2 Herde wohnen, ach, in meiner Brust


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Wenn Du die Füße nicht mehr unter den heimischen Tisch stellst: Gebratene Nudeln für Anfänger

Gebratene Nudeln ankündigung

Können eigentlich alle Eure Freunde kochen? Wisst Ihr, was so bei Euren Bekannten Abends auf den Tisch kommt? Feines Drei-Gänge-Menü oder doch eher Dosenravioli, Fertigpizza und Köstlichkeiten in Lieferservice-Pappkartons und Alufolie?

Ich muss zugeben, dass ich mir solche Fragen eigentlich nur dann stelle, wenn ich mal wieder in großen Supermärkten in der falschen Regalreihe gelandet bin und gefühlte Kilometer von Fertigprodukten, gerne getrocknet oder in diese unsäglichen Mikrowellen-/ Wasserbadportionenteller verpackt, gegenüberstehe und mir denke „Wer zur H***e kauft so etwas?!“ und noch wichtiger: „Wem schmeckt so etwas eigentlich?“ Irgendwer muss diese Sachen ja konsumieren, sonst gäbe es sie wohl nicht… Gerade seit ich Foodblogs lese, weiß ich ja, wie man viele Dinge selbst machen kann und immer wieder fällt mir auf, dass der Geschmack frisch gekochter/ zubereiteter Gerichte die Tore für die Fertigmischungen dieser Welt völlig verschließt. Kartoffelpüree aus der Tüte, Saucen schon fertig im Beutel im Kühlregal, winzige getrocknete Gemüsestücke in Instantnudelgerichten – all das, was ganz am Anfang, als mir das Wasser noch anbrannte (oder ich es zumindest fürchtete) manchmal ganz gut gegen den Hunger half (Mann, ist das lange her!), kommt mir heute nicht mehr auf den Teller. Mit dem Umzug in die zweite Studentenbudenküche konnte ich das dann auch wirklich in die Tat umsetzen, denn zwischen einem Meter Küche im Schrank mit zwei Platten, ohne Schneidefläche, Tiefkühlfach, Backofen & Platz für Gewürze und 2,20 m Küche ist ja doch ein deutlicher Unterschied, nicht nur in Sachen Backofen & Tiefkühlfach.

Während ich vorher froh war, wenn ich für mich allein etwas Essbares hinbekommen habe, ohne dabei die ganze winzige Wohnung auf den Kopf zu stellen, habe ich mittlerweile am Studentenbudenherd wirklich gerne Besuch und sogar Herr D. kocht hier ab und an ganz gern. Mein mit Abstand liebster & häufigster Gast ist L., Opfer für neue Kreationen und Testesserin für fast alles ohne Fleisch (& einigen von Euch vielleicht schon vom kleinen Geburtstagscarepaket ein Begriff). Meistens sitzt sie dann Kaffee schlürfend und erwartungsfroh am Multifunktionstisch (Essen, Arbeiten, Vorbereitungen für’s Essen, je nachdem wie’s gerade beliebt auf 2,40 m – ich bin so stolz auf Herrn D., der mir dieses Prachtexemplar gebaut hat), zeigt Vorfreude, wenn es gut riecht, stellt hin und wieder interessierte Fragen, was ich denn da so mache und ist damit kurzum der perfekte Gast.

Da der perfekte Gast aber leider außer Nudeln nicht viel kochen kann und es schon geraume Zeit eine Art Running Gag unter uns ist, dass sie sich später, wenn mal nicht die Herdwächter um sie rum sind, die in der heimatlichen Wohngemeinschaft und in der WG ihres Freundes den Herd streng bewachen, sie nicht machen lassen und ihr dafür selber etwas zaubern, von Nudeln mit Pesto, das ich ihr in riiiiesigen Carepaketen und in 10 verschiedenen Sorten schicken werde, ernähren muss, wollten wir dringend Abhilfe schaffen. Ehe ich mich versah, hatte ich also vollmundig das Versprechen gegeben, Ihr das Kochen beizubringen, besser gesagt: sie einfach mal in der Küche was machen zu lassen und darüber zu wachen, dass nichts anbrennt und man es am Ende essen kann.

