2 Herde wohnen, ach, in meiner Brust


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Lauch-Käse-Suppe

Lauchsuppe mit Käse 1a

Aloha ihr Lieben sw

Brrr, ist das frisch draußen! Den ganzen Tag gestern hat es geregnet, Herr D. und ich verbrachten die meiste Zeit des Tages auf der Couch und verfluchten den Anblick, der sich uns vor der Fensterfront bot, ein um’s andere mal. Schon das Stadtfest am Samstagabend war buchstäblich ins Wasser gefallen, während ich auf der Kirchweih, die wir dann noch besuchten, meinen Crêpe aß (mit Kinderschokolade, wie geil war das denn?! 😀 ) tropfte es mir von hinten in den Kragen und überhaupt war dieses Wochenendwetter viiiiel zu grau für leichte Sommerküche. Deswegen gab es statt leichter Pasta mit Lauch eine herbstliche

Lauch-Käse-Suppe

die ich natürlich in der seligen Hoffnung zubereitete, dass das Wetter ganz schnell wieder besser wird. Bis dahin wärmte die Suppe auf jeden Fall perfekt von innen.

Du brauchst für 4 als Hauptspeise:

  • 4 große Stangen Lauch
  • 3 dicke Kartoffeln
  • 200 ml Weißwein
  • 1,5 l Gemüsebrühe
  • 1 EL + 1 TL Butterschmalz
  • 100 ml Sahne
  • 1 Pk. Sahne-Schmelzkäse
  • 1 EL Knoblauchbutter
  • Salz, Pfeffer, Muskat & Rauchsalz

Den Lauch putzen und 3 1/2 Stangen in Ringe schneiden, die verbliebene halbe Stange beiseite legen.  Die Kartoffeln schälen und würfeln. In einem großen Topf den EL Butterschmalz erhitzen und den Lauch darin anschwitzen, die Kartoffeln zugeben, mit je einer großzügigen Prise Salz und Pfeffer würzen und mit Weißwein ablöschen. Mit der Gemüsebrühe auffüllen und 20 Minuten köcheln lassen. Zwischenzeitlich die halbe Lauchstange in sehr feine Ringe schneiden. Ein paar Minuten vor Ende der Kochzeit in einer kleinen beschichteten Pfanne den TL Butterschmalz erhitzen und die Lauchringe darin anbraten. Die Suppe vom Herd nehmen, pürieren, eine kräftige Prise Muskat und etwas Rauchsalz zufügen und die Sahne einrühren. Knoblauchbutter und Sahne-Schmelzkäse in der heißen Suppe schmelzen, in Suppenteller füllen und mit den gebratenen Lauchringen garniert servieren.

Herzlichst Kristina sw

PS: Bist Du schon in den GiveAway-Lostopf gehüpft?

Lauchsuppe mit Käse 2a

2Herde hat noch mehr zu bieten sw


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Dinner for One #8: Kulinarikus‘ Räucherlachs-Crêpes mit Spinat-Tomaten-Frischkäse-Füllung

Einen wunderschönen Montagmorgen, ihr Lieben!
Während ich noch über meinen Klausuren schwitze (am Donnerstag ist es vorbei – yeah, yeah!) war Claudi von Kulinarikus für Euch in der Küche fleißig und hat euch ein total leckeres Dinner for One gezaubert, aber seht selbst:
BeFunky_Lobhudelei Kulinarikus.jpgIch freue mich sehr, dass mich Kristina zu ihrem „Dinner for One – Event“ eingeladen hat und mir somit die Möglichkeit gibt, meinen Blog kurz vorzustellen und natürlich auch ein lecker-schmecker Rezept von mir zu präsentieren.
Kulinarikus ist sozusagen ein Teil von mir.
Ich liebe es zu kochen und zu backen, durch Geschäfte zu streifen und nach den ersten sonnengereiften Erdbeeren Ausschau zu halten.
Den neuen Schokoriegel oder Bio-Joghurt kosten, gemeinsam mit Freunden zu kochen, Menüs zu planen, stundenlang in Kochbüchern blättern, Restaurants besuchen und die regionalen Spezialitäten kennen lernen – All das gehört zu meinen Hobbys.
Auch in meinem Berufsleben beschäftige ich mich mit diesen Themen und leite unter anderem Kochkurse und führe Einkaufstrainings durch.
Beim Kochen sind für mich saisonale und frische Produkte wichtig.

Ich probiere gern neue Sachen aus, aber auch ein Teller gute Pasta Bolognese erfüllt mein kulinarisches Herz.

 Beim meinem Rezept für das Dinner for One war mir vor allem wichtig:
Ein schnelles Rezept, dass sich einfach zubereiten lässt, nicht zu viele Zutaten verwenden die es nur in Großpackungen zu kaufen gibt und die schnell verderben können und nicht zu viel schmutziges Geschirr am Ende fabrizieren.
Am Ende habe ich mich für die herzhaften Räucherlachs-Crepes mit einer Spinat-Tomaten-Frischkäsefüllung entschieden.
Die Grundzutaten dafür sind in fast jedem Haushalt immer vorhanden und ihr müsst nicht sonderlich viel dazu kaufen.
Falls ihr jetzt gerade eure Haushaltsvorräte checkt und voller Erschrecken feststellt, dass eure Eier aus sind, habe ich eine gute Nachricht: Für diese Crepes werden keine Eier benötigt.
Nun aber endlich zum Rezept:

Räucherlachs-Crepes mit einer Spinat-Tomaten-Frischkäsefüllung

 Zutaten für eine Person (ergibt einen großen Crepe):

