt, um ihn weiterzuverarbeiten.

Zwischenzeitlich könntest Du aber schonmal den Ofen vorheizen – so 180°C Ober-Unterhitze wären nicht schlecht.

Bevor Du den Teig wieder aus dem Kühlschrank nimmst, fettest Du am besten die Tarteform und legst schonmal ein Stück Backpapier und ca. 500 g Hülsenfrüchte (oder Reis) zum Blindbacken bereit. Dann drückst Du den Teig so, dass er die Form gut auskleidet, stutzt den Rand zurecht, stichst ihn ein paar Mal mit der Gabel ein, gibst Backpapier und Hülsenfrüchte darauf und schiebst ihn in den vorgeheizten Ofen. Da darf er dann 20 Minuten ohne Füllung backen.

Für die Füllung brauchst Du:

Erster Teil

  • 1 kleine Zucchini
  • 1 EL Kräuter der Provence getrocknet und gerebelt
  • 1 TL Olivenöl
  • etwas Salz und Pfeffer
  • das Weiße von einem Bund Frühlingszwiebeln, in Ringe geschnitten
  • und für die Fleischfresser unter uns 125 g Baconwürfel

Die Zucchini wird gewaschen und geputzt, längs halbier und dann in Scheiben geschnitten. Das Olivenöl in einer beschichteten Pfanne erhitzen und die Zucchini mit den Gewürzen und dem Weiß der Frühlingszwiebeln darin ein paar Minuten anschwitzen, damit sie nicht roh in die Tarte kommen. Wer es gerne mit Speck hat, gibt diesen einfach nach 2-3 Minuten dazu.

Nachdem der Boden 20 Minuten vorgebacken hat, diesen für einen Moment herausnehmen, um die Füllung darauf zu geben. Zuerst die Zucchini(-Speck-Mischung) und dann den

Zweiten Teil

  • 2 Paprika (ich habe eine rote und eine orange genommen, es ist aber wohl Geschmackssache)
  • ein paar Cherrytomaten (ca. 10 Stück)
  • den Rest des Päckchens Magerquark + weitere
  • 200 – 250 g Quark (hier hast Du die Wahl: fertigen Kräuterquark oder ungewürzten Quark und dann einfach mit etwas mehr Salz und Pfeffer und vielleicht ein paar frischen Kräutern wie Schnittlauch zu arbeiten)
  • 1 Bund Frühlingszwiebeln, das Grün, ebenfalls in Ringe geschnitten.
  • 2 Eier
  • Salz & Pfeffer
  • 4 EL Parmesan

Die Paprika waschen, entkernen und in (halbe) Ringe schneiden.

Alle Zutaten außer Paprika und Cherrytomaten zu einem Guss verrühren, mit Salz und Pfeffer abschmecken. Nun ganz einfach ein paar Paprika auf den Zucchini verteilen, die Quarkmasse darauf geben, die restlichen Paprikascheiben und die Tomaten obenauf verstreuen und das ganze im Ofen für weitere 30 Minuten stocken lassen.

Gemüsetarte

Die Gemüsesorten sind sicher recht variabel – ich würde diese Kombination auf jeden Fall wieder backen & jedem weiterempfehlen! 🙂

Herzlichst Kristina sw

2Herde hat noch mehr zu bieten sw

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Frühling in der Tarteform: Apfel-Quark-Tarte

Huhu ihr Hübschen,

scheint bei Euch endlich auch so schön die Sonne? Herr D. und ich wohnen in der Nähe eines Flusses und beobachten von unserem tollen Balkon aus schon den ganzen morgen bei Frischluft, Sonnenschein und lecker Kaffee wie die Heerscharen in der Frühlingsatmosphäre Richtung Wasser pilgern, um dort spazieren zu gehen. Natürlich darf dabei auch ein schönes Stück Kuchen nicht fehlen. Da mir, sobald die ersten Frühlingssonnenstrahlen durch die Wolken blitzen und die Aprilschauer den Winterstaub von den Straßen waschen, nicht mehr wirklich nach „Winterkuchen“ zumute ist, habe ich mich beim Sonntagskuchen diesmal für eine Tarte (jaaa, ich habe endlich auch eine Form – Mutti hatte da noch sowas auf dem Dachboden, hihi) mit einer leichten Käsekuchenmasse und Äpfeln entschieden.

Apfel-Käse-Tarte 1

Apfel-Quark-Tarte

Du brauchst für eine 24er Tarteform:

Für den Quarkmürbteig

  • 100 g Magerquark
  • 75 g Butter
  • 180 g Mehl
  • 100 g gemahlene Mandeln
  • 1 Ei
  • 80 g Zucker

Alle Zutaten in eine Schüssel geben, mit den Händen kräftig verkneten, bis eine homogene Masse entstanden ist und den Teig mindestens eine halbe Stunde kühl stellen. Dann in eine gefettete Tarteform geben, den Boden platt und einen Rand hochdrücken, mehrmals mit einer Gabel einstechen und im vorgeheizten Backofen bei 180°C Ober-/Unterhitze 15 Minuten blind* backen. Danach Backpapier und Hülsenfrüchte wegnehmen, mit 1 EL Semmelbröseln bestreuen und

Die Füllung

darauf geben.