Womit wir anfangen sollten, wusste ich nicht. Es sollte weder über-, noch unterfordern, Gemüse soll mit rein, weil es gesund ist, Fisch kann mit rein, denn den isst sie selbst ja gern und wie man das mit Fleisch machen könnte, wollte sie auch wissen (nachdem Liebe ja durch den Magen geht und sie sich unter meiner telefonischen Anleitung schonmal todesmutig an einem Schnitzel für ihren Freund probiert hatte) – irgendwie ein bisschen viel für ein Gericht. Und dann ja auch noch die Sache mit den Gewürzen, es hat ja nicht jeder gleich ein Regal mit 50 verschiedenen Sorten daheim und…vielleicht braucht man das ja auch nicht so dringend, wie ich vielleicht glaube. Lange Rede, kurzer Sinn: für den Anfang habe ich mich für gebratene Nudeln entschieden, in der Basisversion mit Gemüse, gepimpt mit Garnelen oder Putenbrust, je nach Gusto. Die Gewürze sind bei den Instant-Nudeln (deren Zubereitung total einfach ist) quasi schon enthalten, darüber müssen wir uns in Lektion 1 also noch nicht allzu viele Gedanken machen und können uns stattdessen erstmal mit Gemüse beschäftigen – Fleisch und Fisch sind ein kleines Goodie obendrauf und für das gute Gefühl als „Soulfood“ gab es danach noch ein Himbeereis nach diesem Rezept, um das Essen abzurunden und auf jeden Fall ein Erfolgserlebnis zu haben. L. hat’s Spaß gemacht und sie will weitermachen und ich grüble immer noch, was „pädagogisch wertvolle“ Gerichte für die nächsten Versuche sein könnten. Für Euch gibt’s jetzt erstmal das Rezept (mit ein paar ausführlichen Anmerkungen in Kursiv) und ein paar Bilder, vielleicht habt Ihr ja auch Spaß daran! 🙂

Was würdet Ihr denn mit einem „Kochschüler“ kochen? Für Ideen bin ich dankbar! 🙂 (Wenn man selbst kocht, ist das alles gar nicht so schwer, aber es jemandem zu erklären, alle „Warums“ zu beantworten und das perfekte Timing zu wahren, wenn man es nicht mit seiner eigenen Geschwindigkeit zu tun hat, ist gar nicht so einfach, wie ich es mir vorgestellt hatte ^^)…

Gebratene Nudeln Zutaten

Gebratene Nudeln mit Gemüse (& Garnelen/ Putenbrust)

  • 2 Packungen Asia-Instant-Nudelsuppe (Geschmack nach eigenem Gusto bzw. bei Verwendung von Fisch oder Fleisch in der entsprechenden Geschmacksrichtung)
  • 800 ml Wasser
  • 1 Zucchini
  • 1 Bund Frühlingszwiebeln
  • 250 g TK-Brokkoli
  • ½ Glas Mungobohnenkeimlinge (problemlos weglassbar)
  • 4 Champignons
  • 1 Paprika
  • 1 EL (Sesam-) Öl
  • 6-8 EL Sojasauce
  • Salz, Pfeffer
  • Nach Belieben gemahlener Ingwer/ gemahlenes Zitronengras/ Asia-Würzmischung
  • Pro Person 1 Stück Hähnchen- oder Putenbrustfilet (Teilstück, portioniert beim Metzger oder im Supermarkt zu haben)
  • und ein TL (Sesam-)Öl
  • oder pro Person 100 g Garnelen aus dem Kühlregal

Gebratene Nudeln mit Pute

Das Gemüse waschen, putzen und in mundgerechte Stücke schneiden. Falls Mungobohnenkeimlinge aus dem Glas verwendet werden, diese mindestens eine halbe Stunde in eine Schüssel mit kaltem Wasser geben, damit sie den typischen „Konservengeschmack“ verlieren. Natürlich können – falls zu bekommen – auch frische verwendet werden, dann entfällt das Wässern und sie werden genauso verwendet, wie im Rezept beschrieben.

Eventuell an dieser Stelle das Fleisch vorbereiten.

Einen Topf mit 800 ml Wasser aufsetzen, dieses zum Kochen bringen und die Würzmischung aus den Instant-Suppenpackungen einrühren. Die Nudeln hineingeben und wie auf der Packung angegeben kochen (normalerweise 3-4 Minuten). Die Nudeln in ein Sieb abschütten, dabei die Brühe unbedingt auffangen.

