2 Herde wohnen, ach, in meiner Brust


Hinterlasse einen Kommentar

Schnaps, das war sein letztes Wort, dann trugen ihn die Englein fort…

Eierlikör

…so oder so ähnlich hätte man durchaus erwarten können, die 92jährige Oma des Liebsten samt ähnlich betagter Freundinnen vergangenen Sonntag singen zu hören, stattdessen wiederholten sich auch diesmal die Geschichten aus der guten alten Zeit, so dass ich bei meiner historischen Unterhaltung am Rande des Geschehens fürchten musste, mit Jahreszahlen wie „1935“ viel weniger Begriffsstutzigkeit auszulösen als vielmehr Stichwortgeber für die auf der Couch stattfindende Unterhaltung zu sein.

Wie bereits angeklungen, war die Konsistenz des gebackenen Kuchens leider ähnlich wie das Wetter an diesem Tag kolossal instabil, sodass ihn das Schneiden, sagen wir es ruhig, wie es war: verhunzte. Nachdem ich meine Mutter konsultiert hatte, die just am selben Tag den selben Kuchen backte/ buk (Vorlieben für starke und schwache Konjugation seien dem Leser überlassen), stellte sich heraus, dass auch sie in Anbetracht der Nutzung der Rezeptvorlage der gleichen Frauenzeitschrift, die ich normalerweise nur beim Arzt in die Hände zu bekommen pflege, mit deren Inhalt sie mir aber in Anbetracht meiner Ratlosigkeit ob der Zumutbarkeit für „die Dritten“ freundlicherweise ausgeholfen hatte, kein fotogeneres Resultat zustande bekommen hatte. Dies muss also noch warten.

Anders verhält es sich mit dem Geschenk für die liebe Oma D., das naturgemäß, da in Flaschen, deutlich fotogener ausgefallen ist. Eierlikör gehört zu ihren persönlichen Vorlieben. Da ich persönlich das, wsas man da so zu kaufen kriegt, allerdings eher selten als trink- und häufiger als backbar einstufe, musste diesmal selbstgemachter her. Und da die Apotheke schon zu hatte, weswegen das Hausrezept meiner Oma leider nicht zum Tragen kam,  verwendete ich als Vorlage jenes Chefkoch-Rezept und heraus kam etwas, das sogar ich wohl lieber trinke als verbacke 🙂 :

Du brauchst für ca. 1,5 Liter:

  • 12 Eigelbe
  • 400 ml brauner Rum, 54 %
  • 550 ml Kondensmilch, 10 %
  • 1 Pk. Vanillemark
  • 400 g Puderzucker

Die Eigelbe in eine große Schüssel geben, nach und nach den Puderzucker einsieben und  immer wieder mit dem Handrührgerät verrühren, so dass sich beides gleichmäßig verbindet. Dann das Vanillemark und die restlichen Zutaten langsam unterrühren.

Nun die Masse über das Wasserbad hängen und langsam erhitzen lassen, immer wieder mit dem Schneebesen gut verrühren. Die Masse eindicken lassen und dann in heiß ausgespülte Glasflaschen füllen, ein bisschen Platz lassen, damit eventuell mit Kondensmilch oder Rum aufgefüllt werden kann, wenn er zu dickflüssig geworden ist und kühl aufbewahren.Lass Dir's schmecken!

 

PS: Dieses Rezept für den Morgen zu planen dient einzig und allein der Unterstreichung der These, Studenten seien nur mit alkoholischen Genüssen und der zugehörigen Feierei beschäftigt. In Wahrheit halte ich gerade im Schweiße meines Angesichts ein Referat.Prost!

Advertisements


Hinterlasse einen Kommentar

Apfelmus

ApfelmusApfelmus gibt es hier nicht zum ersten Mal. Als Bett für Milchreiswölkchen hatte es bereits einen ersten Einsatz, ich war allerdings nicht 100%-ig zufrieden. Kein Grund allerdings, es nicht mehr zu versuchen, schließlich ist es nicht nur pur gegessen ein Genuss, sondern ist auch extrem flexibel im Anschmiegen an andere Desserts (ich sag nur Kaiserschmarren, der bereits erwähnte Milchreis, Pfannkuchen, und und und). Weil ich vorgestern in meinem Anflug von Enthusiasmus für ein Kuchenrezept, das dann gründlich misslang (der Geschmack war gut, aber die Konsistenz war – sagen wir- leicht instabil….) viel zu viele Äpfel schälte und diese natürlich nicht braun werden lassen wollte, steckte ich die verbliebenen Apfelstücke kurzerhand in einen Kochtopf und heraus kam ein ausgesprochen leckeres Apfelmus, das ich von Herrn D. mit einigen abschätzigen Blicken bedacht mit ein paar Klecksen Milchmädchen verzehrte (er mag das einfach nicht) und mich wie ein Schnitzel über mein leckeres Dessert freute.

