2 Herde wohnen, ach, in meiner Brust


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Wie man aus profanen Dingen himmlische Desserts zaubert

Selbstgemachte Götterspeise mit Vanilleklecks

Man schmeißt ja keine Lebensmittel weg. Nun könnte man anbringen, die Abtropfflüssigkeit bei einem Glas Kirschen sei kein Lebensmittel, sondern ein notwendiges Übel. Ganz schnell zum Lebensmittel wird sie allerdings, wenn man daraus ein Dessert macht. Von der CherryChocolate-Tarte übrig geblieben schaute mich die rote Suppe erwartungsvoll an, wie immer. Was für ein Glück, dass ich kurz zuvor auf irgendeinem Blog (der Verfasser möge es mir verzeihen, dass ich ausnahmsweise nicht gleich ge-evernoted habe, wo mir das über den Weg gelaufen ist) selbstgemachteWaldmeister-Götterspeise bestaunt habe. Also: Gelatine hervorgekramt und eine leckere

Kirschgötterspeise

gezaubert. Herr D. (der heimliche Götterspeisenspezialist in unserem Haushalt) ist schon ganz angefixt, was man denn noch so für tolle Sorten ausprobieren könnte…vielleicht mit Alkohol? Ich werde berichten! 😉

Du brauchst für 2-3 zufriedenstellende Dessertportionen:

  • Den Saft aus einem Glas Kirschen (mit den Kirschen kannst Du ja eine Tarte backen: dunkel oder hell), das sind ca. 400 ml
  • 4 Blätter Gelatine
  • 1 1/2 EL Zucker
  • 1 Prise Zitronenschalenabrieb (wobei sich hier das Pulver von R*F als sinnvoller erwiesen hat, da sehr fein. Man braucht wirklich nur ein ganz kleines bisschen.)

Die Gelatineblätter nach Packungsanweisung einweichen, nach 10 Minuten leicht ausdrücken. Zusammen mit einem kleinen Schluck des Kirschsaftes (vermischt mit Zucker & Zitronenabrieb) erhitzen, bis sich die Gelatine völlig gelöst hat. Die restliche Flüssigkeit zugeben, mit dem Schneebesen gut verrühren und anschließend in Dessertgläser füllen. Über Nacht im Kühlschrank auskühlen lassen.

Eigentlich wäre ja jetzt einigen bestimmt nach Vanillesauce. Aber das ist ja immer so eine Sache. Und diese Kaloriiiiiiiien (wenn man sie mit Sahne macht, wo sie aber doch so gut schmeckt)…ich hab da so eine kleine, süße Alternative. Vielleicht keine Vanillesauce im klassischen Sinne aber für den kleinen Klecks zwischendurch immer recht praktisch:

Vanillecreme

  • 2 EL Saure Sahne mit
  • 1 TL Zucker und
  • 1 Messerspitze Vanilleback (das Pulver) verrühren.

Über die Götterspeise klecksen. Fertig. 🙂Herzlichst Kristina sw

2Herde hat noch mehr zu bieten sw

CherryChocolate-Tarte


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Du solltest Dich beschweren!

Apfelstrudel 1

…Denn ich mache Euch viel zu selten Dessert. Dabei sind es doch oft die süßen Sünden, auf die man sich besonders freut. Mit denen man sich nach einem Scheißtag auf der Couch eingräbt. So wie der Kaiserschmarren, der gerade auf Low Budget Cooking gepostet wurde. Ein wahrer „Seelenschmeichler“. Beim Durchforsten von Festplatte und SD-Karte hab ich noch ein Dessert gefunden, das Euch definitiv nicht vorenthalten werden darf. Ein schneller, leckerer Apfelstrudel. Mit Zutaten, die man doch öfter mal im Haus hat. Und mit dem man nach einem guten Essen auch noch einen weiteren kleinen Akzent setzen kann.

Schneller Apfel-Quark-Strudel

Du brauchst als Desserportion für 4:

  • 1 Pk. Blätterteig aus dem Kühlregal
  • 3 Äpfel
  • 3 EL Quark
  • 1 EL Butter
  • 2 EL Rosinen (natürlich nur, wenn sie alle mögen)
  • 4 cl Rum
  • 3 EL Zucker
  • eine Prise Zimt
  • Saft und Schale von einer Zitrone
  • 1 Eigelb

Die Äpfel schälen, entkernen und in Scheiben schneiden. Die Butter in einem breiten Topf zerlassen, die Äpfel darin andünsten, mit dem Rum ablöschen, Quark, Zucker, Zimt, Zitronensaft und -schale hinzufügen verrühren, Rosinen unterheben und 10 Minuten simmern lassen.

Zwischenzeitlich den Backofen auf 180°C Heißluft vorheizen, ein Backblech mit -papier belegen und den Blätterteig darauf ausbreiten. Die Apfelmasse als breiten Streifen in der Mitte des Teiges verteilen, von allen Seiten einklappen, die Kanten leicht aneinander drücken, damit die Rolle nicht auseinander fällt, mit einer Gabel mehrmals einstechen und mit dem verquirlten Eigelb bestreichen. Im vorgeheizten Ofen ca. 30 Minuten backen. Mit Vanilleeis oder -sauce und Sahne servieren.