Die Brühe mit einigen EL Sojasauce verrühren (probieren bzw. auf eine leicht braune „Soßenfarbe“ achten).

In einer beschichteten Pfanne oder wenn nicht vorhanden in einem großen Topf einen EL Öl erhitzen und das Gemüse hineingeben, das am längsten braucht, also Zucchini, Frühlingszwiebeln & Brokkoli hineingeben. Etwas anschwitzen, einen EL Mehl zum Binden darüber geben, gut umrühren und mit einem großzügigen Schluck von der angerührten Sauce ablöschen, verrühren und 5 Minuten vor sich hin köcheln lassen.

Bis zum Ende des Garens immer mal wieder rühren und darauf achten, dass genügend Sauce vorhanden ist, dass alles gerade so bedeckt ist – eventuell noch etwas zugeben.

Nach dieser Zeit die Sprossen und die Champignonstücke zugeben und weitere 2-3 Minuten garen.

An dieser Stelle die Garnelen zubereiten.

Jetzt noch die Nudeln unterheben, nochmal heiß werden lassen & rundherum mit geringer Flüssigkeit etwas anbraten und die Paprikastücke zufügen. Mit Salz & Pfeffer sowie anderen Gewürzen nach Belieben abschmecken. (Mit Fleisch oder Fisch) Garnieren, servieren &

Schmecken lassen! 🙂

Gebratene Nudeln Shrimps

Für die Garnelenvariante: Dafür die Garnelen zusammen mit den Nudeln unter die Gemüsemasse heben.

Für die Variante mit Fleisch: In einer gut beschichteten Pfanne einen TL Öl erhitzen, das Fleisch von allen Seiten anbraten, salzen & pfeffern & im vorgeheizten Backofen bei 200 °C (Ober-/Unterhitze) 20 Minuten fertig garen. Diese Garzeit gilt für Stücke, die etwa 200 g wiegen.

*—*

Uiuiui, das ist ein ganz schöner Roman geworden, es war aber wirklich ein schöner Abend & auch ich habe eine ganze Menge gelernt. Lasst es Euch schmecken & habt einen schönen Sonntag! 😉

Herzlichst Kristina sw

2Herde hat noch mehr zu bieten sw

 

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Nudelsalat mit grünem Spargel, Bratwurst und Cherrytomaten

Nudel-Spargel-Salat mit Bratwurst und Tomaten 1

Habt ihr auch diese Food-Nerd-Momente? Seit ich diesen Begriff bei Verena von Schlammdackel gelesen habe, weiß ich die Phase  treffend zu beschreiben, wenn mich im Supermarkt in Anbetracht von einer, zweier oder auch mehr Zutaten die spontane Kochwut packt, wenn sich in meinem Hirn die verschiedenen Teile zu einem Ganzen fügen und wenn ich mir absolut sicher bin, dass das schmecken MUSS, auch wenn ich selbst etwas ähnliches noch nie selbst gekocht habe. Häufig sind es Dinge, die sich beim vorsichtigen Googlen (man könnte ja noch den ein oder anderen Tipp für die richtige Würze abgreifen) als Klassiker herausstellen oder die auf Chefkoch 20+ Treffer liefern, sodass ich mich beruhigt an den Herd stellen kann. Manchmal sind es aber auch Kombinationen, bei denen selbst Onkel Google mich fragend ansieht und aus den von mir eingegebenen Zutaten gleich 2-3 verschiedene Gerichte zaubert, diese aber nie alle in einem verwendet, so dass – hätte man als Food-Nerd nicht auch das gewisse Selbstbewusstsein, sich den „richtigen Riecher“ einfach mal pauschal zu unterstellen – gewisse Zweifel aufkommen könnten.