Aus eurem Haushaltsvorrat:
60 g Mehl
(Ich verwende gern eine Mischung aus Weizenmehl (30 g) und Dinkelmehl (30 g), es funktioniert aber auch nur mit Weizenmehl oder Dinkelmehl)
3-4 EL Mineralwasser (kohlensäurehaltig)
1 TL Backpulver
1 kleine Zwiebel oder 1/2 Zwiebel
Olivenöl
Bratöl zum Ausbacken der Crepes
Salz, Pfeffer
Muskat
frisch einzukaufen:
150 ml Buttermilch
1 Päckchen Kräuterfrischkäse (es werden ca. 20 g – 30 g benötigt)
150 g Blattspinat (TK-Ware, auftauen lassen)
2 kleine Strauchtomaten
2 Scheiben Räucherlachs
 wie es geht:
Zuerst das Mehl und das Backpulver in eine Schüssel geben und die Buttermilch unterrühren. Nun soviel Mineralwasser zugießen bis ein leicht zähflüssiger Teig entstanden ist.
Den Crepeteig mit einer Prise Salz würzen und das Ganze nun für ca. 15 Minuten quellen lassen.
 In der Zwischenzeit die Zwiebel schälen und fein würfeln.
Die Tomaten ebenfalls waschen und in Würfel schneiden.
In einer Pfanne einen EL Olivenöl erhitzen, die Zwiebeln zugeben, kurz anschwitzen lassen und dann den aufgetauten Blattspinat dazugeben. Das Ganze für ca. 3-4 Minuten etwas andünsten und dabei kräftig mit Salz, Pfeffer und Muskat würzen. Nun die Tomatenwürfel in die Pfanne geben und die Gemüsemischung für weitere 5 Minuten bei mittlerer Hitze leicht schmoren lassen.
Die Spinat-Tomaten-Mischung jetzt in eine Schüssel geben und mit dem Kräuterfrischkäse vermengen.
DSCN4804spinat1
In einer Pfanne das Bratöl erhitzen, wenn das Öl heiß ist, den Crepeteig mit Hilfe einer Schöpfkelle in die Pfanne laufen lassen und gleichmäßig in der Pfanne verteilen.
Wenn der Teig an den Seiten eine leicht gold-braune-Farbe bekommt, ist er bereit zum Wenden (Das ist wohl der schwierigste Teil an diesem Rezept, aber Übung macht den Meister. 😉 )
 spinat
Den ausgebackenen Crepe dann auf einen Teller geben und mit 2 Scheiben Räucherlachs belegen. Nun die Tomaten-Spinat-Frischkäsemischung auf dem Crepe verteilen. Jetzt den Crepe aufrollen. Ihr könnt aber auch nur eine Hälfte des Crepes mit dem Räucherlachs und dem Spinat belegen und kappt die andere Hälfte dann einfach um. Auf den Bildern könnt ihr beide Varianten sehen.
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Ich wünsche Euch viel Freude mit dem Rezept, Guten Appetit & nochmal ein *Danke* an Kristina und vielleicht liest man sich bald auf Kulinarikus.
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Das Universum der Suppeneinlagen, 1. Galaxie: Eierstich

Eierstich

Suppeneinlagen gibt es ja so einige leckere und es gibt keine, die ich absolut nicht mag – ob Markklößchen oder Leberspätzle, Maultauschen oder einfache Suppennudeln – solange noch genügend Brühe im Teller ist, bin ich eigentlich für jede Suppe zu begeistern. Mein absoluter Favourite allerdings in klaren Suppen ist Eierstich. Liegt wahrscheinlich daran, dass es das bei Muttern eher selten gab und wenn, dann war es mir schon immer ein kleines Fest. Viel häufiger gibt es hier auch keinen Eierstich, was allerdings daran liegt, dass Herr D. kein besonderer Fan davon ist (kann ich gar nicht nachvollziehen!) und für mich allein – naja, da mach‘ ich mir die Mühe auch nicht immer, wenn es Suppe gibt. Als wir die Woche Abends allerdings die Reste der Hühnersuppe aus dem Tiefkühler vernichten wollten, hatte ich während diese langsam auftaute genug Zeit, noch etwas Eierstich vorzubereiten und deswegen bekommt ihr hier noch schnell mein Rezept:

Für die Menge eines flachen Suppentellers braucht ihr

4 Eier1 Becher Schlagsahne (entsprechend könnt ihr auch 200 ml Milch nehmen, ich würde allerdings nicht zu fettarmer raten)je eine Prise Salz, Pfeffer und Muskat

Zuerst setzt Du das Wasserbad auf, bringst also einen Topf mit ca. 1 l Wasser zum Kochen und stellst eine flache kleine (Porzellan-)Schale oder den bereits erwähnten Teller darauf, ich empfehle diese/n vorher leicht zu fetten. Dann verquirlst Du alle Zutaten gründlich mit einem Schneebesen – wenn Du magst kannst Du  auch an dieser Stelle etwas Petersilie zugeben, gießt sie in die Schale und deckt diese mit Alufolie ab. Die Hitze kannst Du jetzt auf 1/3 zurückdrehen, so dass das Wasser leicht vor sich hin köchelt. Nach ca. einer halben Stunde ist die Masse komplett gestockt und muss etwas abkühlen, was aber nach einer Viertelstunde schon passiert ist. Dann einfach in feine Würfel schneiden und in der heißen Suppe (Rinderbrühe, Hühnerbrühe etc.) servieren.

Lass Dir's schmecken!


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Wohl dem, der einen Bolzenschneider hat!