Für ein Mayonnaise-Glas voll brauchst Du:

  • 500 g Äpfel (geschält und kleingeschnitten, besonders auf die genaue Entfernung der Kerngehäuse achten!)
  • 3 gestr. EL Zucker
  • 1/2 TL Zimt
  • 100 ml Rum oder Apfelsaft
  • Saft einer halben Zitrone

Alles zusammen in einen Topf geben, aufkochen lassen und bei geringer Hitze mit leicht-schärg aufgelegtem Deckel köcheln lassen. Gelegentlich umrühen. Wenn die Äpfel die richtige Konsistenz erreicht haben (das dürfte bei mir etwa 1/4 Stunde gedauert haben), lassen sie sich mit dem Kochlöffel ganz einfach zermatschen. Wer es ganz fein mag, kann die Äpfel natürlich pürieren. Noch heiß in ein heiß ausgespültes Schraubglas füllen, zuschrauben, darin abkühlen lassen und bis zum Essen im Kühlschrank aufbewahren. Über die Haltbarkeit kann ich leider keine Angaben machen, dazu hatte ich zu schnell Heißhunger darauf. 😉Lass Dir's schmecken!

 


Hinterlasse einen Kommentar

[Nachtrag] Last Christmas, I gave you my Lebkuchenlikör! :)

Lebkuchenlikör

Da ich ja erst im neuen Jahr wieder gebloggt habe, habe ich auch ganz vergessen, Euch mein Weihnachtsgeschenk-Rezept zu zeigen. In diesem Fall war es glaube ich nicht allzu schlimm, denn ich war wohl nicht die Einzige, die in diesem Jahr eine Lebkuchenlikörmassenproduktion startete, um ihn dann an die lieben Verwandten zu verschenken. Da ich aber genau weiß, dass ich, sollte ich irgendwann wieder nach diesem Rezept suchen, zuerst hier schauen werde, dann daran, dass ich die süßen kleinen Fläschchen fotografiert habe, werde ich mich sicherlich erinnern können, offeriere ich dieses Rezept hier als Alzheimerstütze und der Vollständigkeit wegen. Aber keine Angst, für diejenigen unter Euch, die sich jetzt durchaus einen selbstgemachten Absacker vorstellen könnten, denen Weihnachten aber trotz jetzt einsetzenden Schneefalls zum Hals raushängt, wird es diese Woche noch ein anderes lecker Likörschen geben! Jetzt aber erstmal zum Rezept (inspiriert von diesem CK-Rezept):

Für eine Verwandtenverköstigungsmenge von ca. 3 Litern:

  • 1,5 Liter Schlagsahne
  • 500 ml Wodka
  • 320 ml brauner Rum
  • 400 g Puderzucker
  • 400 g Nutella (oder andere Haselnusscreme natürlich)
  • 1/2 Päckchen Lebkuchengewürz
  • 3 gestr. EL Zimt
  • 2 Pk. Vanillemark
  • 1 Prise Nelken

Alle Zutaten nacheinander in eine große Schüssel geben und mit dem Handrührgerät auf niedrigster Stufe sorgfältig verquirlen. Danach in heiß ausgespülte Glasflaschen füllen. Am besten im Kühlschrank aufbewahren, hält sich dann nach bisherigen Erfahrungen ca. 3-4 Wochen.

Also, nicht zu viel auf einmal „abschmecken“! 😉 Lass Dir's schmecken!


Hinterlasse einen Kommentar

Rotweinkuchen und die Antwort auf eine *existenzielle Foodblogger-Frage*

Direkt vor unserem Balkon steht eine Rotbuche, die uns nicht nur im Herbst, sondern auch im Frühjahr und Sommer mit beinahe wöchentlich wechselnden Blätterfarben fasziniert und deren Herbstlaub hat mir gestern morgen während ich an meinen Studienunterlagen saß mit ihren leuchtenden Blättern so den Tag versüßt, dass ich die „Mittagspause“ dringend nutzen musste, um einen Herbstklassiker ins Backrohr zu schieben, an dem sich auch Herr D. erfreute, als er von der Frühschicht dann bald nach Hause kam und einer großen Tasse Kaffee nicht abgeneint war. Außerdem habe ich aus dem überschüssigen Teig (das kommt davon, wenn man der angegebenen Größe der Form im Rezept keine Beachtung schenkt) auch noch ein paar leckere Rotweincupcakes gemacht und außerdem (irgendwie bin ich gerade so ein bisschen in Plauderlaune) werd ich euch auch noch was davon erzählen, wie das in den D.schen Küchen mit den Fotos so läuft bzw. nicht läuft. Gespannt? Na, dann mal los!

