2 Herde wohnen, ach, in meiner Brust


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Geburtstagspost aus meiner Küche für eine liebe Freundin (mit Rezept für Kochkäse)

Kärtchen für L.s Geburtstagspaket

Dass es nicht nur Vorteile hat, über zwei Herde zu verfügen, muss ich leider immer wieder feststellen. Zum Einen ist das meine Vorrats-Alzheimer, also der Umstand, dass ich mir um’s Verrecken einfach nicht merken kann, wo nun nochmal das Klopapier, wo die Spaghetti und wo der Zucker fehlte. Möp. Schon allein diese Schusseligkeit und die Tatsache, dass ich es einfach nicht schaffe, die Einkaufszettel App konsequent zu führen bringt mich immer wieder dazu, mein Improvisationstalent unter Beweis zu stellen, doch noch mal schnell das Fahrrad rauszuholen oder mich nach Ladenschluss entnervt dazu durchzuringen, die unzähmbare Lust meiner Geschmacksnerven auf ein bestimmtes Gericht binnen der Kochphase gewaltsam umzupolen.

Ein weiterer Nachteil ist es, dass an den beiden Orten ja nicht nur Herde stehen, sondern auch tolle Menschen sind. Und selbst wenn am Heldenherd Herr D. zu finden ist, gibt es doch auch am Studentenbudenherd ganz liebe Leute, die in den letzten 3 1/2 Jahren wirklich wichtig geworden sind. Allen voran ist da L. mit der ich mich jetzt schon seit einer langweiligen Einführungsübung gemeinsam durch den universitären Alltag schlage. Im Gegensatz zu mir, die ich noch nie in den Ferien Geburtstag hatte, hat sie das Glück, immer in den Semesterferien eine große feuchtfröhliche Party feiern zu dürfen, an der ich aber aufgrund der räumlichen Entfernung leider nicht immer teilnehmen kann. Damit sie dennoch ein Geschenk bekommt, muss ich dann halt auf die mit dem gelben Logo und dem Horn zurückgreifen (und hoffen, dass sie auch wirklich pünktlich sind – diesmal kein „Danke“ an dieser Stelle!). Und da sie sonst wenn es gut läuft einmal die Woche bei mir zum pescetarischen Diner geladen ist, fehlt sie mir jetzt nicht nur als außerordentlich gute Freundin, sondern auch als einer meiner Feinschmecker. Damit sie keine Entzugserscheinungen erleidet, bekam sie diesmal ein Päckchen mit Leckereien (wie gut, dass es PamK gibt und dass ihr alle darüber so viel gebloggt habt!) von Herrn D. und mir geschickt. Oben seht ihr schon auf den Kärtchen, die ich dazu gebastelt hatte (um Infos über die Haltbarkeit zu geben etc.), welche Dinge denn nun drin waren in meinem kleinen Paket:

Möhrenpesto (Rezept gibt es schon hier)# Ameisenkuchenmuffins (Einfach die Hälfte dieses Rezepts nehmen, in Muffinförmchen füllen, aber nicht voller als zu 2/3 machen und im vorgeheizten Ofen 20-25 Minuten backen) # Erdbeerlimes (gleiches Mischungsverhältnis und Vorgehen wie beim Waldbeerlimes) # Kochkäse (Rezept gibt’s unten) # Lemon Curd (Rezept kommt im nächsten Post!)

Wie gesagt, die einzige Vorgabe für mich war ja, etwas Fleischloses in’s Päckchen zu packen (wobei mir jetzt auch auf Anhieb nichts mit Fleisch einfällt, das ich so ohne Bedenken per Post verschicken würde), deswegen habe ich mich für eine bunte Mischung aus Geburtstagskuchen, Frühstücksleckerei, Hauptspeisenzutat, Vesperplattenbestandteil und Vorglüh-Freude entschieden.