Was macht man, wenn das eigene Fahrrad einen Platten hat? Richtig, reparieren.

Was macht man, wenn man weder das Werkzeug noch die Ersatzteile da hat? Richtig, Nachbarn fragen oder in den Baumarkt fahren.

Was macht man, wenn die Nachbarn das Werkzeug auch nicht da haben? Richtig, in den Baumarkt fahren.

Was macht man, wenn der Ausflug in den Baumarkt einen halben Tag der wertvollen Lernzeit kosten würde? Richtig, im ortsansässigen Geschäft fragen, was es denn kostet.

Was macht man dann aber, wenn der Laden zwar saugünstige 12 Euro sagt, aber nur zwei Tage die Woche die Werkstatt öffnet (ausgerechnet natürlich an den Tagen, die gerade vorbei sind)? Zum ersten Mal verzweifeln und sich von einer Freundin ein Leihrad ausbitten.

Was macht man, wenn man das Leihrad abholen will und feststellt, dass das Schloss eingerostet ist?

EinkaufsrollerLassen wir das. Das Fazit lautet: Wohl dem, der eine eigene Werkstatt daheim hat, mit Fahrradschläuchen, Bolzenschneidern, Schraubenschlüsseln, Schraubenziehern, Stromprüfern, Bohrmaschinen MIT Stahlbetonbohrern, Malerequipment – kurz all‘ dem, was man so als Student auf ein paar wenigen Quadratmetern ab und an mal ganz gut gebrauchen könnte, sich aber sicher nicht kauft. Weil die Bücher und die Studiengebühren und die Bude und das Essen und die Fahrerei – ach, wo soll denn da die Kohle für die Schraubenzieher noch herkommen? Und abgesehen davon: Jetzt, wo schon die Bude glänzt und die Festplatte so übersichtlich ist wie nie zuvor, da kann ich doch nicht noch einen halben Tag mit der Gondelei (ÖPNV, ich liebe Dich!) zum Baumarkt und zurück zubringen, die dank entsprechender Einzelfahrtspreise + Werkzeug preislich beim doppelten vom Werkstattpreis liegen würde. Nicht, wenn das auch noch von der wertvollen Lernzeit abgeht, die ich durch aktive & passive Prokrastination ohnehin schon über Gebühr geschmältert habe…also ging es statt mit dem Fahrrad und dem Rucksack gestern mit Ignaz (netter Name, oder? 😉 Eine kleine Hommage an meinen aktuellen Lernstoff…) zum Einkaufen. Dass ich mir dabei wie meine eigene Großmutter vorkam brauche ich euch wohl nicht extra zu sagen, oder?

Was das alles mit dem heutigen Rezept zu tun hat? Nichts, außer, dass ich die Zutaten in diesem wundervollen „Gefährt“ nach Hause transportiert habe. Ich wollte euch nur ein bisschen erheitern, ich hoffe, es ist mir gelungen. Frei nach dem Motto „Wer den Schaden hat, darf auch für den Spott sorgen.“ Jetzt aber essen fassen, heute gibt es

Shepherd’s Pie mit Bratwürsten und Spinat

Achtung: bewusste Abweichungen vom Original! 😉

ShepherdsPieDu brauchst für 2 Portionen:

  • 4 dicke Kartoffeln
  • etwas Milch, 1 TL Butter, Salz, Pfeffer und Muskat
  • 3 dicke, grobe Bratwürste
  • 1 TL neutrales Öl
  • 3 kleine Karotten
  • 300 ml Gemüse- oder Fleischbrühe
  • 1 Zwiebel
  • 1 EL Tomatenmark
  • 1 TL Mehl
  • Salz, Pfeffer
  • 1 EL TK-Petersilie
  • 250 g TK-Rahmspinat

Zuerst die Kartoffeln schälen, in mundgerechte Stücke schneiden und in Salzwasser etwa 20 Minuten kochen.

Zwischenzeitlich die Bratwürste ebenfalls in mundgerechte Stücke schneiden, den Spinat nach Packungsanweisung auftauen. Die Zwiebel und die Karotte schälen und fein würfeln.

Die Kartoffeln abschütten, die Kochbrühe auffangen, die Kartoffelstücke in eine große Schüssel geben, mit je einer Prise Salz, Pfeffer, Muskat, der Butter, je einem großzügigen Schluck Milch und Kochwasser mit dem Handrührgerät mit Rührhaken zu einem Kartoffelbrei verarbeiten.

1 TL Öl in einem Topf erhitzen, die Bratwurststücke darin anbraten, nach 3-4 Minuten die Zwiebel- und Karottenwürfel zugeben. Wenn die Bratwurststücke gar sind und leicht bräunen, mit Salz und Pfeffer würzen, das Tomatenmark und das Mehl zugeben, gut verrühren, trocken braten und dann mit der Brühe ablöschen. Die Petersilie zufügen. Einen Moment bei geringer Hitze köcheln lassen, bis die Sauce etwas andickt. Die Bratwurststückchen in eine Auflaufform füllen, eine Lage (die Hälfte) Kartoffelbrei einfüllen, den Spinat darauf geben, verbliebene Sauce obenauf geben, nochmals Kartoffelbrei darauf schichten und nach Belieben mit etwas geriebenem Käse bedecken.

Im vorgeheizten Backofen bei 180 °C Ober-/ Unterhitze für 20-25 Minuten backen, je nach gewünschtem Bräunungsgrad.

Lass Dir's schmecken!


