2 Herde wohnen, ach, in meiner Brust


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Drei Gänge für die Liebe – der Hauptgang: Pasta Salvia

Menülkarte erstes Date

Aloha ihr Lieben sw

Gestern gab es die Vorspeise zum

Blogevent Erstes Date von Backen macht froh

dann ist heute natürlich die Hauptspeise dran. Treue Vapiano-Kunden werden sicherlich gleich denken „Das kenn ich doch!“ und: Ja, ich habe abgekupfert! Aber: ich habe zwei verdammt gute Gründe. Erstens ist es einfach sooooo lecker und zweitens hatte ich beim bestellen noch gedacht, dass das sicher eher was für Mädchen ist – falsch gedacht, kaum saß ich am Tisch und gabelte gut gelaunt meine Nudeln auf, setzte sich direkt nebenan ein junger Herr, der genau die gleiche Pasta auf dem Teller hatte. Die „Männertauglichkeit“ ist also erwiesen, sodass ich das Rezept getrost als Hauptgang serviere:

Pasta Salvia 4b

Pasta Salvia

Du brauchst für 2 Portionen:

  • 250g Pasta
  • 100g getrocknete Tomaten
  • 150ml Gemüsebrühe
  • 200g Feta
  • eine Handvoll Salbeiblätter
  • Salz & Pfeffer
  • 2 ‚EL Olivenöl

Pasta Salvia 3a

Die Pasta kochen, zwischenzeitlich das Olivenöl in einer Pfanne erhitzen und die etwas klein geschnittenen getrockneten Tomaten darin anschwitzen. Mit der Gemüsebrühe ablöschen und diese Einkochen lassen, dann den abgezupften Salbei hinzugeben und mitbraten lassen. Die abgetropfte Pasta zufügen, salzen und pfeffern, alles gut vermischen und den Feta darüber bröseln. In Tellern anrichten, mit ein wenig Salbei garnieren & schnell zurück zum Date! 😉

Herzlichst Kristina sw

Pasta Salvia 1a

2Herde hat noch mehr zu bieten sw

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Dinner for One #1: Ramonas ultraleckerster Nudelsalat

Es geht loooooohoooooos! Endlich ist er da, der erste Beitrag in einer hoffentlich langen Serie von Posts in meinem kleinen, feinen Gastblogevent „Dinner for One“ – ich freue mich wie ein Gemüseschnitzel, denn ich darf Euch zunächst in einer winzigen „Ultimativen Lobhudelei“*  einen kleinen ersten Eindruck von meinem heutigen Gast, der lieben Ramona aka Frl. Moonstruck kocht vermitteln und übergebe dann zügig das Wort an sie! Natürlich nicht ohne vorher ein ganz großes

Danke!!!

für die würdige Eröffnung des Events losgeworden zu sein. (Dass Ihr ganz unbedingt bei Ihr vorbeischauen solltet, brauche ich ja eigentlich nicht zu erwähnen, oder?! ^^)
* der Name ist natürlich eine kleine Hommage an „Zimmer frei!“
Lobhudelei für Ramona von Frl. Moonstruck kocht
Man, wie ich mich freue, heute die Gastbloggerserie „Dinner for one“ hier eröffnen zu dürfen! Gleich mal vorweg ein dickes Dankeschön an Kristina <3.
Aber wer schreibt hier grade eigentlich? Na, ich: Ramona, 23 Jahre, aus Bayern. Hallöchen! Vor zwei Jahren ungefähr habe ich meine Leidenschaft für’s kochen entdeckt und seitdem bin ich kaum noch aus der Küche rauszubekommen. Auf meinem Blog www.frl-moonstruck-kocht.blogspot.de findet ihr daher eine bunt gemischte Auswahl an Rezepten: mehr herzhaft als süß, mal einfach & schnell, mal aufwendiger, aber immer machbar, manchmal vegan, immer vegetarisch.
Aber nun zurück zum Thema: Dinner for one. Zu 90% koche ich eigentlich für zwei Personen. Naja, um ehrlich zu sein, würde es meistens auch für mehr reichen. Das mit der korrekten Portionierung übe ich noch. 😉 Aber für Kristina wollte ich das Thema natürlich zu 100% erfüllen und habe brav abgewogen und -gezählt. Heraus kam dann eine Portion des besten Nudelsalats, den ich bisher kreiert habe.
Dinner for One 1 - Frl. Moonstruck - Foto  (1)
Zutaten für 1 hungrige Person:
100g Nudeln nach Wahl (bei mir diesmal dreifarbige Spiralli)
1kl. (ca. 170g) Zucchini
4 Artischockenherzen
5-6 (ca. 50g) getrocknete, eingelegte Tomaten Weiterlesen


