2 Herde wohnen, ach, in meiner Brust


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Rhabarber-Eistee

Der Ernteort

Das ist der Beweis: Ich weiß, wo mein Rhabarber wächst! Leider nicht hier im dritten Stock auf dem Balkon, aber doch immerhin wenige Kilometer entfernt bei Oma im Garten. Die Vorräte der letzten Ernte sind erschöpft, der Kompotthunger des Liebsten war stillbar, allerdings nur unter schweren Verlusten für den Vorrat im nassen Küchentuch. Gerade noch so konnte ich eine Portion retten, denn natürlich wollte ich Euch neben Klassikern auch noch etwas „neues“ präsentieren. Da im Moment Eistee ganz hoch im Kurs steht (ich sag nur Tea-Jay um den ich Euch schon beneidet habe, wenn er mal wieder im Reader auftauchte ^^), hab ich mir den Rezepttipp aus der 1, 2, 3…fertig! vom Mai vorgenommen, abgewandelt und serviere Euch heute

Rhabarber-Eistee 1b

Rhabarber-Eistee

Du brauchst für etwas mehr als 1 Liter:

  • 1 l Wasser
  • 750 g Rhabarber
  • 4 Teebeutel Hibiskus/ Malve
  • 120 g Zucker
  • 1 Zitrone
  • einige Blätter Minze
  • Eiswürfel in Massen
  1. Den Rhabarber putzen (nicht schälen) und in Stücke schneiden,
  2. mit dem Zucker und dem Wasser aufkochen,
  3. die Platte ausschalten, Teebeutel hineinhängen und 10 Minuten ziehen lassen.
  4. Nach dieser Zeit die Teebeutel herausnehmen und
  5. die Mischung abkühlen lassen.
  6. Die Zitrone in Scheiben schneiden und zusammen mit der Minze in den Tee geben, am besten eine Weile (wenn Du es aushälst über Nacht) ziehen lassen,
  7. dann mit Eiswürfeln auffüllen und
  8. gut gekühlt und mit ein paar frischen Minzblättern servieren.

Rhabarber-Eistee 3

Und für alle Rhabarbermuffel unter Euch verspreche ich hoch und heilig: morgen gibt’s mal wieder was anderes… 😉 Bis dahin reiche ich aber den Eistee noch beim Küchenplausch-Rhabarber-Event ein, nicht dass ich das vor lauter Ernten & Verarbeiten noch vergesse & mich ärgere!

Möge ganz bald wieder Eistee-würdiger Sonnenschein herrschen!

Herzlichst Kristina sw

2Herde hat noch mehr zu bieten sw


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Klassiker im Herbst, nächstes Kapitel: Königsberger Klopse

Königberger Klopse 1

„Kalbshackfleisch…halt, Moment, da war doch was?!?“ Unschlüssig stehe ich vor der Angebotstafel des Metzgers meines Vertrauen. Mist, wenn ich einmal das wandelnde Küchenlexikon, den Herrn D. nicht dabei habe, dann gibt’s was zu kaufen, was ich noch nie verbraten habe…im wahrsten Sinne des Wortes. Schnell heim und nachgucken…

Achso – klar – Königsberger Klopse! Da muss ich mir glatt mal ’nen Kopfklatscher verpassen, darauf hätte ich ja wirklich auch selbst kommen können…Aber egal, die Angebote gelten ja die ganze Woche. Und deshalb setzen wir die Königsberger Klopse nach diesem Rezept hier einfach mal auf den Speiseplan. Et voilà:

Für 4 Hungrige brauchst Du:

1 kg Kalbshackfleisch
2 Schalotten
2 EL fein gehackte Petersilie
1 Ei
2 Brötchen vom Vortag
200 ml Milch
1 TL Butter
2,5 l Rinderbrühe
Salz
Pfeffer
Muskat
Das mit den Sardellen, die manche Menschen da reintun, halte ich für ein übles Gerücht. Pah. 😉

Außerdem für die Soße:

1 geh. EL Mehl
50 g Butter
100 ml Sahne
50 g Kapern (abgetropft)
Saft einer Zitrone
Salz
Pfeffer
Muskat
1 TL Zucker

