2 Herde wohnen, ach, in meiner Brust


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Veganes Sellerie-Gulasch

Sellerie-Gulasch 1

Aloha ihr Lieben sw

Vielleicht haben einige von euch die „Das perfekte Dinner“-Foodblogger-Runde gesehen. In üblicher Wettkoch-Tradition haben sich Anfang Oktober fünf Foodblogger um das Preisgeld die Finger wund gekocht. Ich habe mich – ich gestehe – bei der Ausstrahlung vor allem über die schier unendliche Kette an Extrawürsten amüsiert, die vor allem der Sieger (Aschaffenburger können’s halt einfach! Ich grinse mal fett und dreist hinter meinem Kochtopf vor und freue mich über meine tolle Heimat…) für die anderen gebraten hat. Oder eben gerade nicht Extrawurst, denn gerade die Kein-Tier-Debatte war besonders in der Folge, in der Sophia und ihr Schnippelboy den Kochlöffel schwangen, sehr präsent. Vor allen – hier die Ultrakurzzusammenfassung für alle, die es nicht gesehen haben oder denen es nicht so präsent ist – waren die anderen vier Kandidaten ziemlich befremdet davon, dass sie „Tier ohne Tier“ servierte, also Dinge wie Ganz falschen Hasen oder Falsches Hühnchen (die „originalen „Gerichte habe ich leider gerade nicht gefunden, sorry) – der Tenor war also irgendwie: „Warum muss denn Essen ohne Tier trotzdem dem Tier so ähnlich sein?“ bzw. „Warum muss man das so nennen?“. Ich will jetzt hier keine Debatte vom Zaun brechen, ob die Wurst nun Vurst heißen darf oder besser Vegane Wurst-Imitation oder das böse W-Wort gar nicht im Namen tragen darf – ich hole einfach schon wieder viel zu weit aus. Hehe. Beim folgenden Rezept habe ich mich aber einfach daran erinnert gefühlt, denn: Darf ich das Gulasch denn jetzt Gulasch nennen und wenn ich es nicht Gulasch nenne, wie nenne ich es denn dann? Fest steht, das Kind braucht einen Namen, denn L. äußerte sich gestern entzückt:

„Hast du das schon gebloggt? Das is soooo lecker, das musst du bloggen! Sellerie an die Macht!“

Und nachdem L. noch nie Fleisch gegessen hat und das ihr erstes Gulasch war (und auch ihr einziges bleiben wird, so irgendjemand das G-Wort fleischrechtlich schützen lässt), nenne ich es einfach Veganes Sellerie-Gulasch und empfehle euch allen, es einfach mal auszuprobieren, wenn ihr Lust auf was Herzhaftes habt, das genau richtig für den Winter ist:

Sellerie-Gulasch 3

Veganes Sellerie-Gulasch

  • 300 g Knollensellerie (geputzt)
  • 1 rote Paprika
  • 1 große rote Zwiebel
  • 2 Zehen Knoblauch
  • 2 EL Öl
  • 2 EL Sojasauce
  • 1/2 Liter Gemüsebrühe
  • 1/2 Dose stückige Tomaten
  • 3 EL Tomatenmark
  • je eine kräftige Prise schwarzer Pfeffer, Paprika rosenscharf und Paprika edelsüß, wenn du hast auch etwas schwarze Paprika
  • bis zu 3 TL Suppengewürz oder entsprechend Salz

Die Paprika waschen und in Stücke schneiden, die Zwiebel und den Knoblauch schälen. Knobi fein würfeln, die Zwiebel in halbe Ringe schneiden.

In einem Topf das Öl erhitzen, die Zwiebeln und den Knoblauch zusammen mit den Paprikastücken darin anschwitzen, mit Paprikasorten und Pfeffer würzen, die Sojasauce und die Tomatenstücke dazu geben, alles gut verrühren, noch einen kleinen Moment anrösten und mit der Hälfte der Brühe ablöschen.