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Nudelsalat mit grünem Spargel, Bratwurst und Cherrytomaten

Nudel-Spargel-Salat mit Bratwurst und Tomaten 1

Habt ihr auch diese Food-Nerd-Momente? Seit ich diesen Begriff bei Verena von Schlammdackel gelesen habe, weiß ich die Phase  treffend zu beschreiben, wenn mich im Supermarkt in Anbetracht von einer, zweier oder auch mehr Zutaten die spontane Kochwut packt, wenn sich in meinem Hirn die verschiedenen Teile zu einem Ganzen fügen und wenn ich mir absolut sicher bin, dass das schmecken MUSS, auch wenn ich selbst etwas ähnliches noch nie selbst gekocht habe. Häufig sind es Dinge, die sich beim vorsichtigen Googlen (man könnte ja noch den ein oder anderen Tipp für die richtige Würze abgreifen) als Klassiker herausstellen oder die auf Chefkoch 20+ Treffer liefern, sodass ich mich beruhigt an den Herd stellen kann. Manchmal sind es aber auch Kombinationen, bei denen selbst Onkel Google mich fragend ansieht und aus den von mir eingegebenen Zutaten gleich 2-3 verschiedene Gerichte zaubert, diese aber nie alle in einem verwendet, so dass – hätte man als Food-Nerd nicht auch das gewisse Selbstbewusstsein, sich den „richtigen Riecher“ einfach mal pauschal zu unterstellen – gewisse Zweifel aufkommen könnten.

Da es aber wenig gibt, dass ich mehr fürchte als „Langeweile auf der Zunge“ (ich weiß, ich wiederhole mich…^^) probiere ich einfach mal aus. Wie Mutti immer so schön optimistisch zu sagen pflegt: „Einmal kann man’s mindestens essen!“

Ich streune also auf der Suche nach dem Heiligen Geschmacksgral (hehe) durch die mir wohl vertrauten Gänge des Discounters im Studentenbudendorf (hier haben sie die neuen Artikel immer etwas früher als in der Heimat, deshalb ist das immer mal ganz interessant abzuchecken, gerade, wenn ich länger nicht dort war), als mich der grüne Spargel quasi anspringt, allerdings nahezu zeitgleich mit einer Packung besonders gewürzter Bratwürste. Augenblicklich entspinnt sich die Geschichte eines grünen Spargels, der auszog, einen Nudelsalat zu erobern, begleitet von Bratwürsten, Cherrytomaten und einem Hauch von Rosmarin…Heimfahrt und Ausräumen sind im Nebel der Erinnerung begraben, das vordergründige Thema ist selbstverständlich allein das Dressing, welches ich einer solchen Komposition angedeihen lassen sollte. Beim Erstversuch in der Studentenbude noch durch den recht kräftigen Geschmack des Waldhonigs geprät, konnte es in der von mir gern so genannten „Perfektionsrunde“, dem Zweitversuch mit kritischem Publikum aka Herrn D., durch Ahornsirup gelingen, das Ganze noch ein Stück runder zu machen, sodass ich euch nun dass Endergebnis voller Stolz präsentiere und der Meinung bin, dass dieses Rezept die Teilnahme am Küchenplausch Spargel-Event eindeutig verdient hat 😉