Da es aber wenig gibt, dass ich mehr fürchte als „Langeweile auf der Zunge“ (ich weiß, ich wiederhole mich…^^) probiere ich einfach mal aus. Wie Mutti immer so schön optimistisch zu sagen pflegt: „Einmal kann man’s mindestens essen!“

Ich streune also auf der Suche nach dem Heiligen Geschmacksgral (hehe) durch die mir wohl vertrauten Gänge des Discounters im Studentenbudendorf (hier haben sie die neuen Artikel immer etwas früher als in der Heimat, deshalb ist das immer mal ganz interessant abzuchecken, gerade, wenn ich länger nicht dort war), als mich der grüne Spargel quasi anspringt, allerdings nahezu zeitgleich mit einer Packung besonders gewürzter Bratwürste. Augenblicklich entspinnt sich die Geschichte eines grünen Spargels, der auszog, einen Nudelsalat zu erobern, begleitet von Bratwürsten, Cherrytomaten und einem Hauch von Rosmarin…Heimfahrt und Ausräumen sind im Nebel der Erinnerung begraben, das vordergründige Thema ist selbstverständlich allein das Dressing, welches ich einer solchen Komposition angedeihen lassen sollte. Beim Erstversuch in der Studentenbude noch durch den recht kräftigen Geschmack des Waldhonigs geprät, konnte es in der von mir gern so genannten „Perfektionsrunde“, dem Zweitversuch mit kritischem Publikum aka Herrn D., durch Ahornsirup gelingen, das Ganze noch ein Stück runder zu machen, sodass ich euch nun dass Endergebnis voller Stolz präsentiere und der Meinung bin, dass dieses Rezept die Teilnahme am Küchenplausch Spargel-Event eindeutig verdient hat 😉

Spargel Rezepte

Nudelsalat mit grünem Spargel, Luganighetta (Bratwurst) und Cherrytomaten

Du brauchst für 4 Portionen:

  • 250 g Nudeln nach Belieben
  • 1-2 Bund grünen Spargel [je nach Qualität eben mehr oder weniger – ich hatte da leider beim zweiten Mal welchen erwischt, bei dem noch so einiges an Holzigem wegzuschneiden war… 😦 ]
  • 300 g Cherrytomaten
  • 1 Bund Frühlingszwiebeln
  • 4 Luganighetta (und wie lautet da der Plural, lieber Discounter?)
    • (schmeckt hierin besonders lecker: Schweinebratwurst gewürzt mit Muskat, Pfeffer, Chili, Majoran, Rosmarin & Thymian; normale grobe Bratwürste gehen aber auch)
  • 2 + 1 EL Ahornsirup (Honig geht zur Not auch)
  • 6 + 3 EL Sojasauce
  • (Salz &) Pfeffer
  • 2 + 2 EL Walnussöl (oder normales Pflanzenöl)
  • 2-3 Zweige Rosmarin

Die Nudeln nach Packungsanweisung im Salzwasser kochen, gut abtropfen lassen und in eine große Schüssel geben. Zwischenzeitlich die Bratwürste mit 2 EL vom Öl in einer beschichteten Pfanne anbraten; vom Spargel die holzigen Enden entfernen, säubern und in grobe Stücke schneiden.

Nudel-Spargel-Salat mit Bratwurst und Tomaten 3

Die Bratwürste, wenn sie schön kross gebraten sind, aus der Pfanne nehmen und auf einem Küchenkrepp ruhen lassen, derweil die Spargelstücke mit den Rosmarinzweigen in derselben Pfanne im von den Würsten verbliebenen Öl anbraten. Den Spargel mit je einer Prise Salz und Pfeffer würzen und mit 6 EL Sojasauce ablöschen, mit 2 EL Ahornsirup vermischen, den Deckel auf die Pfanne geben und unter gelegentlichem Rühren 5-7 Minuten köcheln lassen (Hitze dafür ruhig auf die Hälfte zurückdrehen). Probieren, ob der Spargel weich genug ist, und den kompletten Pfanneninhalt außer dem Rosmarin (beiseite legen) zu den Nudeln geben. In der Pfanne das Weiß der Frühlingszwiebeln in Ringe geschnitten mit den verbliebenen 2 EL Walnussöl bei großer Hitze anbraten, ebenfalls mit Sojasauce und Ahornsirup ablöschen, mit Pfeffer (und wer’s scharf mag ein wenig Chilipulver) würzen und nur einen kleinen Moment köcheln lassen, dann ebenfalls zu den Nudeln geben.Nudel-Spargel-Salat mit Bratwurst und Tomaten 4

Zum Schluss noch die Bratwürste und die Cherrytomaten in dünne Scheiben, das Grün der Frühlingszwiebeln in Ringe schneiden, sowie den gebratenen Rosmarin fein hacken. Alles mit in die Schüssel geben und gut vermischen, mit Salz und Pfeffer abschmecken und anrichten.