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Studentenfutter: Nudel-Spinat-Auflauf

Man muss nicht alles bloggen, dachte ich bei mir und mampfte den auf den zuvor hastig geschossenen Fotos nicht gerade nach großer Esstischromantik aussehenden Nudel-Spinat-Auflauf in mich hinein, während ich argwöhnisch zu den Skripten für das morgige und Gott sei Dank letzte Referat dieses Semesters schielte. Zwei Referate an zwei Tagen hintereinander sind weder schön, noch waren sie geplant, allerdings hindern sie mich, obschon bereits seit letzten Freitag vollständig fertig (und wer mich kennt weiß, dass *vollständig* fertig eigentlich immer erst 8 Stunden vor Beginn der Vorstellung zu erwarten ist) daran, produktiv für die Klausuren zu lernen, was mich zwar irgendwie stresst, aber da muss ich durch. Mangels Kreativität (die ging gestern schon für die Nudelsuppe drauf, die war aber auch lecker, wie gut, dass ich da noch Reste für morgen habe! ^^) gab es heute nur einen schnellenNudel-Spinat-Auflauf 1

Nudel-Spinat-Auflauf.

Ein total einfaches Rezept mit Standardzutaten. Würde man in vielen anderen Blogs lesen. Ich hab mir aber gedacht, ich schreibs trotzdem mal auf. Zum Einen, weil mir sonst wieder nichts einfällt, wenn ich Blattspinatreste im TK-Fach habe. Zum anderen, weil ich mich bei den Google-Suchbegriffen, unter denen mein Blog immer wieder freue, wenn meine Rezepte scheinbar aus einer kleinen Klemme, also so etwas wie Resteverwertung oder „Mist, der Supermarkt hat ja doch schon zu!“ helfen konnte. Außerdem gibt es am Donnerstag (also dem Tag, an dem dieser Post online geht, weil ich mal wieder tierisch spät dran bin) nichts Neues zu Essen, denn Frau 2Herde geht das Kulturprogramm unsicher machen. Als Belohnung für das letzte Referat. Als Motivation für die Klausuren. Und als freundschaftsfördernde Maßnahme inmitten von ECTS, Studiengeührendebatte und Notenschnitt. 😉 Vielleicht könnt ihr ja mit einem kleinen Nudel-Spinat-Auflauf heute auch noch jemanden glücklich oder zumindest satt machen. Den WG-Mitbewohner, den  Nachbarn, der immer so laut Rammstein ertragen muss oder Mutti. Jetzt aber endlich zum Rezept:

Für 2 Portionen brauchst Du:

  • 200 g Nudeln nach Wahl
  • 300 g TK-Blattspinat
  • 125 ml Milch
  • 1 Ei
  • 1/2 TL Salz
  • eine große Prise Pfeffer
  • eine Prise Muskat
  • 100 g geriebenen Käse

Die Nudeln nach Packungsanweisung kochen, 1-2 Minuten früher abschütten. Den TK-Spinat nach Packungsanweisung auftauen, nicht kochen. Den Backofen auf 200°C Ober-/ Unterhitze vorheizen.

Milch mit Ei und Gewürzen verquirlen. Die Nudeln mit dem Spinat in eine gefettete Auflaufform geben, die Eiermilch darüber verteilen und mit dem geriebenen Käse bestreuen. Im vorgeheizten Ofen 15-20 Minuten überbacken, je nach gewünschter Käsebräunung.Lass Dir's schmecken!

 


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Nein, meine Suppe ess ich nicht! – Bohnensuppe

BohnensuppeMomentan mutiere ich zum ausgesprochenen Suppenkaspar. Nicht nur, was meinen Gemütszustand in Anbetracht der bevorstehenden zwei Referate diese Woche und der nächsten beiden Wochen als furchterregende Klausurenwochen angeht, sondern auch, weil ich in der Studenbudenküche endlich einen Pürierstab besitze. Und auch Herrn D. kann man mit Suppen und Eintöpfen von der Couch an den Esstisch locken. Der Samstag stand ohnehin ganz im Zeichen der Küche, deswegen köchelte ich nebenbei für den Abend eine leckere Bohnensuppe (das ist ja das tolle, die macht von allein, die braucht mich nur ein paar Minuten ^^), die dann auch großen Anklang fand.

Du brauchst für 4 Personen als Hauptgericht (à 2 Teller):

  • 750 g Grüne Bohnen (TK geht natürlich deutlich arbeitsunintensiver ^^)
  • 3 mittelgroße Kartoffeln (= à ca. 100 g)
  • 1 dicke Zwiebel (ebenfalls ca. 100 g)
  • 3 Liter Gemüsebrühe
  • 1 Zehe Knoblauch (optional)
  • Salz, Pfeffer
  • 1 Prise Muskat
  • 1 EL Bohnenkraut, getrocknet und gerebelt

Diesmal hab ich die ganz einfache Zubereitungsvariante gewählt (es steht noch ein kleines Projekt in Planung, schauen wir mal, was daraus wird…), deswegen werden Kartoffeln und Zwiebel (sowie eventuell Knoblauch, der in Scheibchen geschnitten wird) von der Schale befreit sowie in Würfel oder Streifen geschnitten, während die Brühe in einem großen Topf aufkocht. Dann werden einfach alle Zutaten (bis auf Salz, Pfeffer und Muskat, damit wird später abgeschmeckt) hineingeworfen und nach einer Dreiviertelstunde hält man den Pürierstab hinein. Serviert werden kann mit einem Klacks Crème Fraîche/ Saurer Sahne/ Schmand, angebratenen Speckwürfelchen/ Mettwurstscheiben und einem leckeren Stück Baguette/ Bauernbrot…

Lass Dir's schmecken!


