2 Herde wohnen, ach, in meiner Brust


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Nachgekocht: Asiatisches Wintergericht nach Giraffo

Asiatisches Wintergericht 1

Als ich neulich mal wieder so vor mich hin durch die Weiten des Internets prokrastinierte stöberte, fiel mir Giraffos Blog ins Auge, dem ich direkt mal folgen musste, weil ich ja auch ein kleiner Fan leckerer asiatischer Gerichte bin (das geht so weit, dass Herr D. mit seinen Arbeitskollegen am Freitag gewettet hat, dass es Abends sicher etwas asiatisches zu Essen gibt und – hah! – er hat gewonnen!). Wie es der Zufall so wollte, waren Rouladen beim Metzger im Angebot und da ich im Gefrierfach der Studentenbudenküche sowieso vor allem Gemüse horte, um dann immer eine leckere Auswahl zu haben, waren die restlichen Zutaten für das Asiatische Wintergericht recht leicht zu beschaffen. Der örtliche Supermarkt, der sonst mit *exotischen* Kochzutaten eigentlich ganz gut bestückt ist, konnte nur leider mit der Austernsauce nicht aufwarten. Unter anderem deswegen habe ich das Orginialrezept ein bisschen abgewandelt, was aber der Tatsache keinen Abbruch tat, dass nach relativ kurzer Zeit und ziemlich wenig Aufwand ein sehr leckeres Essen auf dem Tisch stand, dass es bei uns sicherlich nicht zum letzten Mal gegeben hat.

Du brauchst für 2 Hungrige:

  • 2 Rindsrouladen
  • 2 Beutel Reis (ich hatte nur normalen Langkornreis da)
  • 150 g TK-Brokkoliröschen
  • 150 g TK grüne Bohnen
  • 1 Stange Staudensellerie
  • 3 Frühlingszwiebeln
  • 1 + 1 + 1 EL Sesamöl
  • 250 ml heiße Hühnerbrühe
  • 1 TL Zucker
  • 1/2 TL Knoblauchgranulat
  • Salz
  • 2 + 3 EL Sojasauce
  • 2 + 3 EL Teriyakisauce
  • 1 EL Mehl

Asiatisches Wintergericht 2Zuerst legst Du die Rindsrouladen, nachdem Du sie in dünne Streifen geschnitten hast, in eine Marinade aus 2 EL Sojasauce + 2 EL Teriyakisauce ein, sie müssen etwa 15 Minuten durchziehen. Zwischenzeitlich kannst Du schonmal das Salzwasser aufsetzen, um den Reis darin zu kochen und die Frühlingszwiebeln sowie den Staudensellerie waschen und in dünne Stücke/ Ringe schneiden.

Für die Sauce vermischst Du die Hühnerbrühe mit den 3 EL Sojasauce, den 3 EL Teriyakisauce, 1 EL Sesamöl, dem Zucker, einer Prise Salz und dem Knoblauchgranulat. Nachdem Du den Reis ins Wasser gegeben hast, kannst Du eine (unbeschichtete große) Pfanne aufsetzen, einen EL von dem Öl hineingeben und die Fleischstreifen darin anbraten. Wenn sie rundherum gut angebraten sind und leicht bräunen, nimmst Du sie wieder aus der Pfanne, gibst sie in eine Schüssel und bedeckst diese mit etwas Folie, damit das Fleisch saftig bleibt.

Jetzt erhitzt Du den verbliebenen Löffel Sesamöl in der Pfanne, aus der Du das Fleisch genommen hast und brätst das Gemüse darin an, dass du mit der gemischten Sauce ablöschst und bei geschlossenem Deckel, wenn vorhanden, 5 Minuten köcheln lässt. Zwischenzeitlich müsste der Reis dann so langsam gar sein, den kannst Du schonmal abschütten und ausdampfen lassen. Wenn die fünf Minuten vorbei sind, nimmst Du das Fleisch, vermischst es mit dem Mehl, damit die Soße bindet, und gibst es wieder zum Gemüse. Nach weiteren 2-3 Minuten köcheln und gutem Vermischen (Abschmecken nicht vergessen! 😉 ) kannst Du die Fleisch-Gemüsse-Mischung zum Reis servieren & genießen!