Spargel Rezepte

Nudelsalat mit grünem Spargel, Luganighetta (Bratwurst) und Cherrytomaten

Du brauchst für 4 Portionen:

  • 250 g Nudeln nach Belieben
  • 1-2 Bund grünen Spargel [je nach Qualität eben mehr oder weniger – ich hatte da leider beim zweiten Mal welchen erwischt, bei dem noch so einiges an Holzigem wegzuschneiden war… 😦 ]
  • 300 g Cherrytomaten
  • 1 Bund Frühlingszwiebeln
  • 4 Luganighetta (und wie lautet da der Plural, lieber Discounter?)
    • (schmeckt hierin besonders lecker: Schweinebratwurst gewürzt mit Muskat, Pfeffer, Chili, Majoran, Rosmarin & Thymian; normale grobe Bratwürste gehen aber auch)
  • 2 + 1 EL Ahornsirup (Honig geht zur Not auch)
  • 6 + 3 EL Sojasauce
  • (Salz &) Pfeffer
  • 2 + 2 EL Walnussöl (oder normales Pflanzenöl)
  • 2-3 Zweige Rosmarin

Die Nudeln nach Packungsanweisung im Salzwasser kochen, gut abtropfen lassen und in eine große Schüssel geben. Zwischenzeitlich die Bratwürste mit 2 EL vom Öl in einer beschichteten Pfanne anbraten; vom Spargel die holzigen Enden entfernen, säubern und in grobe Stücke schneiden.

Nudel-Spargel-Salat mit Bratwurst und Tomaten 3

Die Bratwürste, wenn sie schön kross gebraten sind, aus der Pfanne nehmen und auf einem Küchenkrepp ruhen lassen, derweil die Spargelstücke mit den Rosmarinzweigen in derselben Pfanne im von den Würsten verbliebenen Öl anbraten. Den Spargel mit je einer Prise Salz und Pfeffer würzen und mit 6 EL Sojasauce ablöschen, mit 2 EL Ahornsirup vermischen, den Deckel auf die Pfanne geben und unter gelegentlichem Rühren 5-7 Minuten köcheln lassen (Hitze dafür ruhig auf die Hälfte zurückdrehen). Probieren, ob der Spargel weich genug ist, und den kompletten Pfanneninhalt außer dem Rosmarin (beiseite legen) zu den Nudeln geben. In der Pfanne das Weiß der Frühlingszwiebeln in Ringe geschnitten mit den verbliebenen 2 EL Walnussöl bei großer Hitze anbraten, ebenfalls mit Sojasauce und Ahornsirup ablöschen, mit Pfeffer (und wer’s scharf mag ein wenig Chilipulver) würzen und nur einen kleinen Moment köcheln lassen, dann ebenfalls zu den Nudeln geben.Nudel-Spargel-Salat mit Bratwurst und Tomaten 4

Zum Schluss noch die Bratwürste und die Cherrytomaten in dünne Scheiben, das Grün der Frühlingszwiebeln in Ringe schneiden, sowie den gebratenen Rosmarin fein hacken. Alles mit in die Schüssel geben und gut vermischen, mit Salz und Pfeffer abschmecken und anrichten.

Tipp für Vegetarier: Statt der Bratwürste wären Hirtenkäse-Würfel oder auch Parmesanspäne sicherlich lecker!