Tipp für Vegetarier: Statt der Bratwürste wären Hirtenkäse-Würfel oder auch Parmesanspäne sicherlich lecker!

Lasst es Euch schmecken & genießt den Sonntag sowie die Spargelsaison!Herzlichst Kristina sw

Nudel-Spargel-Salat mit Bratwurst und Tomaten 5

2Herde hat noch mehr zu bieten sw


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Gewagtes (?) Crossover vom Nudelsalat

Ihr Lieben, der Prüfungsgott meint es nicht gut mit mir, er drückt mir eine Herausforderung nach der anderen in die Hand und sagt: „Sieh zu, dass Du klar kommst!“ Zwischen Praktikum, Hausarbeiten, Vorbereitungen für’s Praktikum und Klausurenlernerei bleibt wenig Zeit zu kochen, denn auch der Mount McWäscheberg und der Holde schauen mich Abends mit Schuldbewusstsein erzeugenden Blick an, so dass ich einfach nur froh bin, wenn ich in die Federn falle. Kochen…pf, so kann man das nun wirklich nicht nennen, was ich da schnell fabriziere, Zeit zum geplanten Einkaufen fehlt nämlich auch irgendwie. Deswegen gab es diese Woche so spannende Sachen wie Pellkartoffeln mit Kräuterquark. Nicht vorenthalten will ich euch allerdings das Essen, das diese Woche in die Brotboxen von Herrn D. und mir wanderte (wenn unsere derzeitigen Arbeitsplätze eins gemeinsam haben, dann ist es nämlich die nicht beglückende Kantinenverpflegung). Total aus der Improvisation geboren ist dieser

Crossover-Nudelsalat

für den ich mich irgendwie bei allem möglichen bedient habe und mir auch nicht sicher war, ob das Ergebnis sooooo lecker sein würde. Ich fand ihn dann aber doch sehr gelungen und habe den Kollegen, die zum Mittagessen wanderten überhaupt kein bisschen neidisch hinterhergeschaut, sondern freudig mein „Pausenbrot“ ausgepackt. 🙂

Crossover-Nudelsalat

Du brauchst für eine Party-Mitbring-Schüssel voll:

  • 500 g Nudeln
  • 250 g Hackfleisch
  • 400 g Brokkoli (ich hatte noch TK)
  • 250 g grüne Bohnen (bei mir ebenfalls TK)
  • 300 g braune Champignons
  • 2 EL Öl
  • 1 TL 5-Gewürze-Pulver
  • 1/2 TL Harissa-Gewürzpulver
  • 4 EL Sojasauce
  • 4 EL Fischsauce

Für das Dressing:

  • 250 ml Hühnerbrühe
  • 3 EL Sojasauce
  • 3 EL Fischsauce
  • 1 TL 5-Gewürze-Pulver
  • 1/2 TL Harissa-Pulver
  • 2 EL Tomatenketchup

Zuerst die Nudeln nach Packungsanweisung kochen und abschütten. Zwischenzeitlich die Champignons putzen und vierteln, außerdem Brokkoli & Bohnen garen (mit TK-Gemüse in der Mikrowelle nach Packungsanweisung definitiv die einfachste & arbeitsärmste Sache).

In einer Pfanne einen EL Öl erhitzen, das Hackfleisch darin krümelig braten, wenn es knusprig wird, mit je 2 EL Soja- und Fischsauce ablöschen, die Gewürze zugeben und damit weitere 2-3 Minuten brutzeln. Das Hackfleisch zusammen mit den (etwas abgekühlt genügt, müssen nicht komplett kalt sein) Nudeln in eine große Schüssel geben, das vorbereitete (ggf. natürlich abgeschüttete) Gemüse zufügen. Alle Zutaten für das Dressing verrühren und nach und nach zu Nudeln, Fleisch und Gemüse geben, gut durchmengen. Ich habe nicht das komplette Dressing, sondern nur etwas mehr als die Hälfte verwendet, den Rest in ein Fläschchen gefüllt und im Kühlschrank aufbewahrt, damit ich, wenn der Nudelsalat am nächsten Tag etwas trockener sein sollte noch etwas Dressing nachkippen kann. 🙂

Lass Dir's schmecken!


