2 Herde wohnen, ach, in meiner Brust


Ein Kommentar

Fast wie Jetlag…

…fühle ich mich, seit ich mein Praktikum am Montag angefangen habe. Um sieben aus dem Haus zu müssen statt wie in Semesterzeiten normalerweise um neun ist zwar ein Luxusproblem, macht mich aber im Moment irgendwie dezent fertig. ^^ Deswegen hat es auch ausnahmsweise mal noch ein wenig gedauert, bis ihr den Klassiker von Wochenende hier bewundern könnt, aber vorenthalten will ich euch natürlich auch nicht, wie ich die Rouladen gekocht habe, die wie bei Mutti geschmeckt haben. 🙂Rouladen 3

Du brauchst für 2 Personen:

  • 2 Rouladen
  • 4-6 Scheiben dünn geschnittenen Speck
  • 2 TL-EL Dijon-Senf
  • 1 Gewürzgurke
  • 1/2 Karotte
  • Salz, Pfeffer

Für die Sauce:

  • 2 EL Pflanzenöl
  • 1 Liter Rinderbrühe
  • 1 Bund Suppengrün (Lauch, Karotte, Sellerie, evtl. Petersilienwurzeln)
  • 1 große Zwiebel
  • 2 Zehen Knoblauch
  • 1 EL Mehl
  • 100 ml Rotwein
  • Salz, Pfeffer
  • 2 TL Zucker
  • 2 EL Rotweinessig
  • Soßengewürz: 2 Lorbeerblätter, 3 Wacholderbeeren, 1 TL Senfsaat, 3 Nelken, eine Messerspitze gemahlenen Piment
  1. Zuerst bereiten wir mal die Rouladen vor. Dafür würzen wir sie von beiden Seiten mit Salz und Pfeffer und bestreichen sie auf einer Seite mit dem Senf, dann verteilen wir die geschälten und gestiftete halbe Karotte gleichmäßig auf die beiden Rouladen (siehe unteres Bild) und rollen diese von der kurzen Seite her auf.
  2. Dann fixieren wir die Rollen mit Rouladennadeln/ Zahnstochern oder Küchengarn, ich stecke immer je eine Nadeln an die Seiten und eine an die Oberseite.
  3. Für die Sauce bereiten wir noch das Gemüse vor, dazu waschen und schälen wir einfach alles und schneiden es in grobe Stücke. Die Zwiebel und den Knoblauch pellen wir und schneiden beides in grobe Scheiben.
  4. Ich schmore meine Rouladen im Topf, deswegen erhitzen wir in einem breiten Topf das Öl und braten die beiden Rouladen von allen möglichen Seiten scharf an.
  5. Wenn sie von allen Seiten gebräunt sind, geben wir das Gemüse dazu, braten es 2-3 Minuten mit, streuen das Mehl darüber und vermengen alles gründlich, dann löschen wir mit dem Rotwein ab und lassen das ganze reduzieren, bis der Rotwein gut gebunden ist und rühren dann Zucker und Essig ein.
  6. Jetzt füllen wir mit der Brühe auf und geben die Soßengewürze dazu. Das kann in einem Teebeutel o.ä. passieren oder auch einfach lose, weil die Soße nachher sowieso gesiebt wird.
  7. Alles muss jetzt, nachdem es aufgekocht hat, eineinhalb Stunden schmoren.
  8. Nach dieser Zeit nehmen wir das Fleisch heraus, passieren/ sieben die Sauce und und servieren mit unserer Wunschbeilage, bei uns waren das am Wochenende Salzkartoffeln und Rotkraut.

Lass Dir's schmecken!