Lasst es Euch schmecken & genießt den Sonntag sowie die Spargelsaison!Herzlichst Kristina sw

Nudel-Spargel-Salat mit Bratwurst und Tomaten 5

2Herde hat noch mehr zu bieten sw


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Gewagtes (?) Crossover vom Nudelsalat

Ihr Lieben, der Prüfungsgott meint es nicht gut mit mir, er drückt mir eine Herausforderung nach der anderen in die Hand und sagt: „Sieh zu, dass Du klar kommst!“ Zwischen Praktikum, Hausarbeiten, Vorbereitungen für’s Praktikum und Klausurenlernerei bleibt wenig Zeit zu kochen, denn auch der Mount McWäscheberg und der Holde schauen mich Abends mit Schuldbewusstsein erzeugenden Blick an, so dass ich einfach nur froh bin, wenn ich in die Federn falle. Kochen…pf, so kann man das nun wirklich nicht nennen, was ich da schnell fabriziere, Zeit zum geplanten Einkaufen fehlt nämlich auch irgendwie. Deswegen gab es diese Woche so spannende Sachen wie Pellkartoffeln mit Kräuterquark. Nicht vorenthalten will ich euch allerdings das Essen, das diese Woche in die Brotboxen von Herrn D. und mir wanderte (wenn unsere derzeitigen Arbeitsplätze eins gemeinsam haben, dann ist es nämlich die nicht beglückende Kantinenverpflegung). Total aus der Improvisation geboren ist dieser

Crossover-Nudelsalat

für den ich mich irgendwie bei allem möglichen bedient habe und mir auch nicht sicher war, ob das Ergebnis sooooo lecker sein würde. Ich fand ihn dann aber doch sehr gelungen und habe den Kollegen, die zum Mittagessen wanderten überhaupt kein bisschen neidisch hinterhergeschaut, sondern freudig mein „Pausenbrot“ ausgepackt. 🙂

Crossover-Nudelsalat

Du brauchst für eine Party-Mitbring-Schüssel voll:

  • 500 g Nudeln
  • 250 g Hackfleisch
  • 400 g Brokkoli (ich hatte noch TK)
  • 250 g grüne Bohnen (bei mir ebenfalls TK)
  • 300 g braune Champignons
  • 2 EL Öl
  • 1 TL 5-Gewürze-Pulver
  • 1/2 TL Harissa-Gewürzpulver
  • 4 EL Sojasauce
  • 4 EL Fischsauce

Für das Dressing:

  • 250 ml Hühnerbrühe
  • 3 EL Sojasauce
  • 3 EL Fischsauce
  • 1 TL 5-Gewürze-Pulver
  • 1/2 TL Harissa-Pulver
  • 2 EL Tomatenketchup

Zuerst die Nudeln nach Packungsanweisung kochen und abschütten. Zwischenzeitlich die Champignons putzen und vierteln, außerdem Brokkoli & Bohnen garen (mit TK-Gemüse in der Mikrowelle nach Packungsanweisung definitiv die einfachste & arbeitsärmste Sache).

In einer Pfanne einen EL Öl erhitzen, das Hackfleisch darin krümelig braten, wenn es knusprig wird, mit je 2 EL Soja- und Fischsauce ablöschen, die Gewürze zugeben und damit weitere 2-3 Minuten brutzeln. Das Hackfleisch zusammen mit den (etwas abgekühlt genügt, müssen nicht komplett kalt sein) Nudeln in eine große Schüssel geben, das vorbereitete (ggf. natürlich abgeschüttete) Gemüse zufügen. Alle Zutaten für das Dressing verrühren und nach und nach zu Nudeln, Fleisch und Gemüse geben, gut durchmengen. Ich habe nicht das komplette Dressing, sondern nur etwas mehr als die Hälfte verwendet, den Rest in ein Fläschchen gefüllt und im Kühlschrank aufbewahrt, damit ich, wenn der Nudelsalat am nächsten Tag etwas trockener sein sollte noch etwas Dressing nachkippen kann. 🙂

Lass Dir's schmecken!