Kochkäse

ist etwas, das die liebe L. bis vor Kurzem gar nicht kannte, da dieser eher in (Süd-)Hessen als in Franken beheimatet ist. Dementsprechend machte es natürlich auch viel mehr Sinn, diesen als Obatzten (was ich mir zuerst überlegt hatte), ins Päckchen zu packen, den Obatzten gibt’s schließlich mittlerweile sogar beim Discounter. Außerdem ist er jedes Jahr fester Bestandteil des Silvesterbuffets im Rahmen lieber Menschen in Herrn D.s und meiner Stammkneipe und wir werden immer wieder auf’s neue dafür gelobt. Los geht’s!

Kochkäse

Für eine große Portion (Volumen am Ende etwa 1 l ) braucht ihr:

  • 250 g Butter
  • 300 g Harzer Roller (Handkäse)
  • 150 g Sahne-Schmelzkäse (lieber den im Becher als den in einfachem Stanniolpapier nehmen, dann wird das Ganze cremiger)
  • 200 g Schmand
  • 1 Pk. Natron
  • 80 g (1 kleine Dose) Kondensmilch

Zuerst braucht ihr ein Wasserbad mit einer großen Schüssel, also Topf aufsetzen, Schüssel (am besten aus Porzellan) aufsetzen, Wasser zum Kochen bringen und schonmal die Butter reingeben, damit diese schmelzen kann. Sobald die Butter geschmolzen ist, gebt ihr den in kleine Stücke geschnittenen Handkäse hinein und lasst diesen schmelzen. Dabei immer wieder mit dem Schneebesen rühren, bis sich Handkäse und Butter wirklich verschmolzen haben (ja, das ist etwas zeitintensiv ^^) – sieht dem Schmelzkäse recht ähnlich. Dieser kommt rein, wenn eine homogene Masse entstanden ist – auch wieder gut verrühren. Dann den Schmand zufügen, rühren (immer dran denken: ist gut für die Muckis!), das Natron zugeben und zum Schluss die Kondensmilch hineingeben. Wer es nicht ganz so streichzart möchte, kann etwas weniger von der Kondensmilch zugeben, der Kochkäse schmeckt dann trotzdem, läuft aber weniger schnell vom Brot. Wenn alle Zutaten verrührt sind (wieder: homogene Masse!), könnt ihr den noch warmen Kochkäse in heiß ausgespülte Schraubgläser füllen und gekühlt lagern. Er hält so auf jeden Fall eine Woche, länger haben wir das noch nicht ausprobieren können.

Der Kochkäse schmeckt mit Zwiebelringen oder feinen Zwiebelwürfeln und – wenn man’s mag – etwas Kümmel am allerbesten auf frischem, gutem Schwarzbrot vom Bäcker eures Vertrauens.

Habt eine schöne Zeit, lasst es euch gut gehen & immer schmecken! 🙂

Herzlichst Kristina sw

2Herde hat noch mehr zu bieten sw

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Ein Kommentar

Zum ersten…und auch zum einzigen

So, meine Lieben, hiermit sind wir am Ende angekommen. Nein, nicht dieses Blogs, damit habe ich ja gerade erst so richtig angefangen. Aber von den alten Rezepte, die ich aus dem alten Blog übertragen wollte, ist dies nun das letzte. Meine bisher ersten und einzigen Cupcakes. Sonst sind halt die etwas einfacher und schneller zu habenden Dinge eher meine Baustelle. Aber das Rezept möchte ich Euch mit Sicherheit nicht vorenthalten! Deshalb gibt es hier auch diesen alten Post in Kopie (so wie alle anderen natürlich auch mit „alt-neuem“ Bild):

Death by Chocolate-Cupcakes 1

Meine ersten Cupcakes. Die spukten mir schon ganz lange im Kopf rum, seit ich sie bei CK gesehen hatte, wollte ich sie unbedingt backen und zu meinem Geburtstag war es dann endlich so weit. In der Studiküche musste zwar deutlich improvisiert werden (Gefrierbeutel statt Dressiersack [„Spritzbeutel“, für alle, die nicht mit der Wortwahl meines Freundes vertraut sind ^^] und nur ein 6er-Muffinblech), es hat aber doch erstaunlich gut funktioniert. Schade nur, dass es dieses Jahr am 10. so wahnsinnig warm war, dass nur die Hälfte der kleinen Scheißer ihre Bestimmung erreichten…Aber es wird sie wieder geben. Und es steckt noch so viel Kreativpotential darin. 😀Hier abgeguckt

Für ca. 12 Stück:

Teig: 100 g Butter  # 150 g Zucker # 2 Eier # 100 g Mehl # 1/2 P. Backpulver  # 1/2 P. Natron (= 1/2 TL) # 1 Prise Salz # 75 g Kakaopulver # 180 ml Milch # 1 P. Vanillearoma

Backofen auf 175 °C (O/U) oder 160°C (Heißluft) vorheizen.