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Couchknabbereien

2erlei Käse-Puffs

Spannende Filme gehen ohne was zu knabbern gar nicht, findest Du nicht auch? Da ich die Woche gleich mit zwei Filmen die Ehre hatte (mein Tipp, wenn Dir mal drei Stunden langweilig sein sollte), weil eine Freundin und ich ein Referat vorbereiten mussten, musste natürlich auch was standesgemäßes zu Knabbern her. Beim durchgucken meiner Bloglovin-Likes stellteich fest, dass es da etwas wunderbar taugliches gab, wofür ich noch nichtmal mehr das Haus verlassen musste (Radfahren bei Minusgraden ist halt einfach nicht die schönste Disziplin…). Bei Penne im Topf hatte ich Ham & Cheese Puffs gesehen und leicht abgewandelt kamen diese dann als durch und durch vegetarische aber super-leckere

2erlei Käse-Snacks

auf den Tisch. Für 1 bis 1 1/2 Backbleche (ich glaube, die hier in der Studentenbudenküche sind kleiner als normal) brauchst Du:

  • 125 ml Milch
  • 1 Ei
  • 150 g Mehl
  • 1 Pk. Backpulver
  • 250 g geriebener oder gestifteter Käse
  • 150 g Camembert
  • 1 große Zwiebel
  • 1 Prise Muskat
  • je 1 große Prise Salz und Pfeffer
  • 1 TL getrockneter und gerebelter Rosmarin

Den Backofen auf 200°C Ober/Unterhitze vorheizen.

Zwischenzeitlich die Zwiebel schälen und ebenso wie den Camembert fein würfeln. Dann in einer großen Schüssel das Ei und die Milch verquirlen, das Mehl mit dem Backpulver vermischt einstreuen und zusammen mit den Gewürzen zu einem glatten Teig verrühren (funktioniert wunderbar mit dem Schneebesen). Schließlich den Käse und die Zwiebelwürfel zufügen, alles gut unterrühren und dann mit einem Esslöffel kleine Häufchen auf das mit Backpapier belegte Backblech setzen. Diese im vorgeheizten Ofen 20-25 Minuten backen, bis sie goldbraun sind. Dann das Blech herausnehmen, die Snacks etwa 10 Minuten auf diesem auskühlen lassen, dann können sie vorsichtig heruntergenommen werden.

Ein bisschen erinnern sie mich an die Käsebrötchen vom Bäcker, sind aber für einen gelungenen Couch-Potatoe-Abend eindeutig die handlichere Variante. 😉

Herzlichst Kristina sw

2Herde hat noch mehr zu bieten sw


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Hereinspaziert! :)

Herzlich Willkommen!

 „Kommen Se mal hier rüber, von hier kann mans schon sehen. Ja, da, links, auf der anderen Straßenseite. Sind wirklich nur ein paar Meter, gell, was hab ich Ihnen gesagt? Geh’n se mal rüber, is wirklich nett da. Bleiben Se auf nen Kaffee, gucken Se einfach mal, was die junge Frau so zu bieten hat. Und sagen Se ihr nen schönen Gruß von mir, wir kennen uns ja nun schon was länger…“

 Was passiert, wenn man an Weihnachten in den Gemächern der großelterlichen Verwandtschaftsteile Zeit verbringt? Richtig, zuerst einmal nimmt man jede Menge Kalorien mit nach Hause, ein Teil schon formschön als Hüftgold angebracht, der andere Teil in sämtlichen Baumwolltragetaschen, die das großelterliche Arsenal hergab. Sonst freut man sich möglicherweise über Geschenke, genauso wahrscheinlich ist es allerdings, dass man von Weihnachten die Schnauze voll hat, genauso von der Verwandtschaft und dass man sich die meiste Zeit in die eigenen vier Wände, gelegentlich sogar in den geregelten universitären Alltag zurück wünscht.

Genauso geschehen auch in diesem Jahr, so weit, so gut, so unspektakulär. Bis es mir wie Schuppen von den Augen fiel, wenigstens fiel nur dies und nicht die Goldrandtasse, was einem Desaster gleich gekommen wäre. Beinahe hätte ich den mich in meiner Motivation unglaublich stärkenden entkoffeinierten und den Tassenboden durchschimmern lassenden Kaffee ausgeprustet, hätte ich nicht noch ein letztes bisschen Beherrschung trotz übermäßigen Kuchengenusses an den Tag legen können. Da prangte es mir entgegen, das letzte Puzzleteil in der bis dato nur in meinem Hirn geführten Kampagne „Neues Jahr, neuer Blogname“. Mit KDH war ich nie vollständig zufrieden gewesen. Es war mit Sicherheit verhältnismäßig griffig, die Domain war noch frei und es symbolisierte das, was mich von den meisten anderen Foodblogs (um ehrlich zu sein, habe ich bisher noch kein zweites gefunden, das dieses Merkmal aufweisen würde, für Links bin ich aber sehr dankbar) unterscheidet: das regelmäßige Kochen an zwei verschiedenen Orten, die beide irgendwie „meine Küche“ sind.

 Auf einen Schlag war es allerdings vorbei mit der Küchendoppelherzschen Herrlichkeit, denn ich erkannte anhand des Energydrinks für die Generation, die bereits ins Rentenalter eingetreten ist, dass mein Blogname an genau dieses erinnerte. Zumindest ein wenig. Zumindest diejenigen unter meinen Bekannten und Lesern, die ich in der Folge darauf hinwies. Damit war es also klar: KDH musste weg, ein neuer Name musste her, einer, der meine Intentionen, die ich mit dem Blog verbinde, noch besser symbolisiert, ein Name aus dem zwei Küchen sprechen und für den trotzdem nicht allein diese Konstituenten sinnstiftend sind.