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Studentenfutter: Nudel-Spinat-Auflauf

Man muss nicht alles bloggen, dachte ich bei mir und mampfte den auf den zuvor hastig geschossenen Fotos nicht gerade nach großer Esstischromantik aussehenden Nudel-Spinat-Auflauf in mich hinein, während ich argwöhnisch zu den Skripten für das morgige und Gott sei Dank letzte Referat dieses Semesters schielte. Zwei Referate an zwei Tagen hintereinander sind weder schön, noch waren sie geplant, allerdings hindern sie mich, obschon bereits seit letzten Freitag vollständig fertig (und wer mich kennt weiß, dass *vollständig* fertig eigentlich immer erst 8 Stunden vor Beginn der Vorstellung zu erwarten ist) daran, produktiv für die Klausuren zu lernen, was mich zwar irgendwie stresst, aber da muss ich durch. Mangels Kreativität (die ging gestern schon für die Nudelsuppe drauf, die war aber auch lecker, wie gut, dass ich da noch Reste für morgen habe! ^^) gab es heute nur einen schnellenNudel-Spinat-Auflauf 1

Nudel-Spinat-Auflauf.

Ein total einfaches Rezept mit Standardzutaten. Würde man in vielen anderen Blogs lesen. Ich hab mir aber gedacht, ich schreibs trotzdem mal auf. Zum Einen, weil mir sonst wieder nichts einfällt, wenn ich Blattspinatreste im TK-Fach habe. Zum anderen, weil ich mich bei den Google-Suchbegriffen, unter denen mein Blog immer wieder freue, wenn meine Rezepte scheinbar aus einer kleinen Klemme, also so etwas wie Resteverwertung oder „Mist, der Supermarkt hat ja doch schon zu!“ helfen konnte. Außerdem gibt es am Donnerstag (also dem Tag, an dem dieser Post online geht, weil ich mal wieder tierisch spät dran bin) nichts Neues zu Essen, denn Frau 2Herde geht das Kulturprogramm unsicher machen. Als Belohnung für das letzte Referat. Als Motivation für die Klausuren. Und als freundschaftsfördernde Maßnahme inmitten von ECTS, Studiengeührendebatte und Notenschnitt. 😉 Vielleicht könnt ihr ja mit einem kleinen Nudel-Spinat-Auflauf heute auch noch jemanden glücklich oder zumindest satt machen. Den WG-Mitbewohner, den  Nachbarn, der immer so laut Rammstein ertragen muss oder Mutti. Jetzt aber endlich zum Rezept:

Für 2 Portionen brauchst Du:

  • 200 g Nudeln nach Wahl
  • 300 g TK-Blattspinat
  • 125 ml Milch
  • 1 Ei
  • 1/2 TL Salz
  • eine große Prise Pfeffer
  • eine Prise Muskat
  • 100 g geriebenen Käse

Die Nudeln nach Packungsanweisung kochen, 1-2 Minuten früher abschütten. Den TK-Spinat nach Packungsanweisung auftauen, nicht kochen. Den Backofen auf 200°C Ober-/ Unterhitze vorheizen.

Milch mit Ei und Gewürzen verquirlen. Die Nudeln mit dem Spinat in eine gefettete Auflaufform geben, die Eiermilch darüber verteilen und mit dem geriebenen Käse bestreuen. Im vorgeheizten Ofen 15-20 Minuten überbacken, je nach gewünschter Käsebräunung.Lass Dir's schmecken!

 


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Traditions-Anarchie

+++ Warnung +++ Beim folgenden Beitrag handelt es sich eindeutig um Küchenanarchie +++ Wenn Sie dem „Großen Pellaprat“ nahe stehen, sollten Sie nicht weiterlesen. +++ Ebenso nicht, wenn Sie nach einem absolut standardmäßigen Rezept für Rinderbraten suchen. +++ Und auch nicht, wenn Sie etwas gegen familiär weitergegebene Traditionen haben.+++

Na, hab ich Dich nicht abschrecken können?! Grins. Dachte ich es mir doch. Gute Entscheidung, erstmal genauer zu schauen, worum es hier geht und was die Irre eigentlich will. Küchenanarchie, hä?! Naja, zumindest wenn es nach Herrn D. geht. Denn eben der hat nicht schlecht gestaunt, als ich am letzten Wochenende in der Küche das folgende fröhlich vor mich hin singend und mit kindlicher Vorfreude zum Besten kochte. Für mich persönlich ging es schließlich um ein Stück Kindheit, das ich mir mit Oma’s Rezept in die Küche zaubern wollte, für ihn war es lediglich „Verschwendung“, ein so schönes, großes Stück Fleisch als „Suppenfleisch“ verkommen zu lassen.