  • 2 kleine Äpfel
  • den Saft einer halben Zitrone
  • den Rest (also 400 g) eines Bechers Magerquark
  • 3 Eier
  • 75 g Zucker
  • 1 Pk. Vanillezucker
  • 1/2 Pk. Vanillearoma

Dafür die beiden kleinen Äpfel schälen, entkernen und in feine Scheiben schneiden. Diese in Zitronensaft wenden, damit sie nicht braun werden. Alle übrigen Zutaten in eine Schüssel geben und mit dem Schneebesen (oder auch dem Handrührgerät) verquirlen. Die Apfelscheiben auf die Semmelbrösel verteilen (ich habe den ganzen Boden mit einer Lage bedeckt), die Käsemasse darauf verteilen, ggf. glatt streichen und im Ofen bei gleicher Temperatur weitere 30 Minuten backen. Im Ofen abkühlen lassen, herausnehmen und kalt servieren.

* „blind“ backen heißt, auf den Teig ein Stück Backpapier und Hülsenfrüchte (getrocknete Erbsen oder Linsen, es geht aber auch mit Reis) zu geben, bevor man diesen backt. Die Hülsenfrüchte kann man – zu diesem Zweck – mehrmals verwenden.

Apfel-Käse-Tarte

Lasst es euch schmecken & vor allem: genießt den Sonn(en)tag!!!

Herzlichst Kristina sw

2Herde hat noch mehr zu bieten sw


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Russischer Zupfkuchen

heute mal als Bildrezept, weil ich gebeten wurde, es rauszurücken. Kein Problem, schließlich ist „Russisscher Zupfkuchen für alle“ja eine tolle Parole. 🙂 Da die Vorgabe „für Backanarchisten und -Unbegabte“ lautete, wollte ich natürlich auch eine *attraktive* & zum Thema passend Druckvorlage schaffen. Und warum die dann nicht einfach an Euch weitergeben? Vom Kuchen selbst konnte ich nämlich kein Foto machen, so schnell war er weg. Warum erzähl ich Euch morgen. 🙂

Russischer Zupfkuchen

Herzlichst Kristina sw

2Herde hat noch mehr zu bieten sw


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Zum ersten…und auch zum einzigen

So, meine Lieben, hiermit sind wir am Ende angekommen. Nein, nicht dieses Blogs, damit habe ich ja gerade erst so richtig angefangen. Aber von den alten Rezepte, die ich aus dem alten Blog übertragen wollte, ist dies nun das letzte. Meine bisher ersten und einzigen Cupcakes. Sonst sind halt die etwas einfacher und schneller zu habenden Dinge eher meine Baustelle. Aber das Rezept möchte ich Euch mit Sicherheit nicht vorenthalten! Deshalb gibt es hier auch diesen alten Post in Kopie (so wie alle anderen natürlich auch mit „alt-neuem“ Bild):

Death by Chocolate-Cupcakes 1

Meine ersten Cupcakes. Die spukten mir schon ganz lange im Kopf rum, seit ich sie bei CK gesehen hatte, wollte ich sie unbedingt backen und zu meinem Geburtstag war es dann endlich so weit. In der Studiküche musste zwar deutlich improvisiert werden (Gefrierbeutel statt Dressiersack [„Spritzbeutel“, für alle, die nicht mit der Wortwahl meines Freundes vertraut sind ^^] und nur ein 6er-Muffinblech), es hat aber doch erstaunlich gut funktioniert. Schade nur, dass es dieses Jahr am 10. so wahnsinnig warm war, dass nur die Hälfte der kleinen Scheißer ihre Bestimmung erreichten…Aber es wird sie wieder geben. Und es steckt noch so viel Kreativpotential darin. 😀Hier abgeguckt

Für ca. 12 Stück:

Teig: 100 g Butter  # 150 g Zucker # 2 Eier # 100 g Mehl # 1/2 P. Backpulver  # 1/2 P. Natron (= 1/2 TL) # 1 Prise Salz # 75 g Kakaopulver # 180 ml Milch # 1 P. Vanillearoma

Backofen auf 175 °C (O/U) oder 160°C (Heißluft) vorheizen.

Mehl, Kakao, Backpulver, Natron und Salz gut vermischen. Butter, Zucker und Vanille zu einer schaumig-lockeren Masse verrühren und die beiden Eier einzeln unterheben. Mehlmischung sowie Milch abwechseln in kleineren Portionen unterheben, alles zu einem gleichmäßigen Teig verrühren (wird bei etwas längerem Rühren wunderbar cremig). Den Teig auf die Förmchen verteilen und 25 Minuten backen.

Füllung: 150 g Kinderschokolade # 100 ml Sahne # 100 g Magerquark

Die Schokolade klein hacken. Die Sahne erhitzen, bis sich Blasen bilden und zu der Schokolade in eine Schüssel geben, verrühren und abkühlen lassen. Wenn die Masse ausgekühlt ist, den Quark unterheben.