Rouladen 1

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Prost, Bierfranken! :)

Franken sind ja für gewisse Dinge bekannt. „Basst scho“-Mentalität zum Beispiel. Wein, genauer gesagt Frankenwein. Aber es gibt auch Regionen, in denen kein Wein wächst und die sich stattdessen mit überaus süffigen Ergebnissen dem Gerstensaft zuwenden. Ich bin zwar selbst kein Bierkenner (ebensowenig wie ich ein Weinkenner bin, dafür schmecke ich einen guten Wodka, obwohl ich auch von dem eher wenig vertrage), aber ebenso wie viele andere Franken mit mir weiß ich es vor allem zu einem deftigen Schweinsbraten zu schätzen. Der absolute Klassiker im Großraum Nürnberg ist ja Schäuferla (Schweineschulter), ich hab aber am vergangenen Wochenende einfach mal ein bisschen experimentiert und dabei kam dieses seeeehr herzhafte Herbst-/Wintergericht raus:

Schweinebraten im Brotteig

Schweinebraten im Brotteig mit Dunkelbiersauce

Du brauchst für 4 Personen:

1 kg Schweinebraten (z.B. Nacken)
1 Bund Suppengemüse, namentlich am besten ein Stück Sellerie, eine Karotte, etwas Lauch, eine Zwiebel und Petersilie, gut gewaschen, grob geschält und in Stücke geschnitten
2 EL Öl
1 Liter Gemüsebrühe
0,33 – 0,5 l dunkles Bier/ Kellerbier/ ideal wäre ein Rauchbier, z.B. das berühmte Schlenkerla
2 Lorbeerblätter
3 Nelken
3 Wacholderbeeren

Einen großen Topf oder Bräter mit dem Öl darin heiß werden lassen und dann das Fleisch von allen Seiten scharf anbraten. Das Suppengemüse hinzufügen und 2-3 Minuten mitbraten, dann mit dem Bier ablöschen, mit der Brühe auffüllen, Lorbeer, Nelken und Wacholder zugeben und für 1 Stunde in den vorgeheizten Backofen bei 180°C (Heißluft) schieben, damit das Fleisch schmoren kann.

Nach dieser Zeit den Backofen ausmachen, das Fleisch herausnehmen und auf einen Teller zum Abkühlen legen. Im Herd einen kleinen Umbau vornehmen: Den Bräter mit Brühe auf die unterste Etage schieben und darüber den Rost einhängen.

Schweinebraten im Brotteig

eine Packung Brotbackmischung für Bauernbrot (500 g)
so viel Wasser, wie auf der Packung angegeben
Mehl

Jetzt die Brotbackmischung wie im ersten Schritt der Anleitung üblicherweise angegeben vorbereiten, also mit Wasser und Knethaken zu einem Teig verarbeiten. Diesem Teig allerdings noch etwas Mehl zufügen und von Hand kneten, sodass ein glatter Teig entsteht. Diesen für eine halbe Stunde an einem warmen Ort gehen lassen.

Wenn der Teig gegangen ist (hoffentlich nicht allzu weit, höhö), den Backofen auf 220 °C vorheizen und den Teig mithilfe von etwas Mehl ausrollen, sodass Du das Fleisch darin einwickeln kannst. Wenn das Fleisch im Mantel ist, diesen von allen Seiten mit Wasser bepinseln, damit beim Backen eine knusprige Kruste entsteht. Wenn der Ofen vorgeheizt hat, das „Fleischbrot“ auf einem Stück Backpapier auf den Rost legen, 10 Minuten bei dieser hohen Temperatur backen. Danach die Temperatur auf 180°C verringern und weitere 50 Minuten backen.

Nach der Backzeit noch 5-10 Minuten im Ofen ruhen lassen.

Für die Sauce die Flüssigkeit aus dem Bräter, der mit im Ofen war, in einen Topf sieben und binden oder einfach nur Lorbeer, Nelken und Wacholderbeeren entfernen und pürieren.

Dazu passt zum Beispiel Rotkraut recht gut, eine leckere Pilzsauce ist aber auch ein netter Partner für das Fleisch. Ob man noch eine zusätzliche Beilage braucht, muss jeder selbst entscheiden, wenn ich nicht eigentlich etwas anders geplant gehabt hätte, hätte es bei uns wohl auch keine Klöße und mehr Gemüse gegeben. 😉

Lass Dir's schmecken!