Es war wohl mit ein Grund, weshalb es so lange gedauert hat, bis ich überhaupt wieder bloggte, denn mit dieser Erkenntnis mischte sich ja das bereits von mir thematisierte Zeitproblem. Es ratterte und ratterte, aber mit jedem Namen, der mir gefiel, sah ich die Stunden an mir vorüberziehen, die ich damit verbringen würde, mir ein neues Logo zu basteln, sah Paint.NET Dateien sich öffnen und wieder schließen. Und beschloss, diesen Prozess erstmal zu Ende zu denken. Frei nach Alice im Wunderland „Zu spät, zu spät“ hätte ich sonst all meine Lernphasen zum Teufel jagen können…Da aber schon Herr D. (und er wird auch weiterhin Herr D. heißen ^^) immer weise sagt „Uni geht vor!“, wollte ich genau das nicht. Also sinnierte ich lieber abends in der Studentenbude allein beim 30. Kaffee des jeweiligen Tages darüber, wie denn das Blog heißen sollte. Welch seltsamen Konstellationen ich auf Tafelfolie, Schmierzettel, an den Rand meines Kalenders schmierte und in mein Handy tippte, bleibt besser mein Geheimnis. Ihr sollt mich ja noch minimal ernst nehmen können.

Nach langem Lavieren, an dessen Ende dieser Text steht, den ich in der seligen Hoffnung schreibe, dass er bald auf dem neuen Blog erscheinen kann, sobald ich alle Artikel nochmal angeschaut, alle Grafiken mit der neuen Adresse versehen (Oh Gott, sieht das sch*** aus, aber ich habe schlicht und ergreifend vergessen, die Bilder nicht nur im endgültigen Zustand zu speichern) und einige neue erstellt habe, ist es „2Herde“ geworden. „2 Herde“, das steht für zwei Schlachtfelder, auf denen ich den mehr oder alltäglichen Küchenwahnsinn erprobe genauso wie dafür, dass ich gute Bücher (stellvertretend für alle anderen Hobbys) mag und vor allem dafür, dass ich den Schwachsinn, der mir durch den Kopf geht, mit der Welt teilen will.

Für Euch heißt das also: Der Name hat sich geändert, der Inhalt ist größtenteils so geblieben und wir auch in Zukunft in KDH-Tradition aus einer großen Portion lecker Essen und häppchenweise Drumherum bestehen. Auch beim Design bin ich meiner Linie treu geblieben, alles andere, was ich durchgespielt habe, gefiel mir einfach nicht so gut, wie das aktuelle Outfit, das jetzt auch für „2Herde“ maßgeschneidert wurde.

Sich beobachten heißt sich verändern.

Émile-Auguste Chartier

 Und wenn Du jetzt schon so fleißig bis zum Schluss gelesen hast, verrat mir doch mal: Wie hast Du eigentlich den Namen für Dein Blog gefunden? Hast Du genauso lang gebraucht wie ich oder war es Dir sofort klar? Und würdest Du Dein Blog sofort wieder so nennen oder würdest Du es heute ganz anders machen? Ich bin gespannt! 🙂

Ach so, ich hatte ja noch ne Suppe versprochen, stimmts?

Champignoncremesuppe mit (oder ohne) MettendenChampignoncremesuppe mit Mettenden

Du brauchst für 2 Portionen:

  • 250 g Champignons
  • 3 kleine Kartoffeln
  • 1 dicke Zwiebel
  • 2 Knoblauchzehen
  • 2 EL frische Schnittlauchröllchen
  • 1 Liter Gemüsebrühe
  • 1 Becher Kräuter Crème-Fraîche
  • 1 EL Butter
  • Salz, Pfeffer, Muskat

Nach Belieben:

  • 1 Schuss Weißwein
  • 2 Mettenden

Zuerst das Gemüse waschen, putzen und häuten bzw. schälen, dann alles in feine Scheiben schneiden. In einem breiten Topf (Fassungsvermögen etwa 3l) die Butter erhitzen, darin die Gemüsescheiben anschwitzen. Zuerst Zwiebeln und Knoblauch, dann die Kartoffeln zugeben und schließlich die Pilze zufügen (wer gerne ein paar Stücke in seiner Suppe haben möchte, kann auch ein paar Scheiben draußen lassen). Das Gemüse unter Rühren dünsten, mit Weißwein ablöschen und mit der Brühe auffüllen. Einen Esslöffel Schnittlauch zugeben und alles eine halbe Stunde kochen lassen (bei groberen Stücken dauert es natürlich entsprechend länger…)

Nach der Garzeit die Suppe vom Herd nehmen, pürieren, Créme Fraîche mit einem Schneebesen einrühen, mit Salz, Pfeffer und Muskat abschmecken. Mettenden in Stücken bzw. zurückgehaltene Champignonstückchen 3-4 Minuten heiß werden lassen. Mit dem restlichen Schnittlauch bestreut servieren.

Lasst es Euch schmecken! 😉

Liebste Grüße! Kristina


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Wagemut tut manchmal gut!