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Nachgekocht: Asiatisches Wintergericht nach Giraffo

Asiatisches Wintergericht 1

Als ich neulich mal wieder so vor mich hin durch die Weiten des Internets prokrastinierte stöberte, fiel mir Giraffos Blog ins Auge, dem ich direkt mal folgen musste, weil ich ja auch ein kleiner Fan leckerer asiatischer Gerichte bin (das geht so weit, dass Herr D. mit seinen Arbeitskollegen am Freitag gewettet hat, dass es Abends sicher etwas asiatisches zu Essen gibt und – hah! – er hat gewonnen!). Wie es der Zufall so wollte, waren Rouladen beim Metzger im Angebot und da ich im Gefrierfach der Studentenbudenküche sowieso vor allem Gemüse horte, um dann immer eine leckere Auswahl zu haben, waren die restlichen Zutaten für das Asiatische Wintergericht recht leicht zu beschaffen. Der örtliche Supermarkt, der sonst mit *exotischen* Kochzutaten eigentlich ganz gut bestückt ist, konnte nur leider mit der Austernsauce nicht aufwarten. Unter anderem deswegen habe ich das Orginialrezept ein bisschen abgewandelt, was aber der Tatsache keinen Abbruch tat, dass nach relativ kurzer Zeit und ziemlich wenig Aufwand ein sehr leckeres Essen auf dem Tisch stand, dass es bei uns sicherlich nicht zum letzten Mal gegeben hat.

Du brauchst für 2 Hungrige:

  • 2 Rindsrouladen
  • 2 Beutel Reis (ich hatte nur normalen Langkornreis da)
  • 150 g TK-Brokkoliröschen
  • 150 g TK grüne Bohnen
  • 1 Stange Staudensellerie
  • 3 Frühlingszwiebeln
  • 1 + 1 + 1 EL Sesamöl
  • 250 ml heiße Hühnerbrühe
  • 1 TL Zucker
  • 1/2 TL Knoblauchgranulat
  • Salz
  • 2 + 3 EL Sojasauce
  • 2 + 3 EL Teriyakisauce
  • 1 EL Mehl

Asiatisches Wintergericht 2Zuerst legst Du die Rindsrouladen, nachdem Du sie in dünne Streifen geschnitten hast, in eine Marinade aus 2 EL Sojasauce + 2 EL Teriyakisauce ein, sie müssen etwa 15 Minuten durchziehen. Zwischenzeitlich kannst Du schonmal das Salzwasser aufsetzen, um den Reis darin zu kochen und die Frühlingszwiebeln sowie den Staudensellerie waschen und in dünne Stücke/ Ringe schneiden.

Für die Sauce vermischst Du die Hühnerbrühe mit den 3 EL Sojasauce, den 3 EL Teriyakisauce, 1 EL Sesamöl, dem Zucker, einer Prise Salz und dem Knoblauchgranulat. Nachdem Du den Reis ins Wasser gegeben hast, kannst Du eine (unbeschichtete große) Pfanne aufsetzen, einen EL von dem Öl hineingeben und die Fleischstreifen darin anbraten. Wenn sie rundherum gut angebraten sind und leicht bräunen, nimmst Du sie wieder aus der Pfanne, gibst sie in eine Schüssel und bedeckst diese mit etwas Folie, damit das Fleisch saftig bleibt.

Jetzt erhitzt Du den verbliebenen Löffel Sesamöl in der Pfanne, aus der Du das Fleisch genommen hast und brätst das Gemüse darin an, dass du mit der gemischten Sauce ablöschst und bei geschlossenem Deckel, wenn vorhanden, 5 Minuten köcheln lässt. Zwischenzeitlich müsste der Reis dann so langsam gar sein, den kannst Du schonmal abschütten und ausdampfen lassen. Wenn die fünf Minuten vorbei sind, nimmst Du das Fleisch, vermischst es mit dem Mehl, damit die Soße bindet, und gibst es wieder zum Gemüse. Nach weiteren 2-3 Minuten köcheln und gutem Vermischen (Abschmecken nicht vergessen! 😉 ) kannst Du die Fleisch-Gemüsse-Mischung zum Reis servieren & genießen!