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Klassiker ohne Dose: Linseneintopf

LinseneintopfFür das folgende Gericht brauchen viele Menschen nur einen Dosenöffner…aber das ist ja langweilig. Das schmeckt auch wirklich nicht so gut. Und vor allem kann man bei der Dosenkost ja selbst gar nicht mehr kreativ sein. Und das ist wirklich schade!

Du brauchst für eine große Portion (ca. 10 Teller):

500 g Linsen
4 Kartoffeln
2 Karotten
1 Stück Sellerie (was halt so in einem Suppengrün-Bund normalerweise drin ist)
1 dicke weiße Zwiebel
2 l Gemüsebrühe
300 g Bauchspeck (kann aber auch durch etwas anderes ersetzt werden, zum Beispiel durch Merguez-Bratwürste. Glaubste nich? Is aber so! 😉
2 EL Majoran
1 EL Salz
1 EL Pfeffer
2 Lorbeerblätter
4 Wacholderbeeren
1 EL Butterschmalz

Die Linsen für eine halbe Stunde in kaltem Wasser einweichen und abschütten.

Zwischenzeitlich Zwiebeln fein würfeln, das restliche Gemüse schälen und in grobe Würfel schneiden, auch den Bauchspeck grob würfeln (oder die Bratwurst in Scheiben schneiden). Dann den Speck in einem großen, breiten Topf in etwas Butterschmalz auslassen. Die Zwiebelwürfel zufügen, unter Rühren von allen Seiten anschwitzen, dann die Gemüsewürfel zugeben. Salz, Pfeffer und Majoran zufügen, rühren und nach etwa fünf Minuten mit der Brühe auffüllen. Jetzt auch die Linsen dazugeben, wiederum verrühren und aufkochen lassen. Lorbeerblätter und Wacholderbeeren zugeben (am besten in einem Einwegteefilter, dann musst Du nachher nicht angeln) und das ganze etwa 60 Minuten köcheln lassen.

Schmeckt lecker mit einem Stückchen rustikalem Baguette und Würstchen aller Art. Vegetarier können die ganze Fleischgeschichte natürlich einfach bleiben lassen. Und wenn Du den Eintopf am nächsten Tag nochmal warm machen willst, dann brauchst Du nur etwas Brühe und er ist genauso flüssig und lecker wie vorher.

Lass Dir's schmecken!


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Ostersonntagslamm

Lammbraten 1

Ostersonntag gab es Lamm. Und das ging so:

Für 1 kg Lammbraten : 1 Staudensellerie #  3 kleine Karotten # 2 Zwiebeln # 2 EL Öl # 6 Zehen Knoblauch # 6 Zweige Rosmarin # grobkörniges Salz  # Salz, Pfeffer # 3 Nelken  # 3 Lorbeerblätter # 5 Wacholderbeeren # 200 ml Rotwein # 1 Glas Lammfond # Beurre manié oder Soßenbinder

Das Lamm mit grobkörnigem Salz, frisch gemahlenem Pfeffer, gepresstem Knoblauch und abgezupftem Rosmarin  – alles gemörsert – ummanteln. Gemüse putzen und grob schneiden. Drei Rosmarinzweige abzupfen, Knoblauch: 3 Zehen pressen, 3 kleinschneiden.

 Öl in einem Bräter erhitzen, Lammbraten von allen Seiten scharf anbraten. Kurz herausnehmen, geschnittenes Gemüse zugeben und anschwitzen. Das Lamm wieder zugeben, mit Rotwein und Fond ablöschen. Aufkochen lassen, die Rosmarinzweige in die Soße geben, ebenso wie Lorbeer, Nelken und Wacholder. Je nach Bratengröße etwa 60-90 Minuten im Ofen bei 160 °C garen.

Anschließend den Braten herausnehmen, den Bratensaft sieben, in einem Topf aufkochen lassen und mit beurre manié oder Soßenbinder abbinden und mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Lass Dir's schmecken!