„En Garde, Kühlschrank, zeige mir, was Du zum Kochen bereit hälst, offeriere mir die Köstlichkeiten einer Studentenbudenküche, serviere mir Zutaten höchster Güteklasse, die mich ein Menü zaubern lassen, dass meinen Lesern der Atem stockt, dass meine Geschmacksnerven heute Nacht noch orgasmisch Tango tanzen werden!“

„Ähm, sag mal, Alte, biste noch ganz dicht? Du bist am Montag heimgekommen, wie immer mit nem Fahrradkorb voller Zutaten, die Dir gerade in den Kram gepasst haben und die Dein studentischer Geldbeutel so hergegeben hat. Dann haste meine Tür schwungvoll zugehauen, und während Du Deinen Joghurt gelöffelt hast, haste was von „Staudenselleriesalat mit Hühnchen, des geht immer“ gemurmelt. Soll ich zaubern oder was? Überleg Dir, was Du aus meinem Inhalt machst, nich mein Problem, wenn Du plötzlich hier einen auf dicke Hose machen musst!“

Staudenselleriesuppe

Ja, da hat mich mein Freund, der Kühlschrank, mal wieder überlistet. Am Montag, meinem traditionellen Einkaufstag, hatte ich irgendwie vor allem an praktische Dinge gedacht, die sich gut halten, die man vielleicht sogar in einer Brotbox für die Uni verstauen kann…auf jeden Fall lachte mir da auf den ersten Blick nichts unverbloggtes entgegen, denn wie in diesem kleinen inneren Dialog zwischen mir und meinem kulinarischen Schweinehund schon angedeutet, war ich eigentlich darauf aus, heute Abend den Klassiker Staudenselleriesalat mit gekochtem Hühnchen vorzubereiten, nach einer Portion die Küche in Richtung Couch zu verlassen und eine zweite morgen mit in die Uni zu nehmen, sodass ich mir dann sämtlichen Stress und die Widrigkeiten des Mensaessens würde sparen können. Naja, was macht der geneigte Foodie (als der ich mich ja nach meiner Registrierung bei Küchenplausch jetzt auch bezeichnen darf ^^) wenn er was im Kühlschrank hat und nicht weiter weiß? Richtig, erstmal Chefkoch fragen. Wobei die Ergebnisse mit Staudensellerie mich nicht wirklich hoffnungsfroh stimmten. Staudensellerie mit Käse überbacken erschien mir persönlich nicht sonderlich verlockend, die Staudenselleriesuppe hingegen wurde nicht gerade liebevoll als Kleinod der Küche bewertet. Aber, wie der Titel schon sagt, wer nicht wagt, der nicht gewinnt. Also habe ich Euch allen den Versuch abgenommen und kredenze deswegen

Cremige Staudenselleriesuppe

Für 2 Personen zum Sattwerden:

1 mittelgroßer Staudensellerie
2 mittelgroße Kartoffeln
1 Zwiebel
2 Zehen Knoblauch
1 Bund glatte Petersilie
1 Becher Crème Fraiche
1 Schuss Weißwein
1,5 Liter Gemüsebrühe
1 EL Öl
Salz, Pfeffer, Muskat

Zunächst die Vorbereitungen: Das Gemüse waschen. Den Staudensellerie mit Grün in Scheiben, die geschälten Kartoffeln würfeln und die abgezogene Zwiebel sowie den Knobi in feine Scheiben schneiden. Die Petersilie ebenso wasche, abtropfen lassen und fein schneiden.

In einem größeren Topf (Fassungsvermögen ca. 3 l) das Öl erhitzen und zunächst Zwiebel und Knoblauch darin anbraten, dann Sellerie, Kartoffeln und Petersilie zugeben, andünsten und mit dem Schuss Weißwein ablöschen. Mit der Gemüsebrühe auffüllen und 40 Minuten köcheln lassen. Nach dieser Zeit den Pürierstab zur Hand nehmen, die ganze Suppe einmal kräftig durchmixen, mit Salz, Pfeffer und Muskat abschmecken und heiß servieren.

Staudenselleriesuppe

Dazu gab es bei mir ein paar selbstgemachte Chicken Nuggets, weil ich ja auch noch Hähnchenbrust gekauft hatte. Wie ihr auf dem Bild sehen könnt, hab ich in die Panade (ganz normal Mehl – verquirltes Ei mit Salz und Pfeffer – Semmelbrösel) ein wenig fein gehackte Petersilie zugegeben und die Hähnchenbrustfiletstücke in Öl ausgebacken. Nach dem Abtropfen auf Küchenkrepp waren sie ein schöner kleiner knuspriger Kontrast zur Suppe. 🙂

Also: Nur Mut zum Staudensellerie! 😉

Lass Dir's schmecken!


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Traditions-Anarchie

+++ Warnung +++ Beim folgenden Beitrag handelt es sich eindeutig um Küchenanarchie +++ Wenn Sie dem „Großen Pellaprat“ nahe stehen, sollten Sie nicht weiterlesen. +++ Ebenso nicht, wenn Sie nach einem absolut standardmäßigen Rezept für Rinderbraten suchen. +++ Und auch nicht, wenn Sie etwas gegen familiär weitergegebene Traditionen haben.+++

Na, hab ich Dich nicht abschrecken können?! Grins. Dachte ich es mir doch. Gute Entscheidung, erstmal genauer zu schauen, worum es hier geht und was die Irre eigentlich will. Küchenanarchie, hä?! Naja, zumindest wenn es nach Herrn D. geht. Denn eben der hat nicht schlecht gestaunt, als ich am letzten Wochenende in der Küche das folgende fröhlich vor mich hin singend und mit kindlicher Vorfreude zum Besten kochte. Für mich persönlich ging es schließlich um ein Stück Kindheit, das ich mir mit Oma’s Rezept in die Küche zaubern wollte, für ihn war es lediglich „Verschwendung“, ein so schönes, großes Stück Fleisch als „Suppenfleisch“ verkommen zu lassen.