Lass Dir's schmecken!

 

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Wagemut tut manchmal gut!

„En Garde, Kühlschrank, zeige mir, was Du zum Kochen bereit hälst, offeriere mir die Köstlichkeiten einer Studentenbudenküche, serviere mir Zutaten höchster Güteklasse, die mich ein Menü zaubern lassen, dass meinen Lesern der Atem stockt, dass meine Geschmacksnerven heute Nacht noch orgasmisch Tango tanzen werden!“

„Ähm, sag mal, Alte, biste noch ganz dicht? Du bist am Montag heimgekommen, wie immer mit nem Fahrradkorb voller Zutaten, die Dir gerade in den Kram gepasst haben und die Dein studentischer Geldbeutel so hergegeben hat. Dann haste meine Tür schwungvoll zugehauen, und während Du Deinen Joghurt gelöffelt hast, haste was von „Staudenselleriesalat mit Hühnchen, des geht immer“ gemurmelt. Soll ich zaubern oder was? Überleg Dir, was Du aus meinem Inhalt machst, nich mein Problem, wenn Du plötzlich hier einen auf dicke Hose machen musst!“

Staudenselleriesuppe

Ja, da hat mich mein Freund, der Kühlschrank, mal wieder überlistet. Am Montag, meinem traditionellen Einkaufstag, hatte ich irgendwie vor allem an praktische Dinge gedacht, die sich gut halten, die man vielleicht sogar in einer Brotbox für die Uni verstauen kann…auf jeden Fall lachte mir da auf den ersten Blick nichts unverbloggtes entgegen, denn wie in diesem kleinen inneren Dialog zwischen mir und meinem kulinarischen Schweinehund schon angedeutet, war ich eigentlich darauf aus, heute Abend den Klassiker Staudenselleriesalat mit gekochtem Hühnchen vorzubereiten, nach einer Portion die Küche in Richtung Couch zu verlassen und eine zweite morgen mit in die Uni zu nehmen, sodass ich mir dann sämtlichen Stress und die Widrigkeiten des Mensaessens würde sparen können. Naja, was macht der geneigte Foodie (als der ich mich ja nach meiner Registrierung bei Küchenplausch jetzt auch bezeichnen darf ^^) wenn er was im Kühlschrank hat und nicht weiter weiß? Richtig, erstmal Chefkoch fragen. Wobei die Ergebnisse mit Staudensellerie mich nicht wirklich hoffnungsfroh stimmten. Staudensellerie mit Käse überbacken erschien mir persönlich nicht sonderlich verlockend, die Staudenselleriesuppe hingegen wurde nicht gerade liebevoll als Kleinod der Küche bewertet. Aber, wie der Titel schon sagt, wer nicht wagt, der nicht gewinnt. Also habe ich Euch allen den Versuch abgenommen und kredenze deswegen

Cremige Staudenselleriesuppe

Für 2 Personen zum Sattwerden:

1 mittelgroßer Staudensellerie
2 mittelgroße Kartoffeln
1 Zwiebel
2 Zehen Knoblauch
1 Bund glatte Petersilie
1 Becher Crème Fraiche
1 Schuss Weißwein
1,5 Liter Gemüsebrühe
1 EL Öl
Salz, Pfeffer, Muskat

Zunächst die Vorbereitungen: Das Gemüse waschen. Den Staudensellerie mit Grün in Scheiben, die geschälten Kartoffeln würfeln und die abgezogene Zwiebel sowie den Knobi in feine Scheiben schneiden. Die Petersilie ebenso wasche, abtropfen lassen und fein schneiden.

In einem größeren Topf (Fassungsvermögen ca. 3 l) das Öl erhitzen und zunächst Zwiebel und Knoblauch darin anbraten, dann Sellerie, Kartoffeln und Petersilie zugeben, andünsten und mit dem Schuss Weißwein ablöschen. Mit der Gemüsebrühe auffüllen und 40 Minuten köcheln lassen. Nach dieser Zeit den Pürierstab zur Hand nehmen, die ganze Suppe einmal kräftig durchmixen, mit Salz, Pfeffer und Muskat abschmecken und heiß servieren.