Pah, Banause. Er wusste ja gar nicht, wovon er da redete. Denn das Stück Fleisch dient ja eigentlich nur einem höheren Zweck, nämlich „Nudel‘ mit Soß'“ zu werden. Vom Fleisch bekamen meine Schwester ja oft gar nichts mehr ab oder auch mit, denn Nudeln mit Soße…welch Kindertraum, zumindest für uns. Und die Soße, die Omma kocht, ist halt einfach die beste. Keine Diskussion. Und wer die Nachkochen will, der muss eben ein kapitales Stück Rind opfern, um dem nahe zu kommen.

Um die Warnung nochmal fortzuführen: Es handelt sich bei diesems Post mit Sicherheit nicht um die Ausgeburt der neusten Gourmet-Feinheiten, sondern um das Rezept einer Dame Jahrgang 1930, das ich vor allem deshalb hier poste, um meinem Schwesterchen, die sich unbegründeterweise für kochtechnisch minderbemittelt hält, eine möglichst genaue Anleitung in Bild & Text zukommen zu lassen. Vielleicht will ich auch gleichzeitig ihr, geneigter Leser, Herz oder zumindest ihre Lachmuskeln erfreuen, indem ich Braten koche, statt ihn zu braten. Und wenn Sie einmal nichts besseres zu tun haben oder Sie das Haus sowieso nicht verlassen können, weil Sie auf die Handwerker warten, dann kochen Sie es doch einfach mal nach. Vielleicht verraten Sie mir ja, ob die kindliche Obsession begründet oder in Ihren Augen völliger Humbug ist.

Rinderbraten nach Omma 1

Du brauchst:

1,25 kg Rinderbraten (falsche Lende, etwas durchwachsen darf es durchaus sein)
Suppengrün: 2 Karotten, 2 Tomaten, 1 Stück Sellerie, 1 Zwiebel, 1 Paprika (rot oder grün)
5 EL Weißweinessig
Weißwein
3 EL Öl
1 TL Oregano
1 TL Pfeffer
2 EL Salz
3 Lorbeerblätter
1/2 TL Muskat
1 Msp. Piment (gemahlen)
2 Soßenwürfel für Bratensoße
2 EL Mehl
Wasser in Massen 😉