Für die Klopse erwärmst Du am Besten zuerst die Milch und schneidest die Brötchen in Würfel, die Du dann in der warmen Milch einweichst, während Du Dich den Zwiebeln widmest, die abgezogen und fein gewürfelt werden wollen, außerdem wäre es schön, wenn Du sie in der Butter in einer Pfanne für ein paar Minuten andünstest, damit sie sich nachher besser mit dem Fleisch zu einer schönen Teigmasse verbinden lassen. Wenn die Zwiebeln soweit sind, verrührst Du sie mit der Petersilie und stellst sie einen Moment bei Seite, damit sie abkühlen können. Zwischenzeitlich kannst Du ja schonmal das Fleisch in eine große Schüssel geben, je einen gestrichenen Teelöffel Salz und Pfeffer und eine große Prise Muskat (frisch gerieben ca. 1/4 Nuss) dazugeben, außerdem solltest Du das Ei auch in die Schüssel aufschlagen und das Brötchen, das Du natürlich vorher ausgedrückt hast, dazugeben. Wenn die Zwiebel-Petersilie-Mischung etwas abgekühlt ist, gibst Du auch diese noch dazu und fängst dann an, alles zu einem möglichst gleichmäßigen Teig zu verkneten und diesen zu Klopsen zu formen. Wenn das passiert ist, stellst Du die Klopse noch einen Moment zur Seite, bis die Rinderbrühe in einem großen (!) Topf aufgekocht ist.

In dieser Brühe lässt Du die Klopse dann für 20 Minuten ziehen (nicht kochen), bis sie gar sind, ab und an kannst Du ihnen mal einen kleinen Schubser geben, großartig rühren musst Du aber nicht.

Etwa fünf Minuten vor Ende der Garzeit der Klöße solltest Du einen weiteren breiten Topf aufstellen und die Butter darin schmelzen, um die Soße zuzubereiten (halte schonmal einen großen Schöpflöffel bereit). Wenn die Butter vollständig geschnolzen ist, gibst Du das Mehl hinein und rührst schnell mit einem Schneebesen, sodass sich beides zu einem Brei verbindet und keine Klümpchen bildet. Sobald sich beides verbunden hat, löschst Du schwungvoll mit einem großen Schöpflöffel von der Brühe, in der die Klopse schwimmen, ab und lässt es aufkochen. Das wiederholst Du, bis sich die Konsistenz des ganzen in eine Saucenähnliche verwandelt hat (braucht mindestens 500 ml Flüssigkeit, eher mehr). Dann fügst Du die Sahne, den gestrichenen Teelöffel Zucker und den Zitronensaft hinzu, außerdem solltest Du schonmal mit Salz und Pfeffer etwas abschmecken. Schließlich gibst Du noch die Kapern hinein. Die Sauce lässt Du bei geringer Hitze noch etwas weiter ziehen, während Du die Klopse mit einer Schaumkelle aus der Brühe holst (natürlich kannst Du von der Brühe immer noch etwas in die Soße geben, wenn sie für Deinen Geschmack zu dick sein sollte). Die Klopse sollten in der Kapernsauce noch ein paar Minuten ziehen, damit sie auch etwas von dem Geschmack annehmen. Mir schmecken sie am besten am nächsten Tag, als Beilage lege ich Dir Reis ans Herz. 😉

Lass Dir's schmecken!


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Pesto – heute: Avocado

Avocadopesto 1

Mein erstes Mal. Mit Avocados. Bisher bin ich um diese süßen schrumpeligen kleinen Dinger immer nur rumgeschlichen…“Schauen ja gut aus. Aber was soll ich damit machen? Guacamole? Isst er das? Mag ich das überhaupt?“ – Als ich dann das Rezept bei New Kitch on the Blog gesehen habe, war es um mich geschehen und die nächsten zwei weichen Exemplare, die mich anlachten, wurden gekauft. Und es war sehr lecker. Gerade weil ich ja keinen Plan hatte, was mich erwarten würde. 😉 Meiner Meinung nach gab der Parmesan dem ganzen dann den letzten Schliff. Und sogar der Freund hat den Teller ohne Murren leer gefuttert…wenn das mal kein guter Tag im Zeichen der Avocado war…Hier abgeguckt

Für genügend Pesto zu einem Pfund Nudeln: 2 weiche Avocados # 1 Knoblauchzehe  # einige Blätter Basilikum # Salz, Pfeffer # Olivenöl  # 1 unbehandelte Zitrone, Saft und Schale # 1 Schuss weißer Balsamico # Parmesan

Die Avocado von Schale und Stein befreien, in grobe Stücke schneiden, Knoblauch schälen, diesen und das Basilikum grob schneiden, Zitronenschale abreiben und Saft auspressen.

Alle Zutaten in den Mixer geben, pürieren. Mit etwas Parmesan auf die frisch gekochten Nudeln geben.

Lass Dir's schmecken!