Die Muffins aus dem Ofen holen, abkühlen lassen. Wenn sie kalt sind Kegel ausschneiden und jeweils davon den oberen Teil abtrennen (als Deckel behalten). Die  Mulden mit der Füllmasse (am besten in einen Spritzbeutel geben) befüllen und die Deckel darauf legen.

Frosting: 400 ml Sahne # 300 g Zartbitterschokolade

Schokolade hacken und in eine Rührschüssel geben. Die Sahne erhitzen, bis sich Blasen bilden und zur Schokolade geben, rühren, bis sich diese aufgelöst hat. Die Masse im Kühlschrank gut abkühlen lassen. Wenn sie ausgekühlt ist, mit dem Handrührgerät aufschlagen, in einen Spritzbeutel füllen und die Muffins damit dekorieren, nach Belieben weitere Verzierungen anbringen.

Lass Dir's schmecken!


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Knöterich, ganz klassisch unter der Haube

Rhabarberkäsekuchen mit Baiserhaube 1

Wenn im heimischen Garten mal wieder Rhabarber wächst und mir Oma ein Pfund davon aufs Auge drückt, ohne zu Fragen ob ich überhaupt welchen möchte, gehört das folgende kleine Kuchenrezept zum absoluten Standardrepertoire damit das Knöterich-Gewächs nicht in der Biotonne landet…man kann ja schließlich nicht immer Kompott machen und die Rhabarbercreme schlägt dann doch sehr auf die Hüften und hält sich auch nicht so gut wie dieses Schätzchen.

Für eine Springform (26/28 cm):

Aus

  • 200 g Mehl
  • 50 g Zucker
  • 100 g Margarine
  • 1 Eigelb

einen Mürbteig herstellen

Etwa
  • 500 g Rhabarber
waschen, putzen (nicht schälen) und in Scheiben schneiden.
Den Backofen auf 160 °C (Umluft) vorheizen.
  • 500 g Quark
  • 350 ml Milch
  • 2 Eigelb
  • 2 Eiweiß
  • 2 x 100 g Zucker
  • 1 P. Vanillepuddingpulver

Für die Füllung zunächst das Eiweiß mit einer Portion Zucker steif schlagen. Die restlichen Zutaten verrühren und das steif geschlagene Eiweiß unterheben.

Die Masse auf den Rhabarber geben.

In den Ofen schieben und etwa 35 Minuten backen. Nach dieser Zeit das Baiser:

  • 3 Eiweiß steif geschlagen mit
  • 100 g Zucker

darauf geben und weitere 15 Minuten backen. Am besten im Kühlschrank gut auskühlen lassen!

Lass Dir's schmecken!


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Downtown

Strawberry-Cheesecake 2

Ich liiiiiiiebe Käsekuchen und das ist mit Sicherheit weder der erste, noch der letzte, den ich bisher gebacken habe. Ein NY-Cheesecake ist ja auch was anderes als ein klassischer deutscher Käsekuchen, aber: dass dieses Rezept alle anderen bei weitem an Cremigkeit übertrifft, ist eine Tatsache, die man sich auf der Zunge zergehen lassen muss! 😉 Mit dem passenden Soundtrack ist er auch Ruck-Zuck gebacken. Aber um dieses Leckerchen richtig zu genießen, sollte man ihm eine Nacht Ruhe im Kühlschrank gönnen!

Du brauchst für eine Springform (26/28 cm):

Boden:

  • 200 g Butterkekse
  • 125 g Butter

Kekse in einem Gefrierbeutel zerbröseln, die Butter schmelzen und beides gut vermischen. In eine Springform auf Backpapier geben, festdrücken und 5 Minuten bei 160°C (Heißluft) vorbacken.

Belag:
  • 200 g Zucker
  • 3 EL Speisestärke
  • 600 g Frischkäse
  • 250 g Magerquark
  • 200 ml Sahne
  • 1 Ei
  • 2 EL Zitronensaft

Zucker zuerst mit Stärke, Frischkäse und Quark verrühren. Dann die restlichen Zutaten nach und nach zugeben, nicht mit dem Handrührgerät rühren, sondern mit dem Schneebesen langsam verquirlen, damit es auch wirklich cremig wird.

Die Creme auf den vorgebackenen Boden streichen, ca. 45 Minuten backen.

Strawberry-Cheesecake 1

Schmandguss:

  • 250g Schmand
  • 2 EL Zucker
  • 1 P. Vanillezucker
  • 1 TL Zitronensaft
Alle Zutaten miteinander verrühren, auf den Kuchen geben und weitere 5 Minuten backen.
Zu den Erdbeeren: Hier gibt es verschiedene mögliche Varianten, sie können entweder in Stücken auf den Boden oder auf den Guss gelegt und mitgebacken werden oder als Pürree mit Gelatine angedickt nach dem Backen auf den Belag oder den Guss gestrichen werden.
Gut durchgekühlt im Kühlschrank schmeckt der Kuchen am besten!

Lass Dir's schmecken!