Lass Dir's schmecken!

 


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Nein, meine Suppe ess ich nicht: Asiatische Reisnudel-Huhn-Süppchen

Ich habe Fernweh
wenn Wolken an mir vorüberziehn
wenn ich einen Stern seh
der Tag erlischt
unglaublich Fernweh
mit einem Hauch Melancholie
wenn ich einen Stern seh
versteh ich mich

Herbert Grönemeyer: Fernweh

Kennt ihr das auch, Fernweh? So oft es mich packt, kann ich es schon allein aus finanziellen Gründen nicht erfüllen. Aber ein Teller mit fremden Gerüchen schafft oft schon zumindest ein wenig Abhilfe. So auch heute. Aber dank ein bisschen Improvisation und frischer Maishähnchenbrust im Angebot beim Metzger meines nächstgelegenen Supermarktes Vertrauens kam heute Abend ein leckeres

Reisnudel-Huhn-Süppchen

auf den Tisch. Und obwohl ich die Asialäden verflucht habe, weil auf die Schnelle weder frischer Koriander noch frisches Zitronengras aufzutreiben waren (vielleicht war ich auch einfach zu spät dran^^), war ich mit dem Ergebnis recht zufrieden.

Asiatisches Reisnudel-Huhn-Süppchen - Die Zutaten

Du brauchst für 4 Portionen (Müslischalen):

  • 300 g Hähnchenbrustfilet
  • 375 g Wok-Gemüse gemischt (TK, vorher auftauen lassen/ oder eine bunte kleine Mischung Karotten, Lauch, Bambussprossen, Mungobohnenkeimlinge, Paprika, Erbsen)
  • 2 Liter Brühe (nicht zu kräftig, vielleicht eine Mischung aus Zwiebelbrühe und Hühnerbrühe)
  • 100 g Austernpilze
  • 1 Bund Frühlingszwiebel
  • 1 daumengroßes Stück Ingwer
  • 2 Karotten
  • ca. 100 g Reisnudeln (0,5 mm aus dem Asialaden)
  • Fisch- & Sojasauce
  • 1 EL Koriandergrün (gefriergetrocknet und gerebelt, gern natürlich auch frisch)
  • Gewürze: Ingwerpulver, Knoblauchgranulat, Zimt, gemahlenes Zitronengras

Vorbereitungen: Ingwer schälen, eine Hälfte in dünne Scheiben schneiden. Zwiebel und Karotten ebenfalls von der Schale befreien und in Scheiben schnippeln. Das Fleisch abbrausen und trocken tupfen, Brustfilets wie auf dem Foto in der Mitte trennen.

In einem großen Topf (ca. 3 l Fassungsvermögen) die Brühe zum Kochen bringen, das Fleisch zusammen mit dem zuvor vorbereiteten Gemüse hineingeben, aufkochen lassen, Koriandergrün sowie je eine großzügige Prise Ingwerpulver, Knoblauchgranulat, Zimt und gemahlenes Zitronengras zugeben, alles bei mittlerer Hitze eine halbe Stunde vor sich hin köcheln lassen.

Zwischenzeitlich das verbliebene Stück Ingwer fein würfeln, die Austernpilze in dickere Streifen schneiden und die Frühlingszwiebel in Ringe.

Nach der halben Stunde die Brühe durch ein grobes Sieb schütten und auffangen. Die Brühe wieder auf den Herd stellen und die Gemüsemischung sowie Ingwer, Austernpilze und Frühlingszwiebel hineingeben, bei mittlerer Hitze 5-10 Minuten durchziehen lassen, nicht kochen.

Währenddessen das Fleisch in dünne Scheiben schneiden und die Reisnudeln nach Packungsanweisung zubereiten (die, die ich hatte, musste man einfach nur 2 Minuten in kochendes Wasser legen und dann abschütten). Das Fleisch die letzten 2-3 Minuten nochmal zur Brühe geben, diese mit Fischsauce, Sojasauce sowie den verwendeten Gewürzen (je nach Geschmack auch etwas Salz) abschmecken. Auf den Boden der Schalen die fertigen Nudeln geben, mit der Suppe auffüllen – genießen! 🙂Asiatisches Reisnudel-Huhn-Süppchen 2

(Herz)lichst, Kristina 7


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Glasnudelsalat. Nachmachen!

