2 Herde wohnen, ach, in meiner Brust


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Tunesisch und Kunterbunt

Kunterbunter Couscous

Kennt ihr auch Beilagen-Quartett? Euch fällt ein Essen ein, dass ihr unbedingt kochen wollt und im typisch-deutschen Denken fehlt die Sättigungsbeilage. Also sortiert ihr im klassischen Vierklang Nudeln – Reis – Kartoffeln – Brot solange, bis ihr unter deren Ablegern etwas findet, das zum Gericht am Besten passen könnte. So ging es mir gerade als ich noch ganz ganz wenig Ahnung vom Kochen hatte unglaublich häufig. Man will ja ein „rundes“ Essen servieren, aber irgendwie ist die Auswahl der Rezepte, derer man sich zu Kochen bemächtigt fühlt, relativ gering.

Durch ein kleines „Das Pferd von hinten aufzäumen“-Spiel versuche ich hin und wieder diesen Teufelskreis der langweiligen Kohlenhydrate zu durchbrechen und etwas Abwechslung auf den Teller zu bringen. An Couscous hatte ich mich bisher noch nicht gewagt. Zum ersten und einzigen Mal im Tunesien-Urlaub gegessen (noch mit meinen Eltern, ich schätze es war 2001 oder 2002) und nicht sonderlich gut vertragen, schaffte es diese Beilage bis heute nicht in meine Küche. Mit diesem Rezept (laut Chefkoch tunesisch) dürfte sich das allerdings geändert haben. Vorsicht: scharf! (Sagt vor allem Herr D., der gerne als Feuerspucker arbeiten würde)Hier abgeguckt

Kunterbunter Couscous mit Putenfleisch und viel Gemüse

Du brauchst für 4 Portionen:

2 Tassen Couscous (ca. 250 g)
500 g Putenschnitzel
2 Zucchini
2 rote Paprika
1/4 Hokkaido-Kürbis (kann auch weggelassen werden)
2 Zwiebeln
2 Zehen Knoblauch
2 Karotten
2 Kartoffeln
2 EL Olivenöl
1 TL Harissa
3 EL Tomatenmark
1 TL Paprikapulver edelsüß
1/2 TL Kurkuma
2 TL Koriander gemahlen
1 TL Pfeffer
2 TL Salz
1,25 l Wasser (plus 3 Tassen)
1/2 Bund Petersilie (glatte), fein gehackt
1 TL Soßenbinder

Die Putenschnitzel in feine Streifen schneiden. Das Gemüse waschen, putzen und klein würfeln (Ca. 1 cm), die Zwiebeln in feine halbe Ringe schneiden und den Knoblauch pressen.

In einem großen Topf (keine beschichtete Pfanne!) das Öl erhitzen und das Fleisch darin anbraten (dass es dabei etwas anhängt, macht nichts). Die Zwiebelscheiben zugeben und weiterbraten, den Knoblauch dazu pressen. Wenn keine Flüssigkeit vorhanden ist, Tomatenmark und Harissa zugeben und anrösten (es darf am Boden leicht anhängen und dunkel werden, durch das Röstaroma entsteht ein toller Duft, der sogar Herrn D. in die Küche lockte). Dann mit ca. 200 ml Wasser ablöschen, reduzieren lassen und die Gewürze zufügen.

Jetzt die Gemüsewürfel zugeben und gut verrühren, dann mit dem restlichen Wasser auffüllen, aufkochen lassen und bei mittlerer Hitze etwa 30 Minuten köcheln lassen.

Jetzt den Couscous in eine Schüssel geben und mit den drei Tassen kochendem Wasser übergießen, zehn Minuten Quellen lassen.

Währenddessen die Fleisch-Gemüse-Mischung abschmecken und dann abschütten, die Soße auffangen, wieder in den Topf geben, aufkochen und mit dem Soßenbinder andicken.

Couscous mit einer großen Prise Salz und Pfeffer sowie der fein gehackten Petersilie vermengen, mit etwas von der Soße vermengen, auf Teller geben, etwas von der Fleisch-Gemüse-Mischung sowie weitere Soße darüber verteilen und schmecken lassen!

Lass Dir's schmecken!

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Türkisch für Anfänger 1

Kisir 2

Nach einer hitzigen Diskussion über Hausmannskost und Grillbeilagen mit der besseren Hälfte kamen wir darauf, dass das  ja mal eine Alternative sein könnte, um sie zu den momentan beim Discounter erhältlichen Merguez-Bratwürsten, die uns beiden ganz gut schmecken, zu servieren. Ich bin zwar in der türkischen Küche überhaupt nicht bewandert, dieses Rezept hat dem Bulgur aber definitiv den Weg in mein Repertoire geebnet. Nachdem ich mich ja für die Küchen vieler Länder interessiere (und das auch vorhabe, immer weiter auszudehnen), ist dies ja definitiv ein guter Start für eine neue Reihe: „Türkisch für Anfänger“, Teil 1.

Für eine ordentliche Schüssel voll zum Grillen:

  • 500 g Bulgur

EDIT: Ich habe mittlerweile auch den feinkörnigen verwendet, der es laut Rezept von Anfang hätte sein solle, aber meinen Geschmack trifft dieser eindeutig nicht, ich bleibe auch in Zukunft beim groben!

  • 2 rote Paprika
  • 1 gelbe Paprika
  • 1 Tube Tomatenmark
  • 4 EL Öl (neutrales)
  • 1 Bund Lauchzwiebeln
  • 1 Bund glatte (!) Petersilie
  • 3 EL Suppengewürz 
  • Pfeffer, Salz
  • Kreuzkümmel, Piment, Paprika edelsüß, Cayennepfeffer

Bulgur nach Packungsanweisung mit 2 EL Suppengewürz kochen, überschüssiges Wasser abschütten und abtropfen lassen.

In eine Schüssel geben und abkühlen lassen.

Lauchzwiebeln in feine Ringe und Paprika in feine Streifen schneiden, Petersilie hacken.

Den Bulgur mit Tomatenmark und Öl vermischen, würzen (1 TL Pfeffer, alles andere vorsichtig dosieren und abschmecken, Suppengewürz statt Salz verwenden), Paprika und Frühlingszwiebeln sowie Petersilie unterheben.

Lass Dir's schmecken!