2 Herde wohnen, ach, in meiner Brust


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Was ist schon Leberwurst, wenn Du {Paprika-Tomaten-Aufstrich} haben kannst?!

Gemüsepaste 1b

Aloha ihr Lieben sw

Der Herbst ist da und mit ihm kommt so langsam die Gewissheit, dass auch die Saison einiger Gemüsesorten aus regionalem Anbau bald wieder vorbei ist. Viele Blogger sind ja schon fleißig dabei, einzukochen und damit die Genüsse des Sommers auch für den Herbst haltbar zu machen. Schon allein aus Platzmangel bin ich eher weniger damit beschäftigt, einzukochen und auch bei der Marmeladenproduktion ist es eher Mutti, die dafür zuständig ist, aber eine Sache will ich Euch doch nicht vorenthalten, solange Paprika und Tomaten noch deutlich aromatischer sind als im kommenden kalten Winter.

Vorher allerdings noch ein Aufruf, der mir sehr am Herzen liegt (auch, wenn er heute noch nicht die ganze Bundesrepublik betrifft):

Bitte,

geht wählen!

Es geht um unsere Zukunft & im Gegensatz zu vielen anderen Ländern, in denen Diktatur und Unterdrückung herrschen, haben wir allgemeine, gleiche, freie & geheime Wahlen! Macht von Eurem Stimmrecht Gebrauch und nehmt Euch die paar Minuten für die Wahlkabine – mit einem Schirm unterm Arm und in Verbindung mit einem kleinen Sonntagsspaziergang an der frischen Luft tut’s gar nicht weh! 😉 (Und wer noch ein bisschen Nachhilfe in bayerischem Wahlrecht braucht – hier ein toller kleiner Clip vom Bayerischen Rundfunk: http://www.youtube.com/watch?v=hKSHD_t3MmM)

Gemüsepaste 2b

Jetzt aber zurück zum Rezept . Auf die Idee gebracht wurde ich von einer großen Discounterkette, die bei ihren griechischen Wochen schon seit einer ganzen Weile Gemüseaufstrich verkauft (auf den Bildern als die grobe Variante zu erkennen), den ich persönlich sehr gerne  mochte (bis ich meine eigene Version davon gekocht hatte ^^), der aber einfach unglaublich sauer war. Bei einer kleinen Nachkoch-Session ist es mir dann gelungen, einen weniger sauren und noch viiiiiel leckereren 😉 Brotaufstrich zu köcheln:

Paprika-Tomaten-Paste

Du brauchst für ca. 600 g/ 3 kleine Weckgläser:

  • 3 rote Paprika
  • 7 mild-würzig eingelegte Pfefferonen
  • 3 Tomaten
  • 1 dicke Zwiebel
  • 3 Zehen Knoblauch
  • 1 TL Rosmarin, getrocknet und gerebelt
  • je ein gestr. TL Salz und Pfeffer
  • 1 Espressolöffel Zucker
  • 1 Tube Tomatenmark
  • 1 + 2 EL Olivenöl
  • 2 + 2 EL dunkler Balsamicoessig

Paprika & Zwiebel waschen & putzen und beides fein würfeln, Knoblauch pellen und pressen und die Pfefferonen in feine Ringe schneiden. Die Tomaten entkernen und klein würfeln.

In einer großen beschichteten Pfanne einen EL vom Olivenöl erhitzen und Paprika- & Zwiebelwürfel, Pfefferonen und Knoblauch darin anschwitzen. Nach 2-3 Minuten Tomatenwürfel, Salz und Pfeffer hinzugeben, das Ganze gut durchrühren und das sich ansammelnde Wasser verdampfen lassen. Die verbleibenden 2 EL Öl zufügen, ebenso Balsamico und Zucker und alles gut durchrühren, jetzt Tomatenmark und Rosmarin dazugeben. Unter Rühren alles bei mittlerer Hitze garen, bis die Brühe aufgekocht ist, dann wieder auf volle Hitze schalten und die Brühe in kleinen Portionen unterrühren. Wenn die Masse nach dem Einrühren der Brühe sämig ist, alles in ein hohes Rührgefäß oder einem Topf mit hohem Rand pürieren. Mit Salz, Pfeffer und Essig abschmecken, in Gläser füllen, fertig!

Der Aufstrich schmeckt auf Brot, aber auch zu Nudeln als Pesto-Variation (sagt Herr D.).

Herzlichst Kristina sw
Gemüsepaste 3b

2Herde hat noch mehr zu bieten sw

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Kartoffelsalat nach Art des Hauses und ganz ohne {igittigitt} Majo

Kartoffelsalat - Hausrezept 1a

Grillen, grillen, grillen!

So ungefähr lautet ja das Rezept einer Menge lieber Menschen aus meinem Bekanntenkreis, sobald die Sonne hinter den Baumwipfeln hervorblitzt, es irgendwie (zur Not mit Kapuzenpulli und einem Paar von Omis Wollsocken, sobald die Sonne wieder weg ist) von den Temperaturen auf der Terasse, dem Balkon oder im Garten auszuhalten ist und die ersten Grillfleischberge beim Metzger rufen: „Nimm mich!“ – „Mich auch!“ – „Und noch einen Spieß!“ – „Und vielleicht noch zwei von den Mango-Chili-Putensteaks!“ Jetzt bin ich ja mittlerweile was das Grillfleisch angeht, eher nicht mehr die richtige Ansprechpartnerin für eine saftige Fleischmarinade und Gemüse habe ich ja erst vor ein paar Posts gegrillt. Das heißt aber noch lange nicht, dass mir zum Küchenplausch BBQ-Event nichts einfallen würde…
leckere Grillrezepte

…schließlich braucht eine ordentliche Grillparty immer auch Beilagen. Und was wäre das bessere Argument für das Rezept, das ich Euch heute präsentiere als dass es DER Klassiker ist, den Herr D. und ich immer wieder mitbringen müssen (und dass in 250 Posts bisher KEIN Kartoffelsalat vorkommt?! ^^):

Kartoffelsalat - Hausrezept 2

Kartoffelsalat – Bewährtes 2Herde-Hausrezept

Ohne Majo – spätestens seit ich den Mensa-Kartoffelsalat probiert habe, kann ich sowieso keinen Majo-Kartoffelsalat mehr essen, ohne dass unangenehme Erinnerungen wach werden! ^^

Für eine große Schüssel, die einer normalen Grillparty standhält, brauchst Du:

  • 2 kg festkochende Kartoffeln
  • 2 Zwiebeln
  • 1 Glas Gewürzgurken (die Größe um 800ml) oder eine Salatgurke
  • 500 ml Gemüsebrühe
  • einen Bund Petersilie
  • Salz & Pfeffer
  • 4 EL neutrales Öl
  • 4 EL Essig
  • 1/2 TL Zucker

Zuerst kochen wir mal die Kartoffeln als Pellkartoffeln mit Schale, das dauert im normalen Topf so 30-40 Minuten, je nach Größe. Wenn sie beim reinstechen mit einem Schälmesser von diesem leicht wieder runterrutschen, sind sie gar, dann kannst Du sie abschütten und abkühlen lassen. Sobald sie lauwarm bis kalt sind (wenn Du zwischendurch noch was anderes zu tun hast, dann mach das ruhig…^^), pellst Du sie und schneidest sie in dünne Scheiben – dicke Kartoffeln kannst Du ruhig einmal mittig halbieren! Alle Kartoffeln kommen dann in eine große Schüssel.

Was die Gurke betrifft, kommt es darauf an, welche Du verwendest. Im Sommer nehme ich ganz gerne mal eine normale Salatgurke, die wird von den Kernen befreit und gestiftet oder fein gewürfelt, dann kommt sie mit einem TL Salz vermengt in ein feines Sieb und wird 15 Minuten wässern & abtropfen lassen, nicht dass der Salat davonschwimmt. Die Gewürzgurken werden einfach fein gewürfelt oder grob mit einer Reibe gerieben – je nachdem, wie Du es lieber magst.

Die Zwiebeln müssen ebenfalls fein gewürfelt werden und kommt dann zuerst zu den Kartoffeln, die Hälfte der Brühe wird auch dazu gegeben. Alles muss gut vermischt werden, damit die Kartoffeln die Brühe aufsaugen können. In kleinen Portionen wird dann die restliche Brühe untergerührt, damit sie sich gut mit den Kartoffeln verbindet. Wenn die Brühe drin ist, kannst Du auch die Gurken unterheben. Essig, Öl und Petersilie dazu, gut vermischen und mit Salz und Pfeffer abschmecken – fertig ist der 2Herde-Kartoffelsalat.

Kartoffelsalat - Hausrezept 3

Variationen: Statt Petersilie schmeckt auch Kresse (ein Kästchen dürfte reichen) sehr gut! 🙂 // Wenn Herr D. dieses Rezept aufgeschrieben hätte, würden bei den Zutaten noch 250g durchwachsener Speck in feinen Würfeln stehen – kross angebraten passt dieser nämlich auch recht vorzüglich in den Salat.

Lass Dir’s schmecken!

Herzlichst Kristina sw

2Herde hat noch mehr zu bieten sw


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Pfeif auf den Veggie-Döner – es gibt Tandoori-Gemüse im Naan-Brot! :)

Tandoori-Gemüse im Naan-Brot.pg

Aloha ihr Lieben sw
Wie bereits im letzten Post anklang, durfte ich feststellen, dass Vegetarier sein solange kein Problem darstellt, wie man in seinen eigenen 4 Wänden kochen und backen kann was man will. Sobald man das Haus verlässt, wird es allerdings schnell gewöhnungsbedürftig bis unlecker (ich bin mittlerweile überzeugt, dass sich die wahre Qualität eines Restaurants/ Kochs an den vegetarischen Gerichten zeigt!). Während ich beim Lieblingsitaliener mit der Gemüsepizza einen Volltreffer landete und sogar neidische Blicke am Tisch erntete, weil es gar so gut roch und weil sich von den Anwesenden zuvor niemand an das Gericht gewagt hatte, packte mich beim Anblick der Karte des Lokals, in dem wir Herrn D.s Geburtstag zelebrierten, das kalte Grausen – allein von der Ankündigung „Gebackener Schafskäse mit Sauerkraut“ bekam ich schon Sodbrennen (kein Treffer auf Chefkoch in dieser Kombi – ich finde, das will schon was heißen! ^^). Oder hättet Ihr’s probiert? Ganz ehrlich, in diesem Moment war ich so wenig wagemutig wie sonst bei Essen eigentlich nie…

Für den „kleinen Hunger zwischendurch“ hingegen gehe ich nach wie vor gerne zum asiatischen oder türkischen Imbiss. So ein paar Gebratene Nudeln mit Gemüse oder Falafel gehen immer. Mit dem Veggie-Döner kann ich mich jedoch noch nicht so ganz anfreunden – zumal er (wie L. mir dann auch noch auf meine *entsetzte* Nachfrage bestätigte) immer kalt zu sein scheint…naja, kommt Zeit, kommt Rat, würde ich sagen. Bis dahin habe ich allerdings eine leckere Variante für zu Hause für Euch auf Lager, die für meinen Geschmack so einem Veggie-Döner wirklich Konkurrenz machen kann:

Tandoori-Gemüse im Naan-Brot

Naan-Brot

Das Naan-Brot

Für 4-6 Fladen (je nachdem wie groß Du diese gerne hättest) brauchst Du:

  • 500 g Mehl
  • 50 ml Wasser
  • 1 Pk. Trockenhefe
  • 1 Prise Zucker
  • 1 Prise Salz
  • 3 EL Olivenöl
  • 250 g Naturjoghurt

Und so wird’s gemacht:

    • Das warme (!) Wasser in eine kleine Schüssel geben und
    • mit einer kräftigen Prise Zucker vermischen,
    • die Hefe einstreuen und mindestens 10 Minuten stehen lassen, damit sie angehen kann.
    • Das Mehl zwischenzeitlich in eine Schüssel geben, eine Mulde formen,
    • die Hefemischung hineinschütten,
    • alles langsam vermischen und
    • die restlichen Zutaten hinzugeben.
    • Alles ca. 7 Minuten lang von Hand verkneten und
    • eine Stunde an einem warmen Ort gehen lassen (zwischenzeitlich könnt Ihr schonmal Zucchini und Aubergine vorbereiten). 
    • Dann den Teig in 4-6 Teile teilen,
    • aus diesen Kugeln formen und
    • diese ca. 1 cm dick ausrollen.
    • Den Backofen auf 200 °C Ober-/ Unterhitze vorheizen und derweil die Fladen auf dem mit Backpapier belegten Backblech nochmal gehen lassen.
    • Wenn der Ofen vorgeheizt ist, die Fladen 10 Minuten backen,
    • dann herausnehmen und etwas abkühlen lassen.

Tandoori-Gemüse im Naan-Brot 4

Die Füllung

Reicht locker für die Fladen:

  • 1 große Zucchini
  • 1 kleine Aubergine
  • 1/2 TL Salz
  • 200 g Champignons
  • 4 Tomaten
  • 3 EL Tomatenmark
  • 1 große Zwiebel
  • 2 EL Olivenöl
  • Salz & Pfeffer
  • je eine kräftige Prise Kurkuma, Kreuzkümmel, Koriander, Ingwer (jeweils getrocknet & gemahlen)
  • mindestens eine kräftige Prise Tandoori Masala-Pulver, wenn Ihr es gerne scharf mögt könnt Ihr auch 1 TL nehmen – aber lieber vorsichtig rantasten 😉
  • 150 g Naturjoghurt
  • 2 EL Frischkäse
  • 3 Knoblauchzehen

Vorbereitungen:

    • Die Zucchini und die Aubergine fein würfeln, salzen in ein Sieb geben und eine Weile wässern und abtropfen lassen.
    • Außerdem die Champignons in feine Scheiben schneiden,
    • Tomaten würfeln und die
    • Zwiebel in Ringe schneiden.
    • Den Knoblauch abziehen, pressen und mit dem Joghurt und dem Frischkäse sowie einer Prise Salz und Pfeffer verquirlen.

Für den zweiten Teil brauchst Du eine große Pfanne:

    • In dieser erhitzt Du das Öl,
    • brätst Auberginen, Zucchini und Champignons zusammen mit den Zwiebeln darin an
    • und gibst nach 3-4 Minuten das Tomatenmark dazu.
    • Jetzt kannst Du schon mal die Gewürze zugeben und alles kräftig vermischen,
    • dann hebst Du die Tomaten unter und lässt die Masse unter Rühren noch 4-5 Minuten vor sich hin schmurgeln,
    • dann nimmst Du die Pfanne vom Herd, gibst das Gemüse in eine große Schüssel und hebst die Knoblauch-Sauce unter.

Zum Schluss musst Du nur noch die Fladenbrote aufschneiden und befüllen – ein wenig Basilikum drauf und fertig ist das lecker gefüllte Naan-Brot mit Tandoori-Gemüse. 🙂

Lass es Dir schmecken! 🙂

Herzlichst Kristina sw

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Biergarten dahoam: Obatzda

Obatzda 1

Bei großer Hitze gibt’s ja eigentlich nur zwei Orte, an denen es sich wirklich gut aushalten lässt: Den Baggersee/ das Schwimmbad und den schattigen Biergarten – alles andere grenzt an Folter. ^^ Und an beiden Orten gibt’s eigentlich zum Vespern nichts tolleres als einen guten Obatzden und ein paar frische, leckere Brezen. Nachdem mir bei Ramona neulich schon das Wasser im Mund zusammengelaufen ist, als sie ihr Rezept präsentierte, stand für mich spätestens nach meinem letzten Besuch auf dem Schweizer Keller fest, dass ich dringend mal wieder welchen selber machen muss. Und voilà, schnell bot sich die Gelegenheit, als L., C. und ich beschlossen, dass ein Treffen auf ein Radler beim herrlichen Wetter ein absolutes Muss ist. Leider hatten wir den Wetterbericht nicht bis zum Ende gelesen und mussten den Obatzden dann doch drinnen verspeisen (wo diese fiesen Regenwolken auf einmal herkamen, möchte ich heute noch wissen 😀 ), das änderte aber nichts an der Tatsache, dass C. mit ihrer Breze in der Hand heroisch verkündete, dass sie in Zukunft NUR NOCH Obatzden essen wolle und auf keinen Fall etwas anderes. Deswegen bekommt Ihr also heute mein auf Herz und Nieren geprüftes und – für meinen Geschmack – perfektioniertes Rezept serviert, damit auch Eure nächste Brotzeit ein voller Erfolg wird! 🙂

Obatzda

Du brauchst für eine große Portion (die zum Brotzeiten aber trotzdem nur für 3 hungrige Mädels reicht, so zumindest meine Erfahrung ^^):

  • 350 g Camembert
    • hervorragend eignet sich der Bayerische von A*** Süd, den es im 350 g-Stück zu kaufen gibt – die würzige, nicht die milde Variante, die Hauptsache ist aber: Fett sollte schon drin sein ^^
    • prinzipiell gilt: alles steht und fällt mit dem Käse: lieber einen „stinknormalen“ Camembert und etwas kräftiger Würzen als Experimente mit sogenanntem „dänischem Weichkäse“ oder so Sachen – alles schon probiert, glaubt mir: es ist nicht das selbe! 
  • 150 g Frischkäse (auch hier gilt: Doppelrahmstufe! 😉 )
  • 2 EL Butter
  • 3 EL Bier nach Reinheitsgebot
  • 3 EL Schlagsahne
  • 75 g Zwiebelwürfel (die Angabe gibt’s heute mal, weil „mittelgroß“ immer so ungenau ist)
  • je eine kräftige Prise Salz und Pfeffer
  • 1 EL Paprikapulver edelsüß
  • 1 TL Paprikapulver rosenscharf
  • ich verfeinere immer noch mit einem EL getrocknetem & gerebeltem Bärlauch

Den Camembert fein würfeln und in einer Schüssel mit Schlagsahne und Bier mit der Gabel zermatschen, alles weitere (außer den Zwiebeln, die kommen zum Schluss) zugeben und kräftig weiterdrücken, bis eine halbwegs homogene Masse entstanden ist (natürlich nicht zu Brei verarbeiten ^^). Zum Schluss die Zwiebeln sehr fein würfeln (an dieser Stelle muss ich betonen, wie sehr ich meinen V-Hobel liebe) und unterheben.

Nach mindestens einer Stunde im Kühlschrank ist er gut durchgezogen und kann mit Brezen oder einem schönen Bauernbrot serviert werden.

Lasst es Euch schmecken! 🙂

Herzlichst Kristina sw

Obatzda 4

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Na, hast Du auch noch eine einsame Zucchini im Gemüsefach liegen?

Überbackenes Zucchini-Zwiebelgemüse mit Tomatensoße und Kräuteröl

Geht’s Dir auch öfter mal so, dass da noch eine einsame Zucchini im Gemüsefach liegt, die es dann doch nicht gebraucht hat? Oder die Du einfach mal mitgenommen hast, weil Zucchini sind ja ziemlich vielseitig. Aber leider auch – wenn einmal leicht angetatscht – ziemlich schnell Matsch. Und dann müssen sie weg. Und weil mir das auch mal wieder so ging, gibt’s heute mal wieder ein Zucchini-Resteverwertungsrezept mit Dingen, die man meistens im Haus hat:

Überbackenes Zucchini-Zwiebel-Gemüse mit Tomatensoße & Kräuteröl

– vegetarisch –

Du brauchst für 2: Weiterlesen


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Tomaten-Austernpilz-Schnitzelpfanne mit Knödeltalern

Aloha ihr Lieben sw

Experimente mit prinzipiell bekannten Zutaten sind ja immer schön, zumal, wenn man Dinge gerne mag, aber „Langeweile auf der Zunge“ verspürt und ein wenig Abwechslung wirklich mal ganz gut tun würde. Knödel (oder Klöße, nur damit Ihr über google auch hierher findet ^^) sind ja so ein Klassiker, dem allerdings in den meisten Fällen höchstens durch die servierte Sauce zu anderem Geschmack verholfen wird. Da ich für 2 den Kloßteig auch nicht selbst mache, sondern den fertigen kaufe, ist da eher wenig Spielraum. Umso begeisterter war ich dann also, als in meinem Küchenhirn aufploppte: „Mann, mach doch einfach mal Knödeltaler! Das kommt bestimmt gut! Mit so ein bisschen Kräutern und würziger als normale Klöße….und ein bisschen knuspriger, mit Semmelbröseln.“ Eins A – keine normalen Klöße, endlich mal was anderes. Aber dann passen normale Putenrouladen auch nicht so wirklich…mmmh, also Geschnetzeltes. Und weil wir ja Frühling haben, vielleicht nicht ganz so schwer wie sonst, sondern lieber mit ein bisschen Gemüse und einer Weißweinsauce. Na dann mal los: Die KnödelrolleRezepte für 2-3 Portionen

Für die Knödeltaler:

  • 750 g Knödelteig Halb und Halb (ja, den fertigen…für 2 mach ich den nicht selbst, da bin ich dann doch zu faul, muss ich zugeben – ihr dürft ihn aber natürlich auch gern selbst machen^^)
  • eine Prise Muskat
  • 2 EL fein gehackte Petersilie
  • Salz, Pfeffer
  • 5-6 EL Semmelbrösel
  • 1 EL Öl

Für die Knödeltaler zuerst den Teig in eine große Schüssel geben, mit dem Muskat würzen und gut verkneten. Eine „Wurst“ daraus formen und diese in ein dünnes, feuchtes Geschirrtuch wickeln. An beiden Seiten mit einem Bindfaden zubinden und 20 Minuten im siedenden Wasser ziehen lassen.

 Knödelrolle im Wasser

Aus dem Topf nehmen, auf einer Platte abtropfen und etwas abkühlen lassen, dann vom Handtuch befreien und in etwa 1,5 cm dicke Scheiben schneiden. Petersilie und Semmelbrösel auf einem Teller mit etwas Salz und Pfeffer vermischen und die Taler darin wenden, sodass sie eine kleine Kruste bekommen. Das Öl in einer beschichteten Pfanne erhitzen und die Taler darin von beiden Seiten ja 3-4 Minuten anbraten (Hitze zwischendurch etwas runterdrehen und 2-3 Mal wenden). Mit der Schnitzelpfanne servieren.

Tomaten-Austernpilz-Schnitzelpfanne mit Knödeltalern 1

Für die Tomaten-Austernpilz-(Puten)Schnitzelpfanne

Zuerst braten wir mal Weiterlesen


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Geburtstagspost aus meiner Küche für eine liebe Freundin (mit Rezept für Kochkäse)

Kärtchen für L.s Geburtstagspaket

Dass es nicht nur Vorteile hat, über zwei Herde zu verfügen, muss ich leider immer wieder feststellen. Zum Einen ist das meine Vorrats-Alzheimer, also der Umstand, dass ich mir um’s Verrecken einfach nicht merken kann, wo nun nochmal das Klopapier, wo die Spaghetti und wo der Zucker fehlte. Möp. Schon allein diese Schusseligkeit und die Tatsache, dass ich es einfach nicht schaffe, die Einkaufszettel App konsequent zu führen bringt mich immer wieder dazu, mein Improvisationstalent unter Beweis zu stellen, doch noch mal schnell das Fahrrad rauszuholen oder mich nach Ladenschluss entnervt dazu durchzuringen, die unzähmbare Lust meiner Geschmacksnerven auf ein bestimmtes Gericht binnen der Kochphase gewaltsam umzupolen.

Ein weiterer Nachteil ist es, dass an den beiden Orten ja nicht nur Herde stehen, sondern auch tolle Menschen sind. Und selbst wenn am Heldenherd Herr D. zu finden ist, gibt es doch auch am Studentenbudenherd ganz liebe Leute, die in den letzten 3 1/2 Jahren wirklich wichtig geworden sind. Allen voran ist da L. mit der ich mich jetzt schon seit einer langweiligen Einführungsübung gemeinsam durch den universitären Alltag schlage. Im Gegensatz zu mir, die ich noch nie in den Ferien Geburtstag hatte, hat sie das Glück, immer in den Semesterferien eine große feuchtfröhliche Party feiern zu dürfen, an der ich aber aufgrund der räumlichen Entfernung leider nicht immer teilnehmen kann. Damit sie dennoch ein Geschenk bekommt, muss ich dann halt auf die mit dem gelben Logo und dem Horn zurückgreifen (und hoffen, dass sie auch wirklich pünktlich sind – diesmal kein „Danke“ an dieser Stelle!). Und da sie sonst wenn es gut läuft einmal die Woche bei mir zum pescetarischen Diner geladen ist, fehlt sie mir jetzt nicht nur als außerordentlich gute Freundin, sondern auch als einer meiner Feinschmecker. Damit sie keine Entzugserscheinungen erleidet, bekam sie diesmal ein Päckchen mit Leckereien (wie gut, dass es PamK gibt und dass ihr alle darüber so viel gebloggt habt!) von Herrn D. und mir geschickt. Oben seht ihr schon auf den Kärtchen, die ich dazu gebastelt hatte (um Infos über die Haltbarkeit zu geben etc.), welche Dinge denn nun drin waren in meinem kleinen Paket:

Möhrenpesto (Rezept gibt es schon hier)# Ameisenkuchenmuffins (Einfach die Hälfte dieses Rezepts nehmen, in Muffinförmchen füllen, aber nicht voller als zu 2/3 machen und im vorgeheizten Ofen 20-25 Minuten backen) # Erdbeerlimes (gleiches Mischungsverhältnis und Vorgehen wie beim Waldbeerlimes) # Kochkäse (Rezept gibt’s unten) # Lemon Curd (Rezept kommt im nächsten Post!)

Wie gesagt, die einzige Vorgabe für mich war ja, etwas Fleischloses in’s Päckchen zu packen (wobei mir jetzt auch auf Anhieb nichts mit Fleisch einfällt, das ich so ohne Bedenken per Post verschicken würde), deswegen habe ich mich für eine bunte Mischung aus Geburtstagskuchen, Frühstücksleckerei, Hauptspeisenzutat, Vesperplattenbestandteil und Vorglüh-Freude entschieden.

Kochkäse

ist etwas, das die liebe L. bis vor Kurzem gar nicht kannte, da dieser eher in (Süd-)Hessen als in Franken beheimatet ist. Dementsprechend machte es natürlich auch viel mehr Sinn, diesen als Obatzten (was ich mir zuerst überlegt hatte), ins Päckchen zu packen, den Obatzten gibt’s schließlich mittlerweile sogar beim Discounter. Außerdem ist er jedes Jahr fester Bestandteil des Silvesterbuffets im Rahmen lieber Menschen in Herrn D.s und meiner Stammkneipe und wir werden immer wieder auf’s neue dafür gelobt. Los geht’s!

Kochkäse

Für eine große Portion (Volumen am Ende etwa 1 l ) braucht ihr:

  • 250 g Butter
  • 300 g Harzer Roller (Handkäse)
  • 150 g Sahne-Schmelzkäse (lieber den im Becher als den in einfachem Stanniolpapier nehmen, dann wird das Ganze cremiger)
  • 200 g Schmand
  • 1 Pk. Natron
  • 80 g (1 kleine Dose) Kondensmilch

Zuerst braucht ihr ein Wasserbad mit einer großen Schüssel, also Topf aufsetzen, Schüssel (am besten aus Porzellan) aufsetzen, Wasser zum Kochen bringen und schonmal die Butter reingeben, damit diese schmelzen kann. Sobald die Butter geschmolzen ist, gebt ihr den in kleine Stücke geschnittenen Handkäse hinein und lasst diesen schmelzen. Dabei immer wieder mit dem Schneebesen rühren, bis sich Handkäse und Butter wirklich verschmolzen haben (ja, das ist etwas zeitintensiv ^^) – sieht dem Schmelzkäse recht ähnlich. Dieser kommt rein, wenn eine homogene Masse entstanden ist – auch wieder gut verrühren. Dann den Schmand zufügen, rühren (immer dran denken: ist gut für die Muckis!), das Natron zugeben und zum Schluss die Kondensmilch hineingeben. Wer es nicht ganz so streichzart möchte, kann etwas weniger von der Kondensmilch zugeben, der Kochkäse schmeckt dann trotzdem, läuft aber weniger schnell vom Brot. Wenn alle Zutaten verrührt sind (wieder: homogene Masse!), könnt ihr den noch warmen Kochkäse in heiß ausgespülte Schraubgläser füllen und gekühlt lagern. Er hält so auf jeden Fall eine Woche, länger haben wir das noch nicht ausprobieren können.

Der Kochkäse schmeckt mit Zwiebelringen oder feinen Zwiebelwürfeln und – wenn man’s mag – etwas Kümmel am allerbesten auf frischem, gutem Schwarzbrot vom Bäcker eures Vertrauens.

Habt eine schöne Zeit, lasst es euch gut gehen & immer schmecken! 🙂

Herzlichst Kristina sw

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