Rotweinkuchen 1  Zuerst also der Klassiker:

Rotweinkuchen

Zur Größe der Form: eigentlich ist das Rezept für eine 30cm-Kasteform ausgelegt. Wenn Du allerdings nur eine kleinere besitzt (so wie ich) reicht es außerdem noch für 5-6 Muffins/ Cupcakes. 😉

Parat haben solltest Du:

4 Eier
200 g Zucker
1 P. Vanillezucker
200 g Margarine
1 TL Zimt
4 EL Rum oder 1 Fläschchen Rum-Aroma
250 g Mehl
1/2 P. Backpulver
2 EL Kakao
125 ml Rotwein
100 g Schokoraspel
50 g gemahlene Haselnüsse

Außerdem etwas Puderzucker oder Kuvertüre, je nach Geschmack.

Zuerst die Eier mit dem Handrührgerät schaumig schlagen, dann Zucker und Vanillezucker einstreuen. Als nächstes die weiche Margarine unterrühren, sodass eine cremige Masse entsteht. Nach und nach alle restlichen Zutaten gut unterrühren (das Mehl mit dem Backpulver vermischt portionsweise dazu geben). Den Teig in eine gut gefettete Kastenform geben und im vorgeheizten Backofen bei 180 °C 40-50 Minuten backen (Stäbchenprobe!), den Kuchen nicht zu trocken werden lassen.

Du willst keinen öden Rotweinkuchen? Du willst

Rotweincupcakes?Rotweinkuchen 3

Kein Problem.

Statt ihn strunzlangweilig in eine Kastenform zu füllen, bugsierst Du den Teig natürlich mit einem Esslöffel (2/ Form) in Muffinförmchen. Was die Menge betrifft, so dürfte die Hälfte des Teiges für 12-18 Stück reichen. (Noch ohne Gewähr, Du erinnerst Dich, das war ja nicht ganz so geplant). Die Backdauer beträgt bei ebenfalls 180°C allerdings nur 20-25 Minuten, die Stäbchenprobe empfiehlt sich aber auch hier.

Während die Muffins abkühlen, kannst Du ja schonmal die Butter aus dem Kühlschrank holen, damit sie weich ist , wenn wir sie für das

Frosting

brauchen.

Du brauchst für 6 Muffins jeweils

50 g Butter
60 g Puderzucker
70 g Frischkäse (mindestens „Balance-Stufe“ also >12 % Fett)
je 1/2 TL Lebensmittelfarbe (ich habe Rot verwendet)
1/3 Röhrchen Rum-Aroma
eine Prise Zimt

Für das Frosting nimmst Du die weiche Butter und verrührst sie zuerst mit dem gesiebten (wichtig, damit er keine Klümpchen bildet) Puderzucker. Danach rührst Du alle anderen Zutaten unter, füllst das Frosting in eine Spritztülle oder ähnliches und dekorierst die Cupcakes damit.

Außerdem hatte ich euch ja die Antwort auf eine *existenzielle Foodblogger-Frage* versprochen.

Sag, Kristina, wie hast Du’s mit der Fotografiererei?

Diese Frage gehört ja zu Foodblogs wie Salz und Pfeffer, denn was ist denn unser liebster Zeitvertreib außer, Essen zu kochen und darüber zu schreiben?! Natürlich, es zu fotografieren. Ich mache da keine Ausnahme, ein Blog ohne Bilder, Rezepte ohne Anschauungsmaterial, was wäre das denn? Ziemlich langweilig. Natürlich gibt es auch bei mir die kulinarischen Schnappschüsse, die so schnell entstanden und gegessen sind, dass überhaupt niemand auch nur daran gedacht hat, die Kamera rauszuholen. Manchmal sind das auch die kleinen Überraschungsmomente, in denen etwas gewöhnungsbedürftig ausschaut, aber so lecker ist, dass ich es unbedingt mit Euch teilen will. Sofort. Ohne auf ein nachkochen und dann fotografieren zu warten.