Staudenselleriesuppe

Dazu gab es bei mir ein paar selbstgemachte Chicken Nuggets, weil ich ja auch noch Hähnchenbrust gekauft hatte. Wie ihr auf dem Bild sehen könnt, hab ich in die Panade (ganz normal Mehl – verquirltes Ei mit Salz und Pfeffer – Semmelbrösel) ein wenig fein gehackte Petersilie zugegeben und die Hähnchenbrustfiletstücke in Öl ausgebacken. Nach dem Abtropfen auf Küchenkrepp waren sie ein schöner kleiner knuspriger Kontrast zur Suppe. 🙂

Also: Nur Mut zum Staudensellerie! 😉

Lass Dir's schmecken!


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Staudensellerie-Salat: Lecker! :)

Staudenselleriesalat mit Hühnchen 1

Da ich mit Staudensellerie bisher eher wenig anzufangen wusste, hab ich mich über das Rezept von GourmetGuerilla wirklich gefreut. Minimal abgewandelt kam es bei uns schon letzte Woche auf den Tisch und sowohl der Holde als auch ich waren begeistert! 😉

Für 2 Personen: 2 Hähnchenbrustfilets # 1 Staudensellerie # 250 ml Majo # Salz, Pfeffer # 2 EL Zitronensaft # 1 TL Kurkuma

Die Hähnchenbrustfilets in Salzwasser ca. 15 Minuten kochen, aus dem Wasser neben, etwas abkühlen lassen, in Würfel schneiden und mit Kurkuma und etwas Salz und Pfeffer vermischen.

Den Staudensellerie putzen und mit dem Grün in feine Stücke schneiden. Majo mit Zitronensaft, etwas Salz und Pfeffer vermischen und mit dem Sellerie vermischen, das abgekühlte Hühnchen untermischen.

Alternativ kann der Salat auch in einer deutlich leichteren Version mit einem Dressing aus 150 g Naturjoghurt, 2 EL Miracel Whip Balance, dem Saft einer Zitrone, Salz und Pfeffer zubereitet werden! Statt Kurkuma schmeckt auch eine indische Gewürzmischung (Bestandteile).

Der Salat schmeckt nach einer Nacht im Kühlschrank noch besser. 🙂

Lass Dir's schmecken!


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Ostersonntagslamm

Lammbraten 1

Ostersonntag gab es Lamm. Und das ging so:

Für 1 kg Lammbraten : 1 Staudensellerie #  3 kleine Karotten # 2 Zwiebeln # 2 EL Öl # 6 Zehen Knoblauch # 6 Zweige Rosmarin # grobkörniges Salz  # Salz, Pfeffer # 3 Nelken  # 3 Lorbeerblätter # 5 Wacholderbeeren # 200 ml Rotwein # 1 Glas Lammfond # Beurre manié oder Soßenbinder

Das Lamm mit grobkörnigem Salz, frisch gemahlenem Pfeffer, gepresstem Knoblauch und abgezupftem Rosmarin  – alles gemörsert – ummanteln. Gemüse putzen und grob schneiden. Drei Rosmarinzweige abzupfen, Knoblauch: 3 Zehen pressen, 3 kleinschneiden.

 Öl in einem Bräter erhitzen, Lammbraten von allen Seiten scharf anbraten. Kurz herausnehmen, geschnittenes Gemüse zugeben und anschwitzen. Das Lamm wieder zugeben, mit Rotwein und Fond ablöschen. Aufkochen lassen, die Rosmarinzweige in die Soße geben, ebenso wie Lorbeer, Nelken und Wacholder. Je nach Bratengröße etwa 60-90 Minuten im Ofen bei 160 °C garen.

Anschließend den Braten herausnehmen, den Bratensaft sieben, in einem Topf aufkochen lassen und mit beurre manié oder Soßenbinder abbinden und mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Lass Dir's schmecken!