 Lass Dir's schmecken!


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Kirschtarte

Kirschtarte 1

So ne kleine Vorliebe für Obstkuchen hab ich ja schon. Da bei mir allerdings aufgrund gesundheitlicher Probleme fettarm mit fünf Ausrufezeichen angesagt ist, fallen die schönen Käsesahnen der mütterlichen Kaffeetafel eindeutig flach. Punkt. Schade, aber nicht zu ändern. Wie gut, dass Mutti quasi nichtsahnend vorgesorgt hat und mir irgendwann mal „Dr. Oetker Fettarm Backen“ geschenkt hat. Aus diesem netten Büchlein stammt auch das folgende Rezept…

Für den Knetteigboden (Springform 26/ 28 cm oder Tarteform, falls vorhanden): 100 g Butter # 200 g Mehl # 50 g Zucker # 1 Prise Salz # 1 Ei

Aus den angegbenen Zutaten einen Knetteig herstellen, in eine mit Backpapier belegte Springform geben, plätten und den Rand hochdrücken. Mehrmals mit der Gabel einstechen und im vorgeheizten Backofen bei 180°C (Ober-/ Unterhitze) 15 Minuten vorbacken.

Außerdem1 EL Semmelbrösel

Den Boden nach dem Backen aus dem Ofen nehmen, ein paar Minuten abkühlen lassen und die Semmelbrösel aufstreuen.

Für die Füllung: 1 Glas Sauerkirschen # 3 Eier # 300 g Joghurt natur # 2 EL Zucker # 1 P. Vanillezucker # geriebene Schale einer Zitrone

Die Kirschen gut abtropfen lassen. Die restlichen Zutaten zu einem Guss verrühren. Die Kirschen auf dem mit Semmelbröseln bestreuten Boden verteilen, den Guss darüber gießen und die Tarte wieder in den Ofen schieben, bei gleicher Temperatur weitere 30 Minuten backen. Ich habe die Temperatur nach etwa der Hälfte der Backzeit verringert, da der Rand schon leicht braun wurde.

bei 12 Stücken je  ca. 171 kcal / 9,5 g Fett

Lass Dir's schmecken!


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Ein Knöterich-Komplott?

RhabarberBBQ

Als ich das bei FeinesGemüse gelesen habe, hielt ich es für einen guten Gag: „Naa, was is da drin? Dreimal darfst Du raten…“, verfolgte es aber nicht weiter. Als mir eine Grillparty in die Hände spielte, suchte ich das Rezept via Google (frei nach dem Motto „Man wird ja auch mal Glück haben dürfen, auch wenn man bei Bloglovin‘ nicht gleich „like“ gedrückt hat, um es wiederzufinden“) und stellte fest, dass manche Menschen sogar Verschwörungstheorien dazu aufstellen, weil das Rezept wie ein Gespenst durch die Foodblogs dieses Landes geistert…und das alles nur wegen Rhabarberketchup? Dann MUSS ja irgendwas dran sein – also hab ich’s halt doch probiert. Heraus kam eine leckere BBQ-Sauce mit Sauerbraten-Einschlag und das alles trotzdem veggie…Der Freund konnte es tatsächlich nicht erraten, was der Hauptbestandteil ist und die Family verspeiste es als fruchtige Soße (jaaa, manchen wieder etwas zu fruchtig, Grillen ist routinelastiger als man denkt) zu Steaks und Würstchen.  Nur einen Ohrwurm krieg ich seitdem nicht mehr los – Rhababababekju – BabaBaba – „Barbapapa“ *sing* (an dieser Stelle stand mal das Youtube-Video, das allerdings, wie sollte es anders sein, die Rechte von irgendjemandem verletzt und jetzt keinen Barbapapa-Titelsong mehr singt, sondern nur noch doof aus der Wäsche guckt. Danke dafür!)

Für etwas mehr als einen Liter erstaunlichen Knöterichsaft brauchst Du: 1 kg Rhabarber (ungeputzt) # 400 ml passierte Tomaten # 2 Zwiebeln # 200 ml Balsamico-Essig  # 3 Nelken # 2 Lorbeerblätter # 1 TL Senfkörner # 300 g Zucker # 1 P. geriebene Zitronenschale # Pfeffer, Salz

Den Rhabarber putzen und grob in Stücke schneiden, mit der Zwiebel ebenso verfahren. Beides mit passierten Tomaten und Essig in einen Topf geben, aufkochen. Zucker, Salz und Pfeffer sowie Nelken, Lorbeer und Senfkörner (diese drei in einem Einmalteefilter, sonst müsst ihr nachher so fischen) hinzugeben, umrühren. Alles zusammen etwa 45 Minuten köcheln lassen.

Nelken & Co. entfernen und alles pürieren. In saubere, gut verschließbare Flaschen füllen und gut gekühlt genießen.

Lass Dir's schmecken!