Ich weiß, dass viele Leute einen großen Aufwand betreiben, um tolle Bilder auf ihr Blog stellen zu können. Fotos, die man mit Sicherheit in die Kategorie der Essenskunstwerke einordnen könnte, ohne damit auch nur im Ansatz zu übertreiben. Ich  bewundere diese Geduld und diese Liebe für’s Detail, ich finde es toll, dass es Leute gibt, in deren Schrank es passendes Geschirr zu jedem Essen zu geben scheint. Bei mir sind sowohl Geduld als auch Geschirrschrank nicht in den Maß vorhanden und meine digitale Kompaktkamera macht zwar wirklich schöne Urlaubsfotos (gerade wenn ich das Preis-Leistungs-Verhältnis bedenke^^), stößt aber schnell an ihre Grenzen, gerade weil ich ihr sowohl in der einen als auch in der anderen Küche bisweilen miserable Lichtverhältnisse zumute. Im Gegenzug sitze ich – gerade wenn es so wie heute mal wieder nass und kalt draußen ist – ganz gern mal am PC und versuche noch ein bisschen was aus den Bildern rauszukitzeln. Oder auch einfach nur rumzuspielen, solange, bis ich es selbst schöner finde als vorher.

Was ich damit sagen will, ist: Ich bin mit Sicherheit keine gute Fotografin. Ich hoffe aber, dass ihr trotzdem genau so einen Spaß am „Gesamtpaket“ habt, wie ich. Danke für’s Lesen! Habt ein schönes Wochenende!

Rotweinkuchen 2

Liebste Grüße! Kristina

PS: Ja, die Bilder in diesem Post sind ausnahmsweise mal vollkommen unbearbeitet. Vielleicht, um meine These besser unterstreichen zu können. Wie gefallen sie Dir?


Hinterlasse einen Kommentar

Du solltest Dich beschweren!

Apfelstrudel 1

…Denn ich mache Euch viel zu selten Dessert. Dabei sind es doch oft die süßen Sünden, auf die man sich besonders freut. Mit denen man sich nach einem Scheißtag auf der Couch eingräbt. So wie der Kaiserschmarren, der gerade auf Low Budget Cooking gepostet wurde. Ein wahrer „Seelenschmeichler“. Beim Durchforsten von Festplatte und SD-Karte hab ich noch ein Dessert gefunden, das Euch definitiv nicht vorenthalten werden darf. Ein schneller, leckerer Apfelstrudel. Mit Zutaten, die man doch öfter mal im Haus hat. Und mit dem man nach einem guten Essen auch noch einen weiteren kleinen Akzent setzen kann.

Schneller Apfel-Quark-Strudel

Du brauchst als Desserportion für 4:

  • 1 Pk. Blätterteig aus dem Kühlregal
  • 3 Äpfel
  • 3 EL Quark
  • 1 EL Butter
  • 2 EL Rosinen (natürlich nur, wenn sie alle mögen)
  • 4 cl Rum
  • 3 EL Zucker
  • eine Prise Zimt
  • Saft und Schale von einer Zitrone
  • 1 Eigelb

Die Äpfel schälen, entkernen und in Scheiben schneiden. Die Butter in einem breiten Topf zerlassen, die Äpfel darin andünsten, mit dem Rum ablöschen, Quark, Zucker, Zimt, Zitronensaft und -schale hinzufügen verrühren, Rosinen unterheben und 10 Minuten simmern lassen.

Zwischenzeitlich den Backofen auf 180°C Heißluft vorheizen, ein Backblech mit -papier belegen und den Blätterteig darauf ausbreiten. Die Apfelmasse als breiten Streifen in der Mitte des Teiges verteilen, von allen Seiten einklappen, die Kanten leicht aneinander drücken, damit die Rolle nicht auseinander fällt, mit einer Gabel mehrmals einstechen und mit dem verquirlten Eigelb bestreichen. Im vorgeheizten Ofen ca. 30 Minuten backen. Mit Vanilleeis oder -sauce und Sahne servieren.

 Lass Dir's schmecken!