Mehl, Kakao, Backpulver, Natron und Salz gut vermischen. Butter, Zucker und Vanille zu einer schaumig-lockeren Masse verrühren und die beiden Eier einzeln unterheben. Mehlmischung sowie Milch abwechseln in kleineren Portionen unterheben, alles zu einem gleichmäßigen Teig verrühren (wird bei etwas längerem Rühren wunderbar cremig). Den Teig auf die Förmchen verteilen und 25 Minuten backen.

Füllung: 150 g Kinderschokolade # 100 ml Sahne # 100 g Magerquark

Die Schokolade klein hacken. Die Sahne erhitzen, bis sich Blasen bilden und zu der Schokolade in eine Schüssel geben, verrühren und abkühlen lassen. Wenn die Masse ausgekühlt ist, den Quark unterheben.

Die Muffins aus dem Ofen holen, abkühlen lassen. Wenn sie kalt sind Kegel ausschneiden und jeweils davon den oberen Teil abtrennen (als Deckel behalten). Die  Mulden mit der Füllmasse (am besten in einen Spritzbeutel geben) befüllen und die Deckel darauf legen.

Frosting: 400 ml Sahne # 300 g Zartbitterschokolade

Schokolade hacken und in eine Rührschüssel geben. Die Sahne erhitzen, bis sich Blasen bilden und zur Schokolade geben, rühren, bis sich diese aufgelöst hat. Die Masse im Kühlschrank gut abkühlen lassen. Wenn sie ausgekühlt ist, mit dem Handrührgerät aufschlagen, in einen Spritzbeutel füllen und die Muffins damit dekorieren, nach Belieben weitere Verzierungen anbringen.

Lass Dir's schmecken!


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"In die erste Schüssel Zucker, 280 Gramm…

Chocolate Chip Cookies

…als eingefleischter Wise Guys-Fan kann ich dieses Rezept natürlich auswendig mitsingen. Bis ich die Cookies dann mal nachgebacken habe, das hat gedauert. Perfekt sind sie auch noch nicht, zumindest noch nicht nach meinem Geschmack. Aber ich arbeite daran. 🙂

Du brauchst für ca. 40 ansehnliche Kekse

  • 2 Eier
  • 280 g Zucker
  • 40 g Zuckersirup (eigentlich Zückerrübensirup, es funktioniert aber auch mit “Leuterzucker”)
  • 200 g Butter
  • 400 g Mehl
  • 1/2 TL Salz
  • 1 TL Natron
  • 1 P. Vanillearoma
  • 200 g Blockschokolade
  • 100 g Haselnüsse
Eier, Zucker & -sirup mit Butter schaumig rühren, die restlichen Zutaten unter den Schaum rühren, die Schokolade und die Nüsse unterheben.

Den Teig über Nacht in den Kühlschrank stellen.

Kugeln formen, mit großem Abstand aufs Blech setzen und bei 180°C etwa 10 Min. backen. Nach etwa 5 Min. Kekse mit dem Messer einritzen, damit sie besser zerlaufen, nicht braun werden lassen. Die Cookies über Nacht in den Kühlschrank geben, damit sie nicht knusprig werden, sondern “soft baked”-Konsistenz haben.

Natürlich kann man die Cookies in vielen verschiedenen Varianten backen, statt Haselnüssen zum Beispiel grob gehacktes Karamell verwenden oder an Weihnachten mit einem Päckchen Spekulatiusgewürz die “Plätzchen oder Keks”-Diskussion anheizen. 🙂 Lecker sind wohl auch Cranberrys statt Nüssen, das habe ich aber noch nicht selbst ausprobiert.

Lass Dir's schmecken!