Glasnudelsalat 1

Das hier ist im Moment einer meiner absoluten Favoriten. Ein kleines asiatisches Geschmacksfeuerwerk, eine andersartige Verwendung von Hackfleisch und dabei so lecker, dass sogar meine Schwester, die ob der Zutatenliste doch eher skeptisch gestimmt war, nach dem Essen satt und zufrieden war. 😉

Du brauchst für 4 Portionen:  600 g Hackfleisch # 400 g Glasnudeln (dünne) # 1 Bund Frühlingszwiebeln # 2 rote Paprika # 1 Handvoll Basilikum # 6 EL Fischsauce  # 4 EL Sojasauce # 2 TL Garam Masala # 1 TL Sambal Oelek # 1 TL Pfeffer # je 1 große Prise gemahlener Ingwer, Kreuzkümmel, Zucker # 1 EL Sesamöl

Die Frühlingszwiebeln in feine Ringe schneiden und das Weiß vom Grün trennen. Die Paprika waschen, Putzen und in feine Würfel schneiden.

Das Sesamöl in einer Pfanne erhitzen, das Hackfleisch darin anbraten und knusprig (!) werden lassen. Garam Masala und Zucker zufügen, pfeffern, schwenken und mit dem Weiß der Frühlingszwiebeln bei halber Hitze durchziehen lassen.

Zwischenzeitlich die Glasnudeln mit kochendem Wasser übergießen, ca. 5 Minuten ziehen lassen, abschütten und abschrecken. Die Nudeln in eine Schüssel geben und mit allen anderen Zutaten einschließlich in Streifen geschnittenem Basilikum vermengen (gut vermischen – wichtig, damit sich die leichte Schärfe gut verteilt!). Mit den Gewürzen und ggf. etwas Salz oder auch mehr Fischsauce abschmecken.

(Herz)lichst, Kristina 15


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Reispfanne mit Pute und Gemüse

Puten-Reis-Pfanne 1

Einfach, schnell und „Irgendwas mit Reis“ – das sind die Attribute, die der Holde immer anbringt, wenn ich ihn frage, was es denn heute zu essen geben soll. Ich soll mir nur nicht zu viel Mühe machen und…Reis? Ja, klar, das geht immer. Nachdem gestern Abend das Fußballspiel ja am allerwichtigsten war und wir sowieso den ganzen Tag unterwegs gewesen waren, gab es dieses schnelle Gericht aus dem heimischen Topf (da meine Pfannen im Studenhaushalt, in dem ich dieses Wochenende ausnahmsweise mal in bester Gesellschaft verweile beide zu klein sind) – Pfanne heißt es trotzdem. Trotzkopf. 😉

Hier abgeguckt

Für 2 Hungrige: 400 g Putensteaks # 200 g Basmati-Reis # 2 Paprika (Farbe nach Belieben)  # 5 große Champignons (ausnahmsweise mal Weiße, es gab keine Braunen mehr) # 1 dicke Zwiebel  # 1 Zucchini # 4 EL Sojasoße # 1 Tasse Brühe # 1 TL Paprikapulver (scharf) # 1 ‚TL Currypulver # 1/2 TL Pfeffer # 1 TL getrocknetes Koriandergrün # 1 EL Sesamöl # n.B. Salz

Puten-Reis-Pfanne 3

Reis kochen und 2 Minuten vor Ende der Garzeit abschütten. Während der Reis kocht Gemüse Putzen und alle in feine Scheiben oder Stücke schneiden.

Das Fleisch im Sesamöl scharf anbraten, die Zwiebel zufügen, mit Pfeffer, Curry, Paprikapulver bestäuben, nach ca. 5 Minuten mit Brühe ablöschen. Die Zucchini zufügen, 3 Minuten weitergaren, den Reis, Paprikastücke und Pilze zufügen, mit Koriandergrün und Sojasauce würzen, nach weiteren zwei Minuten abschmecken und servieren.

Lass Dir's schmecken!