Hinterlasse einen Kommentar

Zwetschgenmus

Zwetschgenmus

Die Zwetschgensaison wurde ja bereits mit diesem wundervollen Baiser eröffnet. Da Zwetschgen eine meiner Lieblingsobstsorten sind, ist klar, dass es dabei nicht bleiben kann. Und was liegt da näher, als die süßen Früchtchen auch für den Winter vorzubereiten? Wie lange der Vorrat wirklich halten wird, kann ich noch nicht sagen, die Menge von zwei Kilo, die ich als Probeversion gemacht habe, ist allerdings schon bedenklich geschrumpft, zum Einen durch die Kocherei, zum anderen durch die unglaubliche Süß-Lust beim Frühstück (wo die nur plötzlich herkommt?!)…aber noch ist ja Zeit, die Vorräte aufzustocken. Und das klappt mit diesem Rezept ziemlich gut:

Zwetschgenmus aus dem Backofen

Du brauchst dafür: Zwetschgen, Zucker, Zimtstangen, Gewürznelken, einen großen Bräter und wenn Du magst etwas Rum

Und damit Du die für Dich passende Menge besser herausfinden kannst, beschreibe ich das Ganze heute mal etwas anders:

(1) Zuerst mal wäschst und entsteinst Du die Zwetschgen (je kg 3 Kerne zurückbehalten). Pro Kilo erhälst Du am Ende etwa 1 1/2 Babybrei-Gläschen (nur, damit Du die die Mengen besser vorstellen kannst). Wenn Du das Mus dann pürieren möchtest, reicht es sie zu halbieren. Wenn Du es stückiger magst, solltest Du es mindestens vierteln, dann wird es grob-stückig, wenn Du es fein-stückig möchtest, solltest Du die Zeit investieren und die Zwetschgen in 6-8 Stücke schneiden.

(2) Den Backofen kannst Du schonmal auf 150°C Ober-/ Unterhitze (!) vorheizen.

(3) Jetzt füllst Du die Zwetschgen in einen Bräter (oder auf ein Backblech, je nachdem was Du hast und was Du lieber sauber machst ; ), es sollte auf jeden Fall groß genug sein, dass Du gut umrühren kannst ). Dazu gibst du (wiederum je kg) 1 EL Zucker, 1 Stange Zimt, 2 Nelken (vielleicht am besten in einem Gewürzsäckchen/ Einwegteefilter, dann musst Du nicht fischen), die einbehaltenen Zwetschgenkerne und wenn Du magst 2 cl Rum.

(4) Jetzt heißt es Geduld haben: die nächsten 3,5 Stunden müssen die Zwetschgen schmoren. Allerdings kannst Du Dich nicht komplett zurücklehnen, denn alle 30 Minuten will 1 EL Zucker (je kg) in das Mus eingerührt werden. Außerdem solltest Du die Gläser, in die Du das Mus füllen willst, vorbereiten. Schraubgläser eignen sich am Besten, diese sollten die Spülmaschine durchlaufen oder heiß ausgespült werden.

(5) Wenn diese Zeit vorbei ist, musst Du den Zwetschgen noch etwas Aufmerksamkeit widmen: Den Backofen lässt Du jetzt am Besten ein Stück offen (einfach einen Holz-Kochlöffel o.ä. in die Tür klemmen) – so fangen die Zwetschgen an zu köcheln und die Flüssigkeit kann entweichen. Du solltest alle 5 Minuten mal umrühren und die Konsistenz überprüfen.

(6) Wenn das Mus nach Deinem Geschmack zäh genug ist, nimmst Du den Bräter aus dem Backofen, fischst die Zimtstangen und die Nelken sowie die Kerne heraus, pürierst es, wenn Du möchtest, schmeckst es je nach Gusto mit Zimt und Lebkuchengewürz ab (es gibt auch Leute, die auf Schokoladentropfen schwören, aber das ist nur ein Hinweis und nicht von mir selbst erprobt) und füllst es in die Gläser. Meine Version (2 kg Zwetschgen, ziemlich fest) brauchte noch etwa 40 Minuten, dies kann aber höchstens ein Anhaltspunkt sein und dürfte je nach Menge und Ofen durchaus variieren.

(7) Abkühlen lassen, beschriften, kühl & trocken lagern und bei der erstbesten sich bietenden Gelegenheit (und allen folgenden) auf’s Brot schmieren!

Zwetschgenmus

Lass Dir's schmecken!


Ein Kommentar

Nur Schäfchenwolken in Sichtweite!

Milchreiswölkchen auf ApfelmusWie Du vielleicht schon bemerkt hast, habe ich gestern meine Pinnwand angelegt. Nachdem ich vor lauter Chefkoch-Sammlungen, Bloglovin-likes und Lesezeichen schon nicht mehr durchblickte, was ich denn wann und wie dringend ausprobieren wollte, habe ich beschlossen, meine favorisierten, aber noch nicht gekochten Rezepte einfach hier auf einer Seite zu veröffentlichen. Zum Einen habe ich die Rezepte dann auf einen Blick und auch ein wenig nach Kategorien geordnet, außerdem hat es die wunderbare Funktion, dass ich schon beim Erstellen und Einfügen der Thumbnails darüber nachdenke, ob das auch wirklich den aktuellen Geschmack im Hause Doppelherz trifft und zum Dritten (und das ist eigentlich der schönste Effekt) kannst auch Du diese Rezepte und viele damit verbundene wunderbare Blogs bewundern! Und wie ich auch schon auf der Pinnwand geschrieben habe: Vielleicht gibt es ja den einen oder anderen Erfahrungsbericht und ich kriege noch viel mehr Lust darauf, das eine oder andere nachzukochen.

Ähm, ja, jetzt hab ich mich doch glatt verquatscht. Dabei wollte ich eigentlich nur darauf hinaus, dass ich das erste Rezept von der Pinnwand gestern direkt in die Tat umgesetzt habe. Die Milchreisbällchen mit Kokosmantel von Zahnfee im Zuckerrausch hatten nämlich den netten Effekt, dass ich alles, was ich so brauchte, im Haus hatte und dadurch auch am Monatsletzten (ja, der beste Freund armer Studenten, eindeutig!) etwas leckeres auf den Tisch zaubern konnte. Ein paar kleine Abwandlungen gab es natürlich, da dies nämlich unser Abendessen war und Herr Doppelherz ebenso wie ich seinen Milchreis am liebsten als warme Süßspeise zu sich nimmt, wurden es warme Wölkchen anstelle von kalten Bällchen. Der Genialität der Idee tut dies allerdings definitiv keinen Abbruch! Statt der Beerensauce gab es bei uns dann ein seeeeehr leckeres beschwipstes Apfelmus (auch hier wiederum aus der Not eine Tugend, Apfelsaft haben wir nämlich so gut wie nie im Haus), ebenfalls leicht warm. Alles in allem: Mjammm! Und dem Holden musste ich versprechen, dass es das jetzt öfter gibt. Schließlich darf er sonst nur selten mit dem Essen spielen (er hatte ziemlichen Spaß beim Formen perfekter Milchreisnocken und noch mehr daran, diese in den Kokosraspeln herumzuschubsen 😀 ).Hier abgeguckt

Und so geht’s für zwei Hungrige: 250 g Milchreis # 1 l Milch # 3 EL Zucker # 1 TL Vanillezucker # Vanillemark (2,5 g, also ein halbes Päckchen von Dr. Ö.)# 50 g Kokosraspeln

Den Milchreis kochen. Also, Milch aufkochen, Zucker und Milchreis einrühren, aufkochen lassen, Temperatur aufs Minimum zurückdrehen, Vanillemark zugeben, wieder umrühren und 35 Minuten quellen lassen, dabei gelegentlich
umrühren, damit er nicht anhängt. Ich konnte bereits nach 25 Minuten die Herdplatte ausschalten, die vorhandene Hitze regelt das schon. (Solltest Du ein Federbett besitzen, kannst Du auch den gedeckelten Topf für 35 Minuten in dieses Packen. Kein Witz.)


Während der Milchreis so vor sich hin gart, brauchst Du für das sehr aromatische Apfelmus folgendes: 4 Äpfel (ich nahm Braeburn) # 4 cl Rum # 2,5 g Vanillemark (die andere Hälfte vom Dr. Ö.-Päckchen) # 3 EL Zucker # Saft von 2 Zitronen

Die Äpfel waschen, schälen (ich habe bei 2 Äpfeln die Schale drangelassen, das ist aber Geschmackssache), in Stückchen schneiden und mit den restlichen Zutaten in einen Topf geben. Aufkochen, zurückdrehen und 10 Minuten im geschlossenen Topf köcheln lassen. Dann etwas abkühlen lassen und stampfen oder pürieren.

Nun wieder zum Milchreis: Wenn dieses fertig gegart ist, aus dem Topf nehmen und etwas abkühlen lassen. Zwischenzeitlich kannst Du die Kokosflocken ohne Fett in einer Pfanne anrösten.

Wenn der Milchreis die von Dir gewünschte Temperatur erreicht hat, kannst Du mit einem Esslöffel jeweils etwas davon abstechen, es so oder als Nockerl (mit einem weiteren Löffel geformt) oder auch als Bällchen (das geht aber mit kaltem Milchreis wohl besser) in den Flocken wälzen und auf/ zum Apfelmus servieren.

Lass Dir's schmecken!