  1. Zuerst äußeres Fett und Sehnen vom Fleisch abschneiden, dies aber noch nicht wegwerfen.
  2. Das Gemüse gut abwaschen (muss nicht zwangsläufig feinsäuberlich geschält werden) und in grobe Stücke schneiden.
  3. Ausreichend Öl, also ca. 3 EL in einem großen, breiten Topf (ca. 5 l Fassungsvermögen) richtig, richtig heiß werden lassen…
  4. …und das Fleisch darin von allen Seiten scharf anbraten.
  5. Das dauert pro Seite mindestens 3-4 Minuten.
  6. Jetzt die Gewürze bereitstellen,
  7. das Gemüse kurz mit anbraten, die Fleischabschnitte mit zufügen,
  8. alles würzen und mit einem Großzügigen ersten Schluck Weißwein ablöschen.
  9. Mit 3 Litern Wasser auffüllen und
  10. aufkochen lassen
  11. dann einen weiteren Schluck Weißwein und 5 EL Essig zufügen
  12. und alles eine halbe Stunde köcheln lassen.
  13. Danach die beiden Soßenwürfel mit 200 ml Wasser und dem Mehl kalt anrühren.
  14. Nicht wundern, wenn es jetzt klumpt, das löst sich dann schon auf! 😉
  15. Jetzt das ganze für zweieinhalb Stunden köcheln lassen, dabei hin und wieder umrühren und (mit einem Silikonschaber) das abschaben, was sich am Rand abgesetzt hat und es zurück in die Soße schnicken. Nach dieser Zeit sollten Sie einen weiteren halben Liter Wasser und einen EL Essig zufügen und das ganze wiederum eine halbe Stunde köcheln lassen.
    Nach diesen drei Stunden ist das Fleisch gar und sicher auch schon recht zart (Anzeichen: es gibt auf Druck mit einem hölzernen Kochlöffel leicht nach), trotzdem gilt jetzt natürlich „Je länger, desto zarter.“ Es spricht also genusstechnisch überhaupt nichts dagegen, die Garzeit auf 5 Stunden auszuweiten, jedoch sollten Sie dann hin und wieder (alle halbe Stunde) 250 ml Wasser nachfüllen.
  16. Wenn Sie finden, dass es jetzt genug ist/ endlich essen wollen/ fürchten, andernfalls Ihre Gäste nie wieder zu sehen, nehmen Sie den Braten aus der Soße und streichen diese durch ein Sieb.
  17. Und zwar richtig! 😉
  18. Die Soße lassen Sie  noch einmal aufkochen und binden sie, falls es Ihrem Geschmack nach noch nötig sein sollte, mit etwas Soßenbinder. Das Fleisch schneiden Sie in Scheiben und servieren das Ganze stilecht mit Nudeln, die etwas über „al dente“ sind, damit sie sich besser mit der Soße vollsaugen können. 😉

How to make Rinderbraten nach Omma

Lass Dir's schmecken!

PS: Warum ich Euch heute sieze? Keine Ahnung, vielleicht weil es ein Sonntagsbraten sein könnte? Es kann aber auch auf die späte Uhrzeit zurückzuführen sein, zu der ich diesen Post vorbereitet habe oder damit zusammenhängen, dass der e-Mail-Verkehr der letzten Stunden ausschließlich mit „Sehr geehrter (Prof.) Dr. XYZ…“ begann…


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15 Minuten – Tagliatelle mit frischen Tomaten

15 Minuten-Tagliatelle mit frischen Tomaten

Die ersten Tomaten aus Oma’s Garten und im Supermarkt einfach so eine Packung Tagliatelle gekauft – na, wenn das kein Wink des Zufalls mit dem bekannten Zaunpfahl ist! Und nachdem ich gestern wegen permanenter Lärmbelästigung (8 Stunden ohne Pause durch Doppelbeschallung – bohrender Nachbar und Baustelle vor dem Haus) nicht mehr wirklich Lust auf stundenlanges Kochen hatte, kam dieses schnelle und leckere Rezept heraus:

Du brauchst in der Für-500 g-Pasta-Version: 500 g Tagliatelle # 5 große Tomaten # 1 Zwiebel # 1 Zehe Knoblauch # 3 EL fein gehackte Kräuter (ich habe Rosmarin und frisches Bohnenkraut verwendet) # 2 EL Tomatenmark # eine große Prise Salz # eine große Prise Pfeffer # 1 EL Italienische Würzmischung # 150 ml Gemüsebrühe  # 1 TL Olivenöl

Die Zwiebel abziehen und fein würfeln. Die Tomaten in feine Würfel schneiden. Salzwasser für die Nudeln aufsetzen.

Sobald die Nudeln im Wasser kochen, in einer beschichteten Pfanne das Olivenöl erhitzen. Die Zwiebelwürfel und den gepressten Knoblauch darin anschwitzen. Nach kurzer Zeit die Tomaten zugeben, mit Salz & Pfeffer würzen und Kräuter hinzugeben. Die austretende Flüssigkeit etwas verdampfen lassen, dann die Brühe hinzufügen und das Tomatenmark sowie die Würzmischung einrühren. Während die Nudeln kochen auch die Soße reduzieren lassen. Über die Nudeln geben und nach Belieben mit Parmesan bestreut servieren.Lass Dir's schmecken!