Das Tomatenmark einrühren und alles aufkochen lassen, die Brühe nach und nach zugeben und nach ca. 5 Minuten köcheln. Zwischenzeitlich den Sellerie in grobe Würfel schneiden und in die Sauce geben. Leicht köcheln lassen, bis der Sellerie weich ist, das dauert ca. 15-20 Minuten und hängt natürlich auch von der Größe der Selleriestücke ab.  Salzkartoffeln sind die ideale Beilage, Nudeln und Reis hüpfen aber sicher auch nicht vom Teller. 😉

Übrigens: Wie bei „richtigem“ Gulasch gilt: Schmeckt erst am nächsten Tag so richtig gut! 😉

Guten Appetit!

Herzlichst Kristina sw

Sellerie-Gulasch  2

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Nein, meine Suppe ess‘ ich nicht: Meerrettichsuppe

So schnell und mit wenig Arbeit kann’s auch mal gehen, wenn sich die Hausarbeit in den letzten Zügen bewegt (deswegen auch ausnahmsweise ohne Foto, aber trotzdem lecker) und der Holde sich schon für übermorgen, wenn diese ausgestanden ist, Gulasch wünscht.

Du brauchst für 3-4 Personen (als Hauptspeise):

  • 2 Karotten
  • 1 Stück Sellerie
  • 2 mittelgroße Kartoffeln à etwa 100 g
  • 100 g Meerrettich (frisch am Stück)
  • 1 Becher Schlagsahne
  • 1,5 l Rinderbrühe oder Gemüsebrühe
  • Pfeffer, Salz
  • Petersilie

Die Brühe zum kochen bringen, darin das geputzte und klein gewürfelte Gemüse (außer Meerrettich) 30 Minuten weich kochen. Den Meerrettich frisch in die Suppe reiben, die Sahne zufügen, alles mit dem Pürierstab bearbeiten, kurz aufkochen, mit Salz, Pfeffer und wenn Du hast etwas Petersilie abschmecken bzw. verfeinern und mit einem Stück Weißbrot genießen! 🙂

Habt eine stressfreie Zeit!:)

Liebste Grüße! Kristina


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Fast wie Jetlag…

…fühle ich mich, seit ich mein Praktikum am Montag angefangen habe. Um sieben aus dem Haus zu müssen statt wie in Semesterzeiten normalerweise um neun ist zwar ein Luxusproblem, macht mich aber im Moment irgendwie dezent fertig. ^^ Deswegen hat es auch ausnahmsweise mal noch ein wenig gedauert, bis ihr den Klassiker von Wochenende hier bewundern könnt, aber vorenthalten will ich euch natürlich auch nicht, wie ich die Rouladen gekocht habe, die wie bei Mutti geschmeckt haben. 🙂Rouladen 3

Du brauchst für 2 Personen:

  • 2 Rouladen
  • 4-6 Scheiben dünn geschnittenen Speck
  • 2 TL-EL Dijon-Senf
  • 1 Gewürzgurke
  • 1/2 Karotte
  • Salz, Pfeffer

Für die Sauce:

  • 2 EL Pflanzenöl
  • 1 Liter Rinderbrühe
  • 1 Bund Suppengrün (Lauch, Karotte, Sellerie, evtl. Petersilienwurzeln)
  • 1 große Zwiebel
  • 2 Zehen Knoblauch
  • 1 EL Mehl
  • 100 ml Rotwein
  • Salz, Pfeffer
  • 2 TL Zucker
  • 2 EL Rotweinessig
  • Soßengewürz: 2 Lorbeerblätter, 3 Wacholderbeeren, 1 TL Senfsaat, 3 Nelken, eine Messerspitze gemahlenen Piment
  1. Zuerst bereiten wir mal die Rouladen vor. Dafür würzen wir sie von beiden Seiten mit Salz und Pfeffer und bestreichen sie auf einer Seite mit dem Senf, dann verteilen wir die geschälten und gestiftete halbe Karotte gleichmäßig auf die beiden Rouladen (siehe unteres Bild) und rollen diese von der kurzen Seite her auf.
  2. Dann fixieren wir die Rollen mit Rouladennadeln/ Zahnstochern oder Küchengarn, ich stecke immer je eine Nadeln an die Seiten und eine an die Oberseite.
  3. Für die Sauce bereiten wir noch das Gemüse vor, dazu waschen und schälen wir einfach alles und schneiden es in grobe Stücke. Die Zwiebel und den Knoblauch pellen wir und schneiden beides in grobe Scheiben.
  4. Ich schmore meine Rouladen im Topf, deswegen erhitzen wir in einem breiten Topf das Öl und braten die beiden Rouladen von allen möglichen Seiten scharf an.
  5. Wenn sie von allen Seiten gebräunt sind, geben wir das Gemüse dazu, braten es 2-3 Minuten mit, streuen das Mehl darüber und vermengen alles gründlich, dann löschen wir mit dem Rotwein ab und lassen das ganze reduzieren, bis der Rotwein gut gebunden ist und rühren dann Zucker und Essig ein.
  6. Jetzt füllen wir mit der Brühe auf und geben die Soßengewürze dazu. Das kann in einem Teebeutel o.ä. passieren oder auch einfach lose, weil die Soße nachher sowieso gesiebt wird.
  7. Alles muss jetzt, nachdem es aufgekocht hat, eineinhalb Stunden schmoren.
  8. Nach dieser Zeit nehmen wir das Fleisch heraus, passieren/ sieben die Sauce und und servieren mit unserer Wunschbeilage, bei uns waren das am Wochenende Salzkartoffeln und Rotkraut.

Lass Dir's schmecken!

Rouladen 1


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Klassiker ohne Dose: Linseneintopf

LinseneintopfFür das folgende Gericht brauchen viele Menschen nur einen Dosenöffner…aber das ist ja langweilig. Das schmeckt auch wirklich nicht so gut. Und vor allem kann man bei der Dosenkost ja selbst gar nicht mehr kreativ sein. Und das ist wirklich schade!

Du brauchst für eine große Portion (ca. 10 Teller):

500 g Linsen
4 Kartoffeln
2 Karotten
1 Stück Sellerie (was halt so in einem Suppengrün-Bund normalerweise drin ist)
1 dicke weiße Zwiebel
2 l Gemüsebrühe
300 g Bauchspeck (kann aber auch durch etwas anderes ersetzt werden, zum Beispiel durch Merguez-Bratwürste. Glaubste nich? Is aber so! 😉
2 EL Majoran
1 EL Salz
1 EL Pfeffer
2 Lorbeerblätter
4 Wacholderbeeren
1 EL Butterschmalz

Die Linsen für eine halbe Stunde in kaltem Wasser einweichen und abschütten.

Zwischenzeitlich Zwiebeln fein würfeln, das restliche Gemüse schälen und in grobe Würfel schneiden, auch den Bauchspeck grob würfeln (oder die Bratwurst in Scheiben schneiden). Dann den Speck in einem großen, breiten Topf in etwas Butterschmalz auslassen. Die Zwiebelwürfel zufügen, unter Rühren von allen Seiten anschwitzen, dann die Gemüsewürfel zugeben. Salz, Pfeffer und Majoran zufügen, rühren und nach etwa fünf Minuten mit der Brühe auffüllen. Jetzt auch die Linsen dazugeben, wiederum verrühren und aufkochen lassen. Lorbeerblätter und Wacholderbeeren zugeben (am besten in einem Einwegteefilter, dann musst Du nachher nicht angeln) und das ganze etwa 60 Minuten köcheln lassen.

Schmeckt lecker mit einem Stückchen rustikalem Baguette und Würstchen aller Art. Vegetarier können die ganze Fleischgeschichte natürlich einfach bleiben lassen. Und wenn Du den Eintopf am nächsten Tag nochmal warm machen willst, dann brauchst Du nur etwas Brühe und er ist genauso flüssig und lecker wie vorher.

Lass Dir's schmecken!