Pah, Banause. Er wusste ja gar nicht, wovon er da redete. Denn das Stück Fleisch dient ja eigentlich nur einem höheren Zweck, nämlich „Nudel‘ mit Soß'“ zu werden. Vom Fleisch bekamen meine Schwester ja oft gar nichts mehr ab oder auch mit, denn Nudeln mit Soße…welch Kindertraum, zumindest für uns. Und die Soße, die Omma kocht, ist halt einfach die beste. Keine Diskussion. Und wer die Nachkochen will, der muss eben ein kapitales Stück Rind opfern, um dem nahe zu kommen.

Um die Warnung nochmal fortzuführen: Es handelt sich bei diesems Post mit Sicherheit nicht um die Ausgeburt der neusten Gourmet-Feinheiten, sondern um das Rezept einer Dame Jahrgang 1930, das ich vor allem deshalb hier poste, um meinem Schwesterchen, die sich unbegründeterweise für kochtechnisch minderbemittelt hält, eine möglichst genaue Anleitung in Bild & Text zukommen zu lassen. Vielleicht will ich auch gleichzeitig ihr, geneigter Leser, Herz oder zumindest ihre Lachmuskeln erfreuen, indem ich Braten koche, statt ihn zu braten. Und wenn Sie einmal nichts besseres zu tun haben oder Sie das Haus sowieso nicht verlassen können, weil Sie auf die Handwerker warten, dann kochen Sie es doch einfach mal nach. Vielleicht verraten Sie mir ja, ob die kindliche Obsession begründet oder in Ihren Augen völliger Humbug ist.

Rinderbraten nach Omma 1

Du brauchst:

1,25 kg Rinderbraten (falsche Lende, etwas durchwachsen darf es durchaus sein)
Suppengrün: 2 Karotten, 2 Tomaten, 1 Stück Sellerie, 1 Zwiebel, 1 Paprika (rot oder grün)
5 EL Weißweinessig
Weißwein
3 EL Öl
1 TL Oregano
1 TL Pfeffer
2 EL Salz
3 Lorbeerblätter
1/2 TL Muskat
1 Msp. Piment (gemahlen)
2 Soßenwürfel für Bratensoße
2 EL Mehl
Wasser in Massen 😉

  1. Zuerst äußeres Fett und Sehnen vom Fleisch abschneiden, dies aber noch nicht wegwerfen.
  2. Das Gemüse gut abwaschen (muss nicht zwangsläufig feinsäuberlich geschält werden) und in grobe Stücke schneiden.
  3. Ausreichend Öl, also ca. 3 EL in einem großen, breiten Topf (ca. 5 l Fassungsvermögen) richtig, richtig heiß werden lassen…
  4. …und das Fleisch darin von allen Seiten scharf anbraten.
  5. Das dauert pro Seite mindestens 3-4 Minuten.
  6. Jetzt die Gewürze bereitstellen,
  7. das Gemüse kurz mit anbraten, die Fleischabschnitte mit zufügen,
  8. alles würzen und mit einem Großzügigen ersten Schluck Weißwein ablöschen.
  9. Mit 3 Litern Wasser auffüllen und
  10. aufkochen lassen
  11. dann einen weiteren Schluck Weißwein und 5 EL Essig zufügen
  12. und alles eine halbe Stunde köcheln lassen.
  13. Danach die beiden Soßenwürfel mit 200 ml Wasser und dem Mehl kalt anrühren.
  14. Nicht wundern, wenn es jetzt klumpt, das löst sich dann schon auf! 😉
  15. Jetzt das ganze für zweieinhalb Stunden köcheln lassen, dabei hin und wieder umrühren und (mit einem Silikonschaber) das abschaben, was sich am Rand abgesetzt hat und es zurück in die Soße schnicken. Nach dieser Zeit sollten Sie einen weiteren halben Liter Wasser und einen EL Essig zufügen und das ganze wiederum eine halbe Stunde köcheln lassen.
    Nach diesen drei Stunden ist das Fleisch gar und sicher auch schon recht zart (Anzeichen: es gibt auf Druck mit einem hölzernen Kochlöffel leicht nach), trotzdem gilt jetzt natürlich „Je länger, desto zarter.“ Es spricht also genusstechnisch überhaupt nichts dagegen, die Garzeit auf 5 Stunden auszuweiten, jedoch sollten Sie dann hin und wieder (alle halbe Stunde) 250 ml Wasser nachfüllen.
  16. Wenn Sie finden, dass es jetzt genug ist/ endlich essen wollen/ fürchten, andernfalls Ihre Gäste nie wieder zu sehen, nehmen Sie den Braten aus der Soße und streichen diese durch ein Sieb.
  17. Und zwar richtig! 😉
  18. Die Soße lassen Sie  noch einmal aufkochen und binden sie, falls es Ihrem Geschmack nach noch nötig sein sollte, mit etwas Soßenbinder. Das Fleisch schneiden Sie in Scheiben und servieren das Ganze stilecht mit Nudeln, die etwas über „al dente“ sind, damit sie sich besser mit der Soße vollsaugen können. 😉

How to make Rinderbraten nach Omma

Lass Dir's schmecken!

PS: Warum ich Euch heute sieze? Keine Ahnung, vielleicht weil es ein Sonntagsbraten sein könnte? Es kann aber auch auf die späte Uhrzeit zurückzuführen sein, zu der ich diesen Post vorbereitet habe oder damit zusammenhängen, dass der e-Mail-Verkehr der letzten Stunden ausschließlich mit „Sehr geehrter (Prof.) Dr